{"id":25107,"date":"2023-10-01T10:32:11","date_gmt":"2023-10-01T08:32:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/27061-01\/"},"modified":"2023-10-01T10:32:12","modified_gmt":"2023-10-01T08:32:12","slug":"27061-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/27061-01\/","title":{"rendered":"Wildes Land Deutschland &#8211; ein webbasierter Projektservice f\u00fcr Jugendliche und junge Erwachsene in der Umwelt- und Naturbildung zu den Landschaftselementen Alte Alleen, Alte Parks und zum Fledermausschutz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das F\u00f6rderprojekt Wildes Land Deutschland stellt die Weiterf\u00fchrung und Perfektionierung langj\u00e4hriger Kampagnen der Naturschutzjugend (NAJU) im NABU dar. Mit Hilfe der Deutschen Bundesstiftung Umwelt wurde eine internetbasierte Plattform geschaffen, die es Jugendlichen und jungen Erwachsenen erm\u00f6glicht, sich Wissen \u00fcber Natur und Kulturlandschaften anzueignen, sich zu vernetzen und untereinander auszutauschen.<br \/>\nNeben den Schwerpunkten Alleen und alte B\u00e4ume wurde die Artengruppe der Flederm\u00e4use und deren Lebensr\u00e4ume thematisiert. \u00dcber ein Naturschutz-Wiki und einem Online-Wettstreit unter den Jugendgruppen, konnte zielgruppengerecht und zeitgem\u00e4\u00df Umweltbildung betrieben werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenGem\u00e4\u00df den Prinzipien der NAJU, wurden alle Inhalte der Kampagne mit dem Team aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen (16 bis 28 Jahre) erarbeitet und vertieft.  Innerhalb der ersten sechs Monate konnten die Konzepte zu den Themen Wi.L.D.-Wildes Land Deutschland im Allgemeinen, Marketing f\u00fcr die Kampagne und zum Gruppenspiel weitestgehend abgeschlossen werden. Dar\u00fcber hinaus wurde die Grundstruktur des Wissenspools auf der Kampagnenwebseite sowie dem Naturschutzwiki erarbeitet.<br \/>\nIm Anschluss an das erste Jahr der Vorbereitungen folgten die Gruppenspielphase und damit die Beteiligung von Jugendgruppen in ganz Deutschland. Die Aufgaben des projektbegleitenden Teams konzentrierten sich nun auf die Betreuung der Gruppen und dem Kontrollieren und Bewerten der durchgef\u00fchrten und online eingestellten Aktionen. Parallel dazu wurden monatlich Spezial-Aktionen angeboten und ein Wissensflyer zu Flederm\u00e4usen und Kulturlandschaften erarbeitet.<br \/>\nIm letzten halben Jahr der Kampagnenlaufzeit lag der Schwerpunkt auf den Vorbereitungen zur Abschlussveranstaltung in Berlin, der Alleenpflanzung in Potsdam und der Kampagnenevaluation.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Neben dem offensichtlichen, naturschutzfachlichen Zugewinn durch hoch qualifizierte Naturschutzma\u00dfnahmen, konnte die Wahrnehmung von ehrenamtlichem Naturschutz verbessert werden. \u00dcber gruppeninternes Marketing, wie z.B. bei der Gruppe NAJU Frankenberg zum Thema Flederm\u00e4use wurde ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen und anderen Teilnehmern sowie einer breiten \u00d6ffentlichkeit innovativ und authentisch vermittelt, dass Naturschutz zielgruppengerecht sein kann und Spa\u00df macht.<\/p>\n<p>Das Thema Flederm\u00e4use f\u00fcr die Umweltbildung hat hohes Potential. Auch bei noch nicht sensibilisierten Jugendlichen erwiesen sich die pelzigen S\u00e4ugetiere als optimal in Bezug auf Zielgruppenaffinit\u00e4t und Schutzw\u00fcrdigkeit. Die Belange Arten- und Lebensraumschutz konnten ebenso gut vermittelt werden, wie die Notwendigkeit zum eigenen Handeln. In diesem Zusammenhang sei noch einmal zu unterstreichen, wie wichtig es ist, gerade in der Generation der zuk\u00fcnftigen Entscheidungstr\u00e4ger, das Gef\u00fchl der Machtlosigkeit ob der verheerenden Dimensionen von Biodiversit\u00e4tsverlust, Ma\u00dfnahmen zum Aktivwerden an die Hand zu geben. So kann erreicht werden, dass aus passiven, zum Teil resignierenden Jugendlichen, aktive Teile der Gesellschaft und Multiplikatoren f\u00fcr Umwelt- und Naturschutz werden.<\/p>\n<p>F\u00f6rderlich f\u00fcr die Vermittlung der Schutzw\u00fcrdigkeit von Kulturlandschaftsr\u00e4umen, wie alte Parks und Alleen, war, dass vor allem die erfahrenen Gruppen diese Lebensr\u00e4ume bereits in ihrer Naturschutzarbeit integriert hatten. Zum Thema Alleenschutz engagierten sich zum Beispiel Gruppen in Hamburg oder Brandenburg. Auf Grundlage der vorhandenen Vorsensibilisierung konnten gut die Genese, die n\u00f6tige anthropogene Verantwortung und die Bedeutung als Ersatzlebensr\u00e4ume f\u00fcr heimische Tier- und Pflanzenarten vermittelt werden.<\/p>\n<p>Nach der Kampagne war das Bewusstsein zur Einordnung von Kultur- und Naturlandschaft in der t\u00e4glichen Arbeit der Gruppen auch theoretisch verankert.<\/p>\n<p>Im Laufe der Kampagne meldeten sich Gruppen unterschiedlichster Gr\u00f6\u00dfe und Qualifikation im Gruppenspiel an. Das Konzept hinter dem Gruppenspiel erlaubte auch in dieser diversen Auspr\u00e4gung einen Vergleich der Gruppen untereinander. Die Spielregeln beinhielten ein optimiertes und den Umst\u00e4nden angepasstes Punktesystem. Damit war es selbst kleinen Gruppen mit wenig Erfahrung m\u00f6glich, am Gruppenspiel teilzunehmen und durch die erreichten Punkte in ihrem Status zu wachsen. Mit Hilfe eines Levelsystems konnte sichergestellt werden, dass auch weniger gut platzierte Gruppen, die Motivation zum Weitermachen bis zum Ende nicht verloren. Niedrigschwellige Aktionsideen, wie zum Beispiel Fahrradtour durch deine Region oder B\u00e4ume bestimmen, garantierten, dass auch Naturschutzeinsteiger sich f\u00fcr die Kampagneninhalte interessierten.<\/p>\n<p>Das dazu ben\u00f6tigte Know-How w\u00e4hrend der gesamten Kampagnenarbeit, welches als enorm f\u00f6rdernder Umstand erlebt wurde, konnte durch die Mitarbeit eines ehrenamtlichen Teams, bestehend aus der Zielgruppe, und jahrelanger Erfahrung in der Jugendkampagnenarbeit der Naturschutzjugend auf Bundesebene erreicht werden. Von Beginn der Kampagne und zum Teil sogar bei der Ideensammlung zu dieser, wurden die Arbeiten von einem hoch motivierten und professionellen Team aus ehrenamtlichen, bei der NAJU engagierten, Jugendlichen begleitet. Bei allen Belangen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit, inhaltlichen Arbeiten und abschlie\u00dfenden Entscheidungen hatten die Jugendlichen, die sich im Arbeitskreis zur Kampagne zusammen fanden, eine wichtige Stellung inne. In den relevanten Entscheidungsprozessen wurde das Team partizipativ und demokratisch eingebunden, womit eine Identifikation mit den Inhalten und eine starke Teambindung erreicht werden konnte. Vor allem durch eigene Erfahrungen in der lokalen Naturschutzarbeit und den, der Zielgruppe entsprechenden, Anspr\u00fcchen, waren die Jugendlichen eine unentbehrlicher Unterst\u00fctzung w\u00e4hrend der Kampagne. Neben der aktiven Teilnahme im Arbeitskreis waren die Jugendliche zum gr\u00f6\u00dften Teil weiterhin in ihren Ortsgruppen aktiv und konnten dort als Multiplikatoren f\u00fcr das Gruppenspiel wirken.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Projektes wurde ein Roll-Up sowie ein Flyer in einer Gesamtauflage von 30.000 St\u00fcck in \u00f6kologisch zertifizierter Produktion angefertigt und verteilt. Online wurde monatlich ein Wissensflyer erstellt und \u00fcber einen eigens erstellten Verteiler vermailt. Bei allen Druck- und Webmaterialien wird auf die F\u00f6rderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hingewiesen.<br \/>\nZus\u00e4tzlich zu regelm\u00e4\u00dfigen Ver\u00f6ffentlichungen \u00fcber die verbandseigenen Kan\u00e4le, konnte in der Zeit-schrift Schrot&#038;Korn die Jugendseite der Oktoberausgabe gef\u00fcllt werden und in dem Jugendmagazin Girl ein Teaser platziert werden.<br \/>\nErg\u00e4nzend zu den Domains www.wild-will-dich.de und www.natuschutzwiki.de wurde eine MySpace-Seite erstellt, die w\u00e4hrend der gesamten Projektlaufzeit st\u00e4ndig aktualisiert wurde (myspace\/wildwilldich) sowie ein Twitter-Account angelegt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Naturschutzjugend im NABU bietet, durch ihre breite Basis und die jahrelange Erfahrung in der Jugendumweltbildung, eine \u00fcberaus vorteilhafte Grundlage f\u00fcr den Erfolg von Jugendumweltkampagnen auf Bundes-, Landes- und Ortsebene. Aktiver Schutz in Form von Arbeitseins\u00e4tzen, sowie Aufkl\u00e4rungs  und Bildungsarbeit sind ein integraler Bestandteil jeder Kinder- und Jugendgruppe. Seit Jahrzehnten spielen dabei auch Fledermaus- und Lebensraumschutz eine wichtige Rolle. Besonders aktive Gruppen, konnten durch vorangegangene Naturschutzarbeit zu den Themenschwerpunkten Fledermaus- und Kulturlandschaftsschutz ihr Wissen und ihre Erfahrungen in der Kampagne einbringen und den anderen Jugendlichen zug\u00e4nglich machen.<br \/>\nEin entscheidender, hemmender Umstand w\u00e4hrend des Projektes war die mangelnde Kompetenz, von vor allem \u00e4lteren Gruppenleitern oder sehr jungen Gruppenmitgliedern, im Internet. Es fehlt an Wissen zu sozialen Netzwerken, Datenspeicherung, Zugang zum Internet und angemessenem Equipment. Demzufolge ist die H\u00fcrde zum Einstieg in ein Online-gest\u00fctztes Gruppenspiel verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hoch und die Laufwege f\u00fcr diese potentiellen Nutzer zu lang.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das F\u00f6rderprojekt Wildes Land Deutschland stellt die Weiterf\u00fchrung und Perfektionierung langj\u00e4hriger Kampagnen der Naturschutzjugend (NAJU) im NABU dar. Mit Hilfe der Deutschen Bundesstiftung Umwelt wurde eine internetbasierte Plattform geschaffen, die es Jugendlichen und jungen Erwachsenen erm\u00f6glicht, sich Wissen \u00fcber Natur und Kulturlandschaften anzueignen, sich zu vernetzen und untereinander auszutauschen. 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