{"id":25254,"date":"2024-11-27T10:36:23","date_gmt":"2024-11-27T09:36:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18240-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:23","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:23","slug":"18240-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18240-01\/","title":{"rendered":"Wasser- und Stoffstrommanagement in intensiv genutzten kleinen Einzugsgebieten auf der Grundlage von integrierten Nutzen- und Risikobewertungen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung wird u. a. auch die Forderung nach Integrierter Wasserwirtschaft gestellt. Gem\u00e4\u00df EU-Wasserrahmenrichtlinie sind auf Flussgebietsebene entsprechende Strategien formuliert, deren tats\u00e4chliche Umsetzung jedoch im Wesentlichen auf der Ebene kleiner Einzugsgebiete (<300km2) stattfinden wird. Das Erreichen und der dauerhafte Erhalt eines guten Zustandes erfordert die Durchf\u00fchrung baulicher, betrieblicher und organisatorischer Ma\u00dfnahmen, wof\u00fcr prinzipiell eine Vielzahl von M\u00f6glichkeiten und Alternativen zur Verf\u00fcgung steht. Eine gute Vorgehensweise zeichnet sich zum einen durch ihre Effektivit\u00e4t aus, indem die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung als auch die Nachhaltigkeit f\u00fcr die Umwelt gew\u00e4hrleistet ist. Zum anderen ist auf die Effizienz zu achten, indem diese Ziele mit m\u00f6glichst geringem (finanziellen) Aufwand erreicht werden, und um somit m\u00f6glichst viele weitere umweltentlastende Aktivit\u00e4ten durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen.\nOhne Zweifel erfordert das Management von Wasser- und Stoffstr\u00f6men angesichts der komplexen Anforderungen eine angemessene methodische und praktische Unterst\u00fctzung. Es m\u00fcssen ganzheitlich einzugsgebiets\u00fcbergreifende Strategien und Alternativen effizient entwickelt, analysiert und in einem kritischen Umfeld verst\u00e4ndlich pr\u00e4sentiert werden k\u00f6nnen. Das Projekt wurde mit dem Ziel formuliert, Voraussetzungen daf\u00fcr zu schaffen, dass die Managementaufgaben in Zukunft effektiver und effizienter zu bew\u00e4ltigen sind. In dem umfangreichen Umfeld sollten diese Verbesserungen durch gezielte Untersuchungen und (Weiter)Entwicklungen in organisatorischer, fachlicher und technischer Hinsicht erreicht werden.\n\n\nDarstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Organisation der Entscheidungsfindung wurde in drei Fallstudien f\u00fcr unterschiedlich beanspruchte Einzugsgebiete der genannten Gr\u00f6\u00dfenordnung untersucht und die Anforderungen und Probleme integrierter Wasserwirtschaft systematisch beschrieben, sodass die Erkenntnisse auf andere Einzugsgebiete dieser Kategorie zu \u00fcbertragen sind. Fachliche Aufgaben bestehen darin, die gegebene Situation zu analysieren, Schwachstellen zu ermitteln, Alternativen zu entwickeln, zu bewerten und die komplexen Zusammenh\u00e4nge verst\u00e4ndlich zu pr\u00e4sentieren. Hierf\u00fcr stellt der Computer das wichtigste Werkzeug dar. Auf Basis der gespeicherten Informationen zum Einzugsgebiet werden diese T\u00e4tigkeiten mit Hilfe entsprechend ausgew\u00e4hlter Computeranwendungen (wie z. B. einem Geografischen Informationssystem, Simulationsmodellen oder einem Programm zur Bewertung von Alternativen) durchgef\u00fchrt, die in ihrer Gesamtheit das Decision Support System bilden.\n\n\nErgebnisse und Diskussion\n\nIn den Fallstudien bildeten sich Arbeitsgruppen aus Mitgliedern verschiedener Interessengruppen, um die Entscheidungsfindung hinsichtlich des Wasser- und Stoffstrommanagements f\u00fcr die zust\u00e4ndigen Stellen vorzubereiten und Empfehlungen auszusprechen. Beispielsweise erarbeitete der Gew\u00e4sserbeirat im Einzugsgebiet der Modau eine Satzung und die Arbeit wird auch nach Projektende fortgesetzt. Des Weiteren wurden (und werden auch weiterhin) in jeder der Fallstudien sukzessiv die relevanten Daten gesammelt und im Wesentlichen mit Hilfe eines Geografischen Informationssystems (GIS) strukturiert. Dieses bildet auch die Grundlage zur Verbreitung ausgew\u00e4hlter Informationen an die \u00d6ffentlichkeit im Inter-net, wie es auf den Internetseiten der Fallstudie Saidenbach exemplarisch durchgef\u00fchrt wurde. Zur Aufstellung und Untersuchung unterschiedlicher Szenarien wurde das Konzept der Entscheidungsmatrix formuliert und in ein browsergest\u00fctztes Software-Werkzeug implementiert. Ein Katalog zur Spezifikation der Zielvariablen unterst\u00fctzt bei der Aufstellung der Matrix. Dar\u00fcber hinaus wurde und wird zur Verwaltung von Zeitreihen an der Entwicklung einer entsprechenden Programmanwendung (ZIS) gearbeitet, um eine zum GIS vergleichbare Funktionalit\u00e4t zur effizienten Ermittlung und Darstellung von Informationen bereitzustellen. Mit Hilfe des ZIS, das in K\u00fcrze zur Verf\u00fcgung stehen soll, werden aus den gemessenen Gr\u00f6\u00dfen oder den h\u00e4ufig \u00fcberaus umfangreichen Simulationsergebnissen u. a. die Zielgr\u00f6\u00dfen berechnet, auf deren Basis die Bewertung von Szenarien stattfindet. Hierf\u00fcr wurde ein Excel-Tool entwickelt, mit dessen Hilfe Kosten-Nutzen-Analysen durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen oder das multikriterielle Verfahren PROMETHEE zur Anwendung gelangt. Alles in allem wurde sehr viel Wert auf die Angemessenheit der Software-Werkzeuge f\u00fcr die Praxis gelegt.\n\n\n\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation\n\nF\u00fcr das Projekt wurde im Internet unter www.wsm300.de eine Seite eingerichtet. In der ersten Projektphase (2002\/2003) wurde ein 6-seitiges Faltblatt (A4) entworfen, welches die Organisation, die Zielsetzungen und die Vorgehensweise beschreibt und das bei zahlreichen Gelegenheiten verteilt wurde. Der Artikel Entwicklung eines Decision Support Systems f\u00fcr die integrierte wasserwirtschaftliche Planung in kleinen Einzugsgebieten aus der Zeitschrift KA-Abwasser\/Abfall 2003 (50) lieferte dem Fachpublikum einen \u00dcberblick \u00fcber die Projektinhalte. Weitere Ver\u00f6ffentlichungen bzw. Vortr\u00e4ge oder Posterpr\u00e4sentationen ergaben sich auf Konferenzen, wie z. B. dem Tag der Hydrologie im M\u00e4rz 2005 in Aachen. In den Einzugsgebieten der Fallstudien wurden neben der Bildung von Arbeitsgremien Veranstaltungen f\u00fcr die allgemeine \u00d6ffentlichkeit durchgef\u00fchrt, wie es z. B. am Tag der Modau im M\u00e4rz 2003 der Fall war. Am 30.06.-01.07.2005 fand in Osnabr\u00fcck eine 2-t\u00e4gige Informationsveranstaltung statt, in der ca. 50 Teil-nehmern aus dem Bundesgebiet die Erkenntnisse und Ergebnisse vorgestellt und diskutiert wurden. Zurzeit wird an der Erstellung des Abschlussberichtes und einer 24-seitigen Brosch\u00fcre gearbeitet, die sp\u00e4testens bis zur Veranstaltung WASSER BERLIN 2006 zur Verf\u00fcgung stehen soll.\n\n\nFazit\n\nEs hat sich bewahrheitet, dass im Hinblick auf integriertes Management auch in kleinen Einzugsgebieten die vordringlichste Aufgabe darin besteht, die Akteure sowie die Betroffenen in die Entscheidungsprozesse einzubinden. Ohne Zweifel ben\u00f6tigt die in der Regel \u00e4u\u00dferst heterogene Gruppe Unterst\u00fctzung, um die zur Entscheidungs- und Konsensfindung relevanten Informationen zu beschaffen. Die Bestim-mung dieser Informationen ist definitiv Sache von Experten\n-\tsowohl in fachlicher Hinsicht (z. B. Ingenieure, Biologen, Betriebs- und Volkswirtschaftler etc.), um entsprechend begr\u00fcndete Aussagen hinsichtlich der Vor- und Nachteile von Entscheidungen zu liefern,\n-\tals auch im Hinblick auf die Bedienung der Werkzeuge, mit deren Hilfe z. B. der Ist-Zustand analysiert, Defizite dargestellt oder Prognosen zur Auswirkung von Ma\u00dfnahmen (z. B. zum Hochwasserschutz) aufgestellt werden.\nDas Decision Support System entsteht durch eine geeignete Auswahl derartiger Werkzeuge, mit der Kernanwendung Geografisches Informationssystem (GIS). Hierf\u00fcr stehen zahlreiche ausgereifte Softwareprodukte zur Verf\u00fcgung. Mit Sicherheit wird in naher Zukunft, u. a. durch die Zunahme von Messeinrichtungen und auch durch die Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie hinsichtlich des Monitorings von Umweltzust\u00e4nden das Pendant Zeitreiheninformationssystem (ZIS) zum GIS ben\u00f6tigt, um die gew\u00fcnschten Informationen effizient ermitteln und bereitstellen zu k\u00f6nnen. Die Kompetenz der Experten muss sich \u00fcber das fachliche und technische Know-how hinaus verst\u00e4rkt auch auf die Kommunikation der komplexen Sachverhalte erstrecken.\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung wird u. a. auch die Forderung nach Integrierter Wasserwirtschaft gestellt. 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