{"id":25389,"date":"2025-04-10T10:32:22","date_gmt":"2025-04-10T08:32:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/28055-01\/"},"modified":"2025-04-10T10:32:24","modified_gmt":"2025-04-10T08:32:24","slug":"28055-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/28055-01\/","title":{"rendered":"Interdisziplin\u00e4re Fachtagung: Denkmalschutz und Klimaschutz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Erhaltung und Nutzung alter und auch denkmalgesch\u00fctzter Bausubstanz leistet einen wichtigen Beitrag im Sinne einer nachhaltigen, ressourcenschonenden Stadtentwicklung. Hierbei m\u00fcssen aber die Herausforderungen des Klimaschutzes beachtet werden. Gem\u00e4\u00df dem Weltklimarat stellen Klimaschutzma\u00dfnahmen am gebauten Erbe die gro\u00dfe Herausforderung der Zukunft dar und sind der Bereich mit dem gr\u00f6\u00dften Einsparpotential von Energie und CO2-Emissionen. Die Forschung an leistungsf\u00e4higen Konzepten f\u00fcr die Geb\u00e4ude der Zukunft geht auch f\u00fcr Altbauten inklusive Baudenkm\u00e4lern weiter. Neue Ergebnisse erfordern steten Informationsaustausch und Informationsabgleich zwischen Klimaschutz und Denkmalpflege. Zahlreiche Beispiele zeigen, dass sich Denkmalschutz und Klimaschutz nicht ausschlie\u00dfen m\u00fcssen. Denkmalgerechte L\u00f6sungen f\u00fcr energieeffiziente Nutzungen von Baudenkmalen sind mit modernen Techniken und akzeptablen Kompromissen auf beiden Seiten zu bewerkstelligen. Konflikte k\u00f6nnen entstehen, wenn \u00f6kologische und historisch-\u00e4sthetische Aspekte nicht gleichrangig behandelt werden. Es gilt, den Dialog zu versachlichen und zu festigen, um den Anforderungen des Klimaschutzes in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung gerecht zu werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Symposium soll als Initialz\u00fcndung im s\u00fcddeutschen Raum fungieren, Standards setzen und bekannt machen sowie die Ergebnisse einzelner Veranstaltungen zum Themenbereich Klimaschutz und Denkmalschutz zusammenf\u00fchren. Es werden kompetente Referenten aus beiden Themenbereichen geladen, die aktuelle Forschungsergebnisse bzw. Modellprojekte als Beispiele f\u00fcr eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Klimaschutz und Denkmalschutz vorstellen. In einzelnen Foren sollen anhand von konkreten Beispielen gemeinsame Zielsetzungen und L\u00f6sungsans\u00e4tze erarbeitet werden als Diskussionsgrundlage f\u00fcr das Plenum. Eine Postersession bietet die M\u00f6glichkeit weitere Modelprojekte o. \u00e4. zu pr\u00e4sentieren. Die Poster sind thematisch an die Workshops gekoppelt. Diese Ergebnisse werden von der Akademie zusammengefasst und in einer Tagungsdokumentation ver\u00f6ffentlicht. Die Ergebnisse der Veranstaltung dienen dann bei der Akademie dazu, das Thema ab 2011 auf die regionale Ebene herunter zu brechen, und mittels Regionalworkshops in der Fl\u00e4che zu implementieren.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die im F\u00f6rderantrag festgelegten Projektziele wurden erreicht. Nach zwei vorbereitenden Workshops zur Vorbereitung und Abstimmung der Tagungsinhalte mit dem Kooperationspartner, fand am 15. Juni 2010 die Fachtagung Denkmalschutz und Klimaschutz &#8211; zwei Seiten derselben Medaille?! in Ulm statt. Das Interesse an der Thematik und an der Veranstaltung war bereits im Vorfeld immens. Insgesamt kamen zur Veranstaltung \u00fcber 180 Vertreter von Denkmalschutz- und Umweltbeh\u00f6rden, Klima- und Energieagenturen, Architekten und Planungsb\u00fcros, Energiebeauftragte, Denkmaleigent\u00fcmer sowie Vertreter von Verb\u00e4nden und Institutionen aus Wissenschaft und Politik und diskutierten gemeinsam \u00fcber M\u00f6glichkeiten und Grenzen von Klimaschutzma\u00dfnahmen an denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4uden. Die rege und teilweise auch kontroverse Diskussion der Teilnehmer zeigte, dass die Kooperation zwischen Klimasch\u00fctzern und Denkmalpflegern auch zuk\u00fcnftig weiter verst\u00e4rkt werden muss. In diesem Sinne gingen von der Tagung insgesamt viele positive Impulse aus. Die Fachtagung Denkmalschutz und Klimaschutz &#8211; zwei Seiten derselben Medaille?! f\u00fchrte nicht nur zu einem Motivationsschub bez\u00fcglich der Thematik, sondern st\u00e4rkte und festigte den Dialog und die Gespr\u00e4chskultur zwischen Denkmalpflegern und Klimasch\u00fctzern.<br \/>\nGegen\u00fcber dem Antrag ergaben sich bez\u00fcglich der Arbeitsschritte nur unwesentliche \u00c4nderungen. Der Zeitaufwand f\u00fcr die Projektplanung war insgesamt angemessen und trug wesentlich zu einer effektiven Projektdurchf\u00fchrung bei. Die Zusammenarbeit von Umweltakademie und Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege war sehr konstruktiv und gestaltete sich unkompliziert und effektiv. Abweichungen im Zeitplan kamen durch die Erstellung der Tagungsdokumentation zustande. Schon bald nach der Tagung wurde offenkundig, dass die Zusammenf\u00fchrung und Bearbeitung der Beitr\u00e4ge sowohl arbeits- als auch zeitintensiver war, als im Projektantrag veranschlagt. Trotz Auslagerung des Lektorates des Tagungsbandes verz\u00f6gerte sich der Druck der Ver\u00f6ffentlichung \u00fcber die Projektlaufzeit hinaus. Diese Erfahrung wird in Zukunft zu einer realistischeren Einsch\u00e4tzung des Zeitbedarfs f\u00fcr die Erstellung solch einer umfangreichen Ver\u00f6ffentlichung f\u00fchren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Symposium wurde bundesweit beworben. Schwerpunktm\u00e4\u00dfig wurden jedoch die Vorank\u00fcndigungen und Einladungen im s\u00fcddeutschen Raum gestreut. Ank\u00fcndigung der Veranstaltung waren au\u00dfer auf den entsprechenden Seiten der Akademie f\u00fcr Natur- und Umweltschutz und des Projektpartners auch auf einigen anderen themenspezifischen Webseiten eingestellt wie beispielsweise der Industrie- und Handelskammer Baden-W\u00fcrttemberg, der Architektenkammer Baden-W\u00fcrttemberg, der Ingenieurskammern Baden-W\u00fcrttemberg und Bayern, der Denkmalstiftung Baden-W\u00fcrttemberg sowie des Bayerischen Landesamtes f\u00fcr Denkmalpflege. F\u00fcr die Pressearbeit zum Projekt wurde ein spezieller Presseverteiler er-stellt. Als Ansprechpartner ist sowohl die Tages- als auch Fachpresse ber\u00fccksichtigt worden.<br \/>\nDie Ergebnisse der Fachtagung werden in den Beitr\u00e4gen der Akademie f\u00fcr Natur und Umweltschutz, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, ver\u00f6ffentlicht. Die Akademie plant bald nach Erschei-nen der Tagungsdokumentation, diese in einer \u00f6ffentlichkeitswirksamen Aktion zu pr\u00e4sentieren. Hierzu wird verst\u00e4rkt die Fachpresse angegangen.<br \/>\nAuch 2011 wird die Kooperation mit dem Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege Baden-W\u00fcrttemberg fortgesetzt. Das Vorhaben des Projektes wird von der Akademie \u00fcber die Projektlaufzeit hinaus in Form von Seminaren weitergef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Vorgehensweise des Projektes hat sich bew\u00e4hrt. Die Ausrichtung einer interdisziplin\u00e4ren Fachtagung war eine gelungene Methode, um den Dialog zwischen Denkmalpflegern und Klimasch\u00fctzern zu versachlichen und zu festigen. Den mehr als doppelt so vielen wie im Projektantrag anvisierten Teilneh-mern bot die Veranstaltung ausreichend Gelegenheit, sich \u00fcber aktuelle Forschungsergebnisse und Projekte zu informieren, sich auszutauschen, gemeinsam zu diskutieren und L\u00f6sungsans\u00e4tze zu formulieren. Die Umweltakademie sieht die Ergebnisse dieser Tagung auch als Impuls f\u00fcr energetische Sanierungen nicht denkmalgesch\u00fctzter Geb\u00e4ude, u. a. im Innenbereich alter St\u00e4dte und D\u00f6rfer. Die Ver\u00f6ffentlichung Denkmalschutz und Klimaschutz &#8211; zwei Seiten derselben Medaille?! dokumentiert die Ergebnisse. Der Band wird in einer \u00f6ffentlichkeitswirksamen Aktion vorgestellt. Das Projektvorhaben wird in 2011 in Form von Folgeseminaren fortgef\u00fchrt. Zusammenfassend sind die Projektantragssteller und Kooperationspartner der \u00dcberzeugung, dass die im Antrag formulierten Ziele erreicht wurden und dass von dem Projekt entscheidende Impulse f\u00fcr die weitere Arbeit bez\u00fcglich der im Projekt behandelten Thematik ausgehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Erhaltung und Nutzung alter und auch denkmalgesch\u00fctzter Bausubstanz leistet einen wichtigen Beitrag im Sinne einer nachhaltigen, ressourcenschonenden Stadtentwicklung. Hierbei m\u00fcssen aber die Herausforderungen des Klimaschutzes beachtet werden. 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