{"id":25138,"date":"2023-07-13T15:27:34","date_gmt":"2023-07-13T13:27:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/27134-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:27:34","modified_gmt":"2023-07-13T13:27:34","slug":"27134-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/27134-01\/","title":{"rendered":"Nat\u00fcrlich Pfadfindern!"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Bildungsarbeit zu Fragen der nachhaltigen Entwicklung (BNE) geh\u00f6rt f\u00fcr die Deutsche Pfadfinder-schaft Sankt Georg (DPSG) als Kinder- und Jugendverband seit jeher zu den Arbeitsbereichen, die ihr ein genuines Anliegen sind. Dabei ist die systematische F\u00f6rderung von Nachwuchskr\u00e4ften, die l\u00e4ngerfristig als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren f\u00fcr diese Bildungsarbeit wirken, eine wichtige Strategie, um die Gestaltungsf\u00e4higkeit des Verbands zu st\u00e4rken. Neben dem Capacity Building hatte der Verband zum Ziel, die BNE-Arbeit insgesamt auszubauen, besser an einem zentralen Ort zu verankern und das verbandseigene Zentrum als Umweltbildungszentrum mit erlebnisp\u00e4dagogischem Angebot auch f\u00fcr externe Zielgruppen nutzbar zu machen. So k\u00f6nnen pfadfinderische Einrichtungen und Anlagen, Kompetenzen und eine spezifisch pfadfinderische P\u00e4dagogik der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg auch Zielgruppen au\u00dferhalb des Verbands zugutekommen.<br \/>\nZiele dieses Projekts waren daher:<br \/>\n&#8211; die Erarbeitung inhaltlicher und methodischer Grundlagen f\u00fcr BNE-Kurse und die Durchf\u00fchrung der Kurse mit Schulklassen<br \/>\n&#8211; die systematische Weiterbildung von Honorarkr\u00e4ften und anderen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren hinsichtlich ihrer methodischen, fachlichen und sozialen Kompetenzen<br \/>\n&#8211; die Verbreitung von Inhalten und Methoden dieses Projekts in das breitere Umfeld des Bundeszent-rums.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZun\u00e4chst wurden ein modularisiertes BNE-Kursprogramm f\u00fcr Gruppen und Schulklassen entwickelt und verbandsinterne Honorarkr\u00e4fte daf\u00fcr geschult. Parallel wurden erste Gruppen f\u00fcr die Teilnahme am Kurs geworben.<br \/>\nDas Kursteam, bestehend aus p\u00e4dagogischer Fachkraft und 10-12 Honorarkr\u00e4ften, f\u00fchrte dann im zweiten Projektjahr mehrt\u00e4gige BNE-Programme mit den Schulklassen durch. Die bestehenden Kursmodule wur-den den Erfordernissen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gem\u00e4\u00df weiterentwickelt und neue erg\u00e4nzende Mo-dule kamen hinzu. Es wurden Materialien und Arbeitsformen f\u00fcr die interne Dokumentation, den Wissens-transfer und die Optimierung der Arbeitsabl\u00e4ufe entwickelt.<br \/>\nDie Honorarkr\u00e4fte wurden weiter regelm\u00e4\u00dfig geschult und neue Honorarkr\u00e4fte gewonnen. Daneben fanden mehrere Multiplikatorenschulungen f\u00fcr Mitarbeitende des Bundeszentrums und Verbandsmitglieder statt. Externe und verbandsinterne \u00d6ffentlichkeitsarbeit und die Vernetzung mit lokalen und regionalen Akteuren der BNE flankierten diese Ma\u00dfnahmen.<br \/>\nMethodische Grundlage waren unter anderem die Verbindung pfadfinderischer P\u00e4dagogik mit Inhalten, Zielen und Methoden der BNE; der Wissenstransfer von bereits geschulten Personen an neue Teilneh-merinnen und Teilnehmer (peer-to-peer) und Erfahrungslernen innerhalb des Projekts. Feedback und Reflexion waren regelm\u00e4\u00dfige Bestandteile der Prozesse zwischen allen Beteiligten.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Durch die regelm\u00e4\u00dfigen Schulungen der Honorarkr\u00e4fte entstand ein Pool von gut geschulten jungen Leu-ten, die die Klassenfahrten professionell durchf\u00fchren k\u00f6nnen. Die inhaltlichen und p\u00e4dagogischen Kompe-tenzen von Pfadfinderinnen und Pfadfindern auf der Grundlage der pfadfinderischen P\u00e4dagogik (zum Bei-spiel \u0084Learning by Doing\u0093) haben sich f\u00fcr die Einrichtung eines BNE-Programms als sehr gut geeignet er-wiesen. Innerverbandliche Sensibilisierungsveranstaltungen und Praxisworkshops fanden guten Anklang. Die p\u00e4dagogischen, organisatorischen und \u00f6konomischen Erfahrungen aus dem Projekt sind sehr wertvoll f\u00fcr die Fortf\u00fchrung der BNE-Arbeit, die ein fester Bestandteil der Aktivit\u00e4ten des DPSG-Bundeszentrums geworden ist.<\/p>\n<p>Das neu entwickelte Angebot kam bei den Schulen, die es in Anspruch genommen hatten, sehr gut an. Die Ansprache und Akquise der externen Zielgruppen, insbesondere der Lehrerinnen und Lehrer, als Zielgruppe f\u00fcr die Kurse sowie f\u00fcr Schulungen erwies sich als schwieriger als erwartet. Die Aktivit\u00e4t einer Pfadfinderverbands mit seiner spezifischen Organisationskultur in einem \u00f6konomischen Markt (Gruppen-reisen) stellt eine Herausforderung insofern dar, als er lernen muss, nichtverbandliche, stark umworbene Zielgruppen ad\u00e4quat anzusprechen. Das in der Pfadfinderschaft gelebte \u0084Do-it-yourself\u0093, verbunden mit einer hohen Reagibilit\u00e4t und Flexibilit\u00e4t, muss sich am Dienstleistungsgedanken orientieren und ein tou-ristisches Produkt im Hinblick auf Qualit\u00e4t, Service und Preiskalkulation am Markt ausrichten und ver-markten. Eine solche Neuausrichtung bzw. der Ausgleich zwischen Anpassung und Behauptung pfadfin-derischer Qualit\u00e4ten braucht einen langen Atem und die Schaffung neuer und Weiterentwicklung beste-hender effizienter Strukturen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die BNE-Angebote f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler wurden bei \u00fcber 8.000 Schulen, auf regionalen Umwelt-tagen, \u00fcber die Website und andere verbandsinterne Medien sowie durch Anzeigen und begleitende Pressearbeit beworben. Zentral war dabei der Aufbau von Adressdatenbanken und einem Pressevertei-ler. \u00dcber Mund-zu-Mund-Propaganda und Neukundenakquise w\u00e4chst die Zahl der Schulen, die ihre Klassen regelm\u00e4\u00dfig zur Klassenfahrt nach Westernohe schicken und das BNE-Programm buchen. Es wurden Grundlagen f\u00fcr Kontakte und l\u00e4ngerfristige Kooperationen mit lokalen und regionalen Akteuren ausgebaut und neu geschaffen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit der Durchf\u00fchrung des Projektes hat das DPSG-Bundeszentrum in Westernohe erfolgreich ein BNE-Angebot f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aufgebaut. Basierend auf diesen guten Erfahrungen kann das Programm in Zukunft f\u00fcr weitere spezifische Zielgruppen weiterentwickelt, ausgebaut und fortgef\u00fchrt werden. Ein besonderes Augenmerk muss dabei auf Werbung und \u00d6ffentlichkeitsarbeit liegen. Die p\u00e4-dagogischen Erfahrungen mit Schulklassen als externe Zielgruppe pfadfinderischer Arbeit haben zum Capacity Building im Verband beigetragen. Das Bundeszentrum ist mit seinem umweltp\u00e4dagogischen Bildungsangebot im eigenen Verband st\u00e4rker pr\u00e4sent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Bildungsarbeit zu Fragen der nachhaltigen Entwicklung (BNE) geh\u00f6rt f\u00fcr die Deutsche Pfadfinder-schaft Sankt Georg (DPSG) als Kinder- und Jugendverband seit jeher zu den Arbeitsbereichen, die ihr ein genuines Anliegen sind. 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