{"id":25318,"date":"2025-07-11T10:32:11","date_gmt":"2025-07-11T08:32:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/27720-01\/"},"modified":"2025-07-11T10:32:11","modified_gmt":"2025-07-11T08:32:11","slug":"27720-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/27720-01\/","title":{"rendered":"Kleine und mittlere Handelsunternehmen als Schrittmacher f\u00fcr nachhaltigen Konsum in der Region &#8211; Netzwerk- und Kompetenzaufbau"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Aufbau von mindestens zwei exemplarischen regionalen Wertsch\u00f6pfungs-Partnerschaften (WSP) \u00fcber eine Kooperation von KMU innerhalb des Bio-Lebensmittelsegmentes in der Metropolregion N\u00fcrnberg.<br \/>\nErprobung gemeinschaftlicher Vermarktungs- und Kommunikationskonzepte innerhalb dieser WSP mit dem Ziel, den regionalen Wertsch\u00f6pfungsanteil und den nachhaltigen Konsum zu steigern.<br \/>\nErmittlung der Hinderungs- und Erfolgsfaktoren eines erfolgreichen Aufbaus regionaler WSP und Darstellung der \u00dcbertragbarkeit f\u00fcr weitere WSP in anderen Produktbereichen und Regionen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEinstiegs- und Motivationsphase: Die Marktfelder f\u00fcr WSP werden nochmals genauer erfasst. Zudem sollen weitere Partner-Firmen gewonnen werden.<br \/>\nKonzept- und Vernetzungsphase: Umfeldanalyse der beteiligten Unternehmen, Analyse vernetzbarer regionaler Produktbereiche und der ihnen zugrunde liegenden betrieblichen und regionalen Abl\u00e4ufe sowie die Abbildung der derzeitigen Wertsch\u00f6pfungsprozesse, Nachfragepotenzial f\u00fcr die entsprechenden Produkte und die Bedingungen f\u00fcr die Ausrichtung auf nachhaltigen Konsum erheben, Erarbeitung einer konkreten und nachhaltigen WSP-Strategie sowie konkrete Konzepte und Ma\u00dfnahmen.<br \/>\nRealisierungsphase: Zentrale Aufgaben ist es, unternehmerische Abl\u00e4ufe (z. B. Informations-, Liefer- und Vertriebsstruktur) tats\u00e4chlich zu verkn\u00fcpfen sowie die einzelnen Betriebe an die Erfordernisse der neuen WSP anzupassen. Die gemachten Erfahrungen werden systematisch erfasst. Es ist erforderlich, eigene Fortbildungs-Module zu entwickeln und umzusetzen.<br \/>\nEvaluationsphase: Vorgehensweise und Ergebnisse werden mit allen Beteiligten gezielt ausgewertet, mit der interessierten \u00d6ffentlichkeit diskutiert, in einem Leitfaden festgehalten und \u00fcber die beteiligten Partner bundesweit verbreitet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Projekt Kleine und mittlere Handelsunternehmen als Schrittmacher f\u00fcr nachhaltigen Konsum in der Region &#8211; Netzwerk und Kompetenzaufbau entwickelte sich im Durchf\u00fchrungszeitraum (01.02.2011 &#8211; 30.11.2012) sehr dynamisch. Als Ergebnis der Diskussionen und Befragungen kristallisierten sich die folgenden vier Projekt- und Arbeitsschwerpunkte heraus, die bearbeitet wurden: <\/p>\n<p>1.\tAufbau einer konkreten Wertsch\u00f6pfungsketten am Beispiel Urgetreide<br \/>\n2.\tNachhaltige Vermarktung, insbesondere im Bio-Fachhandel (Point of sale)<br \/>\n3.\tNachhaltiger Imageaufbau durch Schaffung einer regionalen Bio-Marke<br \/>\n4.\tAufbau einer Beschaffungs- bzw. Vermarktungsplattform (B to B)<\/p>\n<p>Mit dem Urgetreide Emmer wurde eine neue Wertsch\u00f6pfungskette gekn\u00fcpft und erstmals eine unter Unternehmen abgestimmte Vermarktungskampagne entwickelt und durchgef\u00fchrt. Landwirte, Weiterverarbeiter und Handel trafen erstmals in einer konzertierten Aktion, Absprachen hinsichtlich Belieferung, Preise, Weiterverarbeitung und beteiligten sich an einer gemeinsamen Vermarktungs- und PR Aktion. Ziel war es, die Aufmerksamkeit der Kunden der Region auf die entsprechenden, h\u00f6chst nachhaltigen Produkte zu lenken, die Wertsch\u00f6pfung zu erh\u00f6hen und weitere Anbieter zu animieren, sich der Kette anzuschlie\u00dfen. <\/p>\n<p>Das Urgetreide Emmer ist ein Musterbeispiel f\u00fcr ein nachhaltiges Produkt und damit auch ideales Produkt f\u00fcr eine WSK im Rahmen dieses Projektes. Es hat wichtige \u00f6kologische Vorteile, f\u00f6rdert die Biodiversit\u00e4t und bietet einen besonderen gesundheitlichen Nutzen. Es ist eiwei\u00dfreich, enth\u00e4lt wertvoll Antioxidantien und Vitamine sowie einen hohen Anteil an Mineral- und Ballaststoffen. An der Emmer-Kampagne beteiligten sich insgesamt 22 Unternehmen bzw. Partner<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus wurden Qualifizierungs-Workshops f\u00fcr kleine Einzelhandelsbetriebe (Bio-Fachhandel) entwickelt und durchgef\u00fchrt. Konzeptionell vorbreitet wurden zudem eine Kampagne f\u00fcr regionale Bio-Produkte sowie eine B to B Beschaffungsplattform, die die beteiligten KMUs in die Lage versetzen soll, sich besser am Markt zu behaupten. Leitmotiv f\u00fcr die Aktivt\u00e4ten innerhalb dieses Projektes war es, die Unternehmen zu bef\u00e4higen, (weiter) Motor f\u00fcr Nachhaltigkeit und nachhaltigen Konsum zu sein.<\/p>\n<p>Das Arbeitsprogramm ging \u00fcber den urspr\u00fcnglichen Projektauftrag hinaus. Dies ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Teilnehmer keineswegs voraussetzungslos bereit sind, sich am Aufbau von WSK zu beteiligen. Vielmehr muss f\u00fcr sie damit ein direkter betrieblicher Nutzen verbunden sein. Es war deshalb wichtig, fr\u00fchzeitig die \u00dcberzeugung zu vermitteln, dass die WSK in einem Gesamtzusammenhang von Logistik und Vermarktung stehen, und individuelle unternehmerische Aktivit\u00e4ten durch flankierende Ma\u00dfnahmen unterst\u00fctzt werden. Genau diesem Ziel dienten die drei zus\u00e4tzlichen Arbeitspakete, denen deshalb eine wichtige Bedeutung zukam.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Auf Basis eines PR-Konzepts wurden vielf\u00e4ltige PR Ma\u00dfnahmen erstellt. Zentrale PR Mittel war ein eigens erstellter Image Filmspot zur Emmerkampagne und die dazu geh\u00f6rende Internetseite www.urgetreide.org. Dar\u00fcber hinaus wurden Aktionen, Veranstaltungen, Pressearbeit und Internetaktivit\u00e4ten durchgef\u00fchrt, anhand derer die Aktivit\u00e4ten und Ergebnisse des Projektes einer breiteren \u00d6ffentlichkeit dargestellt wurden. Insbesondere die Veranstaltung Regionale Bio-Netzwerke &#8211; Beispiele aus drei Regionen auf der BioFach bot eine hervorragende Gelegenheit, die Ergebnisse des Projektes \u00f6ffentlich zu pr\u00e4sentieren und zur Diskussion zu stellen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Insgesamt hat sich gezeigt, dass im Projektthema Wertsch\u00f6pfungspartnerschaften sehr viel Potenzial steckt, um nachhaltige Unternehmen und nachhaltigen Konsum zu f\u00f6rdern. Voraussetzungen sind jedoch eine intensive Projektarbeit und eine professionelle Koordination, die insbesondere \u00dcberzeugungs- und Vernetzungsarbeit leistet. Insofern wird die Stadt N\u00fcrnberg das Projekt Regionale Wertsch\u00f6pfungspartnerschaften fortf\u00fchren und die begonnene Vernetzung weiter moderieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Aufbau von mindestens zwei exemplarischen regionalen Wertsch\u00f6pfungs-Partnerschaften (WSP) \u00fcber eine Kooperation von KMU innerhalb des Bio-Lebensmittelsegmentes in der Metropolregion N\u00fcrnberg. Erprobung gemeinschaftlicher Vermarktungs- und Kommunikationskonzepte innerhalb dieser WSP mit dem Ziel, den regionalen Wertsch\u00f6pfungsanteil und den nachhaltigen Konsum zu steigern. 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