{"id":24929,"date":"2023-07-13T15:27:03","date_gmt":"2023-07-13T13:27:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26521-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:27:03","modified_gmt":"2023-07-13T13:27:03","slug":"26521-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26521-01\/","title":{"rendered":"Reduzierung des Ressourceneinsatzes beim Feuerverzinken durch Kombination eines neuen Flussmittels mit einer innovativen Flussmittelaufbereitungsanlage"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Verzinkungsprozesses fallen Zinkasche und Hartzink als Abfallstoffe aus. Diese entstehen vor allem durch Verunreinigungen des Flussmittels, in welches die zu verzinkenden Teile vor dem eigentlichen Zinkbad eingetaucht werden. Daher muss das Flussmittel in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden aufbereitet werden. Dies geschieht heute noch \u00fcberwiegend in externen Aufbereitungsanlagen, was jedoch Produktionsstillst\u00e4nde w\u00e4hrend des Flussmittelwechsels, als auch Flussmitteltransporte auf der Stra\u00dfe nach sich zieht. Eine interne Aufbereitung in Verzinkereien ist zwar schon m\u00f6glich, jedoch technisch und chemisch sehr aufwendig. Dieses Projekt soll nun eine kontinuierliche interne Aufbereitung vereinfachen und gro\u00dftechnisch m\u00f6glich machen.<br \/>\nDadurch k\u00f6nnen neben Chemikalien zur Aufbereitung und Transporten, durch kontrollierte Reinhaltung des Flussmittels, auch Rohstoffe wie Zink eingespart werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEs besteht zwar bereits eine Versuchsanlage, jedoch haben sich hier auch erkennbare Probleme ergeben, die nun im weiteren Verlauf bis zur Marktreife in den Griff bekommen werden m\u00fcssen.<br \/>\nEin sehr dringendes Problem stellt die Pumpentechnik dar. Die bisher verwendeten Pumpen, und auch andere Anlagenteile, kommen mit Dauerbetrieb nicht zurecht. Oft setzen sich diese Anlagenteile mit dem Schlamm zu oder bringen nicht die ben\u00f6tigte Kraft auf, das Flussmittel kontinuierlich in den Absetzbeh\u00e4lter oder aus diesem wieder heraus zu pumpen. Das f\u00fchrt unter anderem zu einer weiteren Fragestellung, die es gilt zu beantworten. Diese wird die Frage sein, auf welche Art und Weise eine dauerhafte und effiziente Filtration erreicht wird. Weiterhin m\u00fcssen Untersuchungen zu Menge und Zusammensetzung des Abfalles, also des Schlammes, gemacht werden. Auch die bisher gemachten Ergebnisse zum KCl-Gehalt im Flux m\u00fcssen \u00fcber l\u00e4ngere Zeit \u00fcberpr\u00fcft werden. Es wird sich zeigen, ob durch Optimierung der eingesetzten Techniken auch die Menge der Einsatz- bzw. Abfallstoffe und die Einsparungen weiter optimiert werden k\u00f6nnen. Der Zinkeinsatz soll weiterhin um 1 kg\/t Durchsatz reduziert, also auf eine Ersparnis von insgesamt 5 kg Zink pro Tonne Durchsatz erh\u00f6ht werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>1.  W\u00e4hrend des Versuches traten in erster Linie Probleme bei den Pumpen auf. Die eingesetzten Membranenpumpen waren zu klein und mussten gegen gr\u00f6\u00dfere Pumpen ausgetauscht werden. Ein weiters Problem stellte sich bei der Pressluft ein. Die Pressluft war nicht, wie zugesagt, getrocknet. Dies hatte zur Folge, dass die Pumpen vereist sind und hierbei die Membranen zerst\u00f6rt wurden. Nach der Behebung dieses Problems traten keine weiteren Pumpenst\u00f6rungen mehr auf.<\/p>\n<p>2.   Die Zuf\u00fchrung der Ferrokilll\u00f6sung musste ebenfalls ver\u00e4ndert werden. Urspr\u00fcnglich war eine Mischeinrichtung in der Zuf\u00fchrungsleitung f\u00fcr das Ferrokill vorgesehen. Es stellte sich jedoch heraus, dass das Ferrokill zu spontan reagiert und die Mischeinrichtung mit dem ausgef\u00e4llten Eisenhydroxid verstopft hat. Nach der Demontage des Mischers trat diese Problem nicht mehr auf.<\/p>\n<p>3.   Eine weiter Erkenntnis war die Umpumpmenge des zu behandelten Flussmittels. Hier war die erste Menge von 1000 l\/h zu hoch angesetzt. Im Laufe des Versuches wurde die Menge auf 400 l\/h reduziert. Letzt endlich ist die Umpumpmenge vom Durchsatz und dem Fe-Gehalt in der Sp\u00fcle abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>4.    Ein weiters Problem waren die Pneumatik f\u00fcr die Membranenpumpen. Es traten starke Ersch\u00fctterungen auf, die die Rohrverbindungen besch\u00e4digt haben. Nach Einbau von Druckausgleichsbeh\u00e4ltern wurde dieses Problem gel\u00f6st.<\/p>\n<p>5.  Das Gesamtkonzept des in Serie gehenden Fluxomaten hat sich auf Grund der Versuchsdurchf\u00fchrung erheblich ver\u00e4ndert, so dass, wie urspr\u00fcnglich vorgesehen, keine der in der Versuchsanlage eingesetzten Teile wieder verwendet werden. <\/p>\n<p>6.   Die Menge der Abfallstoffe (Schlamm) und des Ferrokillverbrauches wurde w\u00e4hrend des Gro\u00dfversuches bestimmt. Der Schlammanfall betr\u00e4gt 0,363 kg\/to Durchsatz und der Ferrokillverbrauch 1 kg\/to. Aus der Schlammenge errechnet sich, dass das Ferrokill ca. 80 g Fe pro kg Ferrokill ausf\u00e4llt.<\/p>\n<p>7.    Es soll auch bei l\u00e4ngerem und dauerhaftem Einsatz keine Anreicherung bestimmter Stoffe erfolgen. . Das Ergebnis zeigt, das nur eine im ppm liegende Anreicherung von Mangan im der Fluxl\u00f6sung erfolgt ist. Das Kaliumchlorid und Zinkchlorid ist in L\u00f6sung im Flux.<br \/>\n Die Analysen zeigen, dass auch nach l\u00e4ngerem Gebrauch keine  merkbare Erh\u00f6hung des KCl-Gehaltes im Flux  festgestellt wurde. <\/p>\n<p>8.    Die Zinkeinsparung wurde am Ende des Gro\u00dfversuches mit 4,26 kg Zink pro to Durchsatz festgestellt.<br \/>\nAus den Kennzahlen ist zu ersehen, dass die Reduzierung der Zinkasche und des Hartzinks eine Einsparung des Zinkverbrauches von ca. 2 kg pro to Durchsatz ergeben hat.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Vorstellung anl\u00e4sslich nationaler und internationaler Fachtagungen (z.B. Intergalva 2009, Madrid); Werbung auf der Homepage.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>In den \u00fcber 8 Monate laufenden Versuch wurden die angestrebten Werte bez\u00fcglich Zinkasche und Hartzink erreicht bzw. unterschritten Die in diesen Betrieb vorhandenen Betriebsdaten sind in der Relation zu der Mehrheit der Verzinker schon vor dem Versuch mit dem Fluxomaten sehr gut gewesen. Deshalb ist die Einsparung um so h\u00f6her einzusch\u00e4tzen. Bei dem Gro\u00dfteil der Verzinkereien liegen der Zinkverbrauch bei 55-75 kg\/to und der Hartzinkanfall bei 5-9 kg\/to und Zinkasche bei 6-10 kg\/to.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens W\u00e4hrend des Verzinkungsprozesses fallen Zinkasche und Hartzink als Abfallstoffe aus. Diese entstehen vor allem durch Verunreinigungen des Flussmittels, in welches die zu verzinkenden Teile vor dem eigentlichen Zinkbad eingetaucht werden. Daher muss das Flussmittel in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden aufbereitet werden. Dies geschieht heute noch \u00fcberwiegend in externen Aufbereitungsanlagen, was jedoch Produktionsstillst\u00e4nde [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[47,65,51,52,53],"class_list":["post-24929","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-klimaschutz","tag-nordrhein-westfalen","tag-ressourcenschonung","tag-umweltforschung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"26521\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"","dbu_projektdatenbank_bsumme":"28.800,00","dbu_projektdatenbank_firma":"Dipl.-Ing. Herwig GmbH","dbu_projektdatenbank_strasse":"Wasserloses Tal 47","dbu_projektdatenbank_plz_str":"58093","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Hagen","dbu_projektdatenbank_p_von":"2008-09-02 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2010-09-02 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"2 Jahre","dbu_projektdatenbank_telefon":"02331 915 55","dbu_projektdatenbank_inet":"www.herwig-gmbh.com","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Nordrhein-Westfalen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"115","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24929","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24929\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37932,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24929\/revisions\/37932"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24929"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24929"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24929"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}