{"id":24879,"date":"2023-07-13T15:26:57","date_gmt":"2023-07-13T13:26:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26410-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:26:57","modified_gmt":"2023-07-13T13:26:57","slug":"26410-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26410-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung von ressourcenschonenden Bausystemen mit Membranen &#8211; Vorphase &#8211;"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Material Membran stellt einen Hochleistungsbaustoff dar, der bisher nur f\u00fcr kostenintensive Sonderbauten Anwendung fand. Durch ausschlie\u00dfliche Zugbelastung des Werkstoffs kann die Membran mit minimaler Materialst\u00e4rke \u00fcber gro\u00dfe Spannweiten sich selbst und \u00e4u\u00dfere Lasten tragen, wie sonst kein anderer Baustoff. In dieser Effizienz liegt das gro\u00dfe Potential der Einsparung von Ressourcen dieser Bauweise. Dieses Potential soll durch die Forschung auf dem Gebiet der Modularisierung von Membranbausystemen und der Entwicklung eines standardisierten Bausystems zu konkurenzf\u00e4higen Konditionen einem deutlich erweiterten Anwendungskreis angeboten werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Entwicklung modularer, membranbespannter Rahmenmodule als standardisiertes Bauprodukt steht im Vordergrund dieser industriellen Forschung. Erste Grundlagen hierf\u00fcr konnten aus dem Projekt Bergwacht Bad T\u00f6lz gesammelt werden und stellen den Ausgangspunkt dieser Forschung dar. Folgende Neuerungen und Weiterentwicklungen zur bestehenden Technologie sind in Zeichnungen, Pl\u00e4nen und Berechnungen entwickelt worden: 1. Rahmenprofil unter Ber\u00fccksichtigung einer Rahmenintegrierten Vorspannmechanik. 2. Optimierung der Montage &#8211; Vorspannungskontrollierter Einbau der Membran. 3. Thermische Trennung des Rahmenprofils. 4. Mehrlagigkeit der Rahmenmodule. 5. Optimierung des hybriden Tragverhaltens zwischen Rahmenkonstruktion und Membran. Unter Einbeziehung der Designstudien zur Gestaltung der Rahmenmodule, in Form von Zeichnungen, Skizzen und Modellen, durchgef\u00fchrt von dem Kooperationspartner HERZOGDESIGN, ist aus diesen Ergebnissen ein Membranrahmenmodul entwickelt worden, so dass die prim\u00e4ren Anspr\u00fcche einer geeigneten Tragkonstruktion f\u00fcr Membrane erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen. Mit einer Testanwendung schlie\u00dft die Vorprojektphase ab. Die Erfahrungen an einem 1:1 Modell gaben aufschlussreiche Ergebnisse zu Konstruktion, Montageabl\u00e4ufen, Wirtschaftlichkeit und das Ma\u00df der Ressourcenschonung. Dies liefert eine wertvolle Grundlage f\u00fcr eine Hauptphase.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Am Beispiel eines definierten Rahmenmoduls konnten wichtige konstruktive, statische, bauphysikalische und wirtschaftliche Aspekte erarbeitet und anschaulich dargestellt werden. Hohe Transparenz und geringe Rahmenprofilst\u00e4rken f\u00fchren zu einem sehr schlanken und elegantem Erscheinungsbild der Fassadenelemente. Die gekr\u00fcmmte Folienoberfl\u00e4che bricht das Licht in ungewohnter Weise und erlaubt interessante Einblicke und Spiegelungen. Das Ergebnis leistet einen entscheidenden Beitrag in der Weiterentwicklung des Membranbaus und erlaubt architektonisch neue Akzente zu setzen. <\/p>\n<p>Der Vergleich des Eigengewichtes der Fassade von 7,5 kg\/m\u00b2 mit herk\u00f6mmlichen Fassaden, die bei 50 &#8211; 75 kg\/m\u00b2 liegen, verdeutlicht einen der entscheidenden Vorteile der Rahmenmodule: seine Gewichtsminimierung. Diese Minimierung f\u00fchrt zudem zu weiterer Verschlankung und Reduktion des Aufwandes f\u00fcr das Tragwerk eines Geb\u00e4udes, bis hin zu Einsparungspotenzial in den Fundamenten. Vor allem bei hohen Geb\u00e4uden kann das Membranrahmenmodul durch die Multiplikation seiner Eigenschaften zu deutlicher Verschlankung der Geb\u00e4udegesamtkonstruktion beitragen und damit einen entscheidenden Beitrag zur Ressourcenschonung leisten.<br \/>\nDas geringe Gewicht der Module macht sich zudem bei Transport und Montage entscheidend positiv bemerkbar.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Forschungsarbeit konnten in dem Vortrag von Dr. Gregor Grunwald auf der Textile Roofs im Juni 2009 in Berlin vorgestellt werden, einer j\u00e4hrlich stattfindenden Tagung zum Thema des Textilen Bauens, die eine der wichtigsten Kommunikationsplattformen dieser Branche darstellt. Die Veranstaltung wird unterst\u00fctzt durch den Europ\u00e4ischen Dachverband des Textilen Bauens: TensiNet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit diesem Forschungsprojekt konnte ein Anfang in der Entwicklung der standardisierten membranbespannten Rahmenmodule erzielt werden. Die Ergebnisse f\u00fcr den im Projekt definierten Rahmen zeigen M\u00f6glichkeiten, aber auch Grenzen ihrer Standardisierung auf, wir hoffen auf diesem Wege weitere Schritte gehen zu k\u00f6nnen, um aus der Einzelbetrachtung dieser Forschung ein standardisiertes Bausystem entstehen zu lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Material Membran stellt einen Hochleistungsbaustoff dar, der bisher nur f\u00fcr kostenintensive Sonderbauten Anwendung fand. 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