{"id":24909,"date":"2023-07-14T10:34:44","date_gmt":"2023-07-14T08:34:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26484-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:34:46","modified_gmt":"2023-07-14T08:34:46","slug":"26484-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26484-01\/","title":{"rendered":"Konzepte zum Schutz des Moorfroschs (Rana arvalis) &#8211; praxisorientierte Artenschutzbiologie im Europa des 21. Jahrhunderts"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Ziel dieses Projektes war es, in einer dreit\u00e4gigen, internationalen und englischsprachigen Fachtagung (vom 11. &#8211; 13. September 2008) f\u00fchrende Wissenschaftler und Naturschutzfachleute aus 16 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern nach Osnabr\u00fcck einzuladen, um \u00fcber aktuelle Schutzstrategien von Amphibien im Rahmen der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie (FFH) beispielhaft am Moorfrosch (Rana arvalis) zu diskutieren. Zum einen sollten naturschutzrelevante Forschungsarbeiten und Ergebnisse bisheriger Schutzma\u00dfnahmen aus europ\u00e4ischer Sicht dargestellt werden, zum anderen sollte die Konfliktsituation und Problematik solcher Schutzma\u00dfnahmen in Exkursionen direkt erfahren werden. Ein weiterer Aspekt der Tagung sollte die Integration molekular genetischer Untersuchungsmethoden in die praktische Umsetzung der FFH-Richtlinie er\u00f6rtern und somit Zukunftsperspektiven der Umsetzung der FFH-Richtlinien aufweisen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDurchf\u00fchrung der Tagung vom 11. &#8211; 13. September 2008 im Zentrum f\u00fcr Umweltkommunikation in Osnabr\u00fcck. Neben Vortr\u00e4gen und Posterbeitr\u00e4gen zur Schutzproblematik des Moorfroschs bzw. der Amphibien sollen zwei Amphibien-orientierte Parallelexkursionen durchgef\u00fchrt werden. Die Ergebnisse der Tagung werden in einem umfassenden Tagungsband ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Unter Beteiligung von mehr als 50 Teilnehmern aus 13 L\u00e4ndern wurde in Form von Vortr\u00e4gen und diversen Posterbeitr\u00e4gen das Wissen \u00fcber die \u00d6kologie, Verbreitung und Schutz des Moorfrosches aus dem Gesamtareal zusammengetragen und entscheidend vertieft. Der bereits zur Tagung vorgelegte Tagungsband dokumentiert mit 39 Beitr\u00e4gen in deutsch und englisch auf 496 Seiten dieses fundierte Wissen zum Moorfrosch und ist als Supplement 13 der Zeitschrift f\u00fcr Feldherpetologie erschienen und kann \u00fcber den Laurenti-Verlag (http:\/\/www.laurenti.de\/) bezogen werden. <\/p>\n<p>Die Tagung gliederte sich thematisch in die drei folgende Bereiche:<\/p>\n<p>11.9.: Der Moorfrosch aus europ\u00e4ischer Sicht<br \/>\n12.9.: Spezieller Moorfroschschutz, FFH-Problematik und Amphibien<br \/>\n13.9.: Exkursionen<\/p>\n<p>Als besonderer Tagungsteil zum Thema Forschung trifft Praxis: K\u00f6nnen genetische Konzepte und Marker die Umsetzung der FFH-Richtlinie optimieren? wurde die Perspektive der Integration von DNA-basierten molekularen Markern (so genannte Naturschutzgenetik) in FFH-Schutzkonzepte von Amphibien anhand verschiedener Vortr\u00e4ge er\u00f6rtert:<br \/>\n&#8211; Prof. Dr. MICHAEL VEITH (Universit\u00e4t Trier)<br \/>\n  Prinzipien der Naturschutzgenetik am Beispiel der Amphibien<br \/>\n&#8211; Prof. Dr. MIGUEL VENCES (Universit\u00e4t Braunschweig),<br \/>\n  DNA barcoding: Molekulare Perspektiven f\u00fcr die Identifizierung und Erfassung der Artenvielfalt<br \/>\n&#8211; Prof. Dr. HEIKE PR\u00d6HL (Tierhochschule Hannover)<br \/>\n  Naturschutzgenetische Untersuchungen an Amphibien: Drei Fallbeispiele aus Niedersachsen<br \/>\n&#8211; Prof. Dr. RALPH TIEDEMANN (Universit\u00e4t Potsdam)<br \/>\n  Integration genetischer Untersuchungen in den Artenschutz der Rotbauchunke<br \/>\n&#8211; Dr. SEBASTIAN STEINFARTZ (Universit\u00e4t Bielefeld)<br \/>\n  Was k\u00f6nnen wir vom Kammmolch lernen? &#8211; Zukunftsperspektiven der Umsetzung der<br \/>\n  FFH-Richtlinien mit Hilfe molekularer Marker<\/p>\n<p>Die Vortr\u00e4ge wurden intensiv diskutiert und alle Beteiligten waren einhellig der Meinung, dass genetische Methoden und Konzepte ein wesentlicher Bestandteil bei der Umsetzung der FFH-Richtlinien und Schutzbestrebungen spielen sollten. Hierbei wurde jedoch als Hauptproblem die Diskrepanz zwischen den relativ hoch eingesch\u00e4tzten Kosten f\u00fcr genetische Analysen und die geringen zur Verf\u00fcgung stehenden finanziellen Mittel f\u00fcr das FFH-Monitoring erkannt. Als Tenor dieses Veranstaltungsteiles wurde die Planung und beabsichtigte Etablierung einer Pilotstudie, in der eine m\u00f6glichst kosteneffiziente Anwendung von molekularen Markern im Rahmen des FFH-Monitoring von stark gef\u00e4hrdeten Amphibien-Arten in Deutschland, begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p>In dem abschlie\u00dfenden Tagungsteil, der zwei verschiedene Exkursionen zu Vorkommen des Moorfrosches beinhaltete, konnten sich dann die Tagungsteilnehmer ausf\u00fchrlich \u00fcber die Schutzproblematik von Moorfrosch-Populationen vor Ort kundig machen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zur Tagung k\u00f6nnen noch bis Ende 2010 auf der folgenden Webpage abgerufen werden:<br \/>\nhttp:\/\/www.uni-bielefeld.de\/biologie\/vhf\/SF\/moorfrosch\/index.html<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Ziel dieses Projektes war es, in einer dreit\u00e4gigen, internationalen und englischsprachigen Fachtagung (vom 11. &#8211; 13. 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