{"id":25014,"date":"2023-10-01T10:32:06","date_gmt":"2023-10-01T08:32:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26764-01\/"},"modified":"2023-10-01T10:32:07","modified_gmt":"2023-10-01T08:32:07","slug":"26764-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26764-01\/","title":{"rendered":"Nachhaltiger Konsum und Umweltmanagement:\nSt\u00e4rkung nachhaltiger Produktion und Konsumtion am Beispiel heimischer Zierpflanzenproduktion"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Verein Flower Label Program e. V. bisher \u00fcberwiegend auf internationale, insbesondere lateinamerikanische Produzenten positiv einwirkte, zielt das vorgeschlagene Projekt auf eine umfassende Umweltkommunikation am Beispiel des Produkts Blume in Deutschland. Es setzt durch Kampagnenarbeit Impulse f\u00fcr nachhaltigen Konsum. Dar\u00fcber hinaus wird erstmals nachhaltiges Produzieren nach angepasstem FLP-Standard in mindestens acht Modellbetrieben initiiert.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenErfahrungsfelder f\u00fcr die Produktion und Kommunikation des nachhaltigen Zierpflanzenanbaus sind drei Modellregionen: Bielefeld, Berlin und das Rheinland. Hier zeigen die Akteure durch gezielte Kampagnenarbeit, dass H\u00e4ndler und Konsumenten durch gezieltes Einkaufen eine kurze und gleichzeitig nachhaltige Produktionskette st\u00e4rken k\u00f6nnen. Parallel wird ein durch bundesweite Veranstaltungen sowie eine innovative Projekt-Internetseite der \u00fcberregionale Know-how-Transfer gew\u00e4hrleistet. Dadurch gegeben sich drei Projektphasen, die sich zum Teil zeitlich \u00fcberschneiden: <\/p>\n<p>1. Phase: Strategieentwicklung und Identifikation weiterer Partner in den Modellregionen<br \/>\nIn dieser Phase des Projekts werden zus\u00e4tzlich zu den oben genannten strategischen Partnern des Projekts weitere Akteure gesucht. Insbesondere ist sicherzustellen, dass sich pro Modellregion mindestens vier Anbaubetriebe und mindestens f\u00fcnf H\u00e4ndler an dem Projekt beteiligen. Die zweite Modellregion wird innerhalb der ersten Projektmonate verbindlich festgelegt.<\/p>\n<p>2. Phase: Kampagnenarbeit in den Modellregionen<br \/>\nBasierend auf dem Konzept Global denken, lokal handeln finden lokale Aktivit\u00e4ten statt, um Nachhaltigkeit begreifbar zu machen: Die Konsumenten werden eingeladen, Modellbetriebe zu besuchen. Sie erfahren durch Ausstellungen und konkrete Geschichten, wo die Blumen herkommen und wie sich gewerblich angebaute Blumen von Blumen im Garten unterscheiden. Sie erfahren, dass der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln Nebeneffekte hat, die sich auf die Biodiversit\u00e4t auswirken, in dem sie zum Beispiel Bienen so verwirren, dass sie ihren Stamm nicht mehr finden und sterben. Sie erfahren auch, dass zwischen dem Strau\u00df Blumen auf ihrem Tisch und der Klimaver\u00e4nderung ein Zusammenhang besteht. Das Projekt informiert jedoch nicht nur, sondern bietet durch den Verweis auf zertifizierte, umweltfreundlich angebaute  Blumen konkrete Handlungsalternativen<\/p>\n<p>3. Phase: Bundesweite Kommunikation<br \/>\nUm einen \u00fcberregionalen Know-how-Transfer zu erm\u00f6glichen, wird eine interaktive Website aufgebaut, die besonders die Zielgruppe der jugendlichen und weborientierten Konsumenten zu nachhaltigem Blumenkonsum beispielsweise f\u00fcr den Muttertag motivieren soll. In die bundesweite Kampagne werden auch zwei Online-Versender und das FLP-Netzwerk einbezogen. Die bundesweite Verbreitung richtet sich vorrangig an die Endkunden. So ist beabsichtigt, das Projekt beispielsweise auch auf dem Evangelischen Kirchtag in Bremen 2009 und auf der Internationalen Pflanzenmesse 2010 in Essen vorzustellen. Die Ergebnisse werden auf einer bundesweiten Fachtagung vorgestellt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Stand Dezember 2010:<br \/>\no\tDas Umweltkapitel der FLP Richtlinien wurden von einem Komitee aus Pestizid- und Umweltexperten an die Bedingungen der heimischen Zierpflanzenproduktion angepasst.<br \/>\no\tAuf der Basis dieses \u00fcberarbeiteten Umweltkapitels haben im Dezember 2009 drei Evaluierungspr\u00fcfungen stattgefunden.<br \/>\no\tAuf Wunsch der beteiligten produzierenden Unternehmen ist nun das klassische (internationale) FLP-Siegel mit zwei Modulen kombinierbar:<br \/>\na)\tFLPregional: Betriebe mit diesem Zeichen erf\u00fcllen die \u00fcberarbeiteten FLP-Richtlinien und vermarkten in einem Umkreis von 150 km rund um den Produktionsstandort.<br \/>\nb)\tFLPbio: Betriebe mit diesem Zeichen erf\u00fcllen mindestens die EU-Bio-Richtlinien sowie zus\u00e4tzlich die \u00fcberarbeiteten FLP-Richtlinie.<br \/>\nDie Betriebe werden durch die ISO-akkreditierte Pr\u00fcfstelle ACG (Agrar Control GmbH) gepr\u00fcft. Die Einhaltung der Biokriterien wird durch eine f\u00fcr Bio-Pr\u00fcfungen akkreditierte Stelle oder einen Bioverband sichergestellt.<br \/>\nBisher sind f\u00fcnf Betriebe nach den Kriterien von FLP \/FLPregional und zwei Betriebe als FLPbio Betrieb zertifiziert worden.<br \/>\nDie weitere \u00dcberarbeitung der FLP Richtlinien sowie die Professionalisierung der Pr\u00fcfunterlagen ist weiterhin im Prozess und wird auch nach Beendigung des Projekts fortgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Internetseite www.blumen-natuerlich.de ist im Oktober 2009 online gegangen.<br \/>\nDas Projekt wurde auf zwei Kirchentagen (2009 Bremen und 2010 M\u00fcnchen im DBU Zentrum Zukunft) sowie auf verschiedenen Fachmessen, so u. a. auch auf der Biofach 2010, pr\u00e4sentiert.<br \/>\nFerner gab es nach eigenen (unvollst\u00e4ndigen) Recherchen bisher 21 Berichterstattungen zum dem Projekt in Printmedien (darunter neben verschiedenen Fachzeitschriften zwei ausf\u00fchrliche Berichte in den Magazinen Stern gesund leben und Forum Nachhaltig Wirtschaften) sowie einen TV-Bericht in dem regionalen Sender OWL.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt kann schlussendlich von Seiten des FLP als erfolgreiches Pilotunterfangen bezeichnet werden. Die gute Resonanz seitens Verbraucherinnen und Verbrauchern, H\u00e4ndlern und Produzenten zeigt, dass der Bedarf an nachhaltigen Konzepten auch f\u00fcr deutsche Produkte, wie beispielsweise Zierpflanzen, durchaus gegeben ist. Mit der Kampagne Blumen.nat\u00fcrlich konnten erste wegweisende Richtlinien und Ma\u00dfnahmen getroffen werden, um diesen Bedarf zu decken. Besonders hervorzuheben sind die Synergien, die sich aus der Zusammenarbeit von Akteuren aus Forschung, Handel, Produktion und Zivilgesellschaft ergeben haben.<br \/>\nNichtsdestotrotz gilt es nun, die zarten Anf\u00e4nge im Bereich der \u00f6kologischen und fairen Zierpflanzenproduktion in Deutschland sowie deren Nachfrage zu festigen und weiter auszubauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens W\u00e4hrend der Verein Flower Label Program e. 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