{"id":25190,"date":"2023-07-13T15:27:40","date_gmt":"2023-07-13T13:27:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/27288-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:27:42","modified_gmt":"2023-07-13T13:27:42","slug":"27288-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/27288-01\/","title":{"rendered":"Nachhaltigkeits- und Wissenschaftskommunikation am Umweltzentrum Wittb\u00fclten, Spiekeroog"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Rahmen einer Erweiterung des Umweltzentrums Wittb\u00fclten auf Spiekeroog wird durch den Umbau bzw. Neubau zweier Geb\u00e4ude ein Standort f\u00fcr die Nachhaltigkeits- und Wissenschaftskommunikation geschaffen. Der DBU-gef\u00f6rderte Projektteil beinhaltet den Aufbau einer Laboreinrichtung in Verbindung mit der Weiterentwicklung des bisherigen Bildungsprogramms im Sinne des BNE-Konzeptes. Durch die labortechnische Ausstattung soll es erm\u00f6glicht werden, umweltanalytischen Fragestellungen zu themati-sieren, den Mikrokosmos zu untersuchen und au\u00dferdem Fragen der Nachhaltigkeit, insbesondere der Versorgung mit Erneuerbaren Energien, nachzugehen. Dabei wird an der naturwissenschaftlichen Neugier von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen angesetzt. In Zusammenarbeit mit Wissen-schaftlerinnen und Wissenschaftlern soll erreicht werden, \u00fcber zukunftsrelevante Fragestellungen das In-teresse f\u00fcr naturwissenschaftliche Themen rund ums Wattenmeer zu erh\u00f6hen. <\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenSeit dem 12.04.2010 ist die Universit\u00e4t Oldenburg Mitgesellschafter des Umweltzentrums. Auch durch ei-ne Kooperationsvereinbarung vom 17.05.2010 mit der Physikdidaktik der Universit\u00e4t Oldenburg ist die laufende Weiterentwicklung und Evaluation der Bildungsangebote gew\u00e4hrleistet. Am 17.11.2010 wurde das Umweltzentrum als Einsatzstelle f\u00fcr das F\u00d6J anerkannt. Dadurch soll sichergestellt werden, dass das geplante Bildungsprogramm auch bei Wegfall des Zivildienstes betreut werden kann. Am 02.11.2010 erfolgte die Baugenehmigung, am 08.11.2010 wurde mit dem Bau begonnen. F\u00fcr die Labor- und die EDV-Ausstattung wurden in Zusammenarbeit mit der Universit\u00e4t Oldenburg die Leistungsverzeichnisse erstellt und Angebote eingeholt, so dass im M\u00e4rz 2011 die Auftr\u00e4ge vergeben werden konnten. Die Ko-operation mit der Nationalparkverwaltung gipfelte in der Umbenennung des Umweltzentrums in \u0084Natio-nalpark-Haus\u0093 am 26.05.2011. Am 03.09.2011 wurde die Einrichtung eingeweiht, im Fr\u00fchjahr 2012 erfolgte die Ausstattung des Laborbereiches.<br \/>\nParallel zum Aufbau der neuen Infrastruktur erfolgte die Konkretisierung und Erprobung des Bildungs-konzeptes. Als Zielgruppe f\u00fcr das neue Angebot sind vor allem Schulklassen zu nennen, die sich \u00fcber mehrere Tage in Ferienst\u00e4tten auf der Insel aufhalten. Der Arbeitsgemeinschaft gemeinn\u00fctziger Heime auf Spiekeroog, welche den \u00fcberwiegenden Teil der auf Spiekeroog stattfindenden Klassenfahrten be-herbergen, wurde am 06.10.2010 das Projekt vorgestellt. Die Jahrg\u00e4nge 5 und 6 sind besonders geeig-net f\u00fcr \u00fcberschaubare Themenbereiche, zu denen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler durch ein handlungsori-entiertes Vorgehen einen emotionalen Bezug entwickeln k\u00f6nnen. In der Mittelstufe sind zus\u00e4tzlich einfa-che umweltanalytische Aktivit\u00e4ten m\u00f6glich, eine wissenschaftsprop\u00e4deutische Vorgehensweise kann mit Kursen auf erh\u00f6htem Leistungsniveau erfolgen. So wurden auch Mehr-Tagesseminare entwickelt, welche grunds\u00e4tzliche Fragestellungen zur Nachhaltigkeit anhand der konkreten Situation der touristischen Insel Spiekeroog thematisieren. F\u00fcr die Umsetzung des Bildungskonzeptes wurde eine Arbeitsgruppe beste-hend aus F\u00d6Jlern, Praktikanten, Lehramtsstudierenden und festen Mitarbeitern gebildet. <\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Durch den neuen Labortrakt und die gleichzeitig entstandenen Unterbringungsm\u00f6glichkeiten konnte die Infrastruktur f\u00fcr die neue Ausrichtung des Bildungsangebotes im Nationalpark-Haus Wittb\u00fclten etabliert werden. Zwei Stellen des \u0084Freiwilligen \u00d6kologischen Jahres\u0093 wurden geschaffen, au\u00dferdem k\u00f6nnen weitere Praktikanten untergebracht werden. Die arbeits- und personalintensive Konzeption und Durchf\u00fchrung des neuen Bildungsprogramms wurde damit erm\u00f6glicht. Durch die Standortvorteile mit einer bew\u00e4hrten Ausstellung, vielf\u00e4ltigen Lebensr\u00e4umen im Umfeld sowie dem neuen Labortrakt mit seinem multimedialen Kursraum ergeben sich einzigartige Voraussetzungen f\u00fcr die Bildungsarbeit.<br \/>\nSo erleben Kinder der 5. bis 10. Klasse bei der Veranstaltung \u0084Der Natur auf der Spur &#8211; spannende Ent-deckungen im Labor\u0093 in Kleingruppen an mehreren Stationen Forschungsaufgaben zu unterschiedlichen Themen der Inselnatur und des Wattenmeeres.<br \/>\nUnter dem Motto &#8220;Global denken \u0096 lokal handeln: Spiekeroog als Lernfeld f\u00fcr Nachhaltige Entwicklung&#8221; werden zu den Themen \u00bbWasser\u00ab,\u00bbEnergie &#038; Klima\u00ab sowie \u00bbVogelzug\u00ab im Nationalpark-Haus Wittb\u00fclten auf Spiekeroog Mehrtages-Seminarprogramme f\u00fcr Schulklassen und andere Gruppen angeboten. Es werden zun\u00e4chst Grundkenntnisse vermittelt, anschlie\u00dfend vertiefende Kenntnisse arbeitsteilig in verschiedenen Methoden erarbeitet und diese schlie\u00dflich in einem Rollenspiel vernetzt und im Abschlussplenum in Handlungsstrategien \u00fcberf\u00fchrt.<br \/>\nEin weiteres Angebote ist eine Inseluni in Kooperation mit der Universit\u00e4t Oldenburg f\u00fcr 10-14j\u00e4hrige, die 2013 zum zweiten Mal durchgef\u00fchrt wird.<br \/>\nBedingt durch die ganzheitliche Ausrichtung der neuen Bildungsangebote werden alle Bereiche der Nachhaltigkeit thematisiert. Dabei wird auf bew\u00e4hrten Erfahrungen aus der klassischen Umweltbildungsarbeit aufgebaut.<br \/>\nDie wissenschaftliche Begleitung der angebotenen Formate ist gew\u00e4hrleistet. Die erste Inseluniversit\u00e4t wurde im Rahmen eines universit\u00e4ren Praktikums durch die betreuenden Studierenden detailliert ausge-wertet und die ablaufenden Denk- und Lernprozesse der teilnehmenden Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler be-schrieben. Darin eingeschlossen waren auch die Ergebnisse einer ebenfalls im Zusammenhang des Na-tionalpark-Hauses und der Inseluni 2012 angefertigten Masterarbeit. Kern dieser Arbeit sind u.A. eine Analyse bisheriger Angebote im Wittb\u00fclten und der Entwurf eines Exkursionskonzepts.<br \/>\nIm Mai 2013 findet ein dreit\u00e4giges Blockseminar mit drei\u00dfig Studierenden auf Spiekeroog in den neuen Forschungsr\u00e4umlichkeiten statt. Unter dem Motto \u0084Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung aus fachdidakti-scher und allgemeindidaktischer Perspektive\u0093 soll unter der Leitung von Prof. Zierer und Prof. Komorek das BNE-Konzept an einem authentischen, au\u00dferschulischen Lernort nahe gebracht werden. Weitere derartige Seminare, begleitende Evaluationen, Bachelor und Masterarbeiten, aber auch Lehrerfortbildun-gen in dem Bereich sind in Vorbereitung. <\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber eine neue Internetseite www.wittbuelten.de werden der Projekttr\u00e4ger und seine Aktivit\u00e4ten sehr gut dargestellt. Durch direktes Anschreiben mit zielgruppenspezifischen Informationsbl\u00e4ttern von Schulen, Universit\u00e4ten und Lehrerseminaren wurden die neuen Angebote umfassend beworben. Die regionale Presse berichtet regelm\u00e4\u00dfig, aber auch \u00fcberregionale Medien wie das DB Mobil-Magazin (September 2012) oder das Mitteilungsblatt der DBU. Wahrscheinlich wird im Sommer 2013 das regionale Fernsehen \u00fcber die Inseluni berichten. Im September 2013 wird das Projekt auf der Messe \u0084Unterricht, der aus dem Rahmen f\u00e4llt\u0093 in Aurich vorgestellt und beworben.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Trotz einiger organisatorischer Schwierigkeiten in der Bauphase konnte im Sommerhalbjahr 2012 der Vollbetrieb starten. Die konzeptionelle Entwicklung des neuen Bildungsangebotes ist weitgehend abge-schlossen.<br \/>\nSowohl bei der Konzeption der Laborausstattung und -einrichtung als auch f\u00fcr die Entwicklung des Bil-dungsangebotes waren die Kooperation mit der Nationalparkverwaltung\/dem Netzwerk der Nationalpark-H\u00e4user, mit dem OLELA-Netzwerk (Oldenburger Lehr- Lernlabore), dem ICBM (Institut f\u00fcr Biologie und Chemie des Meeres) und der Physikdidaktik (Prof. Dr. Michael Komorek) der Universit\u00e4t Oldenburg f\u00fcr das Erreichen des Projektziels elementar. Diese Kooperationen werden weiter gef\u00fchrt und erheblich zur Auslastung des Zentrums beitragen. Die neue Einrichtung st\u00f6\u00dft bereits auf gro\u00dfes Interesse bei Schul-klassen, Universit\u00e4ten und Urlaubern und er\u00f6ffnet viele M\u00f6glichkeiten f\u00fcr zuk\u00fcnftige Vorhaben im Sinne der Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Rahmen einer Erweiterung des Umweltzentrums Wittb\u00fclten auf Spiekeroog wird durch den Umbau bzw. Neubau zweier Geb\u00e4ude ein Standort f\u00fcr die Nachhaltigkeits- und Wissenschaftskommunikation geschaffen. Der DBU-gef\u00f6rderte Projektteil beinhaltet den Aufbau einer Laboreinrichtung in Verbindung mit der Weiterentwicklung des bisherigen Bildungsprogramms im Sinne des BNE-Konzeptes. 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