{"id":25058,"date":"2023-07-13T15:27:21","date_gmt":"2023-07-13T13:27:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26888-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:27:22","modified_gmt":"2023-07-13T13:27:22","slug":"26888-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26888-01\/","title":{"rendered":"Regionale Schulung von Fachkr\u00e4ften der Chemiebranche in Polen zur europ\u00e4ischen REACH-Verordnung unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Anforderungen kleiner und mittlerer Betriebe"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Projektes ist der Erfahrungsaustausch zwischen polnischen und deutschen Entscheidern kleiner und mittlerer Unternehmen zu REACH-Prozessen. Dabei stehen Referate von deutschen Vertretern im Vordergrund, die bei den Informationsveranstaltungen \u00fcber die REACH-Verordnung in dieser Form bisher noch nicht praktiziert wurde. Zu den Tagungen werden deutsche Experten geladen, die schon weitreichende Erfahrungen mit der Umsetzung der REACH-Verordnung gemacht haben. Sie referieren, wie die Anmeldung von Stoffen in ihren Unternehmen vollzogen wurde, erl\u00e4utern die aufgetretenen Probleme und stellen M\u00f6glichkeiten zur Beseitigung dieser Hemmnisse vor. Die polnischen Teilnehmer werden w\u00e4hrend der Veranstaltungen ausreichend Gelegenheit haben, ihre unternehmensspezifischen Fragen zu stellen und ihre Bedenken zur Umsetzung der Verordnung auszur\u00e4umen. Ihnen werden Tagungsmaterialien zug\u00e4nglich gemacht, die es ihnen erm\u00f6glichen, weitere Schritte in der Umsetzung selbstst\u00e4ndig zu planen und einen kontinuierlichen Informationsaustausch zu realisieren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn Kooperation mit dem polnischen Projektpartner Fundacja Kszta?cenia Zawodowego i Mi?dzykulturowego Faveo werden betriebliche Akteure angesprochen, die in den jeweiligen Unernehmen mit der Umsetzung der REACH-Verordnung betraut sind und diesen Erfahrungsaustausch bef\u00f6rdern m\u00f6chten. Der Projektansatz sieht die Durchf\u00fchrung von drei regionalen Tagungen mit je ca. 40 TeilnehmerInnen vor. Durch Referate polnischer und deutscher Experten wird in die Thematik eingef\u00fchrt und unter Einbeziehung zahlreicher praxisorientierter Fallbeispiele k\u00f6nnen die TeilnehmerInnen erfahren, wie die Verordnung im betrieblichen Alltag umgesetzt werden kann. Die TeilnehmerInnen werden \u00fcber regionale Einrichtungen der Chemiebranche f\u00fcr die Teilnehme an den Tagungen sensibilisiert. F\u00fcr die jeweiligen Regionen konnten die Chemiekammer und der Arbeitgeberverband in Warszawa, das Chemiecluster in Szczecin, das Institut f\u00fcr nichtorganische Chemie sowie der Arbeitgeberverband der Glassindustrie in Gliwice als Projektpartner gewonnen werden. Zus\u00e4tzlich werden die Informationen \u00fcber die zwei gr\u00f6\u00dften Gewerkschaften der Chemieindustrie &#8211; NSZZ Solidarno?? und OPZZ &#8211; verbreitet und dadurch kann der Zugang zu einer Vielzahl von Unternehmen gew\u00e4hrleistet werden. Diese branchenbezogenen Einrichtungen werden auch den Einsatz der polnischen Referenten w\u00e4hrend der Schulungen absichern.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In Zusammenarbeit mit dem polnischen Kooperationspartner Fundacja Kszta?cenia Zawodowego i Mi?dzykulturowego Faveo wurden entsprechende betriebliche Akteure sensibilisiert und f\u00fcr eine Projektteilnahme gewonnen.<br \/>\nDie erste Regionaltagung wurde f\u00fcr den 24.10.2008 geplant und durchgef\u00fchrt. Insgesamt haben an dieser Tagung 24 TeilnehmerInnen teilgenommen und eine Einsch\u00e4tzung zum Stand der Registrierung zur REACH-Verordnung erhalten und diskutiert. Dabei sind \u00e4hnliche Problemstellung bei der Umsetzung von REACH wie in Deutschland er\u00f6rtert worden. Als deutschen Experten konnten wir Herrn Dr. Ing. Gabriel Kapolka vertraglich binden. Seine vielf\u00e4ltigen Erfahrungen auf dem Arbeitsgebiet zur Umsetzung der REACH-Verordnung in Deutschland und seiner T\u00e4tigkeiten beim Verband der chemischen Industrie waren au\u00dferordentlich hilfreich bei dieser Tagung.<br \/>\nDie zweite Regionaltagung wurde ebenfalls in Kooperation mit der Fundacja Kszta?cenia Zawodowego i Mi?dzykulturowego Faveo inhaltlich und organisatorisch vorbereitet und in Wroclaw durchgef\u00fchrt. Dieser Standort hatte den Vorteil, dass interessierte TeilnehmerInnen sowohl aus der Region um Pozna?, als auch Katowice ohne erh\u00f6hten Aufwand und Kosten f\u00fcr \u00dcbernachtungen im Tagespendelbereich daran teilnehmen konnten und dadurch mehr Unternehmen aktiv einbezogen werden konnten.<br \/>\nBei der zweiten Regionaltagung am 23.06.2009 in Wroclaw haben sich insgesamt 32 TeilnehmerInnen an der aktiven Diskussion beteiligt und weitere Schritte bei der Umsetzung der REACH-Verordnung nach Ablauf der Frist zur Registrierung besprochen. Dabei stand Frau Dr. Annett K\u00f6nig, Abteilung HSEQ &#8211; Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz, Qualit\u00e4t der Rhein Chemie Rheinau GmbH aus Mannheim als Referentin zur Verf\u00fcgung, die unter anderem zur Problematik des SIEF unter REACH, dem Forum zum Austausch von Stoffinformationen referiert hatte. In enger Abstimmung haben sich die Fachreferate von Frau Dr. K\u00f6nig mit denen der polnischen Referentin Frau Monika Sabara?ska Koordinatorin f\u00fcr die Umsetzung der REACH Verordnung bei PCC Rokita SA, einem Unternehmen mit einer mehr als 60-j\u00e4hrigen Tradition und eines der f\u00fchrenden Chemieunternehmen in Polen erg\u00e4nzt. PCC Rokita SA ist das gr\u00f6\u00dfte Chemieunternehmen in der Region Niederschlesien und seit Beginn der Umsetzung der REACH-Verordnung mit speziell gegr\u00fcndeten Teams damit befasst, diese umzusetzen. In ihrem Referat hat sich Frau Monika Sabara?ska ebenfalls zu weiten Teilen damit besch\u00e4ftigt, wie die aktuelle Strategie zur Umsetzung der Verordnung im Unternehmen aussieht. Insbesondere die sich daran anschlie\u00dfenden zahlreichen Diskussionen und Fragen aus dem Kreis der TeilnehmerInnen waren f\u00fcr den Erfolg dieser Regionaltagung ausschlaggebend.<br \/>\nAuch die dritte geplante Regionalkonferenz in Polen wurde in Wroclaw durchgef\u00fchrt. Das lag zum einen an der guten Infrastruktur der Stadt und der Anbindung an Bahn- und Flugstreckennetze, zum anderen an dem gro\u00dfen Interesse der Unternehmen der Chemieindustrie in dieser Region. Diese Regionaltagung hat am 13.08.2009 stattgefunden und stellte auch den Abschluss im Projekt dar. Insgesamt haben an dieser Veranstaltung 31 TeilnehmerInnen mitgewirkt, die mit den beteiligten ReferentInnen aktiv \u00fcber die gegenw\u00e4rtigen Probleme diskutiert haben. Aufgrund der \u00fcberaus guten Erfahrungen und der gro\u00dfen Resonanz w\u00e4hrend der zweiten Veranstaltung haben wir uns als Projekttr\u00e4ger bem\u00fcht, wiederholt Frau Dr. K\u00f6nig, Abteilung HSEQ &#8211; Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz, Qualit\u00e4t der Rhein Chemie Rheinau GmbH aus Mannheim als Referentin zu gewinnen. Mit ihrem Fachvortrag ist es Frau Dr. K\u00f6nig gelungen, die anwesenden TeilnehmerInnen erneut f\u00fcr die weiterf\u00fchrende Problematik der REACH-Verordnung zu sensibilisieren und den aktuellen Stand der Umsetzung praxisorientiert und realistisch aus Erfahrungen der Rhein Chemie Rheingau zu berichten. Dabei wurde auch deutlich, dass die Bindung personeller Ressourcen zur Bearbeitung der Thematik zur Umsetzung zur REACH- Verordnung in Deutschland wesentlich besser organisiert und unterst\u00fctzt wird. Die polnischen KollegInnen brachten zum Ausdruck, dass ihnen oft vergleichbare Informationsquellen und personelle Kapazit\u00e4ten fehlten, um den genauen Zeitplan der REACH-Verordnung einzuhalten. Insgesamt kann eingesch\u00e4tzt werden, dass die Durchf\u00fchrung der drei durchgef\u00fchrten Regionalschulungen ein positives Feedback von allen TeilnehmerInnen erhalten und einen erheblichen Betrag zur bewussten Umsetzung der REACH-Verordnung in Polen geleistet haben.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Bei allen Veranstaltungen, Ver\u00f6ffentlichungen auf Internetplattformen, Teilnehmerlisten und Pr\u00e4sentationen wurde auf die F\u00f6rderung des Projektes aus Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt verwiesen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Den beteiligten Akteuren ist es gelungen, betriebliche Prozesse in der Umsetzung der REACH-Verordnung durch intensiven Erfahrungsaustausch mit deutschen ExpertInnen besser zu reflektieren und f\u00fcr ihre betriebliche Praxis sinnvoll zu nutzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Projektes ist der Erfahrungsaustausch zwischen polnischen und deutschen Entscheidern kleiner und mittlerer Unternehmen zu REACH-Prozessen. 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