{"id":24868,"date":"2023-09-24T10:32:31","date_gmt":"2023-09-24T08:32:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26383-01\/"},"modified":"2023-09-24T10:32:32","modified_gmt":"2023-09-24T08:32:32","slug":"26383-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26383-01\/","title":{"rendered":"Integrale Revitalfassade &#8211; ein Fassaden-\/Technikmodul f\u00fcr die Geb\u00e4udesanierung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Hintergrund des im Folgenden beschriebenen Projektes ist die Beobachtung, dass es sich bei nahezu<br \/>\n80 % aller B\u00fcro- bzw. b\u00fcro\u00e4hnlichen Geb\u00e4ude in der Bundesrepublik Deutschland um Altbauten handelt, die ein erhebliches Potential bez\u00fcglich der Reduzierung ihres Energieverbrauchs haben. Das wesentliche Defizit dieser B\u00fcroaltbauten liegt in den meist nur mangelhaft w\u00e4rmegesch\u00fctzten Fassaden, aber auch in veralteten haustechnischen Anlagen.<br \/>\nMit dem vorliegenden Forschungsvorhaben soll anhand eines exemplarischen Praxisbeispiels ein multifunktionales Fassadenmodul f\u00fcr die Sanierung (Fassadensanierungsmodul) entwickelt und zur Ausschreibungsreife gebracht werden.<br \/>\nDas Projekt setzt auf einem bereits bestehenden, f\u00fcr den Neubaubereich konzipierten Produkt<br \/>\n(TEmotion) auf, das f\u00fcr die Geb\u00e4udesanierung weiterentwickelt werden soll.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn der ersten Phase soll ein Beispielprojekt planerisch erfasst werden, an dem alle typischen Situationen untersucht werden k\u00f6nnen.<br \/>\nIn einer zweiten Phase wird die Planung des integralen Fassadenmoduls entwickelt und die \u00dcbertragbarkeit der gefundenen Erkenntnisse auf \u00e4hnliche Bauten untersucht. Es werden die Rahmenparameter definiert und \u00fcber die Formulierung von funktionalen Leistungsbeschreibungen \u00fcbertragbar gemacht. Hiermit endet die Phase des Projektes, f\u00fcr das die F\u00f6rderung beantragt wird.<br \/>\nDie dritte Phase ist die Realisierungsphase, die nicht mehr Gegenstand des vorliegenden Antrages ist, da sie erst zum Zeitpunkt der Realisierung mit Elementen der Integralen Revitalfassade greift. Sie dient der \u00dcberpr\u00fcfung der erzielten Ergebnisse durch ein Monitoring und die Erarbeitung von Optimierungsvorschl\u00e4gen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Aus der Reduktion der Transmissionsw\u00e4rmeverluste, der L\u00fcftungsw\u00e4rmeverluste (Dichtigkeit der Fassade und W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung) und der Tageslichtlenkung ergeben sich durch eine Fassadensanierung deutliche Energieeinsparungspotentiale.<br \/>\nDer Vorteil der Integralen Revitalfassade liegt in der Integration der gesamten Haustechnik in die Fassade, die zu einer deutlichen Vereinfachung der gesamten Sanierungsma\u00dfnahme f\u00fchrt, da diese sich auf die Fassade beschr\u00e4nken kann und damit die Gesamtkostensituation (Life-cycle-Kosten) deutlich verbessert . Auch eine abschnittsweise Sanierung unter laufendem Betrieb ist denkbar.<br \/>\nBeide Faktoren f\u00fchren in Verbindung mit der angestrebten Standardisierung zu einer Reduktion der Investitions- und Planungskosten und verbessern damit die Akzeptanz der Sanierungsma\u00dfnahme. Die beabsichtigte Modellhaftigkeit erleichtert das Zustandekommen von Nachfolgeprojekten, die ihrerseits zu Umweltentlastungen f\u00fchren.<br \/>\nDie Ergebnisse zeigen eine deutliche Reduzierung des Heizw\u00e4rmebedarfs und damit Umweltentlastung durch Reduzierung der CO2-Immissionen sowie der Schonung der nat\u00fcrlichen Ressourcen f\u00fcr die Beheizung.<br \/>\nDie Aufgabenstellung der Fassadensanierung bei gleichzeitiger Reduktion der Energieverbr\u00e4uche, Verringerung des CO2-Aussto\u00dfes unter der Vorgabe m\u00f6glichst geringer Eingriffen in die bestehende Substanz ist eine zukunftsweisende Thematik, um insbesondere um \u00e4ltere B\u00fcro- und b\u00fcro\u00e4hnliche Geb\u00e4ude wieder marktf\u00e4hig zu machen. Angesichts der enormen Leerstandsraten dieser Immobilien ist die Modellhaftigkeit des Vorhabens offensichtlich.<br \/>\nDurch die Vorfertigung der Elemente der Integralen Revitalfassade wird ein hoher Pr\u00e4zisionsgrad erreicht, eine schnelle Montage sichergestellt und damit der Bauablauf und die Baulogistik deutlich vereinfacht.<br \/>\nDie Schnittstellenproblematik der beteiligten kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen muss nicht erst auf der Baustelle gel\u00f6st werden, sondern kann im Vorfeld gel\u00f6st werden.<br \/>\nEs soll explizit darauf geachtet werden, dass durch die Vorfertigung die Chancen kleiner und mittelst\u00e4ndischer Unternehmen, die in der Nische hoch spezialisierter Zulieferer fungieren k\u00f6nnen, verbessert werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Es ist beabsichtigt, die Ergebnisse des Forschungsvorhabens in geeigneten Medien zu publizieren.<br \/>\nZiel ist eine baldige Umsetzung der Forschungsergebnisse in einem Fassadensanierungsprojekt in Kooperation mit mittelst\u00e4ndigen Betrieben, die die Fassadenmodule aus Halbzeugen fertigen und montieren.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Durch die interdisziplin\u00e4re Zusammensetzung des Teams aus Geb\u00e4udetechnikern der Fa. Schmidt Reuter als Planer und Berater, Architekten der RWTH Aachen sowie Wicona als Know-how Lieferant und Produzent von Fassadenprofilen war eine praxisorientierte, schnelle Umsetzung gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Hintergrund des im Folgenden beschriebenen Projektes ist die Beobachtung, dass es sich bei nahezu 80 % aller B\u00fcro- bzw. b\u00fcro\u00e4hnlichen Geb\u00e4ude in der Bundesrepublik Deutschland um Altbauten handelt, die ein erhebliches Potential bez\u00fcglich der Reduzierung ihres Energieverbrauchs haben. 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