{"id":25284,"date":"2023-07-14T10:34:55","date_gmt":"2023-07-14T08:34:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/27596-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:34:56","modified_gmt":"2023-07-14T08:34:56","slug":"27596-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/27596-01\/","title":{"rendered":"Modellhafte und innovative Auseinandersetzung von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern mit den Umweltproblemen der historischen Kulturlandschaft"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Schulprogramms denkmal aktiv &#8211; Kulturerbe macht Schule im Schuljahr 2009\/10 ist der weitere Ausbau des Netzwerks von Schulen, die sich f\u00fcr Kulturerbest\u00e4tten und -themen engagieren und den kulturellen Umweltschutz in das schulische Geschehen integrieren. Ziel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist es, das Schulprogramm mit Hilfe der Unterst\u00fctzung von Partnern und dem Aufbau eines Netzwerks kontinuierlich fortzuf\u00fchren und auszuweiten.<br \/>\nEin Teil der in den Schuljahren 2009\/10 und 2001\/11 gef\u00f6rderten Projekte hat sich mit Fragestellungen aus dem Themenbereich Historische Kulturlandschaften: Erfassen, Bewerten, Pflegen und deren Werte vermitteln besch\u00e4ftigt. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat in diesem Themenfeld Schulprojekte gef\u00f6rdert, die sich mit historischen Kulturlandschaften, ihrer Bedeutung sowie mit dem pfleglichen und zukunftsorientierten Umgang mit landschaftlichen Ressourcen historisch-kultureller Art auseinandersetzen. Auf diese Weise sollte das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die pr\u00e4genden nat\u00fcrlichen und anthropogenen Faktoren sowie f\u00fcr den gemeinsamen Raumbezug unterschiedlicher naturwissenschaftlicher und geisteswissenschaftlicher Disziplinen gef\u00f6rdert werden. Interessierte Schulteams erhielten Gelegenheit, sich \u00fcber den Zeitraum eines Schuljahres mit einer historischen Kulturlandschaft bzw. mit kulturlandschaftlichen Elementen auseinanderzusetzen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Rahmen von denkmal aktiv erhalten Schulteams, bestehend aus Sch\u00fclern und Lehrern, die M\u00f6glichkeit, sich in Form von Projekten ein Schuljahr lang mit z. B. historischen Einzelbauten und Denkmalensembles oder mit historischen Kulturlandschaften bzw. kulturlandschaftlichen Elementen zu befassen. Ziel ist die intensive Auseinandersetzung mit einem Kulturdenkmal, die durch die Projektarbeit m\u00f6glich wird. Schwerpunkte liegen sowohl in der Ann\u00e4herung an Geschichte und Architektur, in Fragen nach Zustand und Nutzung sowie im Kennenlernen der Aufgaben und Ziele der Denkmalpflege und des Kulturg\u00fcterschutzes. Jedes Schulteam legt Projektziele fest, definiert Vorgehensweisen und Schwerpunkte seines Projektschuljahres.<br \/>\nDie Arbeiten werden mit der Unterst\u00fctzung fachlicher Partner vor Ort geplant und durchgef\u00fchrt. Solche Partner sind vorzugsweise in der Region ans\u00e4ssige Einrichtungen und Personen mit entsprechender Kompetenz im Bereich Kulturerbe, Denkmalschutz, Umwelt- und Naturschutz (Denkmalbeh\u00f6rden, Restauratoren, Historiker, Stadtplaner, Architekten, Kulturgeografen, Gartenfachleute). Das Schulteam dokumentiert die Ergebnisse seines Projektes. Die Projektergebnisse sollen weiteren Schulen als Beispiele und Basis f\u00fcr die Behandlung des Themenfeldes Denkmalschutz als kultureller Umweltschutz im Unterricht dienen.<br \/>\nDie Teilnahme ist wie folgt m\u00f6glich: als einzelne Schule (f\u00fcr die erstmalige Teilnahme) und in Form von Verb\u00fcnden aus 3 bis 6 Schulen, sowie f\u00fcr Einrichtungen der Lehreraus- und -fortbildung. Die Verb\u00fcnde werden von Schulen mit Projekterfahrung angef\u00fchrt, die ihr Know-how an Neueinsteiger weitergeben. Dar\u00fcber hinaus leiten und koordinieren die federf\u00fchrenden Schulen die Aktivit\u00e4ten innerhalb ihrer Verb\u00fcnde.<br \/>\nDie gef\u00f6rderten Schulen erhalten finanzielle und fachlich-koordinierende Unterst\u00fctzung, d. h., die Schulteams werden durch die Veranstalter intensiv betreut und beraten &#8211; u. a. bzgl. der Bereitstellung p\u00e4dagogischer Materialien, der Hilfe bei der Kontaktherstellung zu externen Partnern oder der Beratung bei der Erstellung von Arbeitspl\u00e4nen und Berichten. Veranstaltungen wie Start- und Erfahrungsaustausch-Treffen tragen zur Fortbildung der Lehrkr\u00e4fte, zur Qualit\u00e4tssicherung und Vernetzung der Aktivit\u00e4ten bei.<br \/>\nInsbesondere aufgrund der hohen Komplexit\u00e4t des Themas Historische Kulturlandschaften wurden in Abstimmung mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt im Schuljahr 2010\/11 in insgesamt f\u00fcnf Schulprojekten vertiefende Ans\u00e4tze unterst\u00fctzt (im Rahmen einer kostenneutralen Verl\u00e4ngerung des Vorhabens).<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Rahmen des Themenfeldes Historische Kulturlandschaften konnten 26 Schulprojekte in den Schuljahren 2009\/10 (21 Projekte) und 2010\/11 (5 Projekte) unterst\u00fctzt werden. Die Umsetzung der Projekte erfolgte wie geplant. Die von den Schulteams gesteckten Ziele konnten im Wesentlichen erreicht werden.<br \/>\nWichtige Ergebnisse im Einzelnen:<br \/>\n\tAus unserer Sicht kann das Angebot des Themenfeldes\/das Engagement der DBU als Erfolg gewertet werden. Diese Einsch\u00e4tzung beruht insbesondere auf folgenden Aspekten: Resonanz auf die Ausschreibung (im Schuljahr 2009\/10 hat sich rund ein Drittel der teilnehmenden Schulen in diesem Themenfeld engagiert); Einbindung in die bew\u00e4hrten Strukturen von denkmal aktiv; Beitrag zur Auseinandersetzung mit historischen Kulturlandschaften; Schub in Richtung Umweltbildung an den beteiligten Schulen; Nachhaltigkeit des Engagements der beteiligten Schulen und Partner.<br \/>\n\tDie jeweiligen Themenstellungen deckten eine gro\u00dfe Bandbreite u. a. im Hinblick auf Art\/Charakter, Gr\u00f6\u00dfe, Zustand, etc. des Objekts ab. Wie vorgesehen, haben die Schulteams individuelle Ans\u00e4tze (unter Ber\u00fccksichtigung von Schulart, Klassenstufe, beteiligten Unterrichtsf\u00e4chern, etc.) entwickelt, um sich mit ihren jeweiligen Kulturlandschaften bzw. kulturlandschaftlichen Elementen auseinanderzusetzen (z. B. Kirschenanbau in Witzenhausen; Magerrasengebiete des Oberpf\u00e4lzer Juras; Streuobstwiese Weichselschlucht\/Kloster Roggenburg; Weinbaulandschaften).<br \/>\n\tDie denkmal aktiv-Projekte haben gezeigt, dass die Umsetzung in der normalen schulischen Praxis zumeist erfolgreich m\u00f6glich ist.<br \/>\n\tSehr erfolgreich in diesem Zusammenhang war das Tandem-Modell mit Schulteam und fachlichem Betreuer vor Ort. Die Schulteams konnten von dem Know-how ihrer Betreuer profitieren. Die Zusammenarbeit verlief weit \u00fcberwiegend konstruktiv und in gutem Klima.<br \/>\n\tIn den beiden Schuljahren ist ein einzigartiger Pool an erprobten Konzepten f\u00fcr die Integration des Themas Denkmalschutz\/ Kulturerbe in den Schulalltag entstanden, der von weiteren interessierten Schulen genutzt werden kann.<br \/>\n\tAn einer Reihe von Schulen sind Strukturen (z. B. Aufnahme Denkmalschutz in das Schulprogramm), entstanden, die in den kommenden Jahren im Sinne von Kontinuit\u00e4t wirksam werden k\u00f6nnen.<br \/>\nIm Zusammenhang mit der Bewertung der denkmal aktiv-Arbeit durch die gef\u00f6rderten Schulen gab es eine Reihe von Aspekten, die als problematisch eingesch\u00e4tzt wurden. Positive Aspekte in der Bewertung der Projektarbeit konnten jedoch \u00fcberwiegen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber die engere Schul\u00f6ffentlichkeit hinaus konnten Ergebnisse der denkmal aktiv-Arbeit bekannt gemacht werden. Neben einer Vielzahl von Veranstaltungen im Rahmen von Tagen der offenen T\u00fcr oder am Tag des offenen Denkmals haben die Schulteams weitere Formate entwickelt und umgesetzt:<br \/>\n\tVer\u00f6ffentlichungen in der Presse: Im Berichtszeitraum ist eine Vielzahl von Meldungen \u00fcber die Schulaktion denkmal aktiv erschienen, insbesondere \u00fcber die \u00f6rtliche Tagespresse.<br \/>\n\tPr\u00e4sentation auf Messen und weiteren Veranstaltungen: Die Schulaktion\/einzelne denkmal aktiv-Projekte wurden pr\u00e4sentiert, u. a. 1. Rheinischer Tag f\u00fcr Denkmalpflege\/NRW-Forum Kultur und Wirtschaft D\u00fcsseldorf; Konkret! Kooperation f\u00fcr kulturelle Bildung\/Kinder zum Olymp! &#8211; Kongress M\u00fcnchen; Auftaktveranstaltung Netzwerkkampagne bauTraum Berlin; Ausstellungser\u00f6ffnung Denk mal! &#8211; Sch\u00fcler forschen: Denkmalschutz und Lagerhaltung, passt das zusammen?\/Hamburger Schulmuseum; Runder Tisch Fremde Impulse denkmal aktiv im Ruhrgebiet Dortmund; Ausstellungser\u00f6ffnung denkmal aktiv in Berlin\/GSW Immobilien GmbH Berlin; Vorstellung von Projektbeispielen der kulturellen Bewusstseinsbildung am Beispiel von denkmal aktiv-Projekten zum Thema Kulturlandschaften im Rahmen der Tagung der Internationalen Jugendbauh\u00fctte Gartendenkmalpflege in Potsdam.<br \/>\n\tBemerkenswert in diesem Zusammenhang sind z. B. die Verleihung des Saarl\u00e4ndischen Denkmalpflegepreises (Kategorie F\u00f6rdervereine\/Initiativen\/engagierte Personen) an das Schulteam desTechnisch-gewerblichen Berufsbildungszentrums I in Saarbr\u00fccken; die Auszeichnung des Teams der Mittelschule Sch\u00f6nfeld im Rahmen des Bundeswettbewerbs F\u00f6rderprogramm Demokratisch Handeln, das zur Abschlussveranstaltung Lernstatt Demokratie nach Bremen eingeladen wurde, sowie die Auszeichnung der Berufsschule Neumarkt f\u00fcr Ihre denkmal aktiv-Arbeiten als Umweltschule in Europa &#8211; Internationale Agenda21-Schule durch den ehemaligen Umweltminister Dr. Markus S\u00f6der.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die im Zusammenhang mit der Schulaktion denkmal aktiv und der Umsetzung des Themenfeldes Historische Kulturlandschaften gestellten Aufgaben konnten durchweg erfolgreich bew\u00e4ltigt, strukturelle \u00c4nderungen konnten erfolgreich implementiert werden. Positiv sehen wir auch die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine erfolgreiche weitere Verbreitung der erprobten Unterrichtskonzepte\/-materialien. Hilfreich in diesem Zu-sammenhang bewerten wir die intensiven Bestrebungen zur Neuordnung der Lehr- bzw. Bildungspl\u00e4ne, die Einf\u00fchrung des Ganztags, qualifizierte Diskussionen zum projektorientierten Unterricht, usw.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Schulprogramms denkmal aktiv &#8211; Kulturerbe macht Schule im Schuljahr 2009\/10 ist der weitere Ausbau des Netzwerks von Schulen, die sich f\u00fcr Kulturerbest\u00e4tten und -themen engagieren und den kulturellen Umweltschutz in das schulische Geschehen integrieren. 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