{"id":24838,"date":"2023-09-24T10:32:31","date_gmt":"2023-09-24T08:32:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26270-01\/"},"modified":"2023-09-24T10:32:32","modified_gmt":"2023-09-24T08:32:32","slug":"26270-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26270-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung einer formaldehydfreien Beschichtung f\u00fcr textile Fertigkeitstr\u00e4ger aus Einzelf\u00e4den"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Zuge der Entwicklung eines neuen, umweltfreundlicheren Verfahrens zur Ausr\u00fcstung, d. h. mit haftvermittelnden Substanzen versehenen textiler Festigkeitstr\u00e4ger in der Automobilindustrie sollten Systeme entwickelt werden, die auf die giftige und umweltgef\u00e4hrliche Substanz Formaldehyd verzichten k\u00f6nnen. Bisher wurden und werden auf diesem Gebiet nahezu ausschlie\u00dflich Resorcin-Formaldehyd-Latex (RFL)-Dispersionen verwendet. Gleichzeitig sollten die physikalischen Eigenschaften der Corde, in diesem Zusammenhang insbesondere die dynamische Haftung, erhalten bleiben. Seitens der Automobilindustrie wird bereits seit mehreren Jahren verst\u00e4rkt um Reduzierung bzw. vollst\u00e4ndige Eliminierung von Formaldehyd in vorgeschalteten Prozessen nachgesucht.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAuswahl geeigneter Polymercorde<br \/>\n\tLaborpr\u00fcfungen von unterschiedlichen Beschichtungen (Haftungspr\u00fcfungen)<br \/>\n\tEntwicklung eines Systems f\u00fcr halbtechnische Ausr\u00fcstung (reproduzierbare Ergebnisse)<br \/>\n\t\u00dcbertragung der halbtechnischen Ausr\u00fcstung auf Kleinserie<br \/>\n\tVorstellung \/ Pr\u00fcfung beim nachgeschalteten Anwender<br \/>\n\tFreigabe der neuen Entwicklungen f\u00fcr die Serienfertigung<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Es wurde eine Vielzahl von verschiedenen Beschichtungen im Laborma\u00dfstab getestet; in Kombination mit unterschiedlichen Polymercorden ergab sich eine Probenzahl von \u00fcber 220. Der Schwerpunkt lag dabei in der Verwendung von Nanopartikeln einerseits und schwefelhaltiger Verbindungen andererseits. <\/p>\n<p>Um die Reproduzierbarkeit der Laborergebnisse zu \u00fcberpr\u00fcfen, wurde eine Musteranlage konstruiert und gebaut. Hintergrund war hier insbesondere die M\u00f6glichkeit, kleine Cordmengen unter technischen Voraussetzungen zu beschichten, ohne dabei, wie bisher n\u00f6tig, eine im Vergleich zum Ergebnis erhebliche Abfallmenge zu produzieren und eine hohe Energiemenge (Heizung) zu ben\u00f6tigen. Diese ressourcenschonende Musteranlage ist zudem flexibel und variabel gestaltet worden, um auch f\u00fcr weitere Entwicklungen zur Verf\u00fcgung zu stehen.<\/p>\n<p>Durch die beschriebenen Untersuchungen konnte gefunden und belegt werden, dass der Einsatz von schwefelhaltigen Polymeren f\u00fcr das vorgesehene Entwicklungsziel au\u00dferordentlich vielversprechend ist. Als Nachteil ist an dieser Stelle gleichwohl zu verzeichnen, dass die Beschichtung im Moment nur von einer l\u00f6semittelhaltigen Basis ausgehend m\u00f6glich ist. Es wird daher ein Anschlussprojekt angestrebt, in dem die \u00dcberf\u00fchrbarkeit der schwefelhaltigen Polymere in w\u00e4ssrige Systeme bearbeitet werden soll. <\/p>\n<p>Unter umweltrelevanten Aspekten stellt allerdings bereits dieses Ergebnis einen Erfolg dar, da deutlich geringere Energiemengen bei der Ausr\u00fcstung der Corde ben\u00f6tigt werden, weil im Vergleich zu den klassischen &#8211; vernetzenden &#8211; Systemen um 100 &#8211; 120 \u00b0C niedrigere Temperaturen aufgewendet werden m\u00fcssen. Zudem kann ein Teil des abgef\u00fchrten L\u00f6semittels zur Energier\u00fcckgewinnung genutzt werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr einige spezifische Anwendungen konnten Beschichtungen mit Nanopartikeln erfolgreich gepr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>Die \u00dcbertragung der Ergebnisse in den technischen Ma\u00dfstab ist bei einer Reihe von technischen Corden gelungen, vorbehaltlich der endg\u00fcltigen, voraussichtlich bis sp\u00e4testens Ende 2010 erfolgenden Freigabe durch die nachgeschalteten Anwender k\u00f6nnen auf diese Weise umweltfreundlichere Produkte auf dem wichtigen Gebiet der Automobilzulieferindustrie verankert werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Es ist vorgesehen, die wesentlichen Ergebnisse zu patentieren. Desweiteren sind mittelfristig Ver\u00f6ffentlichungen in Fachzeitschriften (Schwerpunkt Automobilindustrie) geplant.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Unter den gegebenen Voraussetzungen (relativ kurze Laufzeit, anspruchsvolles Thema) ist das Vorhaben aus der Sicht der Antragsteller insgesamt positiv zu bewerten. Die Verifizierung von belastbaren Ergebnissen hinsichtlich des Einsatzes von schwefelhaltigen Verbindungen als alternative Haftvermittler und erste Freigaben der nachgeschalteten Anwender werden in diesem Zusammenhang als Erfolg betrachtet.<\/p>\n<p>Als weiteren Einzelerfolg sehen die Kooperationspartner die Fertigstellung und erfolgreiche Inbetriebnahme der Musteranlage, mit deren Hilfe auch k\u00fcnftig spezielle Entwicklungen mit verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringem Ressourcenaufwand an Material und Energie durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In einem Anschlussprojekt soll die \u00dcberf\u00fchrbarkeit der positiv getesteten Verbindungen von l\u00f6semittelhaltigen in w\u00e4ssrige Systeme eingehend untersucht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Zuge der Entwicklung eines neuen, umweltfreundlicheren Verfahrens zur Ausr\u00fcstung, d. h. mit haftvermittelnden Substanzen versehenen textiler Festigkeitstr\u00e4ger in der Automobilindustrie sollten Systeme entwickelt werden, die auf die giftige und umweltgef\u00e4hrliche Substanz Formaldehyd verzichten k\u00f6nnen. 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