{"id":25278,"date":"2023-07-13T15:27:51","date_gmt":"2023-07-13T13:27:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/27585-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:27:53","modified_gmt":"2023-07-13T13:27:53","slug":"27585-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/27585-01\/","title":{"rendered":"Erstellung eines standardisierten Verfahrens zur prozessorientierten Optimierung von Geb\u00e4udeheizungsanlagen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Bisher wird der gr\u00f6\u00dfte Teil der Heizungsanlagen in Deutschland weitab vom energetischen Optimum betrieben. Diese Soll-Ist-Abweichung generiert ein Energieeinsparpotential von \u00d8 15 % und wurde bisher kaum erschlossen, weil den vorhandenen kleinen und mittelst\u00e4ndischen Fachunternehmen bisher noch kein geeignetes Instrumentarium f\u00fcr die effiziente Durchf\u00fchrung der Optimierung zur Verf\u00fcgung gestellt werden konnte. Eine wirksame Optimierung ist aber erst m\u00f6glich, wenn zuvor eine fachgerechte Optimierungsempfehlung generiert werden kann. Dazu sind gegenw\u00e4rtig nur wenige hoch qualifizierte Spezialisten in der Lage, so dass nur eine geringe Zahl von fachgerechten Optimierungen m\u00f6glich ist. Wenn die bisher durch Spezialisten realisierte ingenieurtechnische Vorgehensweise standardisiert und so breit angewendet werden kann, k\u00f6nnte der Engpass in der Generierung von Einsparaktivit\u00e4ten durch Optimierung ausgeglichen werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenProjektphase Analyse: Die bisherige einzelfallbezogene Herangehensweise wird in einen softwarebasierten interaktiven Analysealgorithmus transformiert. Das bereits vorhandene Expertenwissen der bisher eingesetzten Auswerter, die bisher akkumulierten Erfahrungswerte sowie die gesetzlichen und normativen (DIN EN 15378) definierten Anforderungen an das Analyseverfahren werden in diesen Algorithmus integriert. Die Teilschritte erfolgen analog des Energiestromes innerhalb des Geb\u00e4udes.<br \/>\nProjektphase Prozesssteuerung: Aufbauend auf Erfahrungswerten und der Analyse analoger Fremdsysteme wird der Optimierungsprozess entsprechend normativer (DIN EN 15900) Anforderungen strukturiert. Der szenariospezifische Informationsbedarf wird unter Einbeziehung der Daten von Optimierungen des laufenden Gesch\u00e4fts kontinuierlich analysiert und verbessert, die ben\u00f6tigten Systemfunktionalit\u00e4ten abgeleitet und in interaktive softwarebasierte Prozessteuerungssysteme \u00fcberf\u00fchrt.<br \/>\nProjektphase Qualifikation: Der geplante know-how-Transfer des zu entwickelnden Verfahrens an einen breiten Anwenderkreis erfolgt aufbauend auf den bereits entwickelten Netzwerkstrukturen. Hierbei wird ber\u00fccksichtigt, dass die Kompetenzen in den Bereichen Heizungstechnik, Messtechnik, EDV und Kommunikation parallel, effizient und auch bei niedrigem Anfangsniveau zu vermitteln und kontinuierlich weiterzuentwickeln sind.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Projektphase Analyse: Das Kernproblem der Transformation der bewussten analytischen Denkweise des Auswerters in einen ad\u00e4quaten Programmalgorithmus wurde gel\u00f6st. Damit konnte die Auswertungszeit um den Faktor 10-20 reduziert werden. Im Projekt konnte die Produktionsbereitschaft der Expertenanalyse mit ca. 105 Analysekategorien, Indikatoren, Ist-Messwerten, Ist-Berechnungswerten, Ist-Grenzwerten, Sollwerten, Differenzen, Verlusten, Fehlerdiagnosen, Soll-Einstellwerten, Empfehlungen und Einsparprognosen nichtinvestiv, Empfehlungen und Einsparprognosen niedriginvestiv, Empfehlungen und Einsparprognosen investiv fertiggestellt werden. Die Analysepr\u00fcfungen wurden mehr als verachtfacht und es wurde eine funktionierende Verkn\u00fcpfung der wesentlichen Module Datenerfassung, Messdatenaufbereitung (Programm MIT), Plausibilit\u00e4tskontrolle (Programm Fritz-Check), Soll-Ist-Analyse, Fehlerindikation, Generierung der Empfehlungen (Programm ITAP) erreicht.<br \/>\nProjektphase Prozessteuerung: Mit dem Softwaretool TOPKO kann der gesamte Prozess der Auftragsabwicklung gesteuert und \u00fcberwacht werden. Das Softwaresystem ist prozessf\u00fchrend linear aufgebaut und bietet die entsprechenden Schnittstellen f\u00fcr die mit TOPKO verbundenen Softwaresysteme MIT, ITAP und internen Prozessf\u00fchrungs- und Auftragsabwicklungssystemen von Kunden, Marktpartnern und Messzentren sowie perspektivisch f\u00fcr die Programmsystem OPTI und PERMA. Zur Absicherung eines reibungslosen Produktionsprozesses erfolgten die Einrichtung von eigenen Entwicklungs-, Produktions- und Sicherungsservern sowie die Ausbildung eines Mitarbeiters als Datenschutzbeauftragter.<br \/>\nProjektphase Qualifikation: Die Qualifizierung der Prozessbeteiligten wurde im Projekt neu strukturiert. Dazu erfolgte eine enge softwarebasierte Verkn\u00fcpfung der Qualifizierungsmodule mit den Softwarebausteinen TOPKO, MIT und ITAP sowie der Prozessf\u00fchrungssoftware TOPKO. Durch eine entsprechende Gestaltung der Softwarebausteine Prozessdokumentationen und Ergebnisdokumentationen wurde erreicht, dass die Qualifizierung zum integralen Prozessbestandteil der Auftragsabwicklung wird. Dieser Prozess wird analog der Weiterentwicklung des Verfahrens in Fertigungstiefe, Fertigungsbreite und Internationalisierung weitergef\u00fchrt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zur Verbreitung der Ergebnisse werden zun\u00e4chst die bisher entwickelten M\u00f6glichkeiten genutzt und ausgebaut. Das sind besonders die Ver\u00f6ffentlichung der Entwicklungs- und Arbeitsergebnisse in Fachzeitschriften, die Nennung bzw. Bezugnahme auf die Arbeitsergebnisse in den geplanten Vortragsveranstaltungen, der Verweis auf die Ergebnisse bei der Mitarbeit in Projekten wie die Entwicklung von Bioenergied\u00f6rfern, die Kommunikation \u00fcber bestehenden Marktpartnerschaften, die Verkn\u00fcpfung der Projekterfahrung besonders im Modul QUALI bei Verb\u00e4nden und die Integration der Ergebnisse in die Entwicklung der Ausbildungsprogramme. Es werden die bestehenden und neu zu schaffenden Netzwerke hinsichtlich ihrer medialen Funktion als Einflussfaktor auf die Anlageneffizienz, die jeweiligen Interessenlagen und die Einwirkungsm\u00f6glichkeiten durch die Projektpartner zu analysiert. Dementsprechend sind in der Marketingstrategie Inhalte und Kommunikationswege zu entwickeln. Dabei wird von der Erkenntnis ausgegangen, dass einerseits einfache bildhafte Botschaften und interaktive Regelkreise f\u00fcr Entscheider und Nutzer und anderseits komplexe Qualifikationssysteme f\u00fcr Energieeffizienzdienstleister anzuwenden sind.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Ergebnis des Projektes wurden die Bausteine TOPKO (Technisch-organisatorische Optimierung kommerzieller und kommunaler Objekte), MIT (Messtechniker Informations Toolbox), ITAP (Interaktives Teilautomatisiertes Auswerter Programm) und QUALI (spezifizierte und aufeinander abgestimmte Qualifikationspakete) anwendungsbereit zur Verf\u00fcgung gestellt. Mit dem standardisiertem Verfahren kann nunmehr jedem Fachunternehmen ein komplettes aufeinander abgestimmtes System aus mobiler Messtechnik, Softwaretools, Qualifizierung und Betreuung zur Verf\u00fcgung gestellt werden, mit dem es bei eigener hoher Wirtschaftlichkeit einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz durch die Optimierung von Geb\u00e4udeheizungsanlagen leisten kann.<br \/>\nAuf der Basis der grunds\u00e4tzlich gel\u00f6sten Aufgabe der Transformation der bewussten Analyseschritte vom Auswerter in das Softwareprogramm muss dieser Prozess iterativ weitergef\u00fchrt werden. Die technsche Umsetzung vor Ort und Erfolgskontrolle der Optimierung bedarf einer entsprechenden Prozessf\u00fchrung und Qualit\u00e4tssicherung. Die Beibehaltung des optimierten Zustandes ist kontinuierlich zu \u00fcberwachen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Bisher wird der gr\u00f6\u00dfte Teil der Heizungsanlagen in Deutschland weitab vom energetischen Optimum betrieben. 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