{"id":25077,"date":"2024-11-27T10:38:44","date_gmt":"2024-11-27T09:38:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26960-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:38:46","modified_gmt":"2024-11-27T09:38:46","slug":"26960-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26960-01\/","title":{"rendered":"Einrichtung des Nationalparkinformationszentrums Haus der Berge"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des 25-j\u00e4hrigen Bestehens des Nationalparks Berchtesgaden hat der Bayerische Ministerrat in seiner Sitzung vom 30. April 2003 beschlossen, dass f\u00fcr den Nationalpark die Errichtung eines modernen und attraktiven Informations- und Umweltbildungszentrums erforderlich ist und baldm\u00f6glichst realisiert werden soll. Das Projekt \u0084Haus der Berge\u0093 gr\u00fcndet auf drei gleichberechtigten Schwerpunkten, n\u00e4mlich Au\u00dfengel\u00e4nde, Infogeb\u00e4ude und Umweltbildungswerkst\u00e4tten. In diesem \u0084Gr\u00fcnen Klassenzimmer\u0093 sollen vor allem Kinder und Jugendliche f\u00fcr die Themen \u0084Bildung f\u00fcr Nachhaltige Entwicklung\u0093, \u0084Hochgebirgswildnis\u0093 und \u0084Natur Natur sein lassen\u0093 herangef\u00fchrt werden. Letztendlich dient das \u0084Haus der Berge\u0093 zur Vor- oder Nachbereitung eines Besuchs im Nationalpark. Die Bau\u00f6kologie des Gesamtprojekts entspricht den modernsten Anforderungen und erreicht teilweise sogar Passivhaus-Standard. <\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Inhalte der Ausstellung wurden im Rahmen von Arbeitstreffen und Workshops erarbeitet, diskutiert und fortw\u00e4hrend \u0096 bis zur Umsetzungsreife \u0096 weiter entwickelt. Dabei wurden wechselnde Arbeitsgruppen eingesetzt, die je nach thematischem Schwerpunkt aus Fachleuten der Nationalparkverwaltung bzw. externen Experten zusammengesetzt war. Als begleitende Evaluation wurden immer wieder Personen eingeladen, welche die Inhalte und deren Umsetzungsideen auf Verst\u00e4ndlichkeit und Nutzerfreundlichkeit hin untersuchten.<br \/>\nAusgehend von der Idee des Atelier Br\u00fcckners, die \u0084l\u00e4ngste Vertikale\u0093 des Nationalparks in einer Wanderung vom Tal zum Gipfel und wieder zur\u00fcck zu inszenieren, basiert dabei auf der Alpensymphonie von Richard Strau\u00df. Als Besonderheit kann angef\u00fchrt werden, dass die Architektur des Infozentrums um die Ausstellung herum entwickelt wurde. Auch die Fassadengestaltung dieses Geb\u00e4udes nimmt Bezug auf Inhalte der Ausstellung: Eine zentrale Botschaft der Ausstellung lautet \u0084Natur befindet sich in einem permanenten Wandel\u0093 \u0096 dies wird auch in der Wahl der Fassadenwerkstoffe deutlich. Cortenstahl, Holz und Gabionenw\u00e4nde sind Materialien, welche einer st\u00e4ndigen Verwandlung unterworfen sind. Letztendlich bildet diese Philosophie der Ausstellung somit auch die Grundlage f\u00fcr die Geb\u00e4udearchitektur. Als weiterer Schwerpunkt hinsichtlich Gestaltung galt es w\u00e4hrend der Planungsphase, Menschen mit Handicap so zu \u0084bedienen\u0093, dass die Ausstellung auch ohne fremde Hilfe erlebbar gemacht wird (Inklusion). Inhaltlich war \u0084Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung\u0093 neben dem Wildnisgedanken und Zielsetzungen der Nationalparkverordnung eine der Grundlagen bei der Wahl der Themen bzw. deren Darstellung Umsetzung. Als zentrale Botschaften der Ausstellung gelten \u0084Natur Natur sein lassen\u0093, \u0084Wildnis\u0093, \u0084Bildung f\u00fcr Nachhaltige Entwicklung\u0093, \u0084Artenvielfalt im Hochgebirge\u0093 sowie \u0084Anpassung an den Lebensraum Hochgebirge und dessen Jahreszeiten\u0093.<br \/>\nIn der interaktiven Ausstellung des Infogeb\u00e4udes begibt sich der Besucher auf eine barrierefrei gestaltete Wanderung vom Grund eines kristallklaren Gebirgssees zu einem Gipfel der Berchtesgadener Alpen. Dabei durchquert er die vier wichtigsten Lebensr\u00e4ume des Schutzgebiets, n\u00e4mlich Wasser, Wald, Almweiden und Fels &#038; Karst. Wissensvermittlung erfolgt einerseits durch die dargebotenen Inhalten (Texte, Exponate), aber auch durch die emotionale Gesamtinszenierung, welche den Besucher f\u00fcr Natur und den Schutzgebietsgedanken begeistern soll. <\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>F\u00fcr die Phase bis zur Er\u00f6ffnung wurde ein B\u00fcro in M\u00fcnchen engagiert, um das Marketing in der vorgege-benen Region umzusetzen. Die Er\u00f6ffnungsphase (Probephase, Tag der Offenen T\u00fcr, Er\u00f6ffnungsfeier) wurde mit Hilfe lokaler Organisationen geplant. Die Pr\u00e4sentation des Projekts erfolgt permanent im Inter-net unter www.haus-der-berge.bayern.de und www.nationalpark-berchtesgaden.de sowie durch ver-schiedene (regelm\u00e4\u00dfige) Anzeigen, Flyer, Brosch\u00fcren und (Sonder)-veranstaltungen. <\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit Hilfe der DBU-F\u00f6rdermittel konnte im neuen Nationalparkzentrum \u0084Haus der Berge\u0093       eine Ausstel-lung realisiert werden, die nach Auffassung der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden in mehrfacher Hinsicht als \u0084einzigartig\u0093 beschrieben werden darf. Diese Einsch\u00e4tzung l\u00e4sst sich durch folgende Tatsa-chen unterstreichen:<\/p>\n<p>1)\tDas inhaltliche Konzept der Nationalparkverwaltung wurde von der Atelier Br\u00fcckner GmbH aufge-nommen und in eine besondere Raumgestaltung (\u0084begehbares Landschaftspanorama\u0093) umgesetzt. Diese Planung war Grundlage f\u00fcr die architektonische Gestaltung des Infozentrums. Letztendlich wurde um eine Ausstellung herum ein Geb\u00e4ude entwickelt, wobei Botschaften der Ausstellung sogar mit in die Fassadengestaltung \u00fcbernommen wurden.<br \/>\n2)\tDie Rauminszenierung aus Lichtgestaltung und Raumton entsprechend den Jahreszeiten erscheint au\u00dferordentlich gelungen. Lichtstimmungen und akustische Inszenierungen laufen nicht permanent gleich ab, sondern erfahren zuf\u00e4llige \u00c4nderungen innerhalb der jeweiligen Jahreszeit. Somit ergibt sich f\u00fcr den Besucher immer wieder ein v\u00f6llig anderes Erlebnis.<br \/>\n3)\tDie Ausstellung bedient nahezu alle Sinne und soll die Menschen auf Natur bzw. das Schutzgebiet neugierig machen. Ziel der Ausstellung ist es, die Besucher f\u00fcr einen Besuch des Nationalparks zu begeistern. \u00dcber positive Stimmungen (Erinnerungen an Bergerlebnisse aus der Vergangenheit) werden Botschaften subtil transportiert, ohne aufdringlich zu wirken.<br \/>\n4)\tDie Ausstellung ist eine Entdeckungsreise f\u00fcr alle. Um den Besucher aus der bequemen Haltung des \u0084Konsumenten\u0093 zu entrei\u00dfen, sind viele Elemente eingebaut, die entdeckt und erkundet werden m\u00fcs-sen. Durch Spuren im Wald, Ger\u00e4usche von Tieren oder eine dunkle H\u00f6hle im Berg soll der Besucher bei seinem n\u00e4chsten Naturerlebnis dazu gebracht werden, wieder mehr mit den Sinnen zu arbeiten, um so auch drau\u00dfen Natur wieder mehr zu entdecken!<\/p>\n<p>Das \u0084Haus der Berge\u0093 wurde im Juni 2013 von Fokus Online zu einem der zehn spektakul\u00e4rsten Museen der Welt gew\u00e4hlt. Diese Auszeichnung ist f\u00fcr die Nationalparkverwaltung und den Freistaat Bayern An-lass genug, immer weiter an einer Optimierung des Nationalparkzentrums sowie seiner Ausstellungen zu arbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Anl\u00e4sslich des 25-j\u00e4hrigen Bestehens des Nationalparks Berchtesgaden hat der Bayerische Ministerrat in seiner Sitzung vom 30. April 2003 beschlossen, dass f\u00fcr den Nationalpark die Errichtung eines modernen und attraktiven Informations- und Umweltbildungszentrums erforderlich ist und baldm\u00f6glichst realisiert werden soll. 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