{"id":24895,"date":"2023-07-13T15:26:57","date_gmt":"2023-07-13T13:26:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26450-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:26:59","modified_gmt":"2023-07-13T13:26:59","slug":"26450-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26450-01\/","title":{"rendered":"Ausstellung 2\u00b0 &#8211; Das Wetter, der Mensch und sein Klima &#8211; Einsatz neuer Medienformate zur Vermittlung komplexer Umweltthemen f\u00fcr Kinder und Jugendliche"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Unter dem Gesichtspunkt der Umwelterziehung sollte die f\u00fcr die Ausstellung 2\u00b0. Das Wetter, der Mensch und sein Klima konzipierte und produzierte Medienebene die Besucher \u00fcber den globalen Klimawandel aufkl\u00e4ren, Lern- und Auseinandersetzungsprozesse der Besucher mit sich und ihrer Umwelt initiieren und so &#8211; soweit dies \u00fcber Medien erreicht werden kann &#8211; Bewusstseins- und Verhaltens\u00e4nderungen erreichen. Dieser Lernprozess sollte m\u00f6glichst nachhaltig sein. Angesichts der Aktualit\u00e4t und politischen Relevanz des Themas folgten die umweltp\u00e4dagogischen Lernziele also der Ma\u00dfgabe, ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Thematik zu schaffen, das zur Teilnahme an gesellschaftlichen Debatten erm\u00e4chtigt und es erm\u00f6glicht, die wissenschaftlichen Diskussionen soweit nachzuvollziehen, wie es daf\u00fcr notwendig ist.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenUm die Lernziele zu erreichen, wurde vorrangig mit eigens f\u00fcr die Ausstellung konzipierten, geplanten und produzierten Medien gearbeitet. Dies war unverzichtbar, um genau die richtigen inhaltlichen und formalen Botschaften transportieren und alle Zielgruppen, besonders aber die jungen Besucher f\u00fcr ein komplexes Thema gewinnen zu k\u00f6nnen. Es wurde daher ein Medienkonzept erstellt, in dem die Medien nicht nur als Kommentar zu Objekten oder als untergeordnetes Hilfsmittel fungierten. Vielmehr wurden sie als eigenst\u00e4ndige k\u00fcnstlerische Form entwickelt. Bei diesen Medien handelte es sich zu einem kleineren Teil um interaktive (vor allem Computer-)Stationen, zu einem noch kleineren Teil um H\u00f6rstationen und zu einem sehr gro\u00dfen Teil um Filme (z.B. Animationen zu Wetter- und Klimageschehen, Videointerviews zum Klimawandel). F\u00fcr die inhaltliche Konzeption der Medien war das wissenschaftliche Team verantwortlich, das in enger R\u00fccksprache mit den wissenschaftlichen Kooperationspartnern Material recherchierte und f\u00fcr die Ausstellung inhaltlich rekontextualisierte bzw. die Drehb\u00fccher f\u00fcr Eigenproduktionen erstellte. Die Ausstellungsgestalter entwickelten anhand der Drehb\u00fccher die gestalterischen Umsetzungsideen. Die Bildsprache der visuellen Medien war so spielerisch und \u00e4sthetisch, dass sie sich in die Mediengewohnheiten von jungen Menschen einf\u00fcgen sollte. Klassisches Schulwissen wurde mit humorvoller Leichtigkeit aufbereitet, um das Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen Bildung und Unterhaltung in der Ausstellung aufzul\u00f6sen. Die Freiwilligkeit und Selbstgesteuertheit bei der Nutzung und Aneignung spielte neben der \u00c4sthetik eine wichtige Rolle.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Basierend auf den Ergebnissen einer umfangreichen Besucherumfrage in den letzten 4 Wochen der Ausstellungslaufzeit kann festgehalten  werden,  dass alle wesentlichen  Ziele  des  Projektes  erreicht wurden: Es ist in dem Projekt gelungen, Filmebenen zu konzipieren und produzieren, die den Besuchern die angestrebten Inhalte vermittelten und von diesen ausgesprochen positiv bewertet wurden. Zu unterstreichen ist, dass die gezielte Evaluation der Medien durch die Besucherumfrage eine ganz grundlegende R\u00fcckmeldung und ein wichtiger Ausgangspunkt f\u00fcr die weitere p\u00e4dagogische Arbeit mit Medien in Ausstellungen darstellt.<\/p>\n<p>Wichtig &#8211; und in diesem Ausma\u00df unerwartet &#8211; ist einerseits die Feststellung, wie genau Besucher Filme und ihre Intentionen lesen k\u00f6nnen. Sie nahmen nicht etwa nur die jeweiligen wissenschaftlichen Inhalte auf, sondern verstehen die Funktion des jeweiligen Mediums in der Argumentation der Ausstellung. Damit wurden die Medien tats\u00e4chlich zum integralen Teil der Ausstellungserz\u00e4hlung &#8211; und transportieren Inhalte, die mit Objekten in dieser Weise nicht vermittelt h\u00e4tten werden k\u00f6nnen.<br \/>\nInteressant ist, dass die spielerisch gestalteten Animationen von jungen Besuchern noch positiver bewertet wurden als von \u00e4lteren, w\u00e4hrend das Verh\u00e4ltnis bei den Interviews zum Klimawandel  andersherum war. Auch gab es bei j\u00fcngeren Besuchern prinzipiell eine noch etwas bessere Bewertung der Medien (und ihrer Anzahl) als bei \u00e4lteren. Hier wird deutlich, dass unterschiedliche Besuchergenerationen unterschiedliche Pr\u00e4sentationsbed\u00fcrfnisse haben. Dies sollte bei k\u00fcnftigen Projekten bedacht werden, stellt aber nat\u00fcrlich vor Schwierigkeiten, da ja beide Zielgruppen f\u00fcr die Umweltp\u00e4dagogik wichtig sind. Es sollte also versucht werden, weiterhin alle Besuchergenerationen anzusprechen.<\/p>\n<p>Trotz dieses Erfolgs ist zugleich deutlich geworden, dass die Menge der pr\u00e4sentierten Medien ein Problem war. Dies ist m\u00f6glicherweise nicht nur ein Problem dieser einen Ausstellung mit ihrem komplexen Thema, sondern es verweist darauf, dass man der wachsenden Bedeutung von Medien in Ausstellungen nicht unbedingt dadurch gerecht werden kann, dass die Ausstellungen mitwachsen, sondern dass sich eine Objekt- und Medienregie das Ziel setzen sollte, die Aufmerksamkeit der Besucher nicht \u00fcberzustrapazieren. Denn sonst werden auch gut gemachte Medien ihre Adressaten nicht erreichen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Sonderausstellung 2\u00b0. Das Wetter, der Mensch und sein Klima wurde in Anwesenheit des ehemaligen UNEP-Direktors Klaus T\u00f6pfer, der s\u00e4chsischen Staatsministerin f\u00fcr Wissenschaft und Kunst und von 800 Besuchern er\u00f6ffnet und stie\u00df auf gro\u00dfes Interesse und sehr gute Presseresonanz. Die Ausstellung wurde als Beitrag der UN-Weltdekade gekennzeichnet.<br \/>\n97.000 Menschen besuchten die Sonderausstellung w\u00e4hrend der neunmonatigen Ausstellungslaufzeit, gut die H\u00e4lfte davon waren Kinder und Jugendliche, auf die die p\u00e4dagogische Begleitung der Ausstellung und auch die Medienebene in besonderer Weise abzielte. Knapp 8.000 dieser Besucher nahmen an museumsp\u00e4dagogisch betreuten Projekten und F\u00fchrungen teil. 229 von den insgesamt 482 Veranstaltungen richteten sich an Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen von der Grundschule bis zum Gymnasium (4.382 Teilnehmer). Im Moment wird eine weitere Pr\u00e4sentation der Ausstellung und damit nat\u00fcrlich auch der Medienebene in Basel vorbereitet.<\/p>\n<p>\u00dcber die Ausstellung wurde unter anderem in folgenden Medien berichtet:<\/p>\n<p>PRINTMEDIEN<br \/>\nS\u00fcddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Welt, Frankfurter Rundschau, Der Tagesspiegel<br \/>\nBerliner Zeitung, Die Tageszeitung, Neue Z\u00fcrcher Zeitung<\/p>\n<p>FERNSEHEN<br \/>\nARD Titel, Thesen, Temperamente Mittagsmagazin; ZDF Mittagsmagazin; 3Sat Kulturzeit; MDR Aktuell, Sachsen-Spiegel und L\u00e4nderzeit; Deutsche Welle Journal<\/p>\n<p>H\u00d6RFUNK<br \/>\nDeutschlandradio und Deutschlandfunk; MDR Figaro und Info; BR 5; NDR Kultur; Deutsche Welle<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt kann insgesamt als sehr erfolgreich bewertet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Unter dem Gesichtspunkt der Umwelterziehung sollte die f\u00fcr die Ausstellung 2\u00b0. 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