{"id":25370,"date":"2025-06-25T10:32:31","date_gmt":"2025-06-25T08:32:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/27933-01\/"},"modified":"2025-06-25T10:32:32","modified_gmt":"2025-06-25T08:32:32","slug":"27933-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/27933-01\/","title":{"rendered":"Zukunft durch Umweltbildung im Landkreis G\u00f6rlitz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Eingebettet in das Bundesprogramm LernenvorOrt wurden im Projekt Zukunft durch Umweltbildung im Landkreis G\u00f6rlitz. Mit Energie und ohne Grenzen! Methoden und Instrumente entwickelt, die ein durchg\u00e4ngiges Lernen zum Thema Energie im Sinne des Lebenslangen Lernens im Landkreis G\u00f6rlitz erm\u00f6glichen.<br \/>\nDer Anlass f\u00fcr dieses Projekt ergab sich aus verschiedenen Entwicklungsprozessen. Zum einen ist Energie ein charakteristisches Merkmal f\u00fcr diesen Landkreis, das sich nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in den Bildungsangeboten des Landkreises widerspiegeln soll. Zum anderen hat der Landkreis G\u00f6rlitz erkannt, dass f\u00fcr eine erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung gute und aufeinander abgestimmte Bildungsangebote unabdingbar sind. Aus diesem Grund entschloss sich der Landkreis im Rahmen des Bundesprogramms LernenvorOrt zusammen mit seinem Verbundpartner, der PONTES-Agentur am Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal (IBZ), ein kommunales Bildungsmanagement aufzubauen. Auf Grund seiner Bedeutung f\u00fcr den Landkreis G\u00f6rlitz flie\u00dft das Thema Energiebildung als lokaler Bildungsschwerpunkt in dieses kommunale Bildungsmanagement ein. Hier ordnet sich das Projekt Zukunft durch Umweltbildung im Landkreis G\u00f6rlitz ein.<br \/>\nDas Projekt verfolgte zwei qualitative und damit \u00fcbergeordnete Ziele:<br \/>\n&#8211;\tdas weitgef\u00e4cherte Thema Energie in den Bildungsstrukturen und Bildungsangeboten des Landkreises G\u00f6rlitz einzuflechten, um dadurch ein durchg\u00e4ngiges Lernen zum Thema Energie in allen Lebensphasen zu erm\u00f6glichen.<br \/>\n&#8211;\tdie Prinzipien der Nachhaltigkeit am Beispiel des Themas Energie im Denken und Handeln der Menschen im Landkreis G\u00f6rlitz zu verankern, um damit einen Bildungsbeitrag f\u00fcr die Landkreis-Strategie Energiekreis Nummer 1 zu leisten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenF\u00fcr die Umsetzung wurde in der PONTES-Agentur die Servicestelle Bildung des Landkreises G\u00f6rlitz eingerichtet, in der das Thema Energiebildung im Rahmen einer Werkstatt bearbeitet wird. Die Servicestelle Bildung hat sich bewusst f\u00fcr den Begriff Werkstatt entschieden, um den Arbeitscharakter, das Er-proben und Entwickeln von Methoden, zu verdeutlichen. Die Werkstatt Energiebildung besitzt somit zwei Funktionen: (1) Sie koordiniert die verschiedenen Umsetzungsschritte, wobei sie selbst als eine Art regionale Akteurin Ma\u00dfnahmen zur Implementierung der Idee Energiebildung entwickelt und umsetzt. (2) Als Vernetzungsinstrument f\u00fchrt sie regionale Akteure zusammen und stimmt die einzelnen Umsetzungs-schritte mit diesen ab.<br \/>\nFolgende Arbeitsschritte wurden gew\u00e4hlt, um die Idee der Energiebildung in den Bildungsstrukturen des Landkreises G\u00f6rlitz zu verankern:<br \/>\n1.\tZusammenf\u00fchren der relevanten Akteure im Netzwerk Werkstatt Energiebildung<br \/>\n2.\tBestandsaufnahme zur Energiebildung im Landkreis G\u00f6rlitz. Diese Daten wurden u. a. im 1. Bildungsbericht des Landkreises G\u00f6rlitz ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\n3.\tB\u00fcndelung und Weiterentwicklung von Energiebildungs-Angeboten im Landkreis G\u00f6rlitz, z. B. durch die Brosch\u00fcre Schul-Energie-Tage im Landkreis G\u00f6rlitz<br \/>\n4.\tKonzeptionierung von Fortbildungsmodulen und methodisch-didaktische Handreichungen sowie Durchf\u00fchrung von Qualifizierungsveranstaltungen f\u00fcr p\u00e4dagogische Fachkr\u00e4ften in Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren. S\u00e4mtliche Fortbildungsans\u00e4tze folgten einem systemischen Ansatz. Diese Handreichungen standen aber nicht nur den Absolventinnen und Absolventen der Fortbildungen zur Verf\u00fcgung, sondern wurden auf den Internetseiten der PONTES-Agentur (www.pontes-pontes.eu) ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\n5.\tEntwicklung eines Modellansatzes zur inhaltlichen Gestaltung von Bildungs\u00fcberg\u00e4ngen am Beispiel des Themas Energie und Umwelt in Form eines Ideenwettbewerbs Kilo-Watt?! Entdecken und Erleben von Energie. Nicht das Initiieren von Bildungsprojekten rund um das Thema Energie und Umwelt war das Hauptziel des Ideenwettbewerbs Kilo-Watt?! Entdecken und Erleben von Energie, sondern vielmehr die F\u00f6rderung von Kooperationen zwischen verschiedenen Bildungseinrichtungen aus unterschiedlichen Bildungsphasen. Diese Kooperationen sollten zugleich Impulse f\u00fcr dauerhafte lokale Bildungsnetzwerke in den verschiedenen Gemeinden des Landkreises G\u00f6rlitz geben. Daher hat die PONTES-Agentur zusammen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt den Ideenwettbewerb als Modellansatz zur Gestaltung von Bildungs\u00fcberg\u00e4ngen entwickelt. Nur alters\u00fcbergreifende Projektgruppen aus verschiedenen Bildungseinrichtungen, sogenannte Energie-Tandems, konnten ihre Projektideen einreichen.<br \/>\n6.\tBildungsmarketing f\u00fcr die Idee Energiebildung, u. a. durch Publikationen und Veranstaltungen wie das 1. Deutsch-polnische Energiefest in Wei\u00dfwasser<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der gesamten Projektlaufzeit wurde die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die einzelnen Entwicklungsst\u00e4nde und erreichten Meilensteine wie den Ideenwettbewerb Kilo-Watt?! und das 1. Deutsch-polnisches Energiefest oder Fortbildungsveranstaltungen mittels verschiedener Medien informiert. Alle Ma\u00dfnahmen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit waren dabei eng mit den Aktivit\u00e4ten des Bildungsmarketings zum Thema Ener-giebildung verkn\u00fcpft.<br \/>\nDie \u00d6ffentlichkeit wurde wie folgt informiert:<br \/>\n&#8211;\tintensive Pressearbeit: Insbesondere dem Ideenwettbewerb Kilo-Watt?! Entdecken und Erleben von Energie und dem 1. Deutsch-polnische Energiefest in Wei\u00dfwasser widmete die Presse im Landkreis G\u00f6rlitz besondere Aufmerksamkeit.<br \/>\n&#8211;\tdurch eine einmal im Monat erscheinende INFO-Mail<br \/>\n&#8211;\tInternetauftritt (www.pontes-pontes.eu)<br \/>\n&#8211;\tVeranstaltungsflyer, z. B. Lerninsel Energie auf dem 7. Euroregionalen LernFEST im Zittau oder 1. Deutsch-polnisches Energiefest in Wei\u00dfwasser<br \/>\n&#8211;\tBeteiligung an der Ausstellung Bildung f\u00fcr Nachhaltige Entwicklung, organisiert von Lokale Agenda 21 f\u00fcr Dresden e. V. im Herbst 2010 und 2012<br \/>\n&#8211;\t\u00f6ffentlichkeitswirksame Dokumentationen in Brosch\u00fcren-Form, z. B. Schul-Energie-Tage im Landkreis G\u00f6rlitz, Ideenwettbewerb Kilo-Watt?!, 1. Deutsch-polnisches Energiefest<br \/>\nMethodisch-didaktische Handreichungen f\u00fcr p\u00e4dagogische Fachkr\u00e4fte, die \u00f6ffentlichkeitswirksamen Dokumentation und weitere Projektergebnisse wurde auf einer DVD mit dem Titel Energiebildung im Landkreis G\u00f6rlitz zusammengefasst und somit der \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung gestellt.<br \/>\nDie \u00d6ffentlichkeit wurde in diesem Projekt allerdings nicht nur informiert sondern auch mit einbezogen. Dies geschah zum einen durch Veranstaltungen wie dem Deutsch-polnischem Energiefest in Wei\u00dfwasser und zum anderen durch den Ideenwettbewerb Kilo-Watt?! Entdecken und Erleben von Energie. Damit der Ideenwettbewerb kein Modellansatz bleibt, fand zum Projektende im IBZ St. Marienthal eine Abschlusskonferenz statt. Unter dem Titel Watt f\u00fcr \u00b4ne Leistung! wurde der Ideenwettbewerb als Ge-staltungsmittel f\u00fcr die Verbesserung der Bildungs\u00fcberg\u00e4nge in die die Fl\u00e4che getragen. Alle beteiligten Energie-Tandems pr\u00e4sentierten an diesem Tag ihre Ergebnisse und luden die G\u00e4ste zum Ausprobieren von Experimenten, Spielen und anderen Mit-Mach-Aktionen ein.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit dem Ziel Energiebildung in den Bildungsstrukturen vor Ort zu verankern, um dadurch auch einen Bildungsbeitrag zur Umsetzung der Landkreis-Strategie innovative Energieregion zu leisten,<br \/>\nwurde in dieser Region weitestgehend Neuland betreten. Auch die Herangehensweise, das Thema Energie nicht ausschlie\u00dflich \u00fcber die klassischen Energiezug\u00e4nge, Naturwissenschaften und Technik bzw. \u00d6kologie, zu vermitteln, war neu. Auf Grund der Komplexit\u00e4t, die dem Thema Energie innewohnt, war dieses Vorgehen naheliegend. Im Projekt wurde daher einem systemischen Ansatz im Kontext der Bildung f\u00fcr Nachhaltige Entwicklung gefolgt.<br \/>\nAuch ist es gelungen, erste Schritte im Sinne eines Qualit\u00e4tsmanagements f\u00fcr die Implementierung der Idee der Energiebildung in die Bildungsstrukturen des Landkreises umzusetzen. Die Entwicklung und Einf\u00fchrung des p\u00e4dagogischen Konzepts Energiebildung bildete daf\u00fcr eine wichtige Grundlage, wie auch der Aufbau der Werkstatt Energiebildung, und damit verbunden, die Vernetzung relevanter Akteure. Auch die Bestandserfassung, die Qualifizierung von p\u00e4dagogischen Fachkr\u00e4ften und das Bildungsmarketing dienten der Qualit\u00e4tsentwicklung. Dar\u00fcber hinaus floss der Modellansatz Ideenwettbewerb Kilo-Watt?! zur Gestaltung von Bildungs\u00fcberg\u00e4ngen in den Qualit\u00e4tsentwicklungsprozess ein.<br \/>\nDas neu entwickelte p\u00e4dagogische Konzept der Energiebildung fand zunehmend Eingang in die p\u00e4dagogische Arbeit der Bildungseinrichtungen des Landkreises G\u00f6rlitz. Insbesondere die Qualifizierung von p\u00e4dagogischen Fachkr\u00e4ften und der Ideenwettbewerb Kilo-Watt?! trugen dazu bei.<br \/>\nDurch den Ideenwettbewerb Kilo-Watt?! gingen 16 Bildungseinrichtungen bildungsbereichs\u00fcbergreifende Kooperationen ein, so dass sich in vier Gemeinden lokale Bildungsnetzwerke unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe gr\u00fcndeten. Dabei erwies sich das Thema Energie als gemeinsames Lernmedium geeignet. Weitere Ergebnisse des Ideenwettbewerbs Kilo-Watt?! sind:<br \/>\n&#8211;\tSchulen und Kindertageseinrichtungen erschlossen sich neue Lernorte.<br \/>\n&#8211;\tAu\u00dferschulische Lernorte zeigten ihre Potenziale und konnten sich als dauerhafter Partner f\u00fcr die formale Bildung profilieren.<br \/>\n&#8211;\tDie entstandenen Kooperationen wurden als positiv empfunden und es \u00fcberwog die Erkenntnis, dass die gegr\u00fcndeten Netzwerke f\u00fcr alle Beteiligten einen Nutzen bringen und weitergef\u00fchrt werden sollten.<br \/>\n&#8211;\tVorgehensweise und Ergebnisse des Modellansatzes wurden f\u00fcr den fl\u00e4chendeckenden Transfer \u00f6ffentlichkeitswirksam in einer Projektdokumentation ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Eingebettet in das Bundesprogramm LernenvorOrt wurden im Projekt Zukunft durch Umweltbildung im Landkreis G\u00f6rlitz. Mit Energie und ohne Grenzen! 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