{"id":25229,"date":"2023-07-13T15:16:09","date_gmt":"2023-07-13T13:16:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/13231-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:11","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:11","slug":"13231-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/13231-01\/","title":{"rendered":"CO2-Abfall oder Rohstoff? M\u00f6glichkeiten und Grenzen der CO2-Sequestrierung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In dieser Tagungsreihe soll die Frage diskutiert werden, ob es sich bei CO2 um ein reines Abfallprodukt oder auch um einen (potenziellen) Rohstoff handelt. Hierf\u00fcr sollen der gegenw\u00e4rtige Wissensstand und Forschungsbedarf sowohl bei den CCS-Verfahren als auch bei den bislang nur im Pilotma\u00dfstab funktio-nierenden Alternativ-Technologien pr\u00e4sentiert werden, damit die Technologieentwicklung an die Kriterien einer nachhaltigen Entwicklung ausgerichtet werden kann.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenObwohl die Debatte um CO2-Sequestrierung in Fachkreisen an Intensit\u00e4t zunimmt, ist das Thema in der breiten \u00d6ffentlichkeit noch kaum angekommen. Aus anderen Diskussionen, beispielsweise um die gr\u00fcne Gentechnik, ist bekannt, dass mangelnde Akzeptanz die weitere Entwicklung und Nutzung bzw. die Er-forschung m\u00f6glicher Potentiale innovativer Technologien erheblich behindern kann. Zudem besteht ein dringender Handlungsbedarf bei der Schaffung eines Regulierungsrahmens bereits konkreter CCS-Vorhaben, die m\u00f6glichst auch auf EU-Ebene und international abgestimmt werden m\u00fcssten.<br \/>\nDie Veranstaltung soll zur Versachlichung einer Diskussion beitragen und gegenw\u00e4rtige Vorteile und Nachteile der verschiedenen Technologieans\u00e4tze beleuchten. Geplant ist ein stark interdisziplin\u00e4res Konferenzprogramm mit Vertretern aus der Energiewirtschaft, aus dem Anlagenbau und aus der Bio-technologie sowie auch aus Politik und Umweltverb\u00e4nden. Bei der technisch-wirtschaftlichen Betrachtung der CO2-Abscheidung sollen m\u00f6glichst alle Schritte entlang der Wertsch\u00f6pfungskette abgebildet werden, von der (angewandten) Forschung im akademischen Bereich \u00fcber den Technologietransfer und die fr\u00fche Entwicklung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bis hin zu den Anwenderbranchen und den dort notwendigen gro\u00dftechnischen Einsatz der Verfahren.<br \/>\nNach Abschluss der Auftakt-Veranstaltung im November 2009 wird eine kritische Bewertung des Erfolgs vorgenommen, deren Ergebnis in die Planung der zweiten Tagung 2010 einflie\u00dft. Die Folge-Veranstaltungen werden etwas engere thematische Schwerpunkte haben, um die im ersten Jahr grob umrissenen Themen n\u00e4her zu beleuchten<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Als die Veranstaltungsreihe im Jahr 2008 geplant wurde, war das Thema einer Nutzung von CO2 in Ta-gungen noch nicht in gr\u00f6\u00dferem Umfang vertreten. Wichtig war zun\u00e4chst, zwischen Klima-orientierten Ans\u00e4tzen einer m\u00f6glichst umfassenden Beseitigung von CO2 und solchen, die eine stoffliche Nutzung von Kohlendioxid zum Ziel haben, zu differenzieren. Dieser \u0084Ortsbestimmung\u0093 diente die erste Veranstal-tung dieser Reihe.<br \/>\nDabei trat klar zutage, dass die biologischen oder chemischen Verfahren zur Fixierung von CO2 und der nachfolgende Aufbau komplexerer Molek\u00fcle niemals die derzeitigen CO2-Emissionen quantitativ beseiti-gen. Vielmehr dienen solche Ans\u00e4tze dazu, einen Reststoff ohne Wert (oder gar mit negativem Wert) m\u00f6glichst effizient in ein werthaltiges Produkt umzuwandeln, welches dann als Grundstoff f\u00fcr weitere Synthesen verwendet werden kann. Diese zu dem Zeitpunkt noch selten \u00f6ffentlich diskutierte Herange-hensweise r\u00fcckte deshalb in den Fokus der Veranstaltungsreihe. Deren Inhalte sind in den Tagungsb\u00e4n-den nachzulesen, die der DBU vorliegen.<br \/>\nF\u00fcr die Tagung am 11. Juni 2010 im Umspannwerk Kreuzberg in Berlin wurde der Ablauf im Wesentlichen beibehalten wie 2009 bereits geplant. Zu der Veranstaltung unter dem Titel \u0084Vom Treibhausgas zum Wertstoff \u0096 Neue Perspektiven f\u00fcr die Nutzung von CO2\u0093 hatten sich 91 Teilnehmer angemeldet. Inhaltlich war bewusst ein breiter \u00dcberblick \u00fcber die Thematik gew\u00e4hlt worden. Pr\u00e4sentiert wurden sowohl CCS-Verfahren als auch Technologien zur chemischen bzw. biologischen Fixierung von CO2. Zu Wort kamen dabei Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft. Die Fachvortr\u00e4ge wurden von teilweise kontroversen, engagiert gef\u00fchrten Diskussionen begleitet.<br \/>\nUnter dem Titel \u0084Vom Treibhausgas zum Wertstoff: CO2-Nutzung \u0096 die biologische Perspektive\u0093 fand die zweite Folge der Veranstaltungsreihe am 8. Juni 2011 im Spreespeicher in Berlin statt. Im Vergleich zum ersten Jahr war das Programm nun st\u00e4rker fokussiert und stellte biotechnologische Ans\u00e4tze zur Fixie-rung und stofflichen Nutzung von CO2 in den Vordergrund. Hierbei wurden unterschiedliche technische Ans\u00e4tze und auch die jeweiligen Rahmenbedingungen diskutiert. An der Tagung nahmen 76 Personen teil.<br \/>\nDie dritte Folge der Konferenzreihe war zun\u00e4chst f\u00fcr 2012 geplant. Hierbei sollten nach der urspr\u00fcngli-chen Planung die gesellschaftlichen und politischen Aspekte \u0096 gerade auch im Rahmen der \u0084Energie-wende\u0093 \u0096 diskutiert werden. Trotz intensiver Bem\u00fchungen auch \u00fcber Medienpartnerschaften mit der Publikumspresse gelang es jedoch nicht, eine signifikante Zahl von Teilnehmern zu gewinnen. Aus die-sem Grund musste auch diese Veranstaltung verschoben werden. Dar\u00fcber hinaus wurde in Abstimmung mit der DBU das inhaltliche Konzept ge\u00e4ndert und klar wissenschaftlich-technisch ausgerichtet. Am 4. Juni 2013 fand die dritte und letzte Folge der Reihe \u0084Vom Treibhausgas zum Wertstoff\u0093 unter dem Titel \u0084Stoffliche Nutzung von CO2 \u0096 neue L\u00f6sungsans\u00e4tze\u0093 im Karlsson am Berliner Gendarmenmarkt statt. Pr\u00e4sentiert wurden biologische und chemische Verfahren, von denen einige bereits in der Praxis ange-wandt werden, w\u00e4hrend andere noch in den fr\u00fchen Phasen der Forschung sind. F\u00fcr diese Veranstaltung hatten sich rund 50 Teilnehmer angemeldet.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Alle Veranstaltungen waren \u00f6ffentlich und wurden \u00fcber gro\u00dfe Verteiler einschlie\u00dflich idw und Anzeigen in Fachzeitschriften beworben.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die drei Veranstaltungen konnten erfolgreich durchgef\u00fchrt werden:<br \/>\n\u0095\tInsgesamt wurden mit den Inhalten mehr als 200 Teilnehmer direkt erreicht.<br \/>\n\u0095\tDar\u00fcber hinaus wurde \u00fcber den idw sowie durch in der Fachzeitschrift Transkript \u00fcber die Tagun-gen berichtet.<br \/>\n\u0095\tBei den Veranstaltungen waren weitere Pressevertreter vor Ort.<br \/>\n\u0095\tHierdurch konnten die wissenschaftlich-technischen Aspekte, deren wirtschaftliche Perspektiven sowie auch die F\u00f6rderziele der DBU der \u00d6ffentlichkeit kommuniziert werden.<br \/>\n\u0095\tDie stoffliche Nutzung von CO2 wurde von allen Referenten \u00fcbereinstimmend als machbar und prinzipiell sinnvoll dargestellt. Die Bedeutung dieses Themas wird in Zukunft sicherlich noch zuneh-men.<br \/>\nW\u00e4hrend der Projektlaufzeit wurden allerdings von verschiedenen Anbietern immer mehr Konferenzen mit demselben Schwerpunkt durchgef\u00fchrt, so dass es zunehmend schwieriger wurde, originelle Themen zu finden und Teilnehmer f\u00fcr die Veranstaltungen zu akquirieren. Insofern erscheint eine Fortf\u00fchrung \u00fcber den bewilligten und jetzt abgeschlossenen Umfang von drei Tagungen hinaus nicht sinnvoll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In dieser Tagungsreihe soll die Frage diskutiert werden, ob es sich bei CO2 um ein reines Abfallprodukt oder auch um einen (potenziellen) Rohstoff handelt. 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