{"id":25129,"date":"2023-09-24T10:32:01","date_gmt":"2023-09-24T08:32:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20439-01\/"},"modified":"2023-09-24T10:32:05","modified_gmt":"2023-09-24T08:32:05","slug":"20439-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20439-01\/","title":{"rendered":"Symposium Nachhaltiges Sportst\u00e4ttenmanagement"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Seit 1993 veranstalten der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und Sport mit Einsicht e.V. gemein-sam ein allj\u00e4hrlich stattfindendes Symposium zur nachhaltigen Sportentwicklung. Damit sollen der Sport-Umwelt-Diskussion neue Impulse verliehen sowie Anst\u00f6\u00dfe f\u00fcr eine aktive Auseinandersetzung mit der angezeigten Problematik, z.B. durch die Initiierung von Modellprojekten, gegeben werden. Steigende Be-triebskosten, demografischer Wandel und sich ver\u00e4ndernde Sportbed\u00fcrfnisse stellen Kommunen und Sportvereine heute und in Zukunft vor gro\u00dfe Herausforderungen im Umgang mit ihren Sportst\u00e4tten. Ins-besondere der hohe Sanierungsbedarf stellt die Verantwortlichen vor eine fast unl\u00f6sbare Aufgabe. Nach aktuellen Sch\u00e4tzungen ist in Deutschland von einem Bestand von rund 170.000 Sportst\u00e4tten auszugehen. Viele dieser Sportanlagen haben ein Durchschnittsalter von weit \u00fcber 30 Jahren und sind entsprechend sanierungsbed\u00fcrftig. Welche Anforderungen ergeben sich vor diesem Hintergrund an ein zeitgem\u00e4\u00dfes Sportst\u00e4ttenmanagement? Welche unterschiedlichen Erfahrungen liegen bereits vor und wie k\u00f6nnen Sportverb\u00e4nde ihre Mitgliedsvereine bei der Bew\u00e4ltigung dieser Anforderungen unterst\u00fctzen? Das 17. Symposium zur nachhaltigen Sportentwicklung fand vom 10.-11.12.2009 wie in den Jahren zuvor in Bo-denheim am Rhein statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der Wandel von Sportst\u00e4tten, Erfah-rungen mit der Planung und Realisierung neuer Sportst\u00e4tten, Fragen des Energiemanagements, die Ver-\u00e4nderung des Nutzerverhaltens, die Kooperation zwischen Sportvereinen und Kommunen sowie die Arbeit in und mit Netzwerken.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Vorhaben umfasst die Vorbereitung, Durchf\u00fchrung und Nachbereitung des Symposiums. Hierbei fal-len v.a. folgende Arbeitsschritte an:<br \/>\nVorbereitung<br \/>\nRecherchen zur Thematik und Erarbeitung eines Programms<br \/>\nGewinnung von ReferentInnen und pers\u00f6nliche Einladung der TeilnehmerInnen (m\u00fcndlich und schriftlich)<br \/>\nOrganisatorische Absprachen mit dem DOSB und der Tagungsst\u00e4tte \/ Begleitende \u00d6ffentlichkeitsarbeit<br \/>\nDurchf\u00fchrung<br \/>\nOrganisation der Tagung<br \/>\nLeitung und Moderation<br \/>\nNachbereitung<br \/>\nAuswertung von Anregungen und Kritik\/ \u00d6ffentlichkeitsarbeit (Presseinformation, Internet)<br \/>\nErstellung und Verbreitung der Symposiums-Dokumentation (Redaktion)<br \/>\nProjektabschluss (Bericht, Abrechnung inkl. Verwendungsnachweis)<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im \u00dcberblicksbeitrag stellte J\u00f6rg Wetterich vom Institut f\u00fcr Kooperative Planung das aktuelle Forschungs-projekt des Bundesinstituts f\u00fcr Sportwissenschaft Grundlagen zur Weiterentwicklung von Sportanlagen vor. Die Ergebnisse liefern die Basis f\u00fcr nachfolgende Forschungs- und Arbeitsschritte hinsichtlich der konkreten Planung und Gestaltung zukunftsf\u00e4higer Sportanlagen. <\/p>\n<p>Die Reihe der Beispiele aus den Sportverb\u00e4nden er\u00f6ffneten Sven Reitmeier vom Landessportverband Schleswig-Holstein und Wolfgang Scholze vom Deutschen Aero-Club (DAeC). Beide Autoren erl\u00e4utern an konkreten Beispielen Ziele, Prinzipien und Ablauf des so genannten Sport-Audits, einem an die Bed\u00fcrfnis-se von Sportvereinen angepassten Umweltmanagementsystem. <\/p>\n<p>Peter Wehr zeigte am Beispiel der Turnvereinigung Holsterhausen aus Essen Anforderungen und Umset-zungsm\u00f6glichkeiten im Hinblick auf eine unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten geplante, (um)gebaute und betriebene Sportst\u00e4tte. Wie das Zusammenspiel von Sportverein und Kommune zum Vorteil der Vereins- und Gemeindemitglieder gelingen kann, erl\u00e4uterte Hartmut Br\u00e4mer am Beispiel des TV 08 Dienheim. <\/p>\n<p>Wie durch ein konsequentes, internetbasiertes Energiemanagement die vorhandenen Einsparpotentiale in Sportvereinen genutzt werden k\u00f6nnen, schilderte Dedo von Krosigk anl\u00e4sslich eines vom Landes-sportbund Bremen durchgef\u00fchrten Modellprojektes. In Erg\u00e4nzung dazu verwies Martin Brinkmann vom Umweltzentrum Hollen in Niedersachsen auf die zus\u00e4tzlichen M\u00f6glichkeiten der Energieeinsparung durch die gezielte Beeinflussung des Nutzerverhaltens im Rahmen von Umweltbildungsma\u00dfnahmen. <\/p>\n<p>Das Thema Sportst\u00e4ttenbau und Netzwerke behandelte J\u00fcrgen Hanke vom W\u00fcrttembergischen Lan-dessportbund. Er skizzierte, wie im Rahmen des Projektes Das Sportvereinszentrum die systematische Vernetzung von relevanten Partnern organisiert wird, um die notwendigen Antworten auf die gesellschaftli-che Herausforderungen der Zukunft geben zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Andreas Klages und Bianca Quardokus vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) widmeten sich in ihrem gemeinsamen Beitrag den verbandspolitischen Perspektiven eines Nachhaltigen Sportst\u00e4ttenma-nagements. <\/p>\n<p>Den Schlusspunkt der Veranstaltung bildete eine Exkursion zur juwi Holding AG in W\u00f6rrstadt. Hier wurden den Teilnehmer\/-innen unter fachkundiger Anleitung interessante Details \u00fcber das weltweit effizienteste B\u00fc-rogeb\u00e4ude n\u00e4her gebracht sowie konkrete Projekte im Bereich erneuerbarer Energieerzeugung vorgestellt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die einzelnen Beitr\u00e4ge wurden umfangreich redigiert und als Heft 28 in der Schriftenreihe Sport und Um-welt des Deutschen Olympischen Sportbundes Anfang Juni 2010 in einer Auflage von 600 Exemplaren ver-\u00f6ffentlicht. Dar\u00fcber hinaus steht die pdf-Version der Dokumentation auf der website des DOSB zum down-load bereit. <\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich wurde im Informationsdienst  Sport sch\u00fctzt Umwelt des DOSB sowie auf den Internetseiten von DOSB und Sport mit Einsicht e.V. \u00fcber das Symposium berichtet<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des 17. Symposiums zur nachhaltigen Sportentwicklung wurde ausgehend von der Begriffsbe-stimmung eines Nachhaltigen Sportst\u00e4ttenmanagements eine kritische Bestandsaufnahme bestehender Initiativen und Projekte vorgenommen. Zu diesem Zweck wurden aktuelle Beispiele vorgestellt, die die Bandbreite des Themas verdeutlichten.<\/p>\n<p>Das Symposium fand reges Interesse und lieferte zahlreiche Anregungen f\u00fcr die weitere Diskussion. Es of-fenbarte aber vor allem die Notwendigkeit, sich k\u00fcnftig verst\u00e4rkt dem Schnittstellenbereich von Sportent-wicklungsplanung und Sportst\u00e4ttenmanagement zu widmen. Diesen Prozess k\u00fcnftig positiv zu begleiten, ist das erkl\u00e4rte Ziel des DOSB.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Seit 1993 veranstalten der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und Sport mit Einsicht e.V. gemein-sam ein allj\u00e4hrlich stattfindendes Symposium zur nachhaltigen Sportentwicklung. 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