{"id":24852,"date":"2024-11-27T10:38:38","date_gmt":"2024-11-27T09:38:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26318-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:38:40","modified_gmt":"2024-11-27T09:38:40","slug":"26318-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26318-01\/","title":{"rendered":"Umweltmobil Museum am Sch\u00f6lerberg"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Museum am Sch\u00f6lerberg ist als eines der 28 anerkannten Regionalen Umweltbildungszentren in Niedersachsen ein wichtiger Anbieter in der Umweltbildung und Umweltvermittlung in und um Osnabr\u00fcck. Im Prozess der Weiterentwicklung umweltp\u00e4dagogischer Angebote hin zur Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung findet mehr und mehr eine \u00d6ffnung des Museums \u00fcber den naturwissenschaftlichen Aspekt hinaus und eine verst\u00e4rkte Zusammenarbeit mit weiteren au\u00dferschulischen Kooperationspartnern statt.<br \/>\nHierbei soll die mobile Umweltbildung, gest\u00fctzt auf ein Umweltmobil, in Zukunft eine zentrale Aufgabe als Schnittstelle \u00fcbernehmen. Mit einem neuen Umweltmobil sind sowohl thematisch neue Einheiten umsetzbar als auch neue Zielgruppen (r\u00e4umlich und inhaltlich) erreichbar. Die Einsatzm\u00f6glichkeiten des Umweltmobils erm\u00f6glichen eine verst\u00e4rkte Arbeit in Netzwerken (regional und \u00fcberregional) und der Betreuung von Schulen und Projekten in Transfer 21 und Agenda21 Projekten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEntsprechend der inhaltlichen Schwerpunkte des Regionalen Umweltbildungszentrums wird der Ausbau und die technische Ausstattung des Umweltmobils realisiert, um vor Ort sowohl f\u00fcr naturkundliche und umweltanalytische Untersuchungen als auch zur Informations- und Bildungsarbeit auf das notwendige Inventar zur\u00fcckgreifen zu k\u00f6nnen. Auf Informationsveranstaltungen und  Fortbildungen und  \u00fcber Newsletter und Printmedien werden die Zielgruppen und ausgew\u00e4hlte Ansprechpartner \u00fcber die Einsatzm\u00f6glichkeiten und die angebotenen Programme informiert und geschult. Der Aufbau eines Kontaktnetzes und die intensive Mitarbeit in Netzwerken ist in der ersten Projekth\u00e4lfte von besonderer Bedeutung.<br \/>\nIm Rahmen der direkten Arbeit vor Ort k\u00f6nnen die Kinder und Jugendlichen prim\u00e4re Erlebnisse in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld gewinnen. In der Verbindung mit langfristigen Projekten wie in Netzwerken und f\u00e4cher\u00fcbergreifenden Projekten erleben und erlernen die Kinder und Jugendlichen die \u00dcbernahme von Verantwortung f\u00fcr ihre Umwelt. In Erg\u00e4nzung zur Arbeit im Umweltbildungszentrum ist der Einsatz des Umweltmobils an Orten im Schul- und Alltagsumfeld von besonderer Bedeutung bei der diesem Aspekt und der Unterst\u00fctzung eigenverantwortlicher Arbeit. Eins\u00e4tze in Stadtteilen mit sozialen Brennpunkten und l\u00e4ndlichen Regionen erschlie\u00dfen den Zugang zu neuen Zielgruppen, die laut Statistik Angebote au\u00dferschulischer Lernorte nur in Ausnahmen wahrnehmen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Anfangsphase des Projektes war gegliedert in 4 Abschnitte: 1) Suche eines f\u00fcr die Zwecke geeigneten Fahrzeuges (ausreichend gro\u00dfer Arbeits- und Innenraum, um auch mit kleineren Gruppen die Videotechnik und Analysetechnik im Umweltmobil zu nutzen), 2) die Entwicklung und Umsetzung einer ansprechenden und aussagekr\u00e4ftigen Au\u00dfengestaltung, um einen hohen Wiedererkennungswert zu schaffen, 3) die interne Fortbildung und Schulung der freien MitarbeiterInnen sowie 4) die Entwicklung von Informationsmaterial und der Aufbau eines Adressverteilers. Die \u00dcbergabe des Fahrzeugs duch die Sponsoren bildete den Auftakt einer projektbegleitenden \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Im weiteren Verlauf wurden die verschiedenen Stationen und Eins\u00e4tze mit dem Umweltmobil Grash\u00fcpfer immer wieder von der Presse und anderen Medienvertretern (TV, Radio) begleitet. Neben der Anspache von Schulen aus dem Grundschul-, SEK I- und Sek II- Bereich, f\u00fcr deren Betreuung in der Startphase auf Erfahrungen und Unterrichtmaterial des Umweltbildungszentrums zur\u00fcckgegriffen werden konnte, wurden f\u00fcr die Betreuung des Kindergarten- und Vorschulbereiches zusammen mit der Fachhochschule Osnabr\u00fcck neue Vermittlungseinheiten in enger Zusammenarbeit mit der Ev. Fachschule f\u00fcr Erzieherinnen entwickelt. Hierzu wurde eine Kooperation im Nifbe-Projekt Naturwisenschaften und Technik er-leben geschlossen und gemeinsame Forbildungen durchgef\u00fchrt. Die Mitarbeit in Kooperationen und Netzwerken zu initiieren und zu intensivieren und die mobile Umweltbildung als Schnittstelle zu etablieren war Ziel des Projektes. Neben den Beiratsmitgliedern des Umweltbildungszentrums wie der Universit\u00e4t, der Fachhochschule oder den anderen RUZen waren auch die Kooperationspartner des Museums wie Stadtwerke oder das Forstamt wichtige Kontaktstellen. \u00dcber den Arbeitskreis Umweltbildung der Lokalen Agenda 21 in Osnabr\u00fcck, in dem viele Akteure der regionalen Umweltbildung aktiv sind, wurden zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen und Netzwerke aufgebaut (z.B. Hasenetzwerk, Bachpatenschaften). Mit dem Osnabr\u00fccker Bodenb\u00fcndnis (ELSA e.V.) wurde f\u00fcr den Zeitraum 2009\/2010 ein \u00fcberregional beworbenes Bildungskonzept zur Vertiefung des Bodenbewusstseins entwickelt. Regelm\u00e4\u00dfige Fortbildungen sowohl f\u00fcr die MitarbeiterInnen des Umweltbildungszentrums als auch f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte und ErzieherInnen wurden im Projektzeitraum durchgef\u00fchrt. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Umweltmobile (AGUM) in der ANU (Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr Natur und Umweltbildung), die auch als UNESCO-Dekade Projekt ausgezeichnet ist, ist der Grash\u00fcpfer auch national und international eingebunden. Tagungen in Deutschland, in der Schweiz sowie eine Pr\u00e4sentation der Arbeit auf der Vertragsstaatenkonferen in Bonn (CBD) w\u00e4hrend des Projektzeitraumes halfen, das Osnabr\u00fccker Umweltmobil einer breiten \u00d6ffentlichkeit vorzustellen und weitere Verbindungen zu kn\u00fcpfen. Dies fortzusetzen, ist Ziel und Aufgabe auch f\u00fcr die kommende Jahre \u00fcber den Projktzeitraum hinaus. Grenzen birgt allerdings der hohe organisatorische Aufwand, den die Arbeit in Netzwerken oftmals bedeutet, sowie die angespannte finanzielle und personelle Situation vieler Partner im Umweltbildungsbereich. Zudem ist von schulischer Seite durch Schulzeitverk\u00fcrzung und curriculare Vorgaben die Bereitschaft stark gesunken, au\u00dferschulische Lernorte zu nutzen. Hier sind die gro\u00dfen St\u00e4rken eines Umweltmobiles zu sehen, das als Klammer zwischen schulischen und au\u00dferschulischen Bildungseinheiten fungieren und so einen Rahmen f\u00fcr eine zeitlich und inhaltlich vertiefte Arbeit bieten kann &#8211; im Sinne einer Weiterentwicklung von Umweltbildung hin zur Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der Projektauftakt\/ die Fahrzeug\u00fcbergabe wurde mit entsprechender \u00d6ffentlichkeitsarbeit begleitet, zudem waren bei vielen Veranstaltungen, die f\u00fcr die verschiedenen Zielgruppen durchgef\u00fchrt wurden, Medienvertreter von Printmedien, TV und Radio vor Ort. Es wurden Flyer und weiteres Infomaterial erstellt, zudem wurden die Angebote und Teilergebnisse auf verschiedenen webseiten dokumentiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Umweltbildung im Kontext zur Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (BNE) erfordert flexible Angebote, die sowohl von m\u00f6glichst vielen verschiedenen Zielgruppen wahrgenommen werden k\u00f6nnen als auch im realistischen organisatorischen Rahmen umsetzbar sind. Dabei hat sich der Einsatz des Grash\u00fcpfers als mobiles Standbein einer erfolgreichen Umweltbildung als sinnvolle Erg\u00e4nzung bew\u00e4hrt.<br \/>\nNur, wenn die verschiedenen umweltrelevanten Fragestellungen dem Alter der jeweiligen Zielgruppe entsprechend didaktisch sinnvoll und motivierend aufbereitet und praktisch vermittelt werden, k\u00f6nnen auch komplexe Sachzusammenh\u00e4nge f\u00fcr Kinder und Jugendliche verst\u00e4ndlich transportiert und damit Grundlagen f\u00fcr eine nachhaltige Umweltbildung geschaffen werden. Das erste Jahr mit einem neuen Umweltmobil hat uns best\u00e4tigt, dass damit nicht nur ein wichtiger Baustein der Umweltbildung und ein Aush\u00e4ngeschild f\u00fcr die Bedeutung von Umweltbildung in der Stadt Osnabr\u00fcck und \u00fcber Osnabr\u00fcck hinaus gesichert wird, sondern zudem die M\u00f6glichkeit gegeben ist, neue Aufgaben wie der Netzwerkarbeit wahrzunehmen und auszubauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Museum am Sch\u00f6lerberg ist als eines der 28 anerkannten Regionalen Umweltbildungszentren in Niedersachsen ein wichtiger Anbieter in der Umweltbildung und Umweltvermittlung in und um Osnabr\u00fcck. Im Prozess der Weiterentwicklung umweltp\u00e4dagogischer Angebote hin zur Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung findet mehr und mehr eine \u00d6ffnung des Museums \u00fcber den naturwissenschaftlichen Aspekt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[47,64,52,2423,53],"class_list":["post-24852","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-klimaschutz","tag-niedersachsen","tag-umweltforschung","tag-umweltkommunikation","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"26318\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"","dbu_projektdatenbank_bsumme":"24.500,00","dbu_projektdatenbank_firma":"Museum am Sch\u00f6lerberg,\nNatur und Umwelt\nPlanetarium","dbu_projektdatenbank_strasse":"Am Sch\u00f6lerberg 8","dbu_projektdatenbank_plz_str":"49082","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Osnabr\u00fcck","dbu_projektdatenbank_p_von":"2007-11-27 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2009-01-28 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"1 Jahr und 2 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"0541\/56003-42","dbu_projektdatenbank_inet":"www.museum-am-schoelerberg.de","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Niedersachsen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"130","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"DBU-Abschlussbericht-AZ-26318.pdf","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24852","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24852\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37855,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24852\/revisions\/37855"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24852"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24852"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24852"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}