{"id":24962,"date":"2023-09-30T10:32:07","date_gmt":"2023-09-30T08:32:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/23894-05\/"},"modified":"2023-09-30T10:32:08","modified_gmt":"2023-09-30T08:32:08","slug":"23894-05","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/23894-05\/","title":{"rendered":"Erschlie\u00dfung von Energieeinsparpotenzialen unter Verwendung umweltfreundlicher Ressourcen im Vogelpark Marlow"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit diesem Projekt zielt der Vogelpark Marlow auf eine nachhaltige Reduzierung des Verbrauches und der Inanspruchnahme von elektrischen Strom. Dabei ist die Umsetzung von drei Schwerpunkten beabsichtigt:<br \/>\na)\tInstallation eines Energiemanagementsystems im Vogelpark Marlow;<br \/>\nb)\tSensibilisierung der Mitarbeiter f\u00fcr den aktuellen Verbrauch von Ressourcen durch die Installation von Z\u00e4hlern an den Orten des Vogelparks, die sich durch einen relativ hohen, beeinflussbaren Stromverbrauch auszeichnen. Hier wird der Park die Stromabnahme dokumentieren und \u00fcber Betriebsvereinbarung mit den zust\u00e4ndigen Mitarbeitern beeinflussen. Die zweite Ebene ist die Implementierung einfacher Steuerungstechnik im Vogelpark.<br \/>\nc)\tErsetzen der bestehenden Elektroheizung im Affenbereich durch eine umweltfreundlichere Heizvariante<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZu a) Nach dem Erhalt des Bescheides f\u00fcr einen vorzeitigen Ma\u00dfnahmebeginn seitens des LFI hat der Projekttr\u00e4ger durch das Einholen von Angebote in der Firma N&#038;P Energiesysteme den g\u00fcnstigsten Anbieter gefunden und diesem den entsprechenden Auftrag erteilt. Die bautechnische Abwicklung konnte jedoch erst nach Ende der Hauptsaison, den Sommerferien in Mecklenburg Vorpommern, starten, da die Installation des Energiemanagementsystems auf Bereiche Einfluss nimmt, die f\u00fcr den Besucherverkehr von elementarer Bedeutung sind. Ende August wurde jedoch mit der Installation begonnen und diese schritt ohne Komplikationen planm\u00e4\u00dfig voran. So war bis zum 30.09.10 das Ger\u00e4t an die Stromeinspeisung angeschlossen und im Gastronomie- und Verwaltungskomplex installiert. In den folgenden beiden Monaten wurden Funkstrecken im Vogelpark Marlow aufgebaut, die das Anbinden weiterer Ressourcenfresser erm\u00f6glichen. Am 15.12.2010 waren die technischen Installationen abgeschlossen und es konnte mit der Justierungst\u00e4tigkeit begonnen werden. Die bis dahin h\u00f6chste Leistungsspitze bei der Abnahme von elektrischem Strom lag bei 98 kW. Der Energieversorger stellte in Aussicht, dass der maximale Strombezug auf 65 kWh begrenzt werden k\u00f6nne. Leider musste der Projekttr\u00e4ger feststellen, dass diese Einsch\u00e4tzung zu optimistisch war. In einer Besucherspitze am Ostersonntag kam es zu erheblichen Komplikationen in der Gastronomie, da die installierte Steuerungstechnik zu radikal wichtige K\u00fcchenger\u00e4te blockierte. In der folgenden Fehleranalyse musste der Projekttr\u00e4ger feststellen, dass die Verbrauchsgrenze auf 75 kW heraufgesetzt wird und ein direktes Einflussnehmen auf die Regelung durch den Projekttr\u00e4ger gegeben sein muss. Dieses ist jedoch mit der Visualisierungs- und Steuerungstechnik m\u00f6glich. Diese wurde im zweiten Quartal installiert und  in Betrieb genommen. In der endg\u00fcltigen Um-setzung verf\u00fcgt der Vogelpark Marlow nicht nur \u00fcber die M\u00f6glichkeit sein Energiemanagementsystem auf Parkbed\u00fcrfnisse anzupassen, sondern den Besuchern wird \u00fcber ein Display am Eingang die M\u00f6glichkeit gegeben sich \u00fcber den aktuellen Stromverbrauch des Vogelparks zu informieren. Erg\u00e4nzende Informationstafeln dienen einem besseren Verst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>Zu b) Nachdem der Firma Elektroanlagen Manfred Frank auf Basis des g\u00fcnstigsten Angebotes der Auftrag erteilt werden konnte, wurde mit der schrittweisen Umsetzung der Installation von Stromz\u00e4hlern, Temperaturregelungen und Zeitschaltungen in den verschiedenen Anlagen begonnen. Die Arbeiten gingen planm\u00e4\u00dfig voran, so dass am 23.11.2010 seitens der Elektrofirma die Rechnung gestellt wurde.<br \/>\nDie Regelungstechnik funktioniert ohne gr\u00f6\u00dfere Probleme und der Projekttr\u00e4ger wollte das Jahr 2011 nutzen um Verbrauchswerte zu erfassen. Personelle Umstrukturierungen in der betroffenen Tierpflegeabteilung f\u00fchrten leider zu einem Verlust der gesammelten Daten, so dass der Projekttr\u00e4ger die Saison 2011\/2012 nutzen muss, um entsprechendes Datenmaterial zu sammeln.<\/p>\n<p>Zu c) Nach dem Erhalt des F\u00f6rdermittelbescheides der DBU hat der Projekttr\u00e4ger einen Planer gesucht, welcher Kapazit\u00e4ten hatte um die Auflagen des F\u00f6rderers umzusetzen. Bei der Suche musste der Projekttr\u00e4ger feststellen, dass die gr\u00f6\u00dferen Planungsb\u00fcros das Projekt mangels Masse nicht anfassen wollten. F\u00fcndig wurde der Vogelpark Marlow in Ribnitz-Damgarten. Der Projekttr\u00e4ger beauftragte den Dip-lomingenieur Ludewig, die Auflagen der DBU bez\u00fcglich des F\u00f6rderantrages zu erf\u00fcllen und Unterlagen zu erarbeiten, welche eine \u00f6ffentliche Ausschreibung erm\u00f6glichen. Herr Ludewig signalisierte, dass seines Erachtens nur eine BHKW L\u00f6sung in Frage k\u00e4me und ein W\u00e4rmenetz die anfallende W\u00e4rme sinnvoll im Park verwendet. Das von ihm vorgeschlagene BHKW mit W\u00e4rmenetz mit einer Stromleistung von 20 kW und einer W\u00e4rmeleistung von 47 kW sprengte jedoch den finanziellen Rahmen des Projektes. Eine kleinere Variante wurde dem F\u00f6rderer vorgestellt. Hier konnte jedoch die Wirtschaftlichkeit eines zu erstellenden Fernw\u00e4rmenetzes nicht \u00fcberzeugend dargestellt werden. Der Planer k\u00fcndigte daraufhin die Zusammenarbeit mit dem VogelparkMarlow. Da mittlerweile die Parkentwicklung den Einsatz von Niedertemperaturheizungen ausschlie\u00dft, hat der Projekttr\u00e4ger sich entschlossen, diesen Teil des Projektantrages zur\u00fcckzuziehen und hier eine konventionelle L\u00f6sung zu suchen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Zu a) Mit der Installation des Energiemanagements im Vogelpark Marlow ist es dem Projekttr\u00e4ger gelungen die in Anspruch genommene elektrische Leistung auf 78 kW zu deckeln. Der das System betreuende Dienstleister hat prognostiziert, dass der Vogelpark Marlow bei fehlendem Energiemanagement einen Leistungsbezug von 118 kW in der Spitze verhindert hat. Damit ist die avisierte Reduzierung von 25 % sogar \u00fcbertroffen worden. Momentan arbeitet der Vogelpark Marlow daran, den Leistungsbezug auf ca. 70 kW zu deckeln. Neben den monet\u00e4ren Effekten tr\u00e4gt dieser Schritt dazu bei, dass f\u00fcr den Vogelpark weniger elektrische Leistung vorgehalten werden muss, die in der Regel von konventionellen Energieer-zeugern getragen wird.<\/p>\n<p>Zu b) Der Projekttr\u00e4ger hat die Regelungstechnik und die Z\u00e4hler im Vogelpark Marlow installiert. Zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt werden an den  nun vorhandenen Erfassungsstellen Daten gesammelt, welche als Grundlage f\u00fcr eine Betriebsvereinbarung dienen werden, die Mitarbeiter motiviert, ressourcensparendst zu arbeiten. Die W\u00e4rmesensoren und die Zeitregelungen funktionieren zuverl\u00e4ssig und neben den im Antrag ausgewiesenen Ersparnispotentialen ist noch ein weiterer positiver Effekt eingetreten: Die Mitarbeiter verzeichnen eine Zeiteinsparung und eine Reduzierung von Fehlerquellen, da insbesondere in der Tierpflege vergessene Rotlichtlampen verheerende Folgen haben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Den Vogelpark Marlow besuchen j\u00e4hrlich etwa 150000 Besucher, die als Multiplikatoren in diesem Projekt gewonnen werden sollen. Drei Informationstafeln informieren \u00fcber das Projekt, den Projekttr\u00e4ger, die F\u00f6rderer sowie \u00fcber M\u00f6glichkeiten selbst aktiv ressourcenschonend zu agieren.<br \/>\nWeiterhin hat der Projekttr\u00e4ger im Eingangsbereich ein Display installiert, welches den Besucher \u00fcber die aktuelle Inanspruchnahme von elektrischer Leistung informiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Vogelpark Marlow wurde ein Energiemanagement und einfache Regelungs- und Messtechnik f\u00fcr elektrische Energie installiert. Das Energiemanagement sorgt ab sofort daf\u00fcr, dass die Leistungsspitze um 25 %reduziert wurde. Neben umweltschonenden und monet\u00e4ren Effekten f\u00fchrte die Installation der Technik zu einem erneuten Hinterfragen der Arbeitsabl\u00e4ufe und des Einsatzes von Ger\u00e4tschaften mit hohem Stromverbrauch. Hier erfolgte ebenfalls eine Optimierung au\u00dferhalb des Projektes. Auch der Einsatz der Regelungstechnik hatte eine Ablaufoptimierung zur Folge. Die prognostizierten Einsparungen durch die Verk\u00fcrzung der Betriebszeiten traten ein. Neben den quantitativ messbaren Erfolgen, ist auch eine Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr die Tiere eingetreten. Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind realistischere Tagessimulationen und ein bedarfsgerechtes W\u00e4rmeangebot f\u00fcr die Tiere des Vogelparks. Die Stromz\u00e4hlerinstallation bildete den Auftakt f\u00fcr die Sensibilisierung der Belegschaft f\u00fcr einen ressourcenschonenden Einsatz von Verbrauchsmaterialien. Nach einer Erfassung des Istzustandes, ist eine Betriebsvereinbarung beabsichtigt, welche die Mitarbeiter zu Einsparungen motiviert und sie an diesen beteiligt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit diesem Projekt zielt der Vogelpark Marlow auf eine nachhaltige Reduzierung des Verbrauches und der Inanspruchnahme von elektrischen Strom. 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