{"id":25189,"date":"2024-12-01T10:32:51","date_gmt":"2024-12-01T09:32:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/27277-01\/"},"modified":"2024-12-01T10:32:51","modified_gmt":"2024-12-01T09:32:51","slug":"27277-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/27277-01\/","title":{"rendered":"Wissensvermittlung \u00fcber nassoxidative Abwasserbehandlungsmethoden mit dem Schwerkpunkt Trinkwasserkreislaufschlie\u00dfung in semi-ariden und ariden Regionen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Anlass des Vorhabens war die f\u00fcnfte internationale Fachkonferenz der Guppe Advanced Oxidation der International Water Association Oxidation Technologies for Water and Wastewater Treatment in Berlin, die zum erstem mal gemeinsam mit der International Ozone Association durchgef\u00fchrt wurde (10th IOA-EA3G Berlin Conference). Als Schwerpunkt  der Tagung kristallisierte sich die Beseitigung persistenter anthropogener Spurenschadstoffe  mittels so genannter Advanced Oxidation Processes (AOPs) heraus. Das Potenzial dieser Oxidationstechniken besteht in einer vollst\u00e4ndigen reststofffreien Abwasserbehandlung und damit in einer nachhaltigen Abwasserbehandlung. Nachteilig sind z. Z. noch die relativ hohen Invest- und Betriebskosten. Ziel der Tagung war es daher, Fachleute aus verschiedenen L\u00e4ndern zu versammeln und einen wissenschaftlichen Austausch \u00fcber neue Erkenntnisse und Entwicklung unter der Ber\u00fccksichtigung praktischer Erfahrungen anzuregen. Damit wird eine Weiterentwicklung dieser Techniken angestrebt.<br \/>\nDieses zielte darauf ab, Fachleuten und zuk\u00fcnftigen F\u00fchrungskr\u00e4ften aus Drittl\u00e4ndern die M\u00f6glichkeit zu geben, an der Tagung teilzunehmen, um ihnen Wissen, innovative Prozesse und Anwendungen sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse \u00fcber AOPs zu vermitteln. Gleichzeitig sollte den Fachleuten Beispiele deutscher Umwelttechnik vorgestellt werden, um deren Bekanntheitsgrad zu erh\u00f6hen und den Export deutscher Umwelttechnik zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAus zahlreichen Bewerbungen (ca. 50) wurden 17 geeignete Teilnehmer von dem wissenschaftlichen Komitee und dem Organisationskomitee ausgew\u00e4hlt (14 Teilnehmer aus einkommensschwachen L\u00e4ndern, Nachwuchswissenschaftler um bestehende Kontakte zu festigen). Auswahlkriterien waren u. a. ein aktiver Beitrag zur Tagung in  Form eines angenommenen Manuskriptes, gleichm\u00e4\u00dfige Verteilung auf verschiedene L\u00e4nder, Funktion des Teilnehmers im jeweiligen Land (Multiplikatoreffekt), Kontaktintensivierung f\u00fcr zuk\u00fcnftige Projekte.<br \/>\nDie ausgew\u00e4hlten Personen nahmen an einem zweit\u00e4gigen Besuchsprogramm teil; dieses umfasste den Besuch von deutschen Unternehmen, die AOPs in der Umwelttechnik anwenden. Die Auswahl der Unternehmen erfolgte in Abstimmung mit der DBU. Gleichzeitig wurde Gelegenheit gegeben, die Messe Wasser Berlin zu besuchen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Auf der Tagung konnten 265 Teilnehmer aus 29 L\u00e4ndern begr\u00fc\u00dft werden. In 44 hochkar\u00e4tigen Beitr\u00e4gen und \u00fcber 150 Postern wurden neue Erkenntnisse in den verschiedensten Disziplinen der AOPs behandelt. Neben dem Schwerpunkt  der Beseitigung persistenter anthropogener Spurenschadstoffe wurden Grundlagen der AOPs, Nebenprodukte, die durch die Oxidation entstehen k\u00f6nnen, Prozesskombinationen und Anwendungen der AOPs, die Oxidation mittels Fentons Reagenz, die Oxidation mittels solarer Strahlung (Photokatalyse), die Nassoxidation, das Engineering von AOPs, die Desinfektion von Wasser und Abwasser und Innovationen betrachtet.<br \/>\nEs wurde eine zweit\u00e4gige Exkursion mit den gef\u00f6rderten Teilnehmern durchgef\u00fchrt. Der erste Tag wurde direkt nach der Tagung zum Besuch des Kl\u00e4rwerks Wassmannsdorf bei Berlin genutzt. Am zweiten Tag wurde die Warnowwasseraufbereitung der Fa. EURAWASSER in Rostock besichtigt. Die geplante Besichtigung der Anlage zur Schwimmbadwasserozonung wurde aufgrund personeller Schwierigkeiten seitens des Betreibers kurzfristig abgesagt.<br \/>\nKl\u00e4rwerk Wassmanssdorf (Berlin)<br \/>\nDetaillierte Einf\u00fchrung in die Abwasserbehandlung auf einer Gro\u00dfkl\u00e4ranlage durch den Betreiber Berliner Wasserbetriebe, und Besichtigung des Wasserpfades der Kl\u00e4ranlage.<br \/>\nWarnowwasseraufbereitung (Rostock)<br \/>\nDetaillierte Einf\u00fchrung in die Flusswasseraufbereitung mittels Ozon und Biofiltration durch den Anlagenbetreiber EURAWASSER und Besichtigung der Anlage.<br \/>\nIm Anschluss an die jeweiligen Anlagenbesichtigungen kam es zu intensiven Diskussionen \u00fcber viele Einzelheiten der jeweiligen Anlagen mit deren Betreuern. Die mitgegebenen Informationen sind in der Anlage enthalten. Die Fahrten wurde von der Gruppe zu weiteren angeregten Diskussionen genutzt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Derzeit werden die Beitr\u00e4ge evaluiert, die in verschiedenen Fachzeitschriften aufgenommen werden sollen. F\u00fcr die englischsprachige Zeitschrift Water, Science and Technology und Water Practice pr\u00fcfen die IWA und CUTEC als associated editor die eingereichten Vorschl\u00e4ge. Beitr\u00e4ge f\u00fcr andere Zeitschriften, wie Ozone Science and Engineering, Applied Catalysis B, Chemosphere und Catalysis Today, werden den entsprechenden Editoren elektronisch zugestellt. Im Nachgang der Tagung wurden und werden Artikel in der WLB, WWT, TUC-Contakt, CUTEC-News und KA Wasser\/Abwasser berichtet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Von den Teilnehmern und von Mitgliedern des wissenschaftlichen Komitees ist die AOP5-Konferenz ausgesprochen positiv beurteilt worden. Die eingegangenen Beitr\u00e4ge, die zahlreichen internationalen Teilnehmer, deren Diskussionsbeitr\u00e4ge und das Tagungsprogramm haben erheblich zum Erfolg der Tagung beigetragen. Durch die Kooperation mit der IOA lie\u00dfen sich viele Synergieeffekte ausnutzen und Gemeinsamkeiten betonen, die in Zukunft weiter vertieft werden sollen.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund ist es als besonders wertvoll anzusehen, dass 17 Personen gef\u00f6rdert werden konnten und nur deshalb die M\u00f6glichkeit hatten, qualitativ hochwertige Informationen mitzunehmen und Kontakte zu kn\u00fcpfen. Einige Teilnehmer und Hersteller haben bereits signalisiert, deutsche Abwassertechnik international nutzen und ausbauen zu wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Anlass des Vorhabens war die f\u00fcnfte internationale Fachkonferenz der Guppe Advanced Oxidation der International Water Association Oxidation Technologies for Water and Wastewater Treatment in Berlin, die zum erstem mal gemeinsam mit der International Ozone Association durchgef\u00fchrt wurde (10th IOA-EA3G Berlin Conference). 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