{"id":25418,"date":"2023-07-13T15:28:11","date_gmt":"2023-07-13T13:28:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/28213-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:28:12","modified_gmt":"2023-07-13T13:28:12","slug":"28213-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/28213-01\/","title":{"rendered":"Analyse verschiedener Bauweisen, Konstruktions- und Tragwerkstypen sowie deren Detail- und Verbindungskonzepte an ausgew\u00e4hlten Bauwerken"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der nachwachsende Rohstoff Holz ist bei einer an Nachhaltigkeit orientierten Betrachtungsweise der ein-zige der im Rohbau \u00fcblicherweise verwendeten Baustoffe mit einer neutralen CO2-Bilanz. Das verpflichtet uns, ihn verst\u00e4rkt als Baustoff einzusetzen und somit einen Beitrag zur Erhaltung und nachhaltigen Ge-staltung unserer Umwelt zu leisten. Der Anteil des Holzes als tragendes Baumaterial am gesamten Bau-volumen ist derzeit \u00e4u\u00dferst gering, zugleich wird aber nur ein Teil des j\u00e4hrlichen Holzzuwachses genutzt. Entsprechende Kapazit\u00e4ten f\u00fcr eine verst\u00e4rkte Nutzung sind also vorhanden.<br \/>\nMit dem Vorhaben sollen verschiedene Bauweisen, Konstruktions- und Tragwerkstypen sowie deren An-schluss- und Verbindungstechniken an ausgew\u00e4hlten bereits realisierten Bauwerken untersucht werden, um geeignete L\u00f6sungen aufzuzeigen, die eine breitere und umfangreichere Anwendung des Baustoffes Holz unterst\u00fctzen. Daf\u00fcr ist es notwendig, entsprechende Daten zu erfassen, zu systematisieren und auszuwerten. So werden Grundlagen geschaffen, Kenntnisse  und Informationen aus bereits realisierten Bauvorhaben f\u00fcr zuk\u00fcnftige Planungsaufgaben praktisch t\u00e4tiger Architekten und Ingenieure zur Verf\u00fc-gung zu stellen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAn ausgew\u00e4hlten Ingenieurholzbauwerken sollen verschiedene Bauweisen, Konstruktions- und Trag-werkstypen und die darin angewendeten Anschluss- und Verbindungskonzepte aufgezeigt werden. Wei-terf\u00fchrend soll der vorhandene heutige Bauwerkszustand untersucht, beurteilt und, soweit m\u00f6glich, mit den Planungsunterlagen und dem Zustand bei der Errichtung verglichen werden. Wichtiges Kriterium ist dabei die Dauerhaftigkeit und Robustheit einer ganzen Konstruktion und ihrer Detailausbildung.<br \/>\nProjekte und zugeh\u00f6rige Projektunterlagen werden aus dem Archiv von Bois Consult Natterer SA erfasst und f\u00fcr die Untersuchungen geeignete Projekte ausgew\u00e4hlt und aufgenommen (Aufnahme von Projekt-daten; teilweise erforderliche statische Untersuchung der Tragkonstruktion und ihrer Verbindungen; Auf-arbeitung und Neuerstellung unzureichend vorhandener Konstruktions- und Detailpl\u00e4ne; Bearbeitung von Foto- und Bildmaterial). Weiterhin sollen die aufgenommen Daten systematisiert und strukturiert werden. Als besonders wichtig sind auch die durchzuf\u00fchrenden Besichtigungen und Ortsbegehungen der ausge-w\u00e4hlten Projekte anzusehen, um den Ist-Zustand zu erfassen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Anwendung verschiedener Konstruktions- und Tragwerkstypen und der darin angewendeten An-schluss- und Verbindungskonzepte sollte an ausgew\u00e4hlten Holzbauwerken verschiedener Arten aufge-zeigt werden.<br \/>\nIm Rahmen der Projektbearbeitung konnten alle Arbeitspositionen bearbeitet werden. Infolge der Menge und Art der vorhanden Unterlagen (gr\u00f6\u00dftenteils in Form von Dias und Papierunterlagen) lie\u00dfen sich die einzelnen Arbeitspositionen nicht umfassend bis ins Detail bearbeiten. Andererseits sind die Ausarbei-tungen in anderen Punkten umfangreicher erfolgt.<br \/>\nEs wurde eine Gliederung unterschiedlicher Tragwerkstypen im Holzbau vorgenommen. Diese Gliederung bzw. Strukturierung diente der Auswahl und Einteilung der aufgenommenen Holzbauwerke. So konnten 100 Bauwerke in einer Tabelle \u00fcbersichtlich zusammengestellt werden. Zu jedem Bauwerk sind die wichtigen Informationen kurz und pr\u00e4gnant notiert (Standort, Zweck, Tragwerk und eingesetzte Ver-bindungsmittel). 50 dieser zusammengetragenen Bauwerke sind durch Bauwerksbeschriebe mit Bild und Text hinsichtlich Konstruktion und Verbindungen detaillierter beschrieben.<br \/>\nIn Feldstudien wurden etwa 30 Bauwerke besichtigt und ihr momentaner Zustand erfasst. Die besichtig-ten Bauwerke befanden sich z. T. in sehr gutem aber auch weniger gutem Zustand oder mussten sogar in den vergangen Jahren saniert und instand gesetzt werden. Die Informationen hierzu wurden im Rah-men der Besichtigung und in Gespr\u00e4chen mit den Bauwerksbetreibern zusammengetragen. Zu den Bauwerksbesichtigungen wurde eine entsprechende Dokumentation (Text und Bild) erstellt.<br \/>\nEin Feld, in dem Holzkonstruktionen derzeit kaum eine Rolle spielen, das aber gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr eine verst\u00e4rke Anwendung bietet, ist der Bereich des mehrgeschossigen urbanen Bauens. Der Anteil des Hol-zes ist hier verschwindend gering, die M\u00f6glichkeiten, nicht erneuerbare Ressourcen bzw. Baustoffe zu substituieren und auch umweltbelastende Herstellungsverfahren von Baustoffen zu reduzieren (z. B. Stahl, Beton), sind gro\u00df. Das mehrgeschossige Bauen im st\u00e4dtischen Bereich stellt dabei einen der gr\u00f6\u00dften Bausektoren. Dieses Thema wird in einem Abschnitt in den Abschlussunterlagen ebenfalls aufgegriffen. Der Wohnungsbau, ob nun im Bereich der Einfamilienh\u00e4user oder der Mehrgeschosser, bietet ein Anwendungsgebiet f\u00fcr Holz im Bauwesen mit hohem Wiederholungsgrad.<br \/>\nMit diesem Forschungsprojekt wurden, wie geplant, Grundlagen geschaffen, Ergebnisse aus bautechni-scher Forschung und vor allem aus bereits baupraktisch Angewendetem f\u00fcr weitere Bereiche und eine breitere Anwendung in der Praxis zur Verf\u00fcgung zu stellen. Die Unterlagen zeigen verschiedene f\u00fcr den Holzbau geeignete Bau- und Konstruktionsweisen sowie deren Anschluss- und Verbindungsl\u00f6sungen. Gestaltungs- und Leistungsm\u00f6glichkeiten von Konstruktionen aus Holz werden verdeutlicht.<\/p>\n<p>Die geschaffenen Grundlagen lie\u00dfen sich noch erweitern und sehr viel umfangreichere Auswertungen hinsichtlich Robustheit, Dauerhaftigkeit und Eignung von Bauwerken aus Holz durchf\u00fchren, womit poten-zielle Einsatzgebiete f\u00fcr den nachwachsenden Roh- und Baustoff Holz gezielter und effektiver abgesteckt werden k\u00f6nnen. Auf dieser Arbeit aufbauend, lie\u00dfe sich hier mit weiterf\u00fchrenden Forschungsarbeiten ansetzen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber entsprechende Wege wie Publikationen oder auch eine Ausstellung wird versucht, die erarbeiteten Unterlagen und Ergebnisse zu ver\u00f6ffentlichen und zu verbreiten.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Forschungsprojekt ist aus unserer Sicht als sehr wichtig einzustufen. M\u00f6chte man schonend mit un-serer Umwelt umgehen und einen nachhaltigen und umweltschonenden Weg beschreiten, so muss der Bausektor seinen Anteil dazu beisteuern. Hierzu m\u00fcssen umweltschonendere Verfahren und Materialien eingesetzt werden und nicht erneuerbare Ressourcen oder Materialen soweit m\u00f6glich substituiert werden. Hier sehen wir gro\u00dfe Chancen f\u00fcr den Baustoff Holz, dessen M\u00f6glichkeiten derzeit bei weitem nicht ausgesch\u00f6pft sind, und der zu Stahl oder Beton eine Alternative darstellt. Entwicklungen hierzu m\u00fcssen vorangetrieben werden und bereits entwickelte L\u00f6sungen m\u00fcssen intensiver genutzt werden. Holz bietet die M\u00f6glichkeiten hierf\u00fcr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der nachwachsende Rohstoff Holz ist bei einer an Nachhaltigkeit orientierten Betrachtungsweise der ein-zige der im Rohbau \u00fcblicherweise verwendeten Baustoffe mit einer neutralen CO2-Bilanz. 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