{"id":24952,"date":"2023-10-01T10:32:02","date_gmt":"2023-10-01T08:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26598-01\/"},"modified":"2023-10-01T10:32:03","modified_gmt":"2023-10-01T08:32:03","slug":"26598-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26598-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung einer Ausstellung Deutsch-russische Umweltkooperationsprojekte im Kaliningrader Gebiet (n\u00f6rdliches Ostpreu\u00dfen)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Seit ihrer \u00d6ffnung 1990 sind in der seit Aufl\u00f6sung der Sowjetunion zur Exklave gewordenen Region Kaliningrad eine Vielzahl von Projekten zum Natur- und Umweltschutz sowie zur Regionalentwicklung und Tourismusf\u00f6rderung durchgef\u00fchrt worden. Besonders stark haben sich Stiftungen, Initiativen, Beh\u00f6rden und Firmen aus der Bundesrepublik Deutschland engagiert, um die Jahrzehnte lang vernachl\u00e4ssigte Region an den Standard anderer europ\u00e4ischer L\u00e4nder heranzuf\u00fchren. Die Pr\u00e4sentation m\u00f6glichst aller seit den 1990er Jahren in diesem Kontext realisierten Projekte in Deutschland und Russland soll eine Zwischenbilanz liefern und in zwei Richtungen wirken: In Deutschland weitere Interessenten zu gewinnen und zu motivieren, sich in der Region Kaliningrad zu engagieren, und in Russland lokalen und regionalen Entscheidungstr\u00e4gern Informationen und Realisierungsm\u00f6glichkeiten zur L\u00f6sung von Umweltproblemen und Entwicklungsprojekten anzubieten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Recherche nach Umweltkooperationsprojekten erbrachte 23 deutsch-russische Gemeinschaftsvorhaben, die im Zeitraum von 1996 bis 2008 realisiert wurden. Au\u00dfer einem 2007 begonnenen, 2009 abgeschlossenen Managementprogramm wurden keine laufenden Vorhaben ber\u00fccksichtigt. 19 Projekte wurden nach 2000 begonnen, es ist eine exponentielle Zunahme des Informations- und Technologietransfers zu verzeichnen. Alle Projekte werden gleichzeitig in deutscher und russischer Sprache pr\u00e4sentiert. Die didaktische Umsetzung erfolgte durch einfach zu handhabende und zu transportierende Ausstellungsmodule, die die Aktivit\u00e4ten thematisch gruppiert und im gleichen Darstellungsmodus vorstellen. Folgende Themengebiete kristallisierten sich heraus: 1) Naturschutz und umweltvertr\u00e4glicher Tourismus, 2) Landschaftsplanung und Landnutzung, 3) Kulturg\u00fcterschutz, 4) Wasser und Wasserreinhaltung, 5) Umwelttechnik und Energie, sowie 6) Umweltkommunikation und -bildung. Die Pr\u00e4sentation der Projekte erfolgt auf Roll-Ups. Den kurzen und pr\u00e4zisen Informationstexten wurde erkl\u00e4rendes Bildmaterial aus den Vorhaben selbst, ggf. Grafiken und Tabellen hinzugef\u00fcgt. Als Ergebnis stellt sich jedes Vorhaben als selbsterkl\u00e4rende Einheit im Rahmen eines Gesamtgef\u00fcges dar. Zwei Modelle erg\u00e4nzen die Aussagen. Je nach Thema werden an den wechselnden Ausstellungsorten eigene Exponate hinzugef\u00fcgt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Spektrum der dargestellten Aktivit\u00e4ten reicht vom klassischen Umweltschutz (z.B. Bau von Pflanzenkl\u00e4ranlagen oder Energiemanagement) \u00fcber die Beratung (z.B. von Landwirten und Lehrern), die Landschaftsplanung oder die Entwicklung von Tourismuszielen auf regionaler Ebene bis hin zur Sicherung des wissenschaftlichen Forschungsbetriebs in Rybachy, der ehemaligen Vogelwarte Rossitten. Die Gesamtschau konnte bereits bestehende deutsch-russische Kontakte festigen und sie zu neuen Projekten animieren. Die konkret vorgestellten Ma\u00dfnahmen und Erfolge zahlreicher Projekte sprachen potenzielle Partner in beiden L\u00e4ndern an. Als beabsichtigtes Ergebnis konnte sie neue Kooperationen vorbereiten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Nach ihrer Erstellung war die Pr\u00e4sentation der 23 Projekte die zentrale Aufgabe des Vorhabens. Mit Informationen an Kommunikatoren im gesamten Bereich des Natur- und Umweltschutzes, der Umwelttechnologie und des naturvertr\u00e4glichen Tourismus sowie gezielter Werbung konnte eine breit gef\u00e4cherte \u00d6ffentlichkeit angesprochen werden. Die Verwendung leichter, Raum sparender und dennoch robuster Materialien war die Voraussetzung f\u00fcr die Wanderausstellung. F\u00fcr die Vermittlung der Inhalte an die o.a. Hauptzielgruppen waren l\u00e4ngere Laufzeiten in den meisten Ausstellungsorten, an wichtigen Zentren deutsch-russischer Zusammenarbeit eine entscheidende Voraussetzung. Die Ausstellung wurde (in dieser Reihenfolge) auf den Deutsch-Russischen Umwelttagen in Kaliningrad, im Zentrum f\u00fcr Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabr\u00fcck, im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin, in der Industrie- und Handelskammer Potsdam, im Ostpreu\u00dfischen Landesmuseum in L\u00fcneburg, im Rathaus-Altbau in Braunschweig, im B\u00f6rsensaal des Rathauses in L\u00fcbeck, im Kulturzentrum Ostpreu\u00dfen in Ellingen, im operativen Zentrum der Heinz Sielmann Stiftung in Duderstadt, im Museum der Weltmeere in Kaliningrad sowie in Naturkundemuseum in Leipzig gezeigt. Mit der Pr\u00e4sentation in der Hauptstadt Berlin, in der Metropole des Gebiets Kaliningrad, in der Hauptstadt des Partnerlandes Brandenburg der Oblast Kaliningrad, Potsdam, sowie in \u00fcber das gesamte Bundesgebiet verteilten Orten erreichte die Ausstellung einen guten Querschnitt der Zielgruppe. An fast allen Standorten wurde die \u00d6ffentlichkeit durch zus\u00e4tzliche Angebote wie Vortr\u00e4ge, Podiumsdiskussionen, Seminarveranstaltungen u.a. informiert. Es ist beabsichtigt, im Ostpreu\u00dfischen Landesmuseum eine Medienstation einzurichten, in der sich die Besucher \u00fcber alle in der Ausstellung vorgestellten Projekte, aber auch zwischenzeitlich und zuk\u00fcnftig realisierte, informieren k\u00f6nnen. Dieses Angebot soll in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden aktualisiert werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Hauptstadt des fr\u00fcheren Ostpreu\u00dfen, K\u00f6nigsberg, verstand sich stets als ein Mittler zwischen Deutschland und Russland. Wechselnde Partner- und Gegnerschaften haben diese Konstellation niemals l\u00e4ngerfristig au\u00dfer Kraft setzen k\u00f6nnen. Als Beispiele seien hier die 1544 in K\u00f6nigsberg gegr\u00fcndete Albertus-Universit\u00e4t (heute Kant-Universit\u00e4t) oder die 1920 erstmalig er\u00f6ffnete, bis zum Zweiten Weltkrieg bestehende Deutsche Ostmesse in K\u00f6nigsberg genannt, die beide eine Br\u00fcckenfunktion zwischen den V\u00f6lkern darstellten. Seit \u00d6ffnung des Kaliningrader Gebiets 1990 und vermehrt durch eine seit der 750-Jahrfeier der Stadt 2005 zu verzeichnende Investitionst\u00e4tigkeit gewinnt die nun russische Stadt, seit 1946 Kaliningrad, allm\u00e4hlich die fr\u00fchere Funktion K\u00f6nigsbergs zur\u00fcck. Kein anderes Gebiet Russlands hat ist so nah an Mittel- und Westeuropa gelegen, keine andere russische Region ist von Deutschland aus so leicht erreichbar. Diesen Vorteil nutzen immer mehr Kooperationspartner beider L\u00e4nder, zu beiderseitigem Vorteil. Die \u00dcbersicht \u00fcber die bisher realisierten Projekte deutsch-russischer Zusammenarbeit im Umweltbereich fokussiert einen kleinen Bereich der vielfach realisierten wirtschaftlichen Verbindungen, doch wie diese weist auch die in der Ausstellung vorgestellte Zwischenbilanz der deutsch-russischen Umweltkooperation eine deutliche Steigerung und eine optimistische Perspektive auf. Wir sind sicher, dass die Pr\u00e4sentation weitere Kooperationen im Umweltbereich anregen konnte und einen Beitrag zur V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung leisten wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Seit ihrer \u00d6ffnung 1990 sind in der seit Aufl\u00f6sung der Sowjetunion zur Exklave gewordenen Region Kaliningrad eine Vielzahl von Projekten zum Natur- und Umweltschutz sowie zur Regionalentwicklung und Tourismusf\u00f6rderung durchgef\u00fchrt worden. Besonders stark haben sich Stiftungen, Initiativen, Beh\u00f6rden und Firmen aus der Bundesrepublik Deutschland engagiert, um die Jahrzehnte lang vernachl\u00e4ssigte [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[1266,2422,50,2423],"class_list":["post-24952","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-grenzueberschreitend","tag-landnutzung","tag-naturschutz","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"26598\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"","dbu_projektdatenbank_bsumme":"60.000,00","dbu_projektdatenbank_firma":"Ostpreu\u00dfisches Landesmuseum (OL)","dbu_projektdatenbank_strasse":"Ritterstr. 10","dbu_projektdatenbank_plz_str":"21335","dbu_projektdatenbank_ort_str":"L\u00fcneburg","dbu_projektdatenbank_p_von":"2008-04-18 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2011-08-18 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"3 Jahre und 4 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"04131\/75995-0","dbu_projektdatenbank_inet":"www.ostpreussisches-landesmuseum.de","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Grenz\u00fcberschreitend","dbu_projektdatenbank_foerderber":"130","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"DBU-Abschlussbericht-AZ-26598.pdf","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24952","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24952\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37955,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24952\/revisions\/37955"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24952"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24952"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24952"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}