{"id":25384,"date":"2026-03-26T10:32:10","date_gmt":"2026-03-26T09:32:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/28034-01\/"},"modified":"2026-03-26T10:32:11","modified_gmt":"2026-03-26T09:32:11","slug":"28034-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/28034-01\/","title":{"rendered":"DETAIL &#8211; Deutsch-Tschechischer Studenten- und Wissensaustausch zur Umsetzung der Europ\u00e4ischen Wasserrahmenrichtlinie"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Schutz und die Verbesserung des Zustands aquatischer \u00d6kosysteme und des Grundwassers sind die Ziele der EG-WRRL. Durch Inkrafttreten der Richtlinie wird eine integrierte Gew\u00e4sserschutzpolitik erm\u00f6glicht, die \u00fcber Staats- und Landesgrenzen hinweg eine koordinierte Bewirtschaftung der Gew\u00e4sser innerhalb der Flussgebietseinheiten bewirkt. Demnach richtet sich die Verwaltung nicht mehr nach administrativen Grenzen, sondern nach Flussgebietseinheiten. Durch die Notwendigkeit, lokale Wasserbauprojekte als Teil und Einflussfaktor eines gesamten Gebietes zu betrachten, ist es erforderlich, die entsprechenden zuk\u00fcnftigen Planer auf diesem Fachgebiet auf diese Aufgabe vorzubereiten. Dazu ist es notwendig, den derzeitigen Studenten und Studentinnen einen \u00dcberblick \u00fcber die ganzheitliche Betrachtung zu er\u00f6ffnen. Die fr\u00fchzeitige Erm\u00f6glichung eines internationalen Wissensaustausches und das Kennenlernen der jeweiligen nationalen Umsetzungsstrategien zur EG-Wasserrahmenrichtlinie schafft einen pers\u00f6nlichen Erfahrungswert f\u00fcr die Teilnehmer, aber auch eine Kompetenz der k\u00fcnftigen Absolventen, von der die Gesellschaft bei der L\u00f6sung aktueller Gew\u00e4sserg\u00fcteprobleme profitiert.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Dauer des gesamten Projektes betr\u00e4gt zwei Jahre und teilt sich insgesamt in vier Projektwochen, jeweils abwechselnd in Prag und in Dresden im Abstand von je einem halben Jahr. Im Vorfeld der Workshopphase findet die Organisation vor Ort statt, werden die Unterrichtsinhalte abgestimmt und entsprechende Materialien f\u00fcr die Vorlesungen und \u00dcbungen erstellt. Innerhalb der Projektwoche sind einf\u00fchrende Vorlesungen zur EG-WRRL und Exkursionen zu konkret umgesetzten Ma\u00dfnahmen geplant. Die F\u00e4higkeit zu internationalem fachlichen Austausch wird den Studierenden durch die Erfahrungen vermittelt, die sie bei einer gemeinsamen Projektarbeit und Kompetenzsammlung in transnationalen Arbeitsgruppen erwerben. Diese stellt f\u00fcr die Studierenden eine essentielle Voraussetzung auf ihrem zuk\u00fcnftigen, zunehmend internationalisierten Berufsweg dar. Sie erhalten damit eine wichtige pers\u00f6nliche Vorbereitung f\u00fcr eine erfolgreiche Umsetzung der EG-WRRL in internationalen Einzugsgebieten. Letztendlich steht das nachhaltige gegenseitige Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die unterschiedlichen nationalen Anforderungen und Herangehensweisen im Zusammenhang mit der WRRL im Vordergrund. Die Projektsprache ist Englisch. Insgesamt soll die Teilnehmerzahl nicht mehr als 30 Studierende umfassen, um den intensiven fachlichen Austausch und eine hohe Qualit\u00e4t des Exkursionsprogramms zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>F\u00fcr die Evaluation des Projektes DETAIL wurden vom Institut f\u00fcr regionale Innovation und Sozialforschung (IRIS e. V.) auf Wunsch der DBU insgesamt drei online-Befragungen entwickelt und durchgef\u00fchrt. Die Auswertung der Frageb\u00f6gen ber\u00fccksichtigte die unterschiedlichen Projektzuschnitte der Exkursionswochen spiegelt die jeweiligen Erfahrungen der Projektteilnehmer wider.<br \/>\nDie einzelnen Projektsegmente &#8211; Vorlesung, Exkursion, Feldarbeit sowie Projektarbeit &#8211; wurden allesamt in Hinblick auf die methodisch-didaktische Qualit\u00e4t, die Verbindung mit dem Gesamtthema EG-Wasserrahmenrichtlinie sowie die rahmenden Aspekte (Zeit\/Betreuung) beleuchtet. \u00dcber beide Projektwochen wie auch \u00fcber die Projektsegmente und den daraus resultierenden Lernerfolg hinweg wurden h\u00f6chst positive R\u00fcckmeldungen gegeben. Ausgesprochen hohe Zuspr\u00fcche erfuhr die Frage, inwieweit das Projekt \u201aallgemein f\u00fcr die Thematik sensibilisieren und die gro\u00dfe Bedeutung von Teamarbeit n\u00e4her bringen konnte. Mehr als die H\u00e4lfte der Studierenden beider Universit\u00e4ten unterstrichen positiv, dass sie nun auch mehr Sicherheit in ihrem (Fach-) Englisch aufweisen.<br \/>\nDie Zusammenarbeit mit den Studierenden des Partnerlandes stellte sich f\u00fcr die meisten TeilnehmerInnen nicht als gr\u00f6\u00dferes Problem dar; allenfalls sprachliche Barrieren wurde eine gewisse Bedeutung beigemessen; kulturell-mentalit\u00e4tsbezogene Aspekte wie auch das Fachwissen wurden hingegen auf sehr niedrigem Niveau als hinderlich gekennzeichnet.<br \/>\nDie in der ersten Evaluation angesprochene zeitliche Knappheit wurde in den darauffolgenden Projektwochen verbessert. Zum einen wurde f\u00fcr manche Vorlesungen und die Pr\u00e4sentationen der Teilnehmer mehr Zeit eingeplant, zum anderen wurden an den Exkursionstagen Lunchpakete vorbereitet anstatt ein zeit- und kostenintensives Mittagessen im Restaurant einzuplanen.<br \/>\nBemerkenswert und, im Hinblick auf die interdisziplin\u00e4ren Ziele des Projektes, besonders wertvoll, war dabei die fach\u00fcbergreifende Durchmischung der Gruppe mit Studierenden der Fachrichtungen Bauingenieurwesen, Biologie, Hydrologie, Umweltingenieurwesen und Wasserwirtschaft. Auf diese Weise konnte nicht nur der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den tschechischen und den deutschen Studierenden gef\u00f6rdert werden, sondern auch die f\u00e4cher\u00fcbergreifende Arbeitsweise, die in der Praxis zum t\u00e4glichen Arbeitsalltag geh\u00f6rt, erproben.<br \/>\nWeiterhin als besonders wertvollen Nebeneffekt des Projektes anzumerken ist der Austausch zwischen den Kollegen, der auf fachlicher Ebene zu zahlreichen Ideen f\u00fcr neue Forschungsprojekte f\u00fchrte.<br \/>\nDer Arbeits- und Zeitaufwand f\u00fcr die Organisation der Projektwochen, die Vorbereitung der Unterrichtsmaterialien sowie die Nachbereitung und Abrechnung \u00fcberstieg die urspr\u00fcngliche Kalkulation und wurde durch einen erh\u00f6hten Eigenanteil der Institute ausgeglichen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlichungen zum Projekt DETAIL wurden zu Beginn der Projektlaufzeit durchgef\u00fchrt um die Projektinhalte zu publizieren und Teilnehmer zu werben. Zu diesem Zweck wurden Poster, Aush\u00e4nge und Folien vorbereitet, die innerhalb der Lehrveranstaltung pr\u00e4sentiert wurden. Im weiteren Verlauf folgte die Ver\u00f6ffentlichung von Skripten und Arbeitsmaterialien innerhalb der Projektwochen, die den Studenten weiterhin zur Verf\u00fcgung stehen und deren Inhalte in die Vorlesungen der Institute eingearbeitet werden. Weiterhin erfolgte die Pr\u00e4sentation und Information \u00fcber durchgef\u00fchrte Projektwochen mittels Postern an den Instituten sowie auf dem Wasserbaukolloquium 2012. Geplant ist die Ver\u00f6ffentlichung der im Zuge des Projektes erarbeiteten Inhalte in einem Lehrbuch f\u00fcr Studierende, aber auch f\u00fcr Mitarbeiter in Ingenieurb\u00fcros. Darin soll auch der Erkenntnisgewinn durch die Zusammenarbeit und den Austausch mit Ex-ternen durch die Fachvortr\u00e4ge und die Exkursionen verarbeitet werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Res\u00fcmee zeigte die Evaluation durch IRIS e. V., dass der erste Durchlauf des Projektes DETAIL h\u00f6chst zufriedenstellend verlief. Nicht nur konnte die methodische Aufbereitung und kompetente Betreuung der Studierenden \u00fcberzeugen, auch die Rahmung der Veranstaltung (Vorabinformationen, Zeitplan, R\u00e4umlichkeiten, Betreuung, finanzielle Aufwendungen, Unterk\u00fcnfte, freizeitlich\/kulturelles Programm) wurde \u00e4u\u00dferst positiv r\u00fcckgemeldet. Die Erf\u00fcllung der Erwartungen an das Projekt wurde von den Studierenden sowohl aus Prag als auch Dresden im obersten Bereich bekundet.<br \/>\nZusammenfassend kann herausgearbeitet werden, dass das Projekt DETAIL sowohl bei den Studierenden als auch bei den kooperierenden Instituten als \u00e4u\u00dferst positiv empfunden wurde und in guter Erinnerung bleiben wird und somit das Hauptziel &#8211; die Kompetenz der Studierenden bez\u00fcglich internationaler fachlicher Zusammenarbeit im Kontext der Europ\u00e4ischen Wasserrahmenrichtlinie zu f\u00f6rdern &#8211; erreicht wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Schutz und die Verbesserung des Zustands aquatischer \u00d6kosysteme und des Grundwassers sind die Ziele der EG-WRRL. 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