{"id":25066,"date":"2023-10-01T10:32:09","date_gmt":"2023-10-01T08:32:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26948-01\/"},"modified":"2023-10-01T10:32:10","modified_gmt":"2023-10-01T08:32:10","slug":"26948-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26948-01\/","title":{"rendered":"Umweltbildung mit Affe, L\u00f6we und Co.: Zoologische G\u00e4rten als Orte der informellen Umweltbildung und -kommunikation"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Ansatz der so genannten informellen Umweltbildung scheint erfolgreich f\u00fcr den Umweltschutz sensibilisieren zu k\u00f6nnen. Gerade zoologische G\u00e4rten bringen hierf\u00fcr beste Voraussetzungen mit: Menschen jeden Alters und jeder Herkunft besuchen Zoos. Tiere gelten als Sympathietr\u00e4ger und erm\u00f6glichen Wissensvermittlung ohne erhobenen Zeigefinger. Den Bereich Umweltbildung haben immer mehr zoologische G\u00e4rten entdeckt. Denn auf der einen Seite m\u00fcssen Zoos neueste Technologien zum Energiesparen nutzen und werden somit zu Vorbildern. Auf der anderen Seite verpflichtet sie ihre Aufgabe, der Artenschutz, die Besucher z. B. auf Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam machen. Dennoch fehlt vielen zoologischen G\u00e4rten ein wichtiger Baustein f\u00fcr eine langfristig erfolgreiche Umweltbildung: Die Kommunikation ihrer Projekte &#8211; an die Bev\u00f6lkerung als auch an andere Zoos zum Erfahrungsaustausch untereinander. Im Rahmen des Kommunikationsprojekts Umweltbildung mit Affe, L\u00f6we &#038; Co. soll der fehlende Baustein Kommunikation von Umweltbildungsma\u00dfnahmen gesetzt werden. Denn f\u00fcr eine er-folgreiche Umweltbildung in zoologischen G\u00e4rten ist die Bekanntmachung der einzelnen Aktivit\u00e4ten Voraussetzung daf\u00fcr, dass die Inhalte ein m\u00f6glichst breites Publikum erreichen. Ziel des Projektes ist es, anhand von der DBU gef\u00f6rderten Umweltbildungsma\u00dfnahmen in deutschen Zoos sowie anhand der laufenden Umweltbildungsprojekte im Osnabr\u00fccker Zoo, dieses Angebot in der breiten Bev\u00f6lkerung bekannt zu machen sowie den Austausch zwischen den Einrichtungen zu diesen Themen zu intensivieren und somit die Umweltkommunikation in zoologischen G\u00e4rten voranzutreiben.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1.)\tKommunikation\/Organisation von Umweltbildungsprojekten\/Veranstaltungen des Osnabr\u00fccker Zoos (z. B. Unterirdischer Zoo Wissensvermittlung mit neuen Medien, Energiespar-Zoo)<br \/>\n2.)\tZusammenfassung verschiedener Leuchtturmprojekte zur Umweltbildung in deutschen Zoos in einer Publikation mit Leitfaden (inkl. Internetseite) und Kommunikation dieses Angebots.<br \/>\n3.)\tZusammenfassung verschiedener Energiesparmodelle deutscher Zoos in einer Publikation mit Leitfaden (inkl. Internetaufbereitung) und Kommunikation dieses Angebots.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Auf regionaler Ebene erreichte die f\u00fcr das Projekt zust\u00e4ndige Mitarbeiterin eine kontinuierliche Berichterstattung \u00fcber Umweltbildungsprojekte im Zoo Osnabr\u00fcck. Die Projekte umfassten sowohl fest im Zoo verankerte Angebote wie den unterirdischen Zoo oder den Energiesparzoo, als auch einmalige Veranstaltungen mit externen Kooperationspartnern wie Umwelt baut Br\u00fccken, Dance for Nature oder die Funkfl\u00f6he.<br \/>\nZus\u00e4tzlich erweiterte sie das Umweltbildungsangebot im Zoo mit verschiedenen Bausteinen: Sie entwarf Informationstafeln und einen Rundgang-Flyer f\u00fcr Familien zu den Energiesparma\u00dfnahmen im Zoo, er-stellte Mitmach-Flyer f\u00fcr Kinder und Erwachsen zum Thema Bodenschutz f\u00fcr den unterirdischen Zoo oder entwarf gemeinsam mit den Zoop\u00e4dagogen neue Schulangebote zu den Themen Bodenschutz oder Energiesparen im Tierreich und im Zoo.<br \/>\nAuf der \u00fcberregionalen Ebene schloss die zust\u00e4ndige Mitarbeiterin die Informationsl\u00fccke zu den Themen Umweltbildung im Zoo und Energiesparen im Zoo:<br \/>\nIn dem Buch Umweltbildung &#8211; tierisch gut! Ein Praxisleitfaden f\u00fcr Schule, Zoo &#038; Co. dokumentierte sie 22 Umweltbildungsprojekte in deutschsprachigen Zoos, erstellte einen Leitfaden f\u00fcr Umweltbildungsprojekte mit Tieren und interviewte Experten und Lehrer zum Thema. Das Buch wird \u00fcber den oekom-Verlag vertrieben. \u00dcber die Domains www-umweltfreundliche-zoos.de und www.tierische-umweltbildung.de erreicht man die Internetseite zum Buch, mit weiteren Projektfotos und -filmen.<br \/>\nIn der Internetpublikation Wie Zoos Energiefressern den Riegel vorschieben &#8211; Energiesparprojekte in Aquarium, Tropenhalle &#038; Co. dokumentiert die Mitarbeiterin 20 Ma\u00dfnahmen aus deutschsprachigen Zoos. Interviews zu den Themen energieeffiziente Architektur, Geb\u00e4udetechnik und Sanierung vertiefen das Informationsangebot. Auf der Internetseite www.energiesparen-im-zoo.de, auch erreichbar \u00fcber www.umweltfreundliche-zoos.de, steht die Publikation als praktischer Online-Bl\u00e4tterkatalog und als pdf zum Ausdrucken bereit. Auf den urspr\u00fcnglich geplanten Energiesparrechner f\u00fcr Zoos wurde nach Absprache mit der DBU verzichtet, da sich bei den Interviews herausstellte, dass kein Tierhaus mit dem anderen vergleichbar ist und somit eine standardisierte Errechnung des Energieverbrauchs nicht m\u00f6glich ist. Stattdessen wurde der Online-Bl\u00e4tterkatalog als interaktives Element integriert, der die Nutzung im Internet sehr erleichtert.<br \/>\nDas Projekt hat mit den verschiedenen kleinen und gro\u00dfen Bausteinen sowohl auf regionaler als auch auf \u00fcberregionaler Ebene die Rolle der Zoos in der Umweltbildung und Umweltschutz verdeutlicht. Durch eine kontinuierliche und intensive Pressearbeit konnten die Kontakte zu Medien intensiviert und Themen der Umweltbildung platziert werden. Auch die \u00d6ffentlichkeit erfuhr so von dem Umweltengagement der Zoos. Auf regionaler Ebene konnte zus\u00e4tzlich die Vernetzung mit anderen Umweltbildungsinstituten und Bildungseinrichtungen verst\u00e4rkt werden. Durch die Einbindung von Zooverb\u00e4nden wurde auch eine zielgruppengerechte Informationsvermittlung an alle Zoos erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Da es sich bei dem Projekt um ein Kommunikationsprojekt handelt, war oberstes Ziel, die \u00d6ffentlichkeitsarbeit zu den Themen Umweltbildung und Umweltschutz im Zoo mithilfe der Ma\u00dfnahmen zu verst\u00e4rken. So fand zu allen Bausteinen eine ausf\u00fchrliche Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit statt. Mithilfe von Pressekonferenzen, einzelnen Pressegespr\u00e4chen, Presseaussendungen, Nutzung von \u00f6ffentlichen PR-Plattformen und sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter konnten alle Themen auf der einen Seite breit gestreut und auf der anderen Seite, durch gezielte Ansprache von Fachmedien aus dem Bereich Bildung oder Bauen, zielgruppengerecht angeboten werden. Auch die direkte Ansprache der Besu-cher im Zoo sowie die Zoo-Internetseite wurden in der Kommunikation genutzt. Durch die Pr\u00e4sentation der Hauptbausteine (2 Publikationen) im Internet sind die Projektergebnisse einfach und f\u00fcr alle erreichbar.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Auch wenn die klassischen Tierthemen, wie Tierbabys oder kuriose Tiergeschichten, von den Medien am liebsten aufgegriffen werden, ist ein Interesse an anderen Seiten des Zoolebens, wie Umweltbildung und Energiesparen, vorhanden. Bei der Kommunikation dieser Themen sind jedoch ein mediengerechtes Angebot und eine individuelle und nachhaltige Ansprache sehr wichtig. Die zust\u00e4ndigen Zoomitarbeiter m\u00fcssen bei derartigen Themen mehr Zeit in die Planung und Aufbereitung des jeweiligen Themas stecken. F\u00fcr das neuartige Angebot, mit einem Taschencomputer den Zoo zu entdecken, lud die zust\u00e4ndige Mitarbeiterin beispielsweise eine Schulklasse zu der Pressekonferenz ein, damit die Journalisten live und in Farbe erfahren konnten, wie Schulen das neue Angebot nutzen k\u00f6nnen. Mit dieser individuellen Herangehensweise konnte die Mitarbeiterin die Journalisten immer wieder f\u00fcr Umweltbildungsthemen interessieren und erreichte eine kontinuierliche Berichterstattung in regionalen und \u00fcberregionalen Publikums- und Fachmedien. Auch der Austausch zwischen den Zoos konnte durch die \u00fcberregionalen und durch das Internet leicht erreichbaren Publikationen intensiviert werden. F\u00fcr weitere Kommunikationsprojekte \u00e4hnlicher Art ist die Einplanung eines Budgets f\u00fcr eine \u00fcberregionale Medienbeobachtung sowie f\u00fcr den Kauf von Presseverteilern empfehlenswert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Ansatz der so genannten informellen Umweltbildung scheint erfolgreich f\u00fcr den Umweltschutz sensibilisieren zu k\u00f6nnen. Gerade zoologische G\u00e4rten bringen hierf\u00fcr beste Voraussetzungen mit: Menschen jeden Alters und jeder Herkunft besuchen Zoos. Tiere gelten als Sympathietr\u00e4ger und erm\u00f6glichen Wissensvermittlung ohne erhobenen Zeigefinger. Den Bereich Umweltbildung haben immer mehr zoologische G\u00e4rten entdeckt. 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