{"id":25312,"date":"2023-09-24T10:32:39","date_gmt":"2023-09-24T08:32:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/27710-01\/"},"modified":"2023-09-24T10:32:41","modified_gmt":"2023-09-24T08:32:41","slug":"27710-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/27710-01\/","title":{"rendered":"Analyse der Energie- und Ressourceneffizienzpotentiale in ausgew\u00e4hlten Branchen der mittelst\u00e4ndischen nieders\u00e4chsischen Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Energie- und Ressourceneffizienz sind wichtige Kenngr\u00f6\u00dfen zur Beurteilung technischer Entwicklungen, Produkten und Verfahren hinsichtlich ihres Einflusses auf die Umwelt.<br \/>\nDie DBU hat bisher mehrere tausend Projekte zu den o. g. Kenngr\u00f6\u00dfen gef\u00f6rdert und verf\u00fcgt so \u00fcber eine gro\u00dfe Datenbasis. Diese erlaubt es, Aussagen zu vorhandenen Entlastungspotenzialen treffen zu k\u00f6nnen. Das Ziel dieses Vorhabens war es fundierte, summarische und quantifizierte Aussagen \u00fcber erzielte Umweltentlastungen zu erhalten. Ferner sollt abgesch\u00e4tzt werden, welche Multiplikationseffekte bei einer fl\u00e4chendeckenden Einf\u00fchrung der untersuchten Projektgegenst\u00e4nde m\u00f6glich sind.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenVor der Ermittlung quantitativer Daten aus den Umsetzungsbeispielen der Umweltstiftung wurden zun\u00e4chst  geeignete Kenngr\u00f6\u00dfen zur Auswertung herangezogen. Es wurden physikalische Parameter gew\u00e4hlt, anhand derer die Recherche erfolgen konnte. Zur Vergleichbarkeit der Projekte und zur summarischen Zusammenfassung der Ergebnisse wurden komplexe Kenngr\u00f6\u00dfen ermittelt. Diese beschreiben die gesamten energetischen und materiellen Aufwendungen von Produkten und Dienstleistungen. <\/p>\n<p>Im folgenden Arbeitsschritt erfolgte die Analyse der DBU-Mittelstandsprojekte. Die Recherche erfolgte auch vornehmlich in der DBU-Projektdatenbank. Es galt zun\u00e4chst Projekttitel und Projektbeschreibungen in den Kennbl\u00e4ttern nach Stichworten zu durchsuchen, um relevante Projekte zu separieren.<\/p>\n<p>In einem weiteren Schritt wurden die ausf\u00fchrlichen Abschlussberichte analysiert. Aus diesen Quellen wurden die Ergebnisse der Projekte abgeleitet. Des Weiteren wurden die Entscheidungsvorlagen, welche seitens der Umweltstiftung auf Basis der Projektantr\u00e4ge erstellt werden, nach verwertbaren Daten durchsucht. Aus diesen Daten wurden weitestgehend die Ziele der jeweiligen Projekte abgeleitet. <\/p>\n<p>In einem zweiten gro\u00dfen Arbeitspaket erfolgte die Erhebung erg\u00e4nzender Informationen. Hier bestanden die Aufgaben darin, ungekl\u00e4rte Sachverhalte durch den direkten Kontakt zu den Projektnehmern zu kl\u00e4ren. Dieser Schritt erfolgte vornehmlich telefonisch oder per Email. Weiterhin wurden in diesem Paket auch Beispiele anderer Institutionen zur Auswertung herangezogen, vor allem durch Recherchen in anderen Datenbanken. Hier war die Vorgehensweise \u00e4hnlich wie bei der Analyse der Mittelstandsprojekte der DBU.<\/p>\n<p>Neben der Analyse vorhandener Potenziale in der mittelst\u00e4ndischen Wirtschaft, wurde recherchiert, welche Beratungsangebote bestehen. Au\u00dferdem wurden Informationsstellen zu F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten zusammengetragen und \u00fcbersichtlich dargestellt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Insgesamt konnten 41 Umsetzungsbeispiele bei der Umweltstiftung und 21 zus\u00e4tzliche Projekte aus anderen Quellen zur Analyse vorhandener Potenziale zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz ermittelt werden.<\/p>\n<p>Im direkten unternehmerischen Umfeld der Projektnehmer konnten Einsparpotenziale von ca. 203.000 MWh\/a Endenergie,  26.400 t\/a Material und 1.474.000 t\/a Wasser identifiziert werden. Dies entspricht einer Verringerung des Prim\u00e4renergiebedarfs von 407.000 MWh\/a sowie des gesamten Materialaufwandes von 472.000 t\/a. Die resultierende Reduzierung des CO2-Aussto\u00dfes bel\u00e4uft sich auf etwa 85.000 t\/a.<\/p>\n<p>Um die vorhandenen Potenziale bei einer fl\u00e4chendeckenden Einf\u00fchrung der untersuchten Ans\u00e4tze zu beziffern, mussten die im direkten Umfeld ermittelten Daten zu den potenziell vorhandenen Einsparungen in geeigneter Art und Weise hochgerechnet werden. <\/p>\n<p>Es wurden f\u00fcr alle Projekte die erzielten Einsparungen auf die jeweilige gesamte Produktionsmenge in Niedersachsen, Deutschland und global \u00fcbertragen. So ergaben sich die in der folgenden Tabelle dargestellten Einsparpotenziale.<\/p>\n<p>\t\t\t\tNiedersachsen\tDeutschland\tglobal<br \/>\nKEA [MWh\/a]\t4.763.000\t39.529.000\t1.053.000.000<br \/>\nCO2 [t\/a]\t1.163.000\t  9.656.000\t   257.000.000<br \/>\nTMR [t\/a]\t5.335.000\t44.276.000\t1.180.000.000<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Projektes wurden in Form einer Masterarbeit, die zum Thema verfasst wurde, in der Bibliothek der Hochschule Osnabr\u00fcck ver\u00f6ffentlicht. Au\u00dferdem wurden das Projekt und die Ergebnisse im Arbeitskreis Energie- und Ressourceneffizienz der 6. Regierungskommission der Nieders\u00e4chsischen Landesregierung vorgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>In Summe konnten etwa 60 Projekte zur Quantifizierung vorhandener Einsparpotenziale herangezogen werden. Gemessen am gesamten Energieverbrauch und Materialeinsatz im verarbeitenden Gewerbe tragen die Ergebnisse dieser Analyse bei einer theoretischen fl\u00e4chendeckenden deutschlandweiten Einf\u00fchrung zu einer Verringerung der Ressourceninanspruchnahme durch Energie- und Materialaufwendungen von durchschnittlich etwa 1,8 Prozent bei. Die damit einhergehende Verringerung des CO2-Aussto\u00dfes betr\u00e4gt ca. 1,7 % bezogen auf die direkten CO2-Emissionen im Jahr 2007.<br \/>\nDie Reduzierung des Prim\u00e4renergiebedarfs in Niedersachsen bel\u00e4uft sich auf 4 % gemessen am gesamten Prim\u00e4renergieverbrauch. Die Verringerung des CO2-Aussto\u00dfes liegt hier bei 3,7 % bezogen auf den prim\u00e4ren CO2-Aussto\u00df.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse Zeigen, dass hier keine einheitliche Datenbasis vorliegt. Es konnten 60 Ma\u00dfnahmen, welche schon qualitativ beschrieben wurden, mit quantitativen Aussagen zu Einsparpotenzialen bei Material und Energie belegt werden. Die Projektziele konnten dahingehend nicht erf\u00fcllt werden konnten, dass statistisch sichere Aussagen \u00fcber vorhandene Potenziale zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz gemacht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es bleibt f\u00fcr die Zukunft die Aufgabe, die Vielzahl der bisher verfolgten Ma\u00dfnahmen in \u00fcbersichtlicher Weise zusammen zu tragen, um so einen \u00dcberblick \u00fcber bereits ersch\u00f6pfte Potenziale zu erlangen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Energie- und Ressourceneffizienz sind wichtige Kenngr\u00f6\u00dfen zur Beurteilung technischer Entwicklungen, Produkten und Verfahren hinsichtlich ihres Einflusses auf die Umwelt. Die DBU hat bisher mehrere tausend Projekte zu den o. g. Kenngr\u00f6\u00dfen gef\u00f6rdert und verf\u00fcgt so \u00fcber eine gro\u00dfe Datenbasis. Diese erlaubt es, Aussagen zu vorhandenen Entlastungspotenzialen treffen zu k\u00f6nnen. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[47,64,51,52,53],"class_list":["post-25312","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-klimaschutz","tag-niedersachsen","tag-ressourcenschonung","tag-umweltforschung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"27710\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"","dbu_projektdatenbank_bsumme":"26.685,00","dbu_projektdatenbank_firma":"Hochschule Osnabr\u00fcck\nFakult\u00e4t Ingenieurwissenschaften und Informatik\nFB Bioverfahrenstechnik","dbu_projektdatenbank_strasse":"Albrechtstr. 30","dbu_projektdatenbank_plz_str":"49076","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Osnabr\u00fcck","dbu_projektdatenbank_p_von":"2009-06-08 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2010-06-08 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"1 Jahr","dbu_projektdatenbank_telefon":"0541 969-0","dbu_projektdatenbank_inet":"www.fh-osnabrueck.de","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Niedersachsen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"114","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"DBU-Abschlussbericht-AZ-27710.pdf","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/25312","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/25312\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38315,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/25312\/revisions\/38315"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25312"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25312"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25312"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}