{"id":24908,"date":"2024-11-30T10:33:04","date_gmt":"2024-11-30T09:33:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26585-01\/"},"modified":"2024-11-30T10:33:05","modified_gmt":"2024-11-30T09:33:05","slug":"26585-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26585-01\/","title":{"rendered":"Energieeffizienz als Schl\u00fcssel zum effektiven Klimaschutz &#8211; Durchf\u00fchrung des Zweiten Deutsch-Japanischen-Umweltdialogforum 2009"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Nachhaltige Energieversorgung durch die Nutzung erneuerbarer Energietr\u00e4ger war der Fokus des Ersten Deutsch-Japanischen Umweltdialogforum, das mit gro\u00dfem Erfolg und 125 Teilnehmern im September 2007 in Osnabr\u00fcck stattfand. Um den Energieverbrauch und die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Energietr\u00e4gern aber entscheidend zu reduzieren, spielt in beiden L\u00e4ndern die Energieeffizienz und eine effiziente, an den ver\u00e4nderten Energiemix angepasste Netzstruktur eine entscheidende Rolle. Erstmalig wird nun die im Mai 2009 in Japan geplante Folgeveranstaltung eine Plattform f\u00fcr den direkten Dialog von deutschen und japanischen Experten aus Industrie, Forschung und Politik \u00fcber politische Rahmenbedingungen und Ma\u00dfnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz wie auch \u00fcber technische L\u00f6sungen vor allem f\u00fcr eine effiziente Energieversorgung in der Makroperspektive (Stichwort smart grids) und in der Mikroperspektive (z.B. Einsatz von W\u00e4rmepumpen) gehen.<br \/>\nZiele sind im Einzelnen:<br \/>\n&#8211;\tDer vertiefte Wissens- und Erfahrungsaustausch bez. Energiepolitik und Technologieentwicklung f\u00fcr mehr Energieeffizienz<br \/>\n&#8211;\tDie Identifizierung von M\u00f6glichkeiten zur Zusammenarbeit und konkreten L\u00f6sungswegen<br \/>\n&#8211;\tDie Anbahnung von bilateralen Kooperationsprojekten zwischen Deutschland und Japan in verschiedenen konkreten Themenbereichen.<br \/>\n&#8211;\tNachhaltige Effekte durch gezieltes Follow-up der Veranstaltung.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn enger Abstimmung mit den Partnern in Japan und Deutschland wurde ein an aktuellen politischen und technischen Entwicklungen orientiertes Programm f\u00fcr ein zweit\u00e4giges Symposium erstellt. Im ersten Teil stand dabei der Austausch \u00fcber Strategien der Energiepolitik zur F\u00f6rderung von mehr Energieeffizienz und die Integration der erneuerbaren Energien in bestehende Stromnetze im Mittelpunkt, der Nachmittag des ersten und der gesamte zweite Veranstaltungstag ist f\u00fcr Workshops zu den technologischen Themenbereichen Energieversorgungssysteme, Energiespeicherung und W\u00e4rmepumpentechnologie vorgesehen. Damit auch tats\u00e4chlich inhalts- und erkenntnisreiche Diskussionen, konkrete Ergebnisse und m\u00f6glicherweise Kooperationsprojekte aus der Veranstaltung entstehen, erfolgte eine intensive Vor- und Nachbereitung mit den Partnern in Japan und Deutschland.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Zweite Deutsch-Japanische Umweltdialogforum in Tokyo kann mit \u00fcber 200 Teilnehmern &#8211; etwa 50 davon Deutsche &#8211; als ein gro\u00dfer Erfolg gewertet werden.<br \/>\nMit Mitsubishi Heavy, Daikin, Siemens und dem norddeutschen Stromversorger EWE waren die japanische und deutsche Industrie sehr gut vertreten. Von der Forschungsseite beteiligten sich u.a. mehrere Fraunhoferinstitute. Staatssekret\u00e4r Matthias Machnig aus dem Bundesumweltministerium vertrat die deutsche Regierung, die japanische Seite entsendete hochrangige Vertreter aus zwei bedeutenden, dem Wirtschaftsministerium zugeh\u00f6rigen Institutionen: der New Energy and Development Organization und der Agency for Natural Ressources and Energy.<br \/>\nDie Kombination von Politik, Forschung und Industrie erwies sich abermals als gelungen: die politischen Ziele zum Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie die Rahmenbedingungen f\u00fcr deren Integration in die bestehenden Netze  wurden am ersten Tag formuliert, w\u00e4hrend am zweiten Tag konkrete technologische L\u00f6sungen in der Speichertechnik sowie in der W\u00e4rmepumpentechnologie vorgestellt und diskutiert wurden. Die Pausen und die Empf\u00e4nge am 9. Juni im International Forum und am 10. Juni in der Deutschen Botschaft Tokyo nutzten die Teilnehmer gezielt zu vertiefenden Gespr\u00e4chen und zur Anbahnung wertvoller Kontakte.<br \/>\nIm Anschluss der Veranstaltung wurden die neun deutschen Referenten anhand von Frageb\u00f6gen nach Ihren Eindr\u00fccken befragt. In allen zur\u00fcckgesandten Frageb\u00f6gen wurde das Forum f\u00fcr die eigenen unternehmerischen \u00dcberlegungen als bedeutend eingestuft, und es konnten einige neue interessante Kontakte im Hinblick auf zuk\u00fcnftige Kooperationen gekn\u00fcpft werden.<br \/>\nKonkret sind hier Kooperationen zur Entwicklung von Energiespeichern und Kooperationen im Bereich der Windkraft genannt worden. Dar\u00fcber hinaus haben sich Ans\u00e4tze zur Kooperation zwischen f\u00fchrenden Deutschen und Japanischen Instituten sowie auch einem deutschen Unternehmen mit einem deutschen Institut ergeben. Es wurde jedoch auch bemerkt, dass eine ausgedehnte Kooperationsf\u00f6rderung f\u00fcr Partner aus Japan und Deutschland begr\u00fc\u00dfenswert w\u00e4re.<br \/>\nPotenziale f\u00fcr eine Deutsch-Japanische Zusammenarbeit wurden sowohl f\u00fcr die eigenen Aktivit\u00e4ten als auch f\u00fcr einen bilateralen Austausch im allgemeinen gesehen. Als Anregung wurde vorgeschlagen, das Deutsch-Japanische Umweltdialogforum noch st\u00e4rker anwendungs- und industriebezogen zu orientieren.<br \/>\nKooperationsans\u00e4tze zeichneten sich u.a. in der Konzeptionierung und Realisierung von smart grids, der Entwicklung von Marktstrukturen und Gesch\u00e4ftsmodellen (Stichwort storage services) sowie der Speichertechnologie und Integration von Elektrofahrzeugen ab. F\u00fcr die fl\u00e4chige Einf\u00fchrung der Elektromobilit\u00e4t wird eine Partnerschaft mit Deutschland als sehr wichtig angesehen. Gemeinsam mit Japan solle Deutschland die zentralen Rolle f\u00fcr die Verbreitung von Elektrofahrzeugen \u00fcbernehmen. Dabei sei jetzt bereits eine st\u00e4rkere Abstimmung beider L\u00e4nder wichtig, etwa bei der Entwicklung gemeinsamer Ladestandards. Beim Thema W\u00e4rmepumpen konnten Ankn\u00fcpfungspunkte bei der Einf\u00fchrung von geothermiegest\u00fctzten Systemen in Japan bzw. von gasbetriebenen W\u00e4rmepumpen in Deutschland identifiziert werden.<br \/>\nInsgesamt wurde das Deutsch-Japanische Umweltdialogforum als eine sinnvolle Veranstaltung zur F\u00f6rderung der Deutsch-Japanischen Zusammenarbeit in wichtigen Zukunftstechnologien zum globalen Klimaschutz angesehen. Alle Antwortenden w\u00fcrden eine regelm\u00e4\u00dfige Fortsetzung der Veranstaltung begr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Vertreter gro\u00dfer japanischer Tageszeitungen (Mainichi Shimbun, Nikkei Shimbun) sowie umweltrelevanter Fachmagazine waren auf dem Forum anwesend.<br \/>\nAuf deutscher Seite wurde unter anderem im Magazin JapanMarkt der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan \u00fcber die Veranstaltung berichtet. Erw\u00e4hnung fand das Forum auch in den Pressemitteilungen des BMU zur Japanreise von Staatssekret\u00e4r Matthias Machnig.<br \/>\nEin umfassender Abschlussbericht in deutsch und japanisch dient der weiteren Pr\u00e4sentation der Ergebnisse bei Multiplikatoren in Deutschland und Japan.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Deutsch-Japanische Umweltdialogforum hat sich als Plattform f\u00fcr den vertieften deutsch-japanischen Dialog in zentralen technologischen Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes bew\u00e4hrt. Das gro\u00dfe Interesse, mit dem das zweite Deutsch-Japanische Umweltdialogforum in Japan angenommen wurde, zeigte, dass es f\u00fcr hochentwickelte Industrienationen wie Japan und Deutschland sehr interessante und lohnende Ans\u00e4tze gibt, bei der L\u00f6sung der durch die Umweltproblematik versch\u00e4rften globalen Probleme zusammenzuarbeiten.<br \/>\nDer Erfolg der Folgeveranstaltung in Japan hat die Veranstalter darin best\u00e4rkt, den vertieften Dialog zwischen beiden f\u00fchrenden Industrienationen \u00fcber zentrale Umweltthemen fortzuf\u00fchren und eine Folgeveranstaltung im Jahr 2010 in Deutschland zu realisieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Nachhaltige Energieversorgung durch die Nutzung erneuerbarer Energietr\u00e4ger war der Fokus des Ersten Deutsch-Japanischen Umweltdialogforum, das mit gro\u00dfem Erfolg und 125 Teilnehmern im September 2007 in Osnabr\u00fcck stattfand. 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