{"id":25016,"date":"2024-11-27T10:38:41","date_gmt":"2024-11-27T09:38:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26757-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:38:43","modified_gmt":"2024-11-27T09:38:43","slug":"26757-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26757-01\/","title":{"rendered":"Wildkatzenaktionsplan"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Vor etwa vierzig Jahren startete ein Vorhaben zur Wiederansiedlung der Wildkatze unter dem Dach des Deutschen Naturschutzrings (DNR) und in Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz in Bayern und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt. Im Spessart, im Steigerwald und im Vorderen Bayerischen Wald sollte die Wildkatze wieder eine Heimat finden.<\/p>\n<p>Die Wildkatze galt bisher in vielen Waldgebieten Deutschlands als ausgestorben, verschwunden oder schlicht als unbekannt. Durch ihre versteckte Lebensweise ist sie meist der direkten Beobachtung nicht zug\u00e4nglich, wodurch der Eindruck entstanden ist, dass Ihr Vorkommen auf die Mittelgebirgslagen S\u00fcd- und Westdeutschlands beschr\u00e4nkt sei.<\/p>\n<p>Das Ende der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts begonnene Wiederansiedlungsvorhaben hat in den Zielgebieten zu neu geschaffenen Wildkatzenpopulationen gef\u00fchrt. J\u00fcngere Untersuchungen zeigen, dass die Wildkatze auch im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n, das unmittelbar an die Auswilderungsgebiete angrenzt, nun sicher nachgewiesen ist. <\/p>\n<p>Verbesserte Nachweismethoden f\u00fcr die Wildkatze oder auch den Luchs bieten  M\u00f6glichkeiten erstmals in einem gr\u00f6\u00dferen Umfang einen aktuellen \u00dcberblick \u00fcber das Vorkommen und die Herkunft der Wildkatze zu entwickeln und eine Bestandsaufnahme \u00fcber die Ergebnisse der Wiederansiedlungsvorhaben zu erarbeiten.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit wurden sehr ernsthafte \u00dcberlegungen angestellt und entsprechende Ma\u00dfnahmen ergriffen, die Lebensr\u00e4ume der Wildkatze in den W\u00e4ldern zu verbessern. Davon ausgehend hat man Kerngebiete der Wildkatzenverbreitung in Deutschland identifiziert und nun in einem weiteren Schritt ein potentielles Korridornetz f\u00fcr die Wildkatze einerseits (BUND) einhergehend mit ersten Ma\u00dfnahmen zur aktiven Entwicklung von Wildkatzenkorridoren vorgeschlagen und andererseits eine Korridorplanung f\u00fcr Wildtiere (NABU) entwickelt, die sich auf weitere terrestrische S\u00e4ugetiere konzentriert mit hohem Lebensraumanspruch und Verbindung der Teilhabitate. Eine Biotopverbundplanung auf Bundesebene gibt weitere Ansatzm\u00f6glichkeiten, die Lebensr\u00e4ume der Wildkatzen zu vernetzen und somit wesentlichen Gef\u00e4hrdungsfaktoren entgegen zu wirken.<\/p>\n<p>Ferner wurden theoretische Habitatmodelle entwickelt, die geeignet sind, Lebensr\u00e4ume auf ihre Wildkatzentauglichkeit zu bewerten.<\/p>\n<p>Diese j\u00fcngeren Entwicklungen waren Anlass, eine Bestandsaufnahme des Wildkatzenschutzes f\u00fcr Deutschland zu erstellen und basierend auf den Erkenntnissen einen Aktionsplan zu entwickeln, der eine strategische Ann\u00e4herung an die von BUND und NABU entwickelten Vernetzungsvisionen erlaubt und eine Priorisierung der Aktionen vorschl\u00e4gt, und m\u00f6glichst viele nun bekannte Kerngebiete der Wildkatze m\u00f6glichst rasch zu einen wirklichen physischen Netz verbindet.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas vom BUND-Th\u00fcringen durchgef\u00fchrte Projekt zur Entwicklung eines Rettungsnetzes f\u00fcr die Wildkatze wurde von der DBU und der ZGF gef\u00f6rdert. In diesem Vorhaben wurden wichtige Meilensteine zur Habitatvernetzung erarbeitet. Daraus abgeleitet hat der BUND ein bundesweites Rettungsnetz f\u00fcr die Wildkatze entwickelt. Gleichzeitig hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) einen Bundeswildwegeplan vorgelegt und somit ebenfalls fachlich fundierte \u00dcberlegungen zur gro\u00dffl\u00e4chigen Habitatvernetzung angestellt. Im Bundesamt f\u00fcr Naturschutz (BfN) sind die Planungen zur Vernetzung von wichtigen Lebensraumtypen in Deutschland ebenfalls sehr weit gediehen. Daher lag es nahe, sich diese drei Konzepte hinsichtlich ihrer gemeinsamen Schnittmengen anzuschauen und Priorit\u00e4ten f\u00fcr Handlungen herauszuarbeiten. <\/p>\n<p>Im Rahmen eines Symposiums wurde durch die bekannten Akteure und Experten die aktuelle Ausgangslage f\u00fcr die Wildkatze aus ihrem individuellen Kenntnisstand zusammengetragen. Im Verlauf des Symposiums wurden dann einzelne Workshops zu Detailfragen gebildet, um spezifische L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr den Wildkatzenschutz zu erarbeiten. Am Ende der Veranstaltung wurde das Konzept f\u00fcr den Aktionsplan zusammengestellt.<\/p>\n<p>Im Nachgang zum Wildkatzen-Symposium wurde der Aktionsplan durch ein Redaktionsteam erarbeitet, dessen Zusammensetzung der u. a. Publikation zu entnehmen ist.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Symposiums und der Aktionsplan sowie weiterf\u00fchrende Informationen sind in der Publikation <\/p>\n<p>Initiativen zum Umweltschutz Nr. 75<br \/>\nIn: FREMUTH, W., JEDICKE, E.; KAPHEGYI, T.A.M., WACHEND\u00d6RFER, V., WEINZIERL, H., Hrsg., Zukunft der Wildkatze in Deutschland &#8211; Ergebnisse des internationalen Wildkatzen-Symposiums 2008 in Wiesenfelden, Erich Schmidt Verlag, Berlin, 4 &#8211; 5.<br \/>\nISBN 978 3 503 11659 1<\/p>\n<p>zusammengefasst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Vor etwa vierzig Jahren startete ein Vorhaben zur Wiederansiedlung der Wildkatze unter dem Dach des Deutschen Naturschutzrings (DNR) und in Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz in Bayern und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt. Im Spessart, im Steigerwald und im Vorderen Bayerischen Wald sollte die Wildkatze wieder eine Heimat finden. 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