{"id":25183,"date":"2026-03-19T10:32:10","date_gmt":"2026-03-19T09:32:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/27264-01\/"},"modified":"2026-03-19T10:32:10","modified_gmt":"2026-03-19T09:32:10","slug":"27264-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/27264-01\/","title":{"rendered":"Mobil vermitteln, mobil erkunden. Wildnisbezogene Umweltbildung am Piesberg"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mittels einer schmalspurigen Feldbahn soll Besuchern der Industriekulturlandschaft am Piesberg bei Osnabr\u00fcck das Thema Wildnisentwicklung auf einer anthropogen \u00fcberformten Landschaft vermittelt werden, die zuvor jahrzehntelang durch einen Steinbruchbetrieb intensiv genutzt wurde. Nachdem die Fl\u00e4che brach lag und schlie\u00dflich unter Naturschutz gestellt wurde, entwickelte sich ein einzigartiger Lebensraum, der seltene wie auch gef\u00e4hrdete Tierarten beherbergt. Entlang der Fahrtstrecke wird es Vermittlungsstationen geben, die sowohl den Wildnisgedanken anhand exemplarischer Beispiele als auch die spezifischen Fl\u00e4chengegebenheiten erl\u00e4utern. Am Ende soll der Besucher diese Fl\u00e4chen als typische Bestandteile der Industriekulturlandschaft akzeptieren, die von jeglicher Planung sowie besuchergerechter Zurichtung ausgespart bleiben. \u00dcberdies soll das Vorhaben dazu f\u00fchren, dass weitere Fl\u00e4chen am Piesberg in Zukunft unbehandelt bleiben.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenF\u00fcr den Betrieb der Schmalspurbahn muss f\u00fcr die Unterbringung der Lokomotiven und Waggons ein vorhandenes Geb\u00e4ude an der Fahrstrecke umgebaut werden. Weiter erfolgt eine Vegetationserhebung auf der entsprechenden Fl\u00e4che. In Absprache mit der Fachhochschule Osnabr\u00fcck und weiteren m\u00f6glichen Partnern (z. B. Naturpark Terra. Vita, Schulen der Region) wird das endg\u00fcltige Konzept erstellt und die Vermittlungsstationen im Sinne der Vorstellungen von der ungehinderten Entfaltung von Natur auf einem anthropogen massiv \u00fcberformten Gel\u00e4nde geplant. Im Anschluss daran wird ein Gestalter mit der Umsetzung der gew\u00fcnschten Vorgaben ermittelt und beauftragt. Nach Pr\u00fcfung der Gestaltungsvorschl\u00e4ge werden die zu erledigenden Arbeiten vergeben oder &#8211; sofern m\u00f6glich &#8211; von den Werkst\u00e4tten des Museums ausgef\u00fchrt. Im Rahmen des Bergfestes Piesberg 2009 soll das Projekt der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt werden. Mit der Erarbeitung der Internet-Dokumentation schlie\u00dft das Projekt ab.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>1.\tUmbau des Pumpenhauses zum Lokschuppen und Bau der Feldbahn<br \/>\nDer Umbau des Pumpenhauses zum Lokschuppen erfolgte weitgehend plangem\u00e4\u00df, lediglich der Anschluss an das Stromnetz verz\u00f6gerte sich, da im Januar 2009 anhaltender Frost das Ausheben entsprechender Gr\u00e4ben f\u00fcr das Kabel unm\u00f6glich machte. Arbeitsschritte beim Umbau: Entkernen (Pumpenanlagen, Einbauten), Dach herrichten, Einbringen eines Betonfundamentes, nutzungsgerechte Umgestaltung der Mauerwerke und Einbau gro\u00dfer T\u00fcren f\u00fcr den Bahnbetrieb, Neuanschluss an das Stromnetz, Elektroinstallation. Die weitere Einrichtung des Geb\u00e4udes nahmen die Mitglieder des Vereins f\u00fcr feldspurige Industriebahnen selbst vor. Anschlie\u00dfend wurde der Bau der Trasse f\u00fcr die Feldbahn in Angriff genommen und die Schienen verlegt; eine zeitaufwendige und schwere Arbeit, die vom Verein ebenfalls selbst, d. h. ehrenamtlich, vorgenommen wurde. F\u00fcr den Bau der Trasse wurden erhebliche Mengen an Schotter ben\u00f6tigt. Die Kosten hierf\u00fcr waren in der Finanzplanung nicht enthalten, konnten aber abgedeckt werden. Auf der fertig gestellten Feldbahnstrecke, die den ersten Abschnitt einer weiterf\u00fchrenden Bahn bildet, kann inzwischen der Fahrbetrieb stattfinden.<\/p>\n<p>2.\tPlanung und Umsetzung<br \/>\nArbeitsschritte bei der Planung: Grundlegende historische Recherche zur Gel\u00e4ndeentwicklung, Bildrecherche, Vegetationsaufnahme, Nutzungsvereinbarungen und vertragliche Regelungen mit der Stadt Osnabr\u00fcck\/FB Umwelt, Erstellen des Konzeptes in Zusammenarbeit mit der FH Osnabr\u00fcck und dem Verein f\u00fcr feldspurige Industriebahnen, Diskussion \u00fcber die Wahl von Medien und Pr\u00e4sentationstechniken, Produktion von Publikation und Flyer, Erstellen der Projektdokumentation f\u00fcr den Internetauftritt des Museums.<br \/>\nEin ma\u00dfgebliches Ergebnis der Diskussionen mit den Kooperationspartnern war die Entscheidung, die historische Entwicklung des Areals und die Aspekte zum Thema Wildnis in eine kleine Publikation aufzunehmen, der ein Prospekt zum Thema Feldeisenbahn beigegeben wird. Von Vorteil war hierbei, dass sich auf ideale Art und Weise die verschiedenen Aspekte aufeinander beziehen lie\u00dfen und an neun Stationen die Geschichte der industriellen und \u00f6kologischen Entwicklung ausf\u00fchrlich erz\u00e4hlt werden konnte. \u00dcberdies sprach f\u00fcr diese Entscheidung, dass die Publikation gegen\u00fcber den ortsfesten Stationen im Gel\u00e4nde informativer ist und zur Bekanntmachung des Projektes ungleich mehr beitr\u00e4gt.<br \/>\nDer Weg entlang der Wildnisfl\u00e4che beginnt f\u00fcr den Besucher an der alten Steinbrecheranlage, an der die Verflechtung von industrieller Nutzung und ungehinderter \u00f6kologischer Entwicklung beispielhaft aufgezeigt werden kann. \u00dcberdies versammeln sich die Besucher hier, um in die Feldbahn einzusteigen, und w\u00e4hrend des Verweilens k\u00f6nnen sie die Hinweise zum Projekt und Eindr\u00fccke am Ort aufnehmen. Mit der Feldbahn oder zu Fu\u00df &#8211; und ausgestattet mit der erl\u00e4uternden Brosch\u00fcre &#8211; k\u00f6nnen sich die Besucher schlie\u00dflich auf den Weg machen, dessen H\u00f6hepunkt der in die Wildnisfl\u00e4che f\u00fchrende Holzsteg (Station 5) ist.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wurde bereits vor der eigentlichen Planungsphase und recht fr\u00fch nach dem Beginn der Arbeiten der Presse vorgestellt. Im Mai 2010 wird zum Thema Wildnis am Piesberg ein Beitrag in der Neuen Osnabr\u00fccker Zeitung erscheinen.<br \/>\nDie zum Projekt erschienene Brosch\u00fcre Sich selbst \u00fcberlassen. Wildnis am Piesberg wird zusammen mit dem Flyer Kleine Z\u00fcge auf schmaler Spur. Die Feldbahn am Piesberg am Museum Industriekultur Osnabr\u00fcck und an der Fachhochschule Osnabr\u00fcck vertrieben. Dar\u00fcber hinaus ist das Projekt in den Internetauftritt des Museums Industriekultur aufgenommen worden. Im Rahmen der Jahrestagung des Museumsverbandes f\u00fcr Niedersachsen und Bremen, die unter dem Motto Natur im Museum &#8211; Museen und Natur; kundig, anregend, widerspr\u00fcchlich, aufregend! in Osnabr\u00fcck stattfand, ist das Projekt am 6. M\u00e4rz 2010 im Museum Industriekultur Osnabr\u00fcck vorgestellt worden.<br \/>\nAngesichts der Tatsache, dass die im Rahmen dieses Projektes entstandene Feldbahnstrecke ein Teil der im Sommer 2010 zu er\u00f6ffnenden Wegef\u00fchrung zum sogenannten S\u00fcdstieg am Piesberg (ebenfalls von der DBU gef\u00f6rdert) bildet, wird die Pr\u00e4sentation in diesem Zusammenhang erfolgen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die zentrale Erkenntnis, die aus dem Projekt gezogen werden muss, ist die, dass der Erhalt von Wildnisfl\u00e4chen am Piesberg als prim\u00e4res Ziel anzuerkennen ist. Der Vermittlung des f\u00fcr die Menschen zum Teil noch verst\u00f6renden Themas Wildnis kommt dabei eine bedeutende Rolle zu. Wie die gute Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Osnabr\u00fcck zeigt, ist eine Kooperation mit den oben genannten Zielen weiter anzustreben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mittels einer schmalspurigen Feldbahn soll Besuchern der Industriekulturlandschaft am Piesberg bei Osnabr\u00fcck das Thema Wildnisentwicklung auf einer anthropogen \u00fcberformten Landschaft vermittelt werden, die zuvor jahrzehntelang durch einen Steinbruchbetrieb intensiv genutzt wurde. 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