{"id":25159,"date":"2023-10-01T10:32:14","date_gmt":"2023-10-01T08:32:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/27176-01\/"},"modified":"2023-10-01T10:32:15","modified_gmt":"2023-10-01T08:32:15","slug":"27176-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/27176-01\/","title":{"rendered":"Einbau und Optimierung eines auf den Erhalt wertvollen, anthropogen umweltgesch\u00e4digten Kulturgutes ausgelegten innovativen Heizsystems im Kloster Roggenburg"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Pr\u00e4monstratenser-Kloster wurde im Jahre 1126 gegr\u00fcndet. Die jetzige Bausubstanz geht auf die Jahre 1740 bis 1770 zur\u00fcck. Nach einer punktuellen und zum Teil auch unsachgem\u00e4\u00dfen Restaurierung in den 70er Jahren durch den damaligen Besitzer soll nun eine umfassende Generalsanierung in 2 Bauabschnitten bis Fr\u00fchjahr 2013 durchgef\u00fchrt werden.<br \/>\nBereits im Zuge der Projektentwicklung wurde ein Heizsystem gesucht, welches in der Lage ist, bereits beeintr\u00e4chtigte Bausubstanz zu schonen und die vorhandene Schadenssituation zu verbessern. Das Heizsystem soll dar\u00fcber hinaus durch einen str\u00f6mungsarmen Betrieb eine Luftverwirbelung in den hochwertigen R\u00e4umen, mit der Problematik einer erh\u00f6hten Staubbelastung und Staubablagerung auf Stuckfl\u00e4chen, Fresken und Bildern, reduzieren.<br \/>\nEs lag nahe, infolge der bei der o. g. Zielsetzung erforderlichen Konzeption, mit niedrigen Vorlauftempe-raturen gleichzeitig als begleitenden Effekt einen energiearmen Betrieb sicherzustellen.<br \/>\nBedingt durch die Bauabwicklung in 2 Bauabschnitten soll \u00fcber messtechnische Untersuchungen und den Vergleich des neuen Heizsystems in den bereits sanierten R\u00e4umen mit dem bestehenden Heizsystem in den Bestandsr\u00e4umen, die beabsichtigte physikalische Wirkung sichergestellt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Konzeption der Ma\u00dfnahme wurde bereits im Jahr 2007 begonnen. Dabei wurden zun\u00e4chst die Anforderungen diskutiert und festgelegt und grunds\u00e4tzliche L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr W\u00e4rmek\u00f6rper unter-sucht. Die Untersuchung wurde dabei \u00fcber Simulation durchgef\u00fchrt. Damit wurde eine Grob-Konzeption der W\u00e4rmek\u00f6rper vorgenommen.<br \/>\nAls n\u00e4chster Schritt erfolgte eine Fein-Konzeption der W\u00e4rmek\u00f6rper durch einen Pr\u00fcfstand der HLK-Pr\u00fcfstelle der Universit\u00e4t Stuttgart. Dabei wurde die vorgesehene Wirksamkeit der W\u00e4rmek\u00f6rper durch die Messergebnisse noch deutlich \u00fcbertroffen.<br \/>\nAnschlie\u00dfend wurden die W\u00e4rmek\u00f6rper ausgeschrieben und f\u00fcr den Bauabschnitt 1 in 2010 und f\u00fcr den Bauabschnitt 2 ab Ende 2011 eingebaut. Begleitend wurden Messungen durch das Fraunhofer Institut ab 2009 bis 2012 durchgef\u00fchrt. Auf einem Pr\u00fcfstand des Fraunhofer Instituts wurden in 2011\/2012 zus\u00e4tzliche Erkenntnisse \u00fcber die W\u00e4rmek\u00f6rper gewonnen.<br \/>\nDie Daten f\u00fcr den Heizenergieverbrauch des Klosters vor der Sanierung wurden aufgenommen, eine abschlie\u00dfende Bewertung findet noch nach der Gesamtfertigstellung im Fr\u00fchjahr 2013, im Fr\u00fchjahr 2014 und 2015 statt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die in einem sehr langen Zeitraum durchgef\u00fchrten Untersuchungen, Simulationen und Messungen f\u00fchrten im Hinblick auf die Detail-Konzeption der W\u00e4rmek\u00f6rper zu folgenden Ergebnissen:<\/p>\n<p> \tDeutliche Verbesserung des Innenraumklimas durch hohen Strahlungsanteil der W\u00e4rmek\u00f6rper, gegen\u00fcber der urspr\u00fcnglichen Situation.<\/p>\n<p> \tEnergieeinsparung von fast 65 % der Heizenergie gegen\u00fcber dem urspr\u00fcnglichen Heizsystem.<\/p>\n<p> \tPositive Beeinflussung der Str\u00f6mungssituation und der Luftgeschwindigkeiten, und damit Reduktion der Stabablagerung auf Fresken und Stuckoberfl\u00e4chen.<\/p>\n<p>Die Untersuchungen werden grunds\u00e4tzlich noch weitergef\u00fchrt. Zum einen werden die Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts in der Versuchsstation Benediktbeuren fortgef\u00fchrt und bis Ende 2013 abge-schlossen. <\/p>\n<p>Zum anderen werden beim Kloster Roggenburg, nach Fertigstellung der Gesamtma\u00dfnahme, die Verbrauchskosten f\u00fcr die Heizenergie von Meixner + Partner jeweils im Fr\u00fchjahr 2014 und 2015 erfasst und mit den Heizkosten vor der Sanierung verglichen. Dabei sind die Werte infolge der unterschiedlichen Nutzung der R\u00e4ume auf Fl\u00e4chen (Nutzfl\u00e4chen oder BGF) zu beziehen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Zwischenergebnisse und auch die abschlie\u00dfenden Ergebnisse der F\u00f6rderung wurden bereits laufend \u00fcber das Bistum Augsburg und das Bildungszentrum Roggenburg kommuniziert. Dar\u00fcber hinaus werden die Ergebnisse in die laufenden Bauvorhaben des Bistums Augsburg eingebracht. Die kompetenten und interessierten G\u00e4ste des Bildungszentrums, aber auch des Klosters selbst, werden \u00fcber die realisierten Konzepte und die eingebauten W\u00e4rmek\u00f6rper laufend informiert.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus werden die Ergebnisse \u00fcber die laufenden Publikationen der Forschungsvorhaben des Fraunhofer Instituts und auch des, in Fachkreisen sehr bekannten, IB G\u00fcttinger publiziert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit einem nicht unerheblichen Konzeptions-, Planungs- und Realisierungsaufwandes ist es gelungen im Zuge der Generalsanierung eines sehr hochwertigen denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4udes eine optimale Heizungs- und W\u00e4rmek\u00f6rperkonfiguration zu erreichen. Damit werden gegen\u00fcber der urspr\u00fcnglichen Situation deutliche Verbesserungen des Raumklimas, des Energieverbrauchs und der Reduktion von Staubablagerungen auf Fresken und Stuckfl\u00e4chen erreicht. Damit wurden die F\u00f6rdermittel der Deutschen Bundesstiftung Umwelt sehr sinnvoll eingesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Pr\u00e4monstratenser-Kloster wurde im Jahre 1126 gegr\u00fcndet. Die jetzige Bausubstanz geht auf die Jahre 1740 bis 1770 zur\u00fcck. Nach einer punktuellen und zum Teil auch unsachgem\u00e4\u00dfen Restaurierung in den 70er Jahren durch den damaligen Besitzer soll nun eine umfassende Generalsanierung in 2 Bauabschnitten bis Fr\u00fchjahr 2013 durchgef\u00fchrt werden. 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