{"id":24934,"date":"2023-09-30T10:32:39","date_gmt":"2023-09-30T08:32:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26540-01\/"},"modified":"2023-09-30T10:32:41","modified_gmt":"2023-09-30T08:32:41","slug":"26540-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26540-01\/","title":{"rendered":"Sicherung wirtschaftlicher Nutzung von Feuchtgr\u00fcnlandstandorten unter Ber\u00fccksichtigung der Sporenpflanze Sumpfschachtelhalm"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In einigen extensiv bewirtschafteten Fl\u00e4chen des Bundeslandes Niedersachsen wurde seit 2006 zunehmendes Vorkommen der als giftig geltenden Sporenpflanze Sumpfschachtelhalm beobachtet. Die ans\u00e4ssigen Landwirte\/Tierhalter bewirtschaften die betreffenden Fl\u00e4chen mit Rindern, z. T. auch Milchvieh sowie Schafen und Pferden. In Milchviehbetrieben kam es zu Leistungseinbu\u00dfen nach Vorgabe des betreffenden Futters, so dass die Bewirtschaftung des f\u00fcr den Wiesenvogelschutz wichtigen Gr\u00fcnlandes in Frage gestellt wurde. Es sollten Verfahren der Eind\u00e4mmung der Giftpflanze und M\u00f6glichkeiten alternativer Verwertungskonzepte untersucht werden, um \u00fcbertragbare Empfehlungen f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Gr\u00fcnlandnutzung auf extensiv genutztem Feuchtgr\u00fcnland bei Vorkommen von Sumpfschachtelhalm zu erarbeiten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIdentifikation tiergesundheitlicher Risiken bei Aufnahme von Sumpfschachtelhalm (SSH).<br \/>\nDie Tier\u00e4rztliche Hochschule Hannover untersuchte die Auswirkungen der Futterzugabe von getrocknetem und pulverisiertem SSH in verschiedenen Dosierungen bei Schafen, Rindern und Pferden.<br \/>\nErarbeitung von L\u00f6sungsans\u00e4tzen zur Minimierung gesundheitlicher Risiken f\u00fcr Nutztiere.<br \/>\nLWK und NLWKN untersuchten pflanzenbaulich technische Ma\u00dfnahmen sowie die Wirkung unterschiedlicher Beweidungsdichte auf das Vorkommen bzw. die Eind\u00e4mmung von SSH im Gr\u00fcnland.<br \/>\nMinderung des Risikopotenzials von Sumpfschachtelhalm bei Konservierung und F\u00fctterung.<br \/>\nKonservierungsversuch von Gr\u00fcnlandaufw\u00fcchsen mit starkem SSH-Besatz, um den Einfluss der Zusatzstoffe (Silierhilfsstoffe) auf den Alkaloidgehalt (Palustrin) zu untersuchen.<br \/>\nUntersuchung energetischer Nutzungspotenziale entsprechender Gr\u00fcnlandaufw\u00fcchse.<br \/>\nUniversit\u00e4t Rostock untersuchte den Einfluss des SSH auf die Verg\u00e4rbarkeit von Gr\u00fcnlandaufw\u00fcchsen<br \/>\nBewertung verschiedener L\u00f6sungsans\u00e4tze in einem Monitoring auf Praxisfl\u00e4chen<br \/>\nDurchf\u00fchrung ausgew\u00e4hlter Ma\u00dfnahmen aus der Erarbeitung von L\u00f6sungen zur Eind\u00e4mmung des SSH<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Aufgrund seiner Toxidit\u00e4t, die f\u00fcr verschiedene Nutztierarten nachgewiesen ist, ist der Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre; im Folgenden: SSH) bereits seit dem 1. Jhd. n. Chr. als ausgesprochene Problempflanze in der Gr\u00fcnlandwirtschaft bekannt (Zusammenfassung bei K\u00d6HLER 1971). Die k\u00fcstennahen Flussmarschen und Niedermoorgebiete Norddeutschlands stellten den Verbreitungsschwerpunkt in der BRD dar; in den ersten Jahrzehnten der Nachkriegszeit wurde gerade hier einer gezielten Bek\u00e4mpfung des Duwock starke Beachtung geschenkt, wovon u.a. auch mehrere Dissertationen zu dieser Pflanzenart und ihrer Bek\u00e4mpfung zeugen (VON KRIES 1962, K\u00d6HLER 1971). Die in der Projektstudie vorgestellte detaillierte Erfassung der SSH-Best\u00e4nde hat gezeigt, dass die Art mittlerweile wieder eine vielfach vorkommende Pflanzenart innerhalb des Gr\u00fcnlands feuchter Standorte in Teilen der D\u00fcmmerniederung sowie der Niederelbniederung ist. Die hier anzutreffende Nutzung der Aufw\u00fcchse durch Rinder-, Schaf- und Pferdebetriebe ist daher mit hohen tiergesundheitlichen und wirtschaftlichen Risiken verbunden. Das Weideverhalten und der Einfluss der Beweidung durch Wiederk\u00e4uer und Pferde waren in unseren Untersuchungen stark differenziert. Bei der Schafbeweidung wurden die Duwocktriebe durch selektives Fressen freigestellt, w\u00e4hrend Rinder ein wesentlich geringeres Selektionsverm\u00f6gen aufwiesen und die besonders stark betroffenen Bereiche st\u00e4rker gemieden wurden. Eindeutig undifferenziert nahmen Pferde den Duwock im Gr\u00fcnland auf und frassen eine mit 10-15 % Duwock besetzte Gr\u00fcnlandfl\u00e4che scharf ab. Das Weideverhalten der Tiere spiegelt im Vergleich mit den im Projekt durchgef\u00fchrten Untersuchungen der Tier\u00e4rztlichen Hochschule Hannover die Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr eine m\u00f6gliche, direkt durch den Sumpfschachtelhalm hervorgerufene Gesundheitssch\u00e4digung. Danach sind Pferde die idealen Weidetiere und m\u00f6glicherweise auch geeignet kontaminiertes Grundfutter zu verwerten. Um das nicht g\u00e4nzlich auszuschlie\u00dfende Risiko von langfristigen Grundfuttergaben mit Duwockanteilen an Pferde nochmals zu verringern, ist nach unseren Untersuchungen die Heubergung das Konservierungsverfahren, welches im Gegensatz zur Grassilage aufgrund von Br\u00f6ckelverlusten deutlich geringere Alkaloidgehalte aufweist.<br \/>\nDie Wirkung fl\u00e4chenhafter oberirdischer Spritzungen, wie sie heute mit zugelassenen Herbiziden im Gr\u00fcnland m\u00f6glich sind, war in unseren Untersuchungen mit 80 % zun\u00e4chst gut. Die Wirkung war aber nicht nachhaltig. Von den untersuchten Verfahren zur Bek\u00e4mpfung des Sumpfschachtelhalms hat sich das Unterschneidungsverfahren als effektiver und nachhaltiger herausgestellt, allerdings verbunden mit hohem Aufwand und vergleichsweise hohen Kosten von 120,- bis 200,- \u0080 je Hektar . Ein mehr oder weniger starker Ertragsr\u00fcckgang infolge der Unterschneidung im Folgeaufwuchs (10-30 %), durch Wasserdefizite bedingt,  ist ebenfalls m\u00f6glich. Entscheidend f\u00fcr den nachhaltigen Erfolg der Ma\u00dfnahme war die anschlie\u00dfende `scharfe Beweidung\u00b4 durch Wiederk\u00e4uer; hierdurch wurde ein wesentlicher Wiederaustrieb w\u00e4hrend der gesamten Nutzungsdauer vermieden und der pflegende Einfluss der Intensivbeweidung wirkte sich zus\u00e4tzlich positiv auf die Grasnarbenbildung aus. Profilgrabungen und Rhizombeobachtungen ergaben jedoch, dass 3 Monate nach einmaliger Unterschneidung (2010) keine Ersch\u00f6pfung des SSH zu erwarten ist. Oberirdisch und oberhalb des Schnitthorizontes stellte sich eine Art Wachstumsstillstand ein. Ein Absterben der Rhizome konnte nach drei Monaten aber nicht beobachtet werden. Der Nachwuchs erfolgte dagegen aus den Nodien der Vertikalrhizome direkt unterhalb der Schnittlinie. Vor diesem Hintergrund ist es ratsam Nutzungsstrategien zu finden, die mit dem SSH-Auftreten dauerhaft vereinbar sind. Eine nachhaltige Bek\u00e4mpfung im Sinne des Naturschutzes scheint dagegen aussichtslos.<\/p>\n<p>Sollten die klassischen Verwertungspfade f\u00fcr Dauergr\u00fcnland in der F\u00fctterung auf Grund von hohen Sumpfschachtelhalmvorkommen nicht in Frage kommen, ist die Verg\u00e4rung der Aufw\u00fcchse zur Methan-gewinnung ein geeignetes Verwertungsszenario. Dem Nachteil relativ hoher Siliziumgehalte der Schachtelhalmarten steht der Vorteil vergleichsweise geringer Rohfasergehalte und damit hoher Methanausbeu-ten der organischen TM gegen\u00fcber. Da die Gattung Equisetaceae ihre Standfestigkeit physiologisch st\u00e4rker als Gramineen \u00fcber Zellwandverkieselung als \u00fcber Lignifizierung realisiert, erscheint der Einsatz stark Duwock-haltiger Aufw\u00fcchse in den klassischen Nassverg\u00e4rungsanlagen als sinnvollste Option. Voraussetzung daf\u00fcr ist allerdings, dass die entsprechenden Anlagen f\u00fcr den Halmguteinsatz optimiert sind. Bei hohen Anteilen von Gramineen in der Begleitvegetation und naturschutzfachlich notwendigen sp\u00e4ten Pflegeschnitten ist hingegen dem Verfahren der Feststofffermentation der Vorzug zu geben, wobei auf eine Substrat-angepasste Perkolationsf\u00fchrung besonderer Wert zu legen ist.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>H\u00dcNSCHE, K., WOLF, P., BAUMG\u00c4RTNER, W., LANGE, G., KAMPHUES, J. (2009)<br \/>\nExperimental studies on the toxicity of dried marsh horsetail (Equisetum palustre) in sheep and horses<br \/>\nProc. 13th Congress of the ESVCN, 15.-17. Ocotober 2009, Oristano, Sardinia (Italy)<\/p>\n<p>H\u00dcNSCHE, K., WOLF, P., LANGE, G., KAMPHUES,  J. (2010)<br \/>\nExperimentelle Studien \u00fcber Auswirkungen von getrocknetem Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre) im Futter von Pferden<br \/>\n21. Tagung der DVG, Fachgruppe Pferdekrankheiten, 12.-13. M\u00e4rz 2010<\/p>\n<p>H\u00dcNSCHE, K., WOLF, P., LANGE, G., KAMPHUES, J. (2010)<br \/>\nInvestigations on adverse effects of feeding dried marsh horsetail (Equisetum palustre) an Wiederk\u00e4uer und Pferde<br \/>\nProc. Soc. Nutr. Physiol. 19, 150<\/p>\n<p>H\u00dcNSCHE, K. (2010)<br \/>\nUntersuchungen zu m\u00f6glichen Schadwirkungen einer Kontamination von Grundfutter mit getrocknetem Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre) bei Wiederk\u00e4uern und Ponys<br \/>\nDiss. med. vet., Hannover<\/p>\n<p>JANTZEN, CHRISTIAN (2010)<br \/>\nZur Eignung von Gr\u00fcnlandaufw\u00fcchsen mit dem Bestandesbildner Equisetum palustre f\u00fcr Verfahren der Biomethanisierung. Masterarbeit im Studiengang Agrar\u00f6kologie, Universit\u00e4t Rostock, 2010<\/p>\n<p>LANGE, GERD (2011)<br \/>\nEinfluss des Konservierungsverfahrens auf den Palustringehalt im Grundfutter von Gr\u00fcnland mit hohem Anteil Sumpfschachtelham (Equisetum palustre) &#8211; Posterbeitrag, 29.-31. August 2011, Arbeitsgemein-schaft Gr\u00fcnland und Futterbau (AGGF) in Oldenburg.<br \/>\nLANGE, GERD (2011)<br \/>\nMa\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Sporenpflanze Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre) auf wech-selfeuchtem Wirtschaftsgr\u00fcnland &#8211; Posterbeitrag, 29.-31. August 2011, Arbeitsgemeinschaft Gr\u00fcnland und Futterbau (AGGF) in Oldenburg.<br \/>\nLANGE, GERD (2012)<br \/>\nSuperunkraut Sumpfschachtelhalm, Fachartikel in top agrar 5\/2012, S. 84-89.<br \/>\nM\u00dcLLER, J\u00dcRGEN (2009)<br \/>\nAnalyse von Umweltauswirkungen des Anbaus von Bioenergiepflanzen &#8211; Untersuchungen zur Substrateignung von Gr\u00fcnlandaufw\u00fcchsen. Posterbeitrag, 04.02.2009, G\u00fcstrow (Organisation: Umweltbildungszentrum) <\/p>\n<p>M\u00dcLLER, J\u00dcRGEN; WIEDOW, DENNY; JANTZEN, CHRISTIAN; DITTMANN, LISA (2012)<br \/>\nEignung von Gr\u00fcnlandaufw\u00fcchsen mit dem Bestandesbildner Equisetum palustre L. f\u00fcr Verfahren der Biomethanisierung. In: Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Gr\u00fcnland und Futterbau (13), S. 129-133<\/p>\n<p>Regelm\u00e4\u00dfige Vortragst\u00e4tigkeiten erm\u00f6glichen die Verbreitung der Erkenntnisse in der Landwirtschaft (LWK), bei Tier\u00e4rzten (Tier\u00e4rztliche Hochschule)  und in sonstigen Wissenschaften (Uni Rostock).<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Feuchtgr\u00fcnland wird, ausgenommen Hochmoorstandorte, auch weiterhin vom Sumpfschachtelhalm besiedelt werden, zumal bei extensiver Nutzung. Die M\u00f6glichkeit, Sumpfschachtelhalm gezielt durch Verf\u00fctterung an Pferde zu nutzen, ist nach den Ergebnissen der Projektstudie realistisch. Aufgrund der relativ kurzen F\u00fctterungszeitr\u00e4ume in den Untersuchungen kann eine langfristig nachteilige Wirkung, etwa durch den Einfluss des enthaltenen Thiaminase-Enzyms, aber nicht ausgeschlossen werden. Zur Abkl\u00e4rung dieses Sachverhaltes werden detaillierte Langzeitstudien empfohlen, die auch die M\u00f6glichkeiten einer Langzeitsch\u00e4digung durch Verf\u00fctterung des Sumpfschachtelhalms untersuchen.<\/p>\n<p>In den Untersuchungen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen wurde die traditionelle Heuwerbung als geeignete Methode herausgestellt, den Duwockanteil und damit den Alkaloidgehalt stark belasteter Gr\u00fcnlandaufw\u00fcchse durch Br\u00f6ckelverluste auf ein geringes und m\u00f6glicherweise ertr\u00e4gliches Ma\u00df zu reduzieren.  <\/p>\n<p>F\u00fcr die Weidenutzung kann der  Einsatz von Unterschneideger\u00e4ten im zeitigen Fr\u00fchjahr empfohlen werden, um den Duwock in der aktuellen Vegetationsperiode effektiv zur\u00fcckzudr\u00e4ngen. In Verbindung mit intensiver Besatzdichte und bei ausreichender D\u00fcngung ist ein guter Bek\u00e4mpfungserfolg gegeben.<br \/>\nOb der relativ aufw\u00e4ndige Einsatz der Ger\u00e4te wirtschaftlich lohnend ist, h\u00e4ngt von den speziellen  Einsatzbedingungen ab. Die Grenzen des Einsatzes sind einerseits wirtschaftlich begr\u00fcndet, andererseits sind bestimmte stand\u00f6rtliche Gegebenheiten auszuschlie\u00dfen. Ebene Fl\u00e4chen ohne st\u00f6rende Fremdk\u00f6rper (Obstbaum o. a. Wurzelstubben, Leitungstrassen, Findlinge u. \u00e4.) sind am besten geeignet Der Einsatz wird sich daher in der Regel auf Fl\u00e4chen der \u00f6ffentlichen Hand beschr\u00e4nken. <\/p>\n<p>Direkte und nachhaltige Folgen der Bewirtschaftungsma\u00dfnahme Unterschneidung auf die Begleitvegetation wurden nach 2 Einsatzjahren und dreimaliger Beobachtung von Dauerquadraten nicht festgestellt. Wesentliche Verschiebungen der Artenzusammensetzung  fanden nicht statt, allerdings wurden auch keine besonders sch\u00fctzenswerten Pflanzengesellschaften untersucht. <\/p>\n<p>In Feuchtgr\u00fcnland steht evtl. der Wiesenvogelschutz dem optimierten Einsatz der  Ma\u00dfnahmen Unterschneidung und Intensivbeweidung im Fr\u00fchjahr entgegen. Es ist daher im Einzelfall zu entscheiden und bei Bedarf zu kontrollieren, ob die betreffenden Fl\u00e4chen durch Limikolen frequentiert werden. <\/p>\n<p>Die grunds\u00e4tzliche Eignung der Sumpfschachtelhalmaufw\u00fcchse f\u00fcr die energetische Nutzung wurde hinreichend durch die Universit\u00e4t Rostock gepr\u00fcft und dokumentiert. Die Untersuchung zeigt, dass bei der Verwendung von stark mit Duwock besetzten Feuchtgr\u00fcnland-Aufw\u00fcchsen f\u00fcr die Biogaserzeugung keine negativen Effekte auf das Prozessgeschehen durch den sekund\u00e4ren Inhaltsstoff \u0082Palustrin zu bef\u00fcrchten sind. Das Palustrin wird im Zuge der Methanogenese weitgehend abgebaut. <\/p>\n<p>Das Projekt zeigt die M\u00f6glichkeiten und Grenzen der Verwendung und Bewirtschaftung von Feuchtgr\u00fcnlandfl\u00e4chen mit hohen Bestandsanteilen Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre) in der Vegetation auf. Die angewandten Methoden der Verdr\u00e4ngung m\u00fcssten durch eine allgemeine Intensivierung der Bewirtschaftung unterst\u00fctzt werden, um langfristig mit Wiederk\u00e4uern verwertet werden zu k\u00f6nnen. Eine wirtschaftliche Nutzung ist unter den Vorgaben einer naturschutzvertr\u00e4glichen Bewirtschaftung auch nach unseren Projektstudien nur eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich. Wasseranstau und  vernachl\u00e4ssigte Vorflut stehen in Verbindung mit eingeschr\u00e4nkter D\u00fcngung, sp\u00e4ter Mahd und\/oder extensiver Weidehaltung dem Interesse einer nachhaltigen Verdr\u00e4ngung des Sumpfschachtelhalms  grunds\u00e4tzlich entgegen und sollten in den betreffenden Gebieten entsprechend flexibel gehandhabt werden, um im Einzelfall Verbesserungen durch die aufgezeigten Methoden zu erm\u00f6glichen.<br \/>\nDie alternative Nutzung der Aufw\u00fcchse durch Verg\u00e4rung in Biogasanlagen kann zuk\u00fcnftig auf stark betroffenen Fl\u00e4chen  wirtschaftlich interessanter sein als eine Nutzung f\u00fcr Grundfutter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In einigen extensiv bewirtschafteten Fl\u00e4chen des Bundeslandes Niedersachsen wurde seit 2006 zunehmendes Vorkommen der als giftig geltenden Sporenpflanze Sumpfschachtelhalm beobachtet. 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