{"id":25026,"date":"2023-09-21T10:32:05","date_gmt":"2023-09-21T08:32:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/20435-01\/"},"modified":"2023-09-21T10:32:07","modified_gmt":"2023-09-21T08:32:07","slug":"20435-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/20435-01\/","title":{"rendered":"Klima- und Ressourcenschutz im Sportst\u00e4ttenbereich: Evaluation von Beratungsans\u00e4tzen deutscher Sportst\u00e4tten"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Seit Mitte der 1990iger Jahre engagieren sich Mitgliedsorganisationen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) f\u00fcr \u00f6kologisch nachhaltige Sportst\u00e4tten. Im Rahmen von Modellprojekten und Beratungsangeboten f\u00fcr ihre Mitgliedsvereine wurden unterschiedliche Wege zum Klima- und Ressourcenschutz bei Sportst\u00e4tten entwickelt und realisiert. Im Rahmen der Aktivit\u00e4ten wurden in den letzten Jahren umfangreiche Erfahrungen gesammelt sowie deutliche Umweltentlastungen und Effizienzsteigerungen im Bereich von Sportst\u00e4tten erzielt. Vergleichende Untersuchungen \u00fcber die Resonanz und langfristigen Wirkungen der verschiedenen Beratungsans\u00e4tze lagen jedoch bislang nicht bzw. nur in Ans\u00e4tzen vor. Die Akzeptanz hinsichtlich der Beratungsangebote aus Sicht der Vereine war daher ebenso wenig bekannt, wie beispielsweise der Umfang und Schwerpunkt der umgesetzten Empfehlungen. Dieses Defizit sollte das beantragte Projekt beheben. Im Rahmen einer vergleichenden Evaluierung bestehender Beratungsans\u00e4tze innerhalb der Mitgliedsorganisationen des DOSB sollten in einem gemeinsamen Abstimmungsprozess Mindeststandards f\u00fcr die vereinsorientierte Sportst\u00e4ttenberatung entwickelt werden. Die Umweltberatungsleistungen sollten dabei sowohl quantitativ in Form einer schriftlichen Befragung der bisher beratenen Vereine als auch qualitativ &#8211; vorrangig mit Hilfe pers\u00f6nlicher Interviews &#8211; evaluiert werden. Letztere zielten auf die Verantwortlichen der Verb\u00e4nde sowie die Sportst\u00e4ttenberater. Eine partizipative Vorgehensweise unter aktiver Einbeziehung von mind. 20 DOSB-Mitgliedsorganisationen sollte die Grundlage f\u00fcr die Optimierung und Harmonisierung der Beratungsangebote bilden und so zu einer besseren Nutzung der vorhandenen Umweltentlastungs- und insbesondere Energieeinsparpotenziale f\u00fchren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenPhase I: Analyse<br \/>\nErarbeitung theoretischer Grundlagen zur Evaluation von Beratungsangeboten (Evaluationskonzept)<br \/>\nErarbeitung von Kriterien bzw. Indikatoren einer nachhaltigen Sportst\u00e4ttenberatung<br \/>\nRecherche von Ans\u00e4tzen und Durchf\u00fchrung der Befragungen, Kick-Off-Workshop<br \/>\nPhase II: Bewertung<br \/>\nZusammenfassende Bewertung der Analyseergebnisse und Diskussion, Workshop II<br \/>\nPhase III: Empfehlungen<br \/>\nErmittlung von Mindeststandards und Formulierung von Handlungsempfehlungen, Workshop III<br \/>\nPhase IV: Vorbereitungen zur exemplarischen Umsetzung und Strategien f\u00fcr die Zukunft<br \/>\nGewinnung von max. f\u00fcnf Verb\u00e4nden, Workshop IV<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Rahmen der quantitativen Analyse wurden rund 1500 Frageb\u00f6gen an Sportvereine versandt, die in den letzten Jahren beraten wurden. Der R\u00fccklauf betrug mit 371 B\u00f6gen rund 25 Prozent. Zus\u00e4tzlich wurden fast 30 halbstrukturierte Telefon-Interviews mit Verbandsverantwortlichen und Beratern gef\u00fchrt sowie Kurzfragebogen ausgewertet. Als zentrales Ergebnis l\u00e4sst sich festhalten, dass die aktuellen Beratungsleistungen insgesamt sehr positiv beurteilt wurden. Dieses gilt gleicherma\u00dfen f\u00fcr die so genannten produktorientierten Ans\u00e4tze, z. B. den \u00d6ko-Check, wie f\u00fcr st\u00e4rker prozessorientierte Ans\u00e4tze, z. B. das Sport-Audit. Beide Ans\u00e4tze haben ihre spezifischen St\u00e4rken und werden daher auch k\u00fcnftig weiter be-stehen bleiben. Nach Aussage der befragten Vereine ist die Kostenreduzierung das zentrale Interesse f\u00fcr die Inanspruchnahme von Beratungsleistungen, Natur- und Umweltschutz allein sind i. d. R. kein ausreichender Anlass zur Umsetzung von Ma\u00dfnahmen. Eine teilweise Ausnahme bildet hier das Sport-Audit Luftsport, da beim Luftsport Naturschutzaspekte z. T. unmittelbar mit der Sportaus\u00fcbung verbunden sind. Die Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr die Realisierung von Umweltschutzma\u00dfnahmen sind die Bezuschussung sowie ein gutes Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis. Zentrales Hindernis f\u00fcr die Umsetzung sind die zu hohen Kosten. Zus\u00e4tzlich erschwerend wirkt sich die mangelnde Unterst\u00fctzung bei der Planung und Realisierung der Handlungsempfehlungen aus. Deutlich wurde auch, dass die Themen Nachhaltiges Vereinsmanagement, Sportentwicklungsplanung und \u00d6ffentlichkeitsarbeit immer wichtiger werden. Hier besteht k\u00fcnftig zunehmender Handlungs- und Beratungsbedarf. Aufgrund der sehr positiven Resonanz auf die bisherige Vereinsberatung und den nur geringf\u00fcgigen Unterschieden innerhalb der produkt- bzw. prozessorientierten Ans\u00e4tze bestand nach Ansicht der Initiatoren das vorrangige Projektziel nicht mehr in der urspr\u00fcnglich geplanten Harmonisierung der bestehenden Ans\u00e4tze. Gleichwohl haben fast alle beteiligten Partner leichte Anpassungen hinsichtlich ihrer Beratungsans\u00e4tze vorgenommen sowie einzelne Pilotprojekte gestartet, die zu einer noch gr\u00f6\u00dferen Effizienz bei der Umsetzung der empfohlenen Ma\u00dfnahmen f\u00fchren sollen. Initiatoren und Projektpartner waren sich aber auch darin einig, dass es k\u00fcnftig vielmehr darum gehen sollte, die vorhandenen Instrumente zur Beratung von Sportvereinen m\u00f6glichst breit zur Anwendung zu bringen. Gleiches gilt f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich, die ma\u00dfgeblich zu erw\u00fcnschten Multiplikatoreffekten beitragen k\u00f6nnte. Auf einem abschlie\u00dfenden Workshop wurden entsprechende Strategien vorgestellt und diskutiert. Der DOSB wurde beauftragt verbandspolitisch orientierte Eckpunkte zu formulieren und diese in den Gremien der Mitgliedorganisationen zur Kenntnis zu bringen. Begleitend dazu werden auch die Projektpartner den besonderen Stellenwert der Vereinsberatung als Serviceleistung der Verb\u00e4nde noch st\u00e4rker betonen und entsprechende Ma\u00dfnahmen im Bereich \u00d6ffentlichkeitsarbeit ergreifen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Vorhaben war von Beginn an partizipativ angelegt. Entsprechend wurden die 22 beteiligten Projektpartner regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber den aktuellen Projektstatus sowie die geplanten weiteren Schritte informiert. Zum Abschluss des Projektes haben der DOSB und die aktiv beteiligten Projektpartner vereinbart, das Thema nachhaltige Sportst\u00e4ttenberatung noch st\u00e4rker in den Fokus der Verantwortlichen von Verb\u00e4nden und Vereinen zu r\u00fccken. \u00dcber den gesamten Projektzeitraum hinweg wurde regelm\u00e4\u00dfig in den Medien des DOSB \u00fcber den Verlauf des Vorhabens berichtet, insbesondere auf der Website des DOSB und im Informationsdienst Sport sch\u00fctzt Umwelt. Dar\u00fcber hinaus wurde der jeweils aktuelle Stand des Projektes anl\u00e4sslich des j\u00e4hrlich stattfindenden Fachforums Sportst\u00e4tten und Umwelt des DOSB pr\u00e4sentiert. Nach Abschluss des Vorhabens ist eine Befassung mit dem Thema Zukunft der Sportst\u00e4ttenberatung in den wichtigsten Gremien des DOSB und seiner Mitgliedsorganisationen geplant, um eine m\u00f6glichst breite Unterst\u00fctzung f\u00fcr eine Beratungsoffensive innerhalb des organisierten Sports zu erhalten.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die bisherigen Beratungsans\u00e4tze sind in den sie tragenden Verb\u00e4nden relativ stark verankert. Ihre Genese ist zumindest teilweise mit den unterschiedlichen Anforderungen der von den jeweiligen Verb\u00e4nden repr\u00e4sentierten Sportarten zu erkl\u00e4ren. Vor diesem Hintergrund w\u00e4re es nicht erfolgversprechend, einen idealtypischen Beratungsansatz zu entwickeln und zu propagieren. Stattdessen erscheint es praktikabler, die bestehenden Ans\u00e4tze weiter zu optimieren. Aufbauend auf den Ergebnissen der Evaluation und den anschlie\u00dfenden Diskussionen werden zurzeit von zahlreichen Mitgliedsorganisationen neue Bera-tungsinitiativen und Modellprojekte gestartet. Parallel dazu wurden Modifikationen an den bestehenden Beratungskonzepten vorgenommen, z. B. im Bereich Berichtswesen und \u00d6ffentlichkeitsarbeit sowie im Bereich Kooperationen. Weitere Schritte werden folgen. Durch die im Rahmen des Vorhabens konsequente Einbeziehung der Partner wurde die Zusammenarbeit der beteiligten Landessportb\u00fcnde und Spitzenverb\u00e4nde entscheidend gest\u00e4rkt. Als ein wichtiges Ergebnis des Projektes wurde vereinbart, sich k\u00fcnftig mind. einmal j\u00e4hrlich zum einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch unter der Federf\u00fchrung des DOSB zu treffen, um den begonnenen Prozess der Optimierung und Vernetzung fortzuf\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Seit Mitte der 1990iger Jahre engagieren sich Mitgliedsorganisationen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) f\u00fcr \u00f6kologisch nachhaltige Sportst\u00e4tten. Im Rahmen von Modellprojekten und Beratungsangeboten f\u00fcr ihre Mitgliedsvereine wurden unterschiedliche Wege zum Klima- und Ressourcenschutz bei Sportst\u00e4tten entwickelt und realisiert. 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