{"id":25092,"date":"2023-10-01T10:32:09","date_gmt":"2023-10-01T08:32:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/27010-01\/"},"modified":"2023-10-01T10:32:11","modified_gmt":"2023-10-01T08:32:11","slug":"27010-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/27010-01\/","title":{"rendered":"Umsetzung eines innovativen Pr\u00e4sentationskonzeptes f\u00fcr umweltgef\u00e4hrdetes arch\u00e4ologisches Kulturgut unter Ber\u00fccksichtigung energetischer und konservatorischer Gesichtspunkte am ehemaligen Klosterstandort Ihlow"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Nach der Ergrabung der Fundamente der Klosterkirche Ihlow und den sensationellen Funden (besonders der Christopherus ist zu nennen), ging es darum, einen Ort zu finden, an dem die f\u00fcr die Entwicklung Ostfrieslands wichtige Geschichte der Kl\u00f6ster an einem Ort exemplarisch dargestellt wird. Neben der inhaltlichen Darstellung und der museumsp\u00e4dagogischen Aufbereitung des historischen Umfeldes, der Baugeschichte des bedeutenden Zisterzienserklosters Ihlow f\u00fcr Besucherinnen und Besucher bildeten die pr\u00e4ventiven Schutzma\u00dfnahmen, die die wieder ans Licht gebrachte Originale vor Umwelteinfl\u00fcssen bewahren sollten, den Themenschwerpunkt. In einem Raum, der zum Teil als Ausstellung- und Meditationsraum benutzt wird, wurde die Vorgehensweise f\u00fcr die Behandlung, Aufbewahrung und Pr\u00e4sentation unterschiedlicher Materialgattungen wie Leder, Keramik, Backstein, Bronze etc. \u00fcberpr\u00fcft und messtechnisch verfolgt. Ebenso galt es, einen der Urpfeiler der Kirche und die im Ausstellungsraum ausstehenden Fundamente der ehemaligen Klosterkirche sowie die Funde m\u00f6glichst optimal zu pr\u00e4sentieren und f\u00fcr ein Klima zu sorgen, dass diese Pr\u00e4sentation auch erlaubt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenMessungen des Salzgehaltes der Fundamente (Dr. Schwarz) \u00fcber einen Zeitraum von 24 Monaten<br \/>\n2.\tMessungen der Oberfl\u00e4chenreaktionen der Fundamente in Mikrobiologischer Hinsicht \u00fcber 24 Monate (Frau Prof. Dr. Petersen)<br \/>\n3.\tGegenma\u00dfnahmen gegen den erwarteten, in seiner Wucht aber \u00fcber den Erwartungen liegenden Befall der Fundamentreste (Dr. Warscheid)<br \/>\n4.\tTest der Pr\u00e4sentation des Urpfeilers durch eine die Witterung abweisende, aber den Pfeiler nicht luftdicht abschlie\u00dfende L\u00f6sung<br \/>\n5.\tEinhausung der H\u00e4uptlingsgr\u00e4ber, Sicherung der Fundamente und klimatisch verantwortliche und \u00f6kologisch sparsame Pr\u00e4sentation der Fundamente durch den Bau der Vitrinen (Team von Neuhoff, Dr. Runkel, Per Hadsund)<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der leicht versp\u00e4tete Beginn des Monitoring im Oktober 2008 und vor allem die Entwicklung im Raum der Spurensuche mit der Besiedlung der Fundamentreste Ende Mai 2009 f\u00fchrte dazu, die Blickrichtung im Laufe des Monitoring zu ver\u00e4ndern. Es ging offenbar nun nicht nur darum, die relative Luftfeuchtigkeit bei rund 60% zu halten, sondern es ging vor allem um die differenzierte Bel\u00fcftung und Klimatisierung des Raumes. Die L\u00f6sungsversuche des Monitoring hatten sich danach auszurichten, dass diese Problemstellungen auftraten und bearbeitet werden mussten. <\/p>\n<p>Durch die Heranziehung von Dr. Thomas Warscheid, der Firma Munters, die die Klimaanlage eingebaut hatte, sowie durch die Ver\u00e4nderung der Methode, n\u00e4mlich zun\u00e4chst das Verfahren dahingehend zu \u00e4ndern, die Bel\u00fcftung durch aufgestellte Ventilatoren und die gezielte Bel\u00fcftung der Fundamentreste zu erproben, f\u00fchrten dann zu der Verl\u00e4ngerung des Monitoring-Zeitraums. <\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Monitoring sind nun folgende; sie werden in den Einzelberichten der Fachleute erl\u00e4utert.<\/p>\n<p>a)\tSteuerung des Raumklimas:<br \/>\nDie Einstellung des Raumklimas auf 60% relative Luftfeuchtigkeit ist durch die konzertierten Ma\u00dfnahmen der vorhandenen Institute und die Ver\u00e4nderung der Einstellung der Klimaanlage nachhaltig gelungen.<br \/>\nb)\tDie sichere und nachhaltige Pr\u00e4sentation der Objekte in den Vitrinen ist durch die Abdichtung der Vitrinen und durch die Anbringung von Feuchtigkeitsabsorbern ebenfalls gelungen.<br \/>\nc)\tDas Monitoring des Gesamtraumes sowie der einzelnen Teile der Pr\u00e4sentation der Fundamentreste f\u00fchrte dazu, dass die Projektpartner die gezielte Bel\u00fcftung der Fundamente nun zum Dauerzustand gemacht haben. Ebenfalls ist die Klimaanlage, die in ihrer Leistung unwidersprochen angemessen ist f\u00fcr den Raum, durch Anbringung von lokal wirkenden Bel\u00fcftungsrohren ver\u00e4ndert worden und auf die Bedingungen eingestellt.<br \/>\nd)\tDie Fundamentreste im Raum der Spurensuche sind durch Frau Dr. Runkel mit KSE konservativ und \u00f6kologisch verantwortlich befestigt worden.<br \/>\ne)\tDer Urpfeiler au\u00dferhalb des Raumes der Spurensuche ist durch eine Glasvorrichtung \u00fcberdacht worden, entsprechend aber dem Verlauf des Monitoring und der gemeinsamen Beratung nicht luftdicht abgeschlossen worden.<br \/>\nf)\tDie H\u00e4uptlingsgr\u00e4ber sind durch Per Hadsund (s. anh\u00e4ngenden Bericht) konserviert worden, mit einer Glaseinfassung gesichert worden (v. Neuhoff) &#8211; und werden ebenfalls durchgehend bel\u00fcftet.<br \/>\ng)\tDie vereinbarte Pr\u00e4sentation der Ergebnisse des Monitoring wird von den Projektpartnern f\u00fcr Dezember 2010\/Januar 2011 avisiert &#8211; gerne w\u00fcrden wir die Deutsche Bundesstiftung Umwelt nicht nur erw\u00e4hnen, sondern bei der Pr\u00e4sentation der Ergebnisse dabei haben.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Pr\u00e4sentation der Ergebnisse unter m\u00f6glicher Beteiligung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt im Januar 2011 vor Ort.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Projektpartner bedanken sich auf diesem Wege f\u00fcr die gro\u00dfz\u00fcgige Unterst\u00fctzung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt! Wir haben zu danken der Monitoring-Projektgruppe, insbesondere Frau Professorin Dr. Petersen, Herrn Dr. Warscheid, Herrn Dr. Schwarz und Frau Gervais sowie Per Hadsund aus D\u00e4nemark, Thore Schindowski und Holger von Neuhoff sowie der Firma Munters. Ohne den engen Zusammenhalt der Projekttr\u00e4ger, ohne den Klosterverein, insbesondere Herrn Buttjer, die politischen Gemeinde Ihlow und den Kirchenkreis Aurich, dem ich bis Ende 2009 vorstand, w\u00e4re die Durchf\u00fchrung des Projektes, die \u00dcberwindung der Problemstellungen und die Erreichung der jetzigen hohen Akzeptanz der Klosterst\u00e4tte Ihlow nicht denkbar gewesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Nach der Ergrabung der Fundamente der Klosterkirche Ihlow und den sensationellen Funden (besonders der Christopherus ist zu nennen), ging es darum, einen Ort zu finden, an dem die f\u00fcr die Entwicklung Ostfrieslands wichtige Geschichte der Kl\u00f6ster an einem Ort exemplarisch dargestellt wird. 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