{"id":25390,"date":"2024-11-27T10:36:02","date_gmt":"2024-11-27T09:36:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16202-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:05","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:05","slug":"16202-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16202-01\/","title":{"rendered":"Arche 21 &#8211; Initiierung, Umgestaltung, Vernetzung und Betreuung von \u00f6kologischen Kinderg\u00e4rten in Europa (1. Projektphase)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel dieses internationalen Projektes war die Initiierung und Intensivierung der Umwelterziehung in den Kinderg\u00e4rten in Deutschland und den Nachbarstaaten. Dieses Ziel sollte u. a. durch folgende Schritte erreicht werden: Erstellung einer internationalen Studie, die eine Bestandsaufnahme der bereits \u00f6kologisch arbeitenden Einrichtungen beinhaltet; Austausch von Informationen und Erfahrungen zwischen den Kinderg\u00e4rten; Vernetzung der \u00f6kologischen Kinderg\u00e4rten in Europa; Aufbau einer zentralen Sammelstelle f\u00fcr die didaktischen Materialien im Bereich \u00d6kokindergarten in Europa; Einf\u00fchrung eines Zertifikats Europ\u00e4ischer \u00d6kokindergarten; Aufbau von neuen \u00f6kologischen Kinderg\u00e4rten; \u00f6kologische Umgestaltung von  Au\u00dfengel\u00e4nden; Erstellung der internationalen didaktischen Programme.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt sollte in zwei Phasen verlaufen. In der ersten Projektphase wurden folgende Projektschritte durchgef\u00fchrt: zwecks Durchf\u00fchrung der Bestandsaufnahme wurde ein Fragebogen entwickelt und in drei Sprachen \u00fcbersetzt; f\u00fcr die Gewinnung von den Anschriften der bereits arbeitenden \u00f6kologischen Kinderg\u00e4rten wurde eine Aktion in Deutschland und den Nachbarstaaten durchgef\u00fchrt. Die Frageb\u00f6gen wurden dann an die vorhandenen Adressen versandt. Die ausgef\u00fcllten Frageb\u00f6gen wurden ausgewertet und analysiert. Anhand der gewonnenen Daten wurde eine Brosch\u00fcre herausgegeben.<br \/>\nDie weiteren Schritte waren die Organisation und Durchf\u00fchrung eines internationales Seminars zum Thema Zukunft der \u00f6kologischen Kinderg\u00e4rten in Deutschland und den Nachbarstaaten mit der Beteiligung von Mitarbeitern der Umweltzentren, Umweltverb\u00e4nden, \u00f6kologischen Kinderg\u00e4rten, p\u00e4dagogischen Hochschulen und Ministerien sowie Durchf\u00fchrung von zwei deutsch-tschechischen Seminaren. Ein n\u00e4chster Schritt war der Auswahl von 30 \u00f6kologischen Musterkinderg\u00e4rten aus 6 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, Organisation und Durchf\u00fchrung eines internationalen Seminars Aufbau eines Netzwerkes \u00f6kologischer Kinderg\u00e4rten in Deutschland und den Nachbarstaaten; Gr\u00fcndung des ersten europ\u00e4ischen Netzwerks der \u00f6kologischen Musterkinderg\u00e4rten. Beim Gr\u00fcndungstreffen wurden zuk\u00fcnftige internationale Aktivit\u00e4ten vereinbart; f\u00fcr die zweite Projektphase, die leider nicht bewilligt wurde, waren weitere Aktivit\u00e4ten vor-gesehen (s. Abschlu\u00dfbericht des Projektes).<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Durchf\u00fchrung der ersten Projektphase ergab folgende Ergebnisse:<\/p>\n<p>1.\tDie durchgef\u00fchrten internationalen Seminare und Auswertung der Frageb\u00f6gen sowie Gespr\u00e4che mit den Mitarbeitern der besuchten Kinderg\u00e4rten haben deutliche Differenzen aber auch einige gleiche Ans\u00e4tze in der Arbeit in den Kinderg\u00e4rten der verschiedenen L\u00e4ndern verdeutlicht. Die Unterschiede betreffen u. a. die Tr\u00e4gerschaft, die Innen- und Au\u00dfengestaltung sowie die \u00f6kologische Ausr\u00fcstung, die \u00f6kologische Gestaltung des Au\u00dfengel\u00e4ndes, die Form der Ausbildung des p\u00e4dagogischen Per-sonals, Erstellung und Anwendung der didaktischen Programme und die Aktivit\u00e4ten der Eltern in der Kindergartenarbeit. Etwa \u00e4hnlich in jedem untersuchten Land sind: bestimmte umwelterzieherische Aspekte bzw. bevorzugte Themenbereiche, die p\u00e4dagogische Arbeit drau\u00dfen, Hilfs- und didaktische Materialien, die technische Ausstattung und Hilfsmittel sowie die praktischen Aspekte der Umwelterziehung mit einigen Ausnahmen.<br \/>\n2.\tDurch das Projekt Arche 21 (erste Projektphase) hat die IGU bisher die wenig beachtete Umwelterziehung im Vorschulalter auf internationaler Ebene gef\u00f6rdert.<br \/>\n3.\tEs wurde ein Grundstein f\u00fcr die europ\u00e4ische Kooperation im Bereich Umwelterziehung im Vorschulalter gelegt<br \/>\n4.\tEs wurden Kontakte auf nationaler und internationaler Ebene zu Institutionen und Organisationen im Bereich Umwelterziehung im Vorschulalter gekn\u00fcpft<br \/>\n5.\tEs zeigte sich eine Bereitschaft der befragten Kinderg\u00e4rten in einem europ\u00e4ischen Netzwerk aktiv mitzuwirken, was die relativ hohe Anzahl (325 von 415) der interessierten Kinderg\u00e4rten aus 6 L\u00e4n-dern unterstreicht<br \/>\n6.\tDie Bedeutung des internationalen Informations- und Erfahrungsaustausches wurde bei den durchgef\u00fchrten Seminaren verdeutlicht<br \/>\n7.\tDie Zusammenarbeit der Kinderg\u00e4rten mit den Umweltorganisationen- und Institutionen ist l\u00e4nderspezifisch und verl\u00e4uft nicht ausreichend<br \/>\n8.\tDie gewonnenen Daten und Informationen liefern einen Beweis f\u00fcr die Notwendigkeit der Durchf\u00fchrung von systematischen und langj\u00e4hrigen Aktivit\u00e4ten in jedem untersuchten Land, sowohl im organisatorischen als auch im programmatischen Bereich auf dem Gebiet der Umwelterziehung, die in der letzten Zeit neue Forderungen stellt und nun Bildung f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung ist. Jedes Land, das an dem Projekt teilgenommen hat, hat seine St\u00e4rken und Schw\u00e4chen gezeigt. Die lokalen Beh\u00f6rden und die Tr\u00e4ger sind nicht in der Lage, alleine die Probleme in den Einrichtungen zu l\u00f6sen. Deshalb sind die internationalen Programme im Bereich der nachhaltigen Entwicklung bereits im Vorschulalter notwendig. Nur diese k\u00f6nnen zukunftsorientiert, langfristig, komplex und vergleichbar in jedem Land einen Erfolg garantieren<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Projektes werden den Kinderg\u00e4rten zur Verf\u00fcgung gestellt und im Internet auf einer Webseite ver\u00f6ffentlicht. Auf Wunsch wird auch das Projekt den interessierten Umweltzentren- und Institutionen zur Verf\u00fcgung gestellt<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Kinderg\u00e4rten, die ihre zuk\u00fcnftige Arbeit ohne Unterst\u00fctzung der internationalen Programme, die speziell an die Kinderg\u00e4rten zugeschnitten werden sollten, fortsetzen werden, k\u00f6nnen sich nur auf die Initiative der Kindergartenerzieherinnen bei der Bildung der Kinder  st\u00fctzen. Dadurch wird die Umwelterziehung unserer Kinder den Erzieherinnen \u00fcberlassen, die oft daf\u00fcr nicht ausreichend ausgebildet und vorbereitet sind. Ohne eine solide fachliche, didaktische und praktische Unterst\u00fctzung wie z. B. bei der naturnahen Gestaltung des Au\u00dfengel\u00e4ndes sowie ohne finanzielle Hilfe (z. B. von der EU), wird die k\u00fcnftige umwelterzieherische Arbeit nicht nur schwer werden, sondern in den meisten F\u00e4llen unm\u00f6glich zu realisieren sein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel dieses internationalen Projektes war die Initiierung und Intensivierung der Umwelterziehung in den Kinderg\u00e4rten in Deutschland und den Nachbarstaaten. 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