{"id":25143,"date":"2023-10-01T10:32:14","date_gmt":"2023-10-01T08:32:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/27141-01\/"},"modified":"2023-10-01T10:32:14","modified_gmt":"2023-10-01T08:32:14","slug":"27141-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/27141-01\/","title":{"rendered":"Beispielhaftes Wettbewerbsverfahren zur Integration des nachhaltigen Bauens (hohe Anforderungen an die Energieeffizienz, umfassender Einsatz erneuerbarer Energien)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Entwicklung von Architekturkonzepten, die den umfassenden Kriterien des nachhaltigen Bauens entsprechen, beginnt mit der Grundlagenermittlung und nimmt bereits nach dem Vorentwurfsstadium deutlich ab. Zur Bew\u00e4ltigung komplexer Problemstellungen bedarf es somit einer profunden Auseinandersetzung in der fr\u00fchen Planungsphase. Doch derzeit sind \u00f6kologische oder nachhaltige Beurteilungskriterien kaum wettbewerbsentscheidend &#8211; Nachhaltigkeit wird meistens als additiver Zusatz von Planungsprozessen betrachtet.<\/p>\n<p>Die katholische Kirche in Deutschland hat sich dem Leitbild der Nachhaltigkeit verpflichtet. Die Propsteigemeinde St. Trinitatis sieht sich zum Handeln aufgefordert und will bei dem Projekt mit sichtbarem Beispiel vorangehen &#8211; ganz im Sinne des christlichen Auftrags, die Sch\u00f6pfung zu bewahren, verfolgt die katholische Propsteigemeinde das ausdr\u00fcckliche Ziel, nachhaltig zu bauen. Das DBU-F\u00f6rdervorhaben beabsichtigt einen Beitrag zu leisten, dass Nachhaltigkeitsaspekte einen integralen und selbstverst\u00e4ndlichen Bestandteil von Wettbewerbsverfahren bilden und als Basis f\u00fcr die Entwurfskonzepte dienen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Vorhaben untergliedert sich in vier Hauptabschnitte. Im einleitenden Teil B werden die Ausgangssituation, Aufgabenstellung und Zielsetzung f\u00fcr das Vorhaben definiert. Im empirischen Teil C sind den Wettbewerbsphasen und -beteiligten Handlungsempfehlungen zugeordnet. Der Teil D verdeutlicht die angewandten Methoden und Hilfsmittel zur Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in Architekturwettbewerben. Die Evaluation im abschlie\u00dfenden Teil E fasst als Erfahrungsbericht die gewonnenen Einsichten und Ergebnisse bei der Durchf\u00fchrung des Pilotvorhabens St. Trinitatis zusammen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>&#8211; Teil C | Leitfaden: Organisation und Verfahrensablauf &#8211; zur Integration von Nachhaltigkeitszielen gilt es von der Vorbereitung bis zum Abschluss alle Wettbewerbsphasen zu ber\u00fccksichtigen. In diesem Teil werden die ma\u00dfgeblichen Faktoren veranschaulicht:<br \/>\no\tVorbereitung<br \/>\no\tAuslobung<br \/>\no\tR\u00fcckfragen und Kolloquium<br \/>\no\tVorpr\u00fcfung<br \/>\no\tPreisgericht<br \/>\no\tAbschluss des Wettbewerbes<br \/>\n&#8211; Teil D | Leitfaden: Anlagen f\u00fcr die praktische Durchf\u00fchrung &#8211; damit die Integration von Nachhaltigkeitsanforderungen in Wettbewerben Verbreitung findet, sind Checklisten und Bewertungstools erforderlich, um die Arbeit deutlich zeit\u00f6konomischer zu gestalten. Die Anlagen f\u00fcr die praktische Durchf\u00fchrung dienen Auslobern, Preisrichtern, Wettbewerbsbetreuern und Sachverst\u00e4ndigen als Orientierungshilfe:<br \/>\no\tCheckliste Wettbewerbsvorbereitung<br \/>\no\tBewertungs-Matrix f\u00fcr die Bewerberauswahl<br \/>\no\tEntwurfsgrundlagen Nachhaltige Architektur<br \/>\no\tPr\u00fcfinstrument Energie + Lebenszykluskosten<br \/>\no\tPr\u00fcfliste Nachhaltigkeitsanforderungen<br \/>\no\tVorpr\u00fcfbericht: Vorbemerkungen, Pr\u00fcfung Nachhaltigkeitsanforderungen, Vergleichsdiagramme<br \/>\n&#8211; Teil E | Erfahrungsbericht: Wettbewerb St. Trinitatis &#8211; Architekturwettbewerbe sind auch als sozialer Prozess zu betrachten. Der Erfahrungsbericht evaluiert die Anwendung der Handlungsempfehlungen und Tools (Teile C+D) an dem konkreten Fallbeispiel St. Trinitatis.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Projektergebnisse wurden in den u.g. Fachver\u00f6ffentlichung und Folgevorhaben weiter getragen:<br \/>\n&#8211; FUCHS 2011 Matthias Fuchs: Leitfaden Nachhaltigkeitsorientierte Architekturwettbewerbe f\u00fcr die Freie und Hansestadt Hamburg (LeNA). Hamburg (erscheint voraussichtlich im I Quartal 2011)<br \/>\n&#8211; FUCHS 2010 Matthias Fuchs: Nachhaltigkeitsorientierte Architekturwettbewerbe. In: DETAIL Green November 2010, Seite 76-80. M\u00fcnchen<br \/>\n&#8211; der Trinitatis-Wettbewerb diente als Orientierungshilfe f\u00fcr die von der ee concept gmbh begleiteten Folgeprojekte, u.a.: Entwicklung des Olympischen Dorfes und des Medienstandortes f\u00fcr die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 in M\u00fcnchen<br \/>\nZudem bildet der DBU-Schlussbericht die Grundlage f\u00fcr eine Buchpublikation \u00fcber das F\u00f6rdervorhaben (erscheint voraussichtlich im I Quartal 2011).<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Vorhaben Nachhaltigkeitsorientierter Architekturwettbewerb `St. Trinitatis\u00b4 hat nach Einsch\u00e4tzung des Verfassers die gestellten Projektziele vollumf\u00e4nglich erreicht. Dabei ist insbesondere hervorzuheben:<br \/>\n1.\tAlle bereits im DBU-Antrag formulierten Methoden und Vorgehensweisen fanden beim Projekt Ber\u00fccksichtigung &#8211; s\u00e4mtliche Wettbewerbsphasen wurden in Bezug auf die Nachhaltigkeitsziele untersucht und optimiert.<br \/>\n2.\tDem Preistr\u00e4ger gelang es ein Entwurfskonzept zu entwickeln, dass umfassend die Kriterien des nachhaltigen Bauens in den komplexen Zusammenh\u00e4ngen von Liturgie, Funktion, Gestaltung und St\u00e4dtebau intergiert. Das Bauvorhaben befindet sich inzwischen auf dem Weg zur Realisierung.<br \/>\n3.\tDie gewonnenen Einsichten aus dem F\u00f6rdervorhaben haben dazu beigetragen, die Abl\u00e4ufe von Nachhaltigkeitsorientierten Wettbewerben zu verfeinern und kamen bereits bei Folgeprojekten zur Anwendung. Zudem flossen die Projektergebnisse in diverse Fachver\u00f6ffentlichungen ein.<\/p>\n<p>Die in diesem Vorhaben entwickelten Handlungsempfehlungen (Teil C), Tools (Teil D) und der Erfahrungsbericht (Teil E) k\u00f6nnen ganz wesentlich dazu beitragen, eine objektivere und vergleichende Beurteilung der Nachhaltigkeitsqualit\u00e4t von Entwurfsbeitr\u00e4gen herzustellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Entwicklung von Architekturkonzepten, die den umfassenden Kriterien des nachhaltigen Bauens entsprechen, beginnt mit der Grundlagenermittlung und nimmt bereits nach dem Vorentwurfsstadium deutlich ab. Zur Bew\u00e4ltigung komplexer Problemstellungen bedarf es somit einer profunden Auseinandersetzung in der fr\u00fchen Planungsphase. 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