{"id":25249,"date":"2023-07-14T10:34:55","date_gmt":"2023-07-14T08:34:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/27469-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:34:56","modified_gmt":"2023-07-14T08:34:56","slug":"27469-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/27469-01\/","title":{"rendered":"Nachhaltige Regionalentwicklung in der Umweltkommunikation am Beispiel nachhaltiger Mobilit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Verkehrsbedingte Emissionen z\u00e4hlen zu den zentralen Problemfeldern der Klimaschutz- und Nachhaltigkeitspolitik. Gerade im l\u00e4ndlichen Raum ist jedoch die Abh\u00e4ngigkeit vom PKW gro\u00df. Das bedeutet, auch angesichts steigender Mobilit\u00e4tskosten, bereits in naher Zukunft eine gro\u00dfe Herausforderung. Erste Ans\u00e4tze f\u00fcr alternative l\u00e4ndliche Mobilit\u00e4tsangebote gibt es zwar, diese sind jedoch au\u00dferhalb der Fach\u00f6ffentlichkeit wenig bekannt.<br \/>\nDamit sowohl Familien im l\u00e4ndlichen Raum als auch die Akteure der l\u00e4ndlichen Regionalentwicklung den mobilit\u00e4tsbezogenen zuk\u00fcnftigen Herausforderungen angemessen begegnen k\u00f6nnen, soll mit diesem Projekt das Bewusstsein f\u00fcr alternative l\u00e4ndliche Mobilit\u00e4tsangebote gesch\u00e4rft werden. Dies geschieht, indem tragf\u00e4hige Kommunikationsstrategien f\u00fcr umwelt- und familiengerechte Mobilit\u00e4tsangebote entwickelt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAuf einem ExpertInnen-Workshop wird mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verb\u00e4nden das Spektrum ihrer aktuellen Erkenntnisse zu umwelt- und familienfreundlicher Mobilit\u00e4t im l\u00e4ndlichen Raum in Form von anschaulichen Wissenslandkarten geb\u00fcndelt, um sowohl den Erkenntnisstand als auch m\u00f6gliche L\u00fccken leichter erfassen und kommunizieren zu k\u00f6nnen. Als Grundlage f\u00fcr die Diskussionen werden aktuelle bundesweite Mobilit\u00e4tsdatens\u00e4tze ausgewertet (Sekund\u00e4ranalyse).<br \/>\nIm Rahmen einer Befragung von Familien in zwei l\u00e4ndlichen Regionen Deutschlands (LK Emsland in Niedersachsen, LK Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern) werden Mobilit\u00e4tstypen ermittelt und als Familienportraits aufbereitet. Besonders ber\u00fccksichtigt werden dabei Erfahrungen mit Alternativangeboten zum privaten PKW sowie Anforderungen an solche Alternativangebote.<br \/>\nDas Spektrum an Good-Practice-Beispielen f\u00fcr umwelt- und familienfreundliche Mobilit\u00e4t im l\u00e4ndlichen Raum wird als Steckbriefe zusammengestellt. Auf diese Weise werden n\u00fctzliche Argumentations- und Entscheidungshilfen geschaffen.<br \/>\nIn Form eines MultiplikatorInnen-Workshops mit MedienvertreterInnen, Verb\u00e4nden und Verkehrsgesellschaften werden die zuvor erstellten Kommunikationsprodukte vorgestellt, um darauf aufbauend in Kleingruppen innovative Kommunikationsstrategien zu entwickeln. Die gesamten Projektergebnisse werden schlie\u00dflich in Form eines MultiplikatorInnen-Handbuchs redaktionell aufbereitet und allen Bundesl\u00e4ndern bereitgestellt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im ersten Berichtszeitraum (Juni &#8211; Dez. 2009) wurden die vertraglichen Grundlagen geschaffen, eine ExpertInnen-Datenbank aufgebaut, die TeilnehmerInnen und der Ablauf des ExpertInnen-Workshops geplant, eine Literaturanalyse sowie eine Sekund\u00e4ranalyse bundesweiter Verkehrsdaten vorbereitet.<br \/>\nIm zweiten Berichtszeitraum (Dez. 2009 &#8211; Mai 2010) wurden der ExpertInnen-Workshop durchgef\u00fchrt und dokumentiert, die Sekund\u00e4ranalyse bundesweiter Verkehrsdaten weitgehend abgeschlossen, die Befragung der Landfamilien vorbereitet und die Erstellung der Good-Practice-Steckbriefe begonnen.<br \/>\nIm dritten Berichtszeitraum (Juni &#8211; Dez. 2010) wurden die Interviews mit Eltern in zwei l\u00e4ndlichen Regionen durchgef\u00fchrt. Seitens des Projektpartners Wuppertal Institut wurde die Erstellung der Good-Practice-Steckbriefe weitgehend abgeschlossen.<br \/>\nIm vierten Berichtszeitraum (Dez. 2010 &#8211; Mai 2011) wurde die Auswertung der Interviews begonnen. Die Good-Practice-Steckbriefe wurden mit den Anbietern r\u00fcckgekoppelt und im Internet ver\u00f6ffentlicht. Mit den Vorbereitungen f\u00fcr den MultiplikatorInnen-Workshop und das Projekt-Handbuch wurde begonnen.<br \/>\nIm f\u00fcnften Berichtszeitraum (Juni &#8211; Dez. 2011) wurde die Auswertung der Interviews fortgef\u00fchrt. Die TeilnehmerInnen und der Ablauf des MultiplikatorInnen-Workshops wurden weitgehend festgelegt. F\u00fcr das Projekt-Handbuch wurden Fotoshooting, Bildrecherche und Textgestaltung begonnen.<br \/>\nIm letzten Berichtszeitraum (Dez. 2011 &#8211; Mai 2012) wurde der MultiplikatorInnen-Workshop durchgef\u00fchrt und dokumentiert. Auf Basis der Interviews wurden sechs verschiedene Mobilit\u00e4tstypen identifiziert und durch abgeleitete Empfehlungen f\u00fcr zielgruppengerechte Mobilit\u00e4tsangebote erg\u00e4nzt.<br \/>\nDas MultiplikatorInnen-Handbuch wurde fertiggestellt und bundesweit versandt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wurde als Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Zudem wurde das Projekt in die Umweltforschungsdatenbank UFORDAT\u00ae und in die sozialwissenschaftliche Datenbank SOFIS aufgenommen.<br \/>\nEs wurde eine Internetpr\u00e4senz f\u00fcr die Informationen zu dem Projekt aufgebaut. Hier sind die Wissenslandkarten, die Dokumentation des ExpertInnen-Workshops, der Informationsflyer (deutsch und englisch), alle bisherigen Projekt-Newsletter, die Poster zu den Mobilit\u00e4tstypen und zu den Good-Practice-Steckbriefen und das MultiplikatorInnen-Handbuch f\u00fcr alle Interessierten frei verf\u00fcgbar.<br \/>\n\u00dcber die Projektseiten war es auch m\u00f6glich, sich f\u00fcr den regelm\u00e4\u00dfigen Projekt-Newsletter an- und abzumelden. Zur Bekanntmachung des Projekts und des Newsletters wurden die Redaktionen bereits bestehender einschl\u00e4giger Newsletter angeschrieben. Bis Ende Mai 2012 haben 149 Personen den Projekt-Newsletter abonniert (Stand Mai 2010: ca. 40 Personen).<br \/>\nIm Rahmen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit konnten Beitr\u00e4ge platziert werden in: Zeitschrift LandInForm, land-aktuell &#8211; Newsletter der Deutschen Vernetzungsstelle L\u00e4ndliche R\u00e4ume, Newsletter der UN-Dekade Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung, Feministisches Geo-RundMail, Gemeindeblatt Spelle, Kommunalanzeiger des Amtes Zarrentin, TU intern &#8211; Die Hochschulzeitung der Technischen Universit\u00e4t Berlin. Zudem wurden mehrere \u00f6ffentliche Vortr\u00e4ge gehalten, und das Projekt wurde \u00fcber ein Mitwirken an hochkar\u00e4tigen Podiumsdiskussionen (u. a. Internationale Gr\u00fcne Woche, Woche der Umwelt) sowie \u00fcber die Mitarbeit in einem Forschungsbeirat und in einer Wettbewerbsjury bekanntgemacht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Interview-Studie mit Eltern in zwei l\u00e4ndlichen Regionen verdeutlichte deren aktuellen Verhaltensweisen und Einstellungen und lieferte die Grundlage f\u00fcr eine Mobilit\u00e4tstypologie.<br \/>\nDie beiden Workshops mit den ExpertInnen und MultiplikatorInnen best\u00e4tigten schlie\u00dflich: Um die zuk\u00fcnftigen Herausforderungen f\u00fcr die Mobilit\u00e4t von Familien im l\u00e4ndlichen Raum zu bew\u00e4ltigen, gilt es, ein gut vernetztes und lokal angepasstes Spektrum an geeigneten Angeboten zu schaffen. Dazu wurden drei Grundprinzipien herausgearbeitet: B\u00fcndeln, wo sich b\u00fcndeln lohnt \/ Das Fahrrad st\u00e4rken \/ Das Auto \u0082ver\u00f6ffentlichen.<br \/>\nDas MultiplikatorInnen-Handbuch mit allen zentralen Projektergebnissen wurde in einer Auflage von 200 St\u00fcck gezielt bundesweit an thematisch nahestehende Personen und Institutionen versandt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Verkehrsbedingte Emissionen z\u00e4hlen zu den zentralen Problemfeldern der Klimaschutz- und Nachhaltigkeitspolitik. Gerade im l\u00e4ndlichen Raum ist jedoch die Abh\u00e4ngigkeit vom PKW gro\u00df. Das bedeutet, auch angesichts steigender Mobilit\u00e4tskosten, bereits in naher Zukunft eine gro\u00dfe Herausforderung. 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