{"id":24916,"date":"2023-09-30T10:32:39","date_gmt":"2023-09-30T08:32:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26498-01\/"},"modified":"2023-09-30T10:32:39","modified_gmt":"2023-09-30T08:32:39","slug":"26498-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26498-01\/","title":{"rendered":"Neue Medien in der Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung &#8211; GPS-Bildungsrouten im Biosph\u00e4renreservat Flusslandschaft Elbe"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>GPS verkn\u00fcpft das Erleben in der Natur mit der theoretischen und digitalen Aufarbeitung im Klassenzimmer<br \/>\nDie Lebenswelt von Jugendlichen ist medial gepr\u00e4gt. Ob Handy, Computer oder MP3-Player, in k\u00fcrzester Zeit beherrschen sie die Bedienung und Funktionalit\u00e4t. Aber wo bleibt der Kontakt mit der Natur? Das Projekt NaviNatur vom Umweltbildungszentrum SCHUBZ in L\u00fcneburg setzt an dieser Stelle an: Bildung f\u00fcr Nachhaltige Entwicklung durch die Verkn\u00fcpfung von Naturerlebnis mit neuen Medien. Das Ziel ist die Erstellung von GPS-basierten Bildungsrouten.<br \/>\nMethode: GPS-Bildungsrouting- Partizipation mit neuen Medien<br \/>\nDer Unterschied zu den herk\u00f6mmlichen GPS-Touren (sog. Geocaching) besteht darin, dass die Sch\u00fclerInnen ihre Points of Interest (POI) und GPS-Bildungstouren mit allen Informationen, Bildern und Audiobeitr\u00e4gen selbst erarbeiten, sammeln und auf die GPS-Ger\u00e4te spielen. Sie leisten damit einen besonderen Beitrag zur \u00f6ffentlichen Wahrnehmung der Nachhaltigen Entwicklung in ihrem Biosph\u00e4renreservat, selbstorganisiert und lebensweltnah. Denn wer w\u00fcsste besser wie man die Sch\u00fclerInnen von heute f\u00fcr das Konzept einer Nachhaltigen Entwicklung begeistern kann, als die Sch\u00fclerInnen selbst. Die Sch\u00fclerInnen besch\u00e4ftigen sich in der Schule mit dem Bioshp\u00e4renreservat und seiner Nachhaltigen Entwicklung, formulieren ihren Interessen entsprechend Fragestellungen und f\u00fcttern die GPS-Ger\u00e4te drau\u00dfen: Mit GPS-Ger\u00e4ten, Digitalkameras und Aufnahmeger\u00e4ten ausgestattet unternehmen sie Exkursionen und erforschen den Lebensraum Elbtalaue. Dabei suchen und erkunden sie Orte, an denen sich ihre Themen besonders gut verdeutlichen lassen.<br \/>\nSie navigieren sich zu den jeweiligen POIs und belegen die GPS-Punkte mit Wissenswertem zum jeweiligen Lebensraum. Die Inhalte behandeln \u00f6kologische, \u00f6konomische, soziale und kulturelle Aspekten ih-rer Region. Nach einem Schuljahr erkunden nun andere Sch\u00fclerInnen und Interessierte die Bildungsrouten und navigieren sich per GPS durch das Biosph\u00e4renreservat. Dabei werden Ihnen spannende Fragen beantwortet und Wissenswertes aus der Region multimedial vermittelt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methodenkonzeptionelle Phase: 01.04.09-31.08.09<br \/>\n&#8211;\tNetzwerkbildung mit den Kooperationspartnern<br \/>\n&#8211;\tSchlie\u00dfen von Projekt-Vereinbarungen<br \/>\n&#8211;\tVernetzung der Praxispartner und Schulung der ausf\u00fchrenden Mitarbeiter in: Umgang mit GPS, digi-talen Karten, Multimedia, Bildungsansatz BNE<br \/>\n&#8211;\tGewinnung von Pilotklassen mit den Praxispartnern<br \/>\n&#8211;\tEntwicklung von Lernmaterial f\u00fcr die Schulen zur Besch\u00e4ftigung mit den Themen<br \/>\n&#8211;\tLeuphana-Universit\u00e4t: Vorbereitung von Sch\u00fclerInnen-Unterrichtseinheiten<br \/>\n&#8211;\tEntwicklung der Projektplattform www.navinatur.de<br \/>\nDurchf\u00fchrungsphase: 01.09.09-31.06.10<br \/>\nSchulen:<br \/>\n&#8211;\tFortbildung und Projekteinf\u00fchrung in NaviNatur w\u00e4hrend drei Fortbildungsveranstaltungen<br \/>\n&#8211;\tExkursion(en) in die Elbtalaue, Kn\u00fcpfen von Sch\u00fclerInnenkontakten aus verschiedenen Schulen<br \/>\n&#8211;\tSch\u00fcler entwickeln Bildungsinhalte und m\u00f6gliche GPS-Routen mit Aufgaben zu den spezifischen Themen einer Nachhaltigen Entwicklung: Biodiversit\u00e4t, Nachhaltiges Wirtschaften und Energien.<br \/>\n&#8211;\tDurchf\u00fchrung der Aktion: Die Schule sucht den Super POI (BIldungscasting der POI`s)<br \/>\n&#8211;\tVer\u00f6ffentlichung der Themenpr\u00e4sentationen und Aufgabenstellungen auf der Projektplattform im Internet www.navinatur.de<br \/>\n&#8211;\tDurchf\u00fchrung von \u00f6ffentlichen Bildungsschatzsuchen (Tag der Bildungsschatzsuche am 17.Juni 2010 mit insgesamt 8 thematisch- und r\u00e4umlich verschiedenen Touren durch die Schulklassen der Modellschulen<br \/>\n&#8211;\tBewertung der Sch\u00fcler-Touren im Bewertungsforum auf der Projektwebsite, Wahl des Super-POI\u00b4s des Jahres 2010 und Pr\u00e4mierung im \u00f6ffentlichen Forum.<br \/>\nLeuphana-Universit\u00e4t:<br \/>\n&#8211;\tBegleitung der Sch\u00fcler im Unterricht sowie bei dem Tag der Bildungsschatzsuche, Hilfestellungen<br \/>\n&#8211;\tErste Evaluierung des Projektes nach selbstgew\u00e4hlten Fragestellungen<br \/>\nSCHUBZ<br \/>\nErweiterung der Projektwebsite www.navinatur.de um neue von den Sch\u00fclerInnen gew\u00fcnschten Funkti-onalit\u00e4ten wie WIKI, Forum und Chat sowie dem Bewertungsforum und dem Tourennavigator. Konzeption von p\u00e4dagogischen Materialien und Arbeitshilfen f\u00fcr das Projekt (Erster Entwurf technisches und p\u00e4dagogisches Handbuch zum Projekt)<br \/>\nReflektionsphase: 01.07.10 &#8211; 31. 12.10<br \/>\n&#8211;\tEvaluation und Feedbackgespr\u00e4che mit den Projektpartnern und den Modellschulen sowie durch ei-gene Untersuchungen der Studierenden<br \/>\nTransferphase: 01.01.11-31.03.11<br \/>\n&#8211;\t\u00dcberarbeitung von Materialien zum Projekt; Fertigstellung von p\u00e4daogischen und technischen Handb\u00fcchern.<br \/>\n&#8211;\tErste wissenschaftliche Auswertung der Evaluation f\u00fcr die Fachtagung<br \/>\n&#8211;\tDurchf\u00fchrung einer Fachtagung am 17.\/18.3.2011<br \/>\n&#8211;\tImplementierung des Projektes als abrufbares Umweltbildungsangebot f\u00fcr Schulen<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Projektentwicklungsphase<br \/>\nVor Beginn der Praxisphase des Pilotprojektes NaviNatur wurden die LehrerInnen der Modellklassen sowie die StudentInnen und Dozenten des projektbegleitenden Praxisseminars gemeinsam an drei Fort-bildungen\/Workshops auf die wesentlichen Projektphasen des Pilotprojektes vorbereitet.<br \/>\nDie erste Lehrerfortbildung am Elbschloss Bleckede wurde mit allen Projektbeteiligten (Lehrkr\u00e4fte der Modellklassen, den Dozenten der Leuphana Universit\u00e4t L\u00fcneburg, die das projektbegleitende Praxisseminar leiten, Studierenden und dem NaviNatur-Team des SCHUBZ organisiert. Das wesentliche Ziel der Veranstaltung war, neben dem pers\u00f6nlichen Kennenlernen, die Projektziele zu besprechen und den Projektablauf f\u00fcr das n\u00e4chste Schuljahr zu fixieren. Dabei wurde auch eine theoretische und praktische Einf\u00fchrung in Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Schule gegeben, um den Rahmen f\u00fcr das Projekt zu spannen. Im Rahmen der aktuellen UNESCO Weltdekade Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (2005-2014) einigten sich die TeilnehmerInnen auf ein gemeinsames Lernziel, die F\u00f6rderung der individuellen Gestaltungskompetenz bei den Sch\u00fclerInnen, und auf einen gemeinsamen Themen-schwerpunkt, die Nachhaltige Entwicklung und diesbez\u00fcglich zukunftsbezogene Interessenkonflikte im Biosph\u00e4renreservat Flusslandschaft Elbe. Am Ende der Fortbildung konnten die LehrerInnen den beiden Dozenten ihre Pr\u00e4ferenzen f\u00fcr die anstehenden studentischen Unterrichtsvorbereitungen nennen.<br \/>\nDie zweite Lehrerfortbildung im Rechenzentrum der Leuphana Universit\u00e4t L\u00fcneburg wurde gemeinsam f\u00fcr die LehrerInnen der Modellklassen, die StudentInnen des projektbegleitenden Praxisseminars und mit den beiden seminarleitenden Dozenten organisiert. Das Ziel war das gemeinsame Kennenlernen eines Web 2.0`s im Hinblick auf didaktische Chancen aber auch Risiken im Unterricht. Nach einer Vorstellung von selbstorganisierten schulpraktischen Methoden einer BNE wurde die weitere Fortbildungsveranstaltung dementsprechend als ein Gruppenpuzzle durchgef\u00fchrt. Die TeilnehmerInnen konnten sich selbstorganisiert mit den Applikationen der Projekthomepage www.NaviNatur.de vertraut machen, um den erw\u00fcnschten bundesl\u00e4nder\u00fcbergreifenden Dialog initiieren zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDie dritte Lehrerfortbildung am Gymnasium Bleckede wurde allein f\u00fcr die Modellklassen, d.h. die LehrerInnen und ihre Sch\u00fclerInnen organisiert. Die Modellklassen sollten in die Lage gebracht werden, die Ergebnisse ihrer selbsterarbeiteten Recherche zu Nachhaltigen Entwicklung im Biosph\u00e4renreservat \u0082Flusslandschaft Elbe auf die multimedialen GPS-Ger\u00e4te zu transferieren. Durch ein Stationenlernen \u00fcbten die TeilnehmerInnen praxisorientiert den Umgang mit den GPS-Ger\u00e4ten und der vorgeschlagenen, professi-onellen Bild- und Tonbearbeitungssoftware. Die \u00fcberarbeiteten Bild- und Ton-Dateien wurden daraufhin in der Online-Software \u0082NaviMedia hochgeladen und zu Bildungspunkten (POIs) strukturiert, bevor die selbsterarbeiteten Ergebnisse der Sch\u00fclerInnen dann auf die multimedialen GPS-Ger\u00e4te gespielt im Bearbeitungsgebiet angezeigt werden konnten.       Nach dieser Vorbereitungsphase, startete die Durchf\u00fchrungsphase des Pilotprojektes, in der haupts\u00e4chlich die Sch\u00fclerInnen selbst im Mittelpunkt des Geschehens standen. Die Durchf\u00fchrungsphase endete im August 2010 mit dem Beginn der Reflexionsphase.<br \/>\nPraxisphase<br \/>\nDie am 01.08.2009 mit dem Schuljahresbeginn gestartete Praxisphase wurde am 17.06.2010 mit der Durchf\u00fchrung vom Tag der Bildungsschatzsuche (siehe Anhang) und der Bewertung des Super POI`s aller Schulen zum Ende des Schuljahres 2009-2010 (Ende Juni 2010) abgeschlossen.<br \/>\nNachdem am 24.02.10 die dritte Lehrerfortbildung des Pilotprojektes am Gymnasium Bleckede durchge-f\u00fchrt wurde, begannen die Modellschulen ihre selbsterarbeiteten Ergebnisse zur Nachhaltigen Entwicklung im Biosph\u00e4renreservat \u0082Flusslandschaft Elbe in jeweils eigene GPS-Bildungstouren umzusetzen. Die Sch\u00fclerInnen wurden durch ein neuentwickeltes Planspiel Die Schule sucht den Super-POI 2010 (siehe Anhang) vom SCHUBZ unterst\u00fctzt. Die StudentInnen befassten sich mit einer prozessorientierten Evaluation des Projektes.<br \/>\nMit dem Bewertungsforum erhalten die Sch\u00fclerinnen ein Feedback auf ihre selbst erstellten Bildungstouren auf der Projekthomepage www.NaviNatur.de. Als Gewinner des Super-POIs 2010 wurde das Gymnasium Bleckede durch das Feedback nach dem Tag der Bildungsschatzsuche ermittelt. Diese haben von der Voelkel GmbH eine kostenlose Betriebsf\u00fchrung und ein Preisgeld von 500 Euro (siehe Anhang) erhalten.<br \/>\nDas Projekt wurde f\u00fcr seine besondere Rolle innerhalb der Etablierung von Bildung f\u00fcr Nachhaltige Entwicklung (BNE) in Deutschland von der UNSECO ausgezeichnet (siehe Anhang).<br \/>\nReflexionsphase<br \/>\nIn der anschlie\u00dfenden Reflektionsphase, die bis zum 31.12.2010 angedauert ist, wurden mehrere Treffen mit den Akteuren des Projektes organisiert, um praxisrelevant M\u00f6glichkeiten und Voraussetzungen eines Transfers der Projektaktivit\u00e4ten in den Blick zu nehmen. Die Fachtagung mit bundesweit 100 TeilnehmerInnen am 17.\/18.M\u00e4rz in L\u00fcneburg diente schlie\u00dflich der Diskussion de Projektergebnisse. Die Tagungsdokumentation befindet sich unter www.navinatur.de<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt NaviNatur wurde neben der intensiven Medienberichterstattung auch der Fach\u00f6ffentlichkeit durch mehrere Vortr\u00e4ge und Workshops vorgestellt. Im Folgenden werden diese Veranstaltungen und die Zielgruppen kurz skizziert:<br \/>\n\tAuf der 5. Jahrestagung des Biosph\u00e4renreservats Nieders\u00e4chsische Elbtalaue am 07. 11.2009 wurde das Pilotprojekt vor ca. 300 Personen pr\u00e4sentiert.<br \/>\n\tAuf der RUZ-Landestagung im Harz am 26.-27. November 2009 wurde im Rahmen eines Workshops das Projekt NaviNatur interessierten RUZ-Lehrkr\u00e4ften (ca. 40) aus Niedersachsen vorgestellt.<br \/>\n\tAuf dem EduCamp, ein sogenanntes BarCamp f\u00fcr E-Learning, Corporate Learning sowie Lehren und Lernen an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Erziehungswissenschaften, Psychologie und Bildungswissenschaft der Universit\u00e4t Hamburg wurden am 5. bis 6.02.2010 ca. 25 Personen erreicht.<br \/>\n\tAm 18.02.2010 wurde das Pilotprojekt auf der Bildungstagung Medienpanik? &#8211; Sinnvolle Nutzung! f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte und Studierende der Gewerkschaft f\u00fcr Erziehung und Wissenschaft (GEW) an der Leuphana Universit\u00e4t ca. 10 Personen praktisch vorgestellt.<br \/>\n\tAuf der Fachtagung Natur als Abenteuer am 22.04.2010 in Wedel wurden konnten wurde in einem Workshop das Projekt NaviNatur und die darin vom SCHUBZ entwickelte Methode GPS-Bildungsrouting ca. 50 Personen vorgestellt.<br \/>\n\tDer Leiter des SCHUBZ hat zudem am 28. und 29. Mai 2010 in Gie\u00dfen auf der Tagung Keine Angst vor Wissenschaft!, welche von der K\u00f6rber-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der Deutschen Telekom Stiftung veranstaltet wurde, vor 100 Personen einen Vortrag \u00fcber das Projekt NaviNatur und die Methode des GPS-Bildungsroutings gehalten.<br \/>\n\tAm 29.09.2010 fand der L\u00fcneburger Schulmedientag an der Leuphana Universit\u00e4t in L\u00fcneburg statt. Der Leiter des SCHUBZ sowie der p\u00e4dagogische Projektleiter von \u0082NaviNatur hielten, auf Anfrage des veranstaltenden Kreismedienzentrums aus L\u00fcneburg, einen Vortrag \u00fcber das \u0082NaviNatur-Projekt. Auf dem Markt der M\u00f6glichkeiten im H\u00f6rsaalgang der Universit\u00e4t erhielten die Besucher die M\u00f6glichkeit, sich ganzt\u00e4gig an einem \u0082NaviNatur-Sstand \u00fcber das praktische Projekt sowie die Hard- und Software zu informieren und sich bei Interesse f\u00fcr das kommende Schuljahr f\u00fcr eine Projektteilnahme anzumelden.<br \/>\n\tAls Besonderheit der Projektpr\u00e4sentation haben zwei ehemalige Sch\u00fcler des Gymnasiums M\u00f6lln, die in ihrem Abiturjahrgang am Projekt NaviNatur teilgenommen haben, am 30.09.2010 auf der Deutschen Naturschutztagung in Stralsund \u00fcber das Projekt vorgetragen. Im Rahmen des Workshops: Die UN-Dekade Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung als Plattform f\u00fcr das Thema biologische Vielfalt von Herrn Dr. Alexander Bittner, Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabr\u00fcck und Dr. Maik Adom\u00dfent, Leuphana Universit\u00e4t L\u00fcneburg  wurde das Projekt  &#8211; NaviNatur: Mit neuen Medien Biodiversit\u00e4t \u00fcber GPS-Routen zeigen von den beiden pr\u00e4sentiert. Diese Sch\u00fclerpr\u00e4sentation machte deutlich, dass mit dem Projekt sehr schultauglich die Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt unterst\u00fctzt wurde.<br \/>\nAuszeichnung der Deutschen UNESCO-Kommission<br \/>\nDas Pilotprojekt \u0082NaviNatur wurde am 27.09.2010 in Kiel von der Deutschen UNESCO-Kommission als offizielles Dekade-Projekt 2010\/2011 der UNESCO-Weltdekade Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (2005-2014) ausgezeichnet. Dar\u00fcber hinaus wurde \u0082NaviNatur zum Offiziellen Dekade-Projekt der Woche 04.10.2010 bis 10.10.2010 ernannt. Durch die Auszeichnung der UNESCO werden die Aktivit\u00e4ten des Pilotprojektes als ein Beitrag zur Etablierung von BNE in Deutschland hervorgehoben.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Pilotprojekt \u0082NaviNatur hat zum Ziel, eine Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (BNE) und deren \u00fcbergeordnetes Lernziel, den Erwerb von Gestaltungskompetenz bei den Sch\u00fclerInnen an den teilnehmenden Modellschulen \u00fcber digitale Medien unterst\u00fctzt zu etablieren. Einerseits sollten schulspezifische BNE-Diskussionen innerhalb der teilnehmenden Schulen angesto\u00dfen werden, andererseits wurde ein bundesl\u00e4nder\u00fcbergreifende Kooperation der teilnehmenden Sch\u00fclerInnen und LehrerInnen im Biosph\u00e4renreservat \u0082Flusslandschaft Elbe initiiert.<br \/>\nZum Projektabschluss belegen die Lehrer- und Sch\u00fclerInnen-Reflexionen, dass mit dem Projekt in allen Schulen BNE umgesetzt werden konnte. Dabei zeigt die wissenschaftliche Begleitforschung summarisch eine Zunahme des Umwelt- und Medienwissens sowie auch das gesteigerte Interesse der Projektsch\u00fclerInnen nach mehr Unterrichts-Partizipation im Unterschied zu gleichaltrigen Vergleichssch\u00fclerInnen.<br \/>\nInnerhalb des Pilotprojektes wurde erfolgreich eine Vielzahl neuer digitaler Medien zur Erreichung des Ziels eingesetzt. Auf www.NaviNatur.de konnten die Sch\u00fclerInnen einen Chat, ein Forum und ein Wiki nutzen. Die Sch\u00fclerInnen erstellten mit verschiedener Software selbstst\u00e4ndig Bilder, Informationstexte und Audios, welche sie danach mit einer Online-Software im Internet unter www.Navigation.NaviNatur.de zu POIs (Points of Interest) zusammenstellen und auf multimediale GPS-Ger\u00e4te \u00fcbertragen k\u00f6nnen.<br \/>\nEs konnte festgestellt werden, dass die Motivation bei den beteiligten Sch\u00fclerInnen besonders gro\u00df war, wenn ihnen verschiedene Entscheidungs- und Gestaltungsfreir\u00e4ume erm\u00f6glicht wurden. Solche Freir\u00e4ume konnten durch die im Pilotprojekt entwickelte und erprobte (Darstellungs-)Methode des GPS-Bildungsroutings m\u00f6glich gemacht werden. Die Sch\u00fclerInnen konnten eigenst\u00e4ndig Bildungsinhalte f\u00fcr andere entwerfen und entwickelten und sich somit vom Konsumenten zum Produzenten von Wissen und Erfahrungen in Bezug auf unsere Zukunftsf\u00e4higkeit.<br \/>\nDie Lehrer- und Sch\u00fclerInnen-Reflexionen belegten, dass mit dem Projekt in allen Schulen BNE umge-setzt werden konnte. Dabei zeigt die wissenschaftliche Begleitforschung summarisch eine Zunahme des Umwelt- und Medienwissens sowie auch das gesteigerte Interesse der Projektsch\u00fclerInnen nach mehr Unterrichts-Partizipation im Unterschied zu gleichaltrigen Vergleichssch\u00fclerInnen. So w\u00fcnscht sich nach der Teilnahme an dem Projekt NaviNatur ein Gro\u00dfteil der befragten Sch\u00fclerInnen, selbstgesteuert und an der Unterrichtsgestaltung beteiligt zu sein. Dieser Effekt ist bei den Jungen gr\u00f6\u00dfer als bei den M\u00e4dchen.<br \/>\nDie Auspr\u00e4gung von Umweltbewusstsein, bzw. Engagement f\u00fcr die Umwelt sowie Projektorientierung ist  jedoch bei der im Verlauf der Projektlaufzeit nicht signifikant gesteigert worden. Schul- und altersspezifisch unterschiedlich \u00e4u\u00dferten einige Sch\u00fclerInnen eine zeitliche \u00dcberforderung bei dem Projekt in Konkurrenz zu ihrer Freizeitgestaltung und den sonstigen schulischen Anforderungen. Dieses kann als Beleg genommen werden, dass eine zu gro\u00dfe Projektanforderung im Kontext von BNE zwar dem Wissenser-werb dient, jedoch nicht immer auch zu einer Steigerung der Motivation zum eigenst\u00e4ndigen Lernen und zum Engagement f\u00fcr die Umwelt f\u00fchrt. Innerhalb des Pilotprojektes wurde erfolgreich eine Vielzahl neuer digitaler Medien zur Erreichung des Ziels eingesetzt. Auf www.NaviNatur.de konnten die Sch\u00fclerInnen einen Chat, ein Forum und ein Wiki nutzen. Es konnte festgestellt werden, dass die Motivation bei den beteiligten Sch\u00fclerInnen besonders gro\u00df war, wenn ihnen verschiedene Entscheidungs- und Gestaltungsfreir\u00e4ume erm\u00f6glicht wurden. Solche Freir\u00e4ume konnten durch die im Pilotprojekt entwickelte und erprobte (Darstellungs-)Methode des GPS-Bildungsroutings m\u00f6glich gemacht werden. Die Sch\u00fclerInnen konnten eigenst\u00e4ndig Bildungsinhalte f\u00fcr andere entwerfen und entwickelten und sich somit vom Konsumenten zum Produzenten von Wissen und Erfahrungen in Bezug auf unsere Zukunftsf\u00e4higkeit. Die Nutzung von digitalen Medien im Kontext von Web 2.0 muss sich innerhalb der Schule an den Erfordernissen orientieren. Eine angebotene webbasierte Kommunikationsplattform www.navinatur.de hat dabei f\u00fcr die Sch\u00fclerInnen einen formellen Charakter, da sie im Zusammenhang mit der Schule gesehen wird. Daher sollten f\u00fcr einen Transfer immer auch die lebensweltlich n\u00e4heren Kommunikationsplattformen wie ICQ oder Sch\u00fclerVZ genutzt werden, da diese anonymer und informeller sind und daher besser als eine Projektplattform angenommen werden. Hier erscheint eine Integration von bekannten Tools wie ICQ und auch Videobasiert von You Tube sinnvoll, um die Nutzungsfrequenz der Sch\u00fclerInnen zu erh\u00f6hen. Zudem braucht es geeigneter Aufgabenstellungen von Lehrkr\u00e4ften f\u00fcr das digitale Lernen der Sch\u00fclerInnen.<br \/>\nAuf Seiten der beteiligten Lehrkr\u00e4fte wirkte der hohe technische Aufwand bei der Erstellung der Bildungsrouten teilweise als hinderlich in der schulischen Wirklichkeit. Hier muss dringend die Optimierung in der Benutzerfreundlichkeit und im Handling einer geeigneten Software f\u00fcr das Erstellen des Contents auf Seiten der Hersteller geliefert werden. Ein Problem w\u00e4hrend der Projekt-Pilotlaufzeit war, dass die f\u00fcr NaviNatur erforderliche Software vorher nicht verf\u00fcgbar war und somit vom Projekttr\u00e4ger beauftragt werden musste. Da die Content-Software sukzessive f\u00fcr Bildungszwecke begleitend zum Projekt entwickelt worden ist,  war diese noch fehlerbehaftet und optimierungsbed\u00fcrftig. Dieses hat den inhaltlichen Projektfortschritt in der Pilotlaufzeit erheblich beeintr\u00e4chtigt. \u00dcber die Partnergespr\u00e4che konnten zwischenzeitlich gute L\u00f6sungen f\u00fcr eine technische Optimierung und auch f\u00fcr eine Endger\u00e4teunabh\u00e4ngige L\u00f6sung erarbeitet werden.<br \/>\nDie entwickelten p\u00e4dagogischen Aktionen, z. B. das Planspiel Schule sucht den Super-POI und der Tag der Bildungsschatzsuche 2010 haben sich im besonderen Ma\u00dfe bew\u00e4hrt und den Projektablauf produktiv unterst\u00fctzt. Die beteiligten Sch\u00fclerInnen und LehrerInnen signalisierten deutlich ein Interesse am Transfer des Projektes und an der weiteren Durchf\u00fchrung der skizzierten p\u00e4dagogischen Einheiten im Kontext von NaviNatur. Die gemeinsamen Reflexionsgespr\u00e4che mit ProjektpartnerInnen, LehrerInnen und den Technischen Projektpartnern sch\u00e4rften die Anforderungen f\u00fcr einen Transfer. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang eine gesteigerte Kompatibilit\u00e4t der erstellten GPS-Bildungstouren f\u00fcr andere Endger\u00e4te und die fortzuf\u00fchrende Ritualisierung des Projektes durch gemeinsame Aktionen der beteiligten Modellklassen. So kann das Projekt erfolgreich im Schulcurriculum etabliert werden, wenn zum Ende einer Projektphase die zuk\u00fcnftigen Projektsch\u00fclerInnen am Tag der Bildungsschatzsuche teilnehmen, um die Methode des GPS-Bildungsrouting von Ihren Vorg\u00e4ngern aus erster Hand kennen zu lernen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens GPS verkn\u00fcpft das Erleben in der Natur mit der theoretischen und digitalen Aufarbeitung im Klassenzimmer Die Lebenswelt von Jugendlichen ist medial gepr\u00e4gt. Ob Handy, Computer oder MP3-Player, in k\u00fcrzester Zeit beherrschen sie die Bedienung und Funktionalit\u00e4t. Aber wo bleibt der Kontakt mit der Natur? 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