{"id":24829,"date":"2025-07-31T10:32:05","date_gmt":"2025-07-31T08:32:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26236-01\/"},"modified":"2025-07-31T10:32:05","modified_gmt":"2025-07-31T08:32:05","slug":"26236-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26236-01\/","title":{"rendered":"Verbundprojekt: Umsetzung eines Internetdienstes zur nutzungs- und schlagspezifischen N-D\u00fcngeplanung unter Einbeziehung von Pilotbetrieben, Teilprojekt: D\u00fcngeberatung in ISIP auf der Basis von Pilotbetrieben"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Verbundprojektes ist die f\u00fcr Niedersachsen fl\u00e4chendeckende Praxiseinf\u00fchrung einer schlagspe-zifischen Online-D\u00fcngeplanung \u00fcber ISIP (www.isip.de) durch die Landwirtschaftskammer Niedersach-sen. Den Praktikern sollen modellgest\u00fctzte D\u00fcngeempfehlungen auf einem Weg angeboten werden, der mit minimalem Zeit- und Datenaufwand ein umsetzbares Ergebnis im Hinblick auf eine an individuelle Bedingungen angepasste N-D\u00fcngung liefert. Wie die D\u00fcngeempfehlungen den Nutzern konkret zur Ver-f\u00fcgung gestellt werden, wird zusammen mit Betriebsleitern ausgew\u00e4hlter Pilotbetriebe sowie D\u00fcngebera-tern der LWK erarbeitet und abgestimmt. <\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAnlage und Betreuung von N-D\u00fcngungsversuchen sowie Durchf\u00fchrung der Messungen w\u00e4hrend der Ve-getation auf Versuchsfeldern der LWK als Referenzfl\u00e4chen f\u00fcr alle Projektpartner. Auf landwirtschaftli-chen Betrieben mit Pilotfunktion wird jeweils auf zwei unterschiedlich bewirtschafteten Fl\u00e4chen das Ge-samtmodell in Gro\u00dfparzellenversuchen getestet. In regelm\u00e4\u00dfig stattfindenden Gespr\u00e4chen mit den Be-triebsleitern findet ein Meinungsaustausch statt \u00fcber Erfahrungen mit der D\u00fcngevariante nach ISIP im Vergleich zu ihrer betrieblichen Variante. Die Auswahl der Betriebe durch die LWK findet unter dem As-pekt ihrer Multiplikatorwirkung auf andere landwirtschaftliche Betriebe statt. In einem zweiten Schritt wer-den Berater der LWK in das Projekt mit weiteren Testbetrieben eingebunden. Als Projektkoordinator ist die LWK f\u00fcr eine zeitliche und inhaltliche Abstimmung aller Untersuchungsarbeiten und einen reibungslo-sen Datenaustausch zwischen den Gruppen und eine abgestimmte Weitergabe der Ergebnisse an ISIP zust\u00e4ndig. Die aufbereiteten Daten werden w\u00f6chentlich zusammen mit Beratungsempfehlungen zur N-D\u00fcngung im Internetportal unter ISIP ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nIn einem weiteren Schritt werden Testfl\u00e4chen in Zusammenarbeit mit der Offizialberatung in Sachsen-Anhalt und Th\u00fcringen einbezogen zur l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Praxiseinf\u00fchrung des Projekts. <\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In den Jahren 2008 bis 2010 wurden in 5 Pilotbetrieben auf insgesamt 10 Fl\u00e4chen mit unterschiedlicher landwirtschaftlicher Bewirtschaftung Gro\u00dfparzellenversuche in Winterweizen angelegt. In den Varianten N-D\u00fcngung nach dem \u0084ISIP Modell\u0093, N-D\u00fcngung \u0084betriebs\u00fcblich\u0093 und zur Kontrolle \u0084ohne N-D\u00fcngung\u0093 wurden w\u00f6chentlich Messungen durchgef\u00fchrt, die zur Berechnung der N-Aufnahme der Pflanzen ben\u00f6tigt wurden. Ertr\u00e4ge, Proteingehalte und Qualit\u00e4tseigenschaften in den drei Varianten wurden verglichen. Die drei Versuchsjahre haben gezeigt, dass die Variante \u0084ISIP-Modell\u0093 im Ertrag mit der Variante \u0084betriebs\u00fcb-lich\u0093 konkurrieren kann. Die Rohproteinwerte liegen i. d. R. niedriger als in der Variante \u0084betriebs\u00fcblich\u0093.<br \/>\nIn der D\u00fcngesaison 2008 erfolgte die Beratung der Landwirte auf der Grundlage des N-Diff-Wertes (Nmin im Fr\u00fchjahr + N-D\u00fcngung + Mineralisation &#8211; berechnete N-Aufnahme &#8211; Auswaschung). Im Internet wurden die w\u00f6chentlich aktualisierten Werte mit Beraterkommentaren f\u00fcr alle Pilotfl\u00e4chen und 4 Referenz-standorte eingestellt. Grafische Darstellungen, die von ISIP erstellt wurden, konnten unter dem entspre-chenden Diagramm Button eingesehen werden und dienten als Entscheidungshilfe in der D\u00fcngeplanung.<br \/>\nDas Projektjahr 2009 zeigte, dass der N-Diff-Wert nicht auf allen Fl\u00e4chen zur N-D\u00fcngeberatung herange-zogen werden konnte. Mindmaps, in die alle f\u00fcr die D\u00fcngeempfehlung wichtigen Entscheidungsgrundla-gen, wie z.B. Mineralisation, N-Diff, optischer Eindruck, Nitratgehalt, N-Tester, eingetragen wurden, ha-ben die Mitarbeiter der LWK in der D\u00fcngeberatung unterst\u00fctzt. Alle Ergebnisse konnten von den Nutzern weiterhin im Internet inklusive Beraterkommentaren nachgelesen werden. Die grafischen Abbildungen wurden in diesem Jahr von den Projektgruppen erzeugt und in wesentlichen Details verbessert. Die Er-gebnisdarstellung erfolgte mittels Ampelfarben, die im Hinblick auf die Praxisrelevanz von Landwirten und Beratern als \u00fcbersichtlich und schnell erfassbar gewertet wurde.<br \/>\nIm Jahr 2010 wurden die Teilmodelle des Projekts in der Acker- und Pflanzenbauabteilung der Uni Kiel zum Gesamtmodell zusammengef\u00fchrt. Die D\u00fcngeempfehlungen konnten erstmalig allein auf der Grund-lage der Modellrechnung unter Einbeziehung der jahresspezifischen Ertragserwartung erfolgen. Die Er-tragsleistungen auf den nach Modellberechnung ged\u00fcngten Parzellen konnten durchaus mit den Ertr\u00e4gen der konventionell ged\u00fcngten Fl\u00e4chen mithalten, die Proteinwerte konnten dagegen noch nicht \u00fcberzeu-gen. Neben den aktuellen Kurven stellten die Grafiken die mittleren Verl\u00e4ufe der N-Aufnahme und der Mineralisation in den vergangenen 10 Jahren sowie die jeweils h\u00f6chsten und niedrigsten Werte dar.<br \/>\nIn der D\u00fcngesaison 2011 konnte die erste Version des im Projekt entwickelten und im Internetportal ISIP installierten N-D\u00fcngemodells f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Berater und Landwirte zur Nutzung frei gegeben werden. Unter Ber\u00fccksichtigung der jahresspezifischen Ertragserwartung und N-Aufnahme wird vom Modell ein Gesamt-N-Angebot (Sollwert) berechnet, das im Vegetationsverlauf an die jahresspezifischen Gegeben-heiten durch Zu- oder Abschl\u00e4ge vom Sollwert angepasst werden kann. Seit 2010 sind Fl\u00e4chen in Th\u00fc-ringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen in das Modell eingebunden worden, um die Praxistauglichkeit in benachbarten Bundesl\u00e4ndern zu testen. Die Ergebnisse dort sind positiv und das Interesse an der onli-ne-D\u00fcngeplanung konnte geweckt werden. <\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Durchf\u00fchrung von verschiedenen Workshops zur Auswertung der Ergebnisse mit den Betriebsleitern der Pilotbetriebe, Beratern der Landwirtschaftskammer und Projektpartnern. Weiterhin wurde das Projekt auf diversen Feldtagen in Niedersachsen vorgestellt und diskutiert. Eine \u00fcberarbeitete Darstellung der Er-gebnisse mit Beraterhinweisen und modellierten Daten der Projektpartner erschien in 2008 &#8211; 2010 w\u00f6-chentlich w\u00e4hrend der Vegetation auf der Internetplattform ISIP (www.isip.de). Teilnahme an den DLG Feldtagen 2010 in Bockerode mit Demo Varianten zur N-D\u00fcngung nach ISIP. Ergebnispr\u00e4sentation und Diskussion auf Praxisveranstaltungen und Fachtagungen ( u.a. Verband der Landwirtschaftskammern, VDLUFA). <\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Projektjahre 2008 bis 2010 haben eine gute Datengrundlage f\u00fcr die ben\u00f6tigten Referenzdaten in Nie-dersachsen geschaffen und durch die Einbeziehung der Pilotbetriebe ist die Einsatzf\u00e4higkeit des Modells in der Praxis bewiesen. Seit 2011 besteht durch die Installation des Modells im Internet die M\u00f6glichkeit f\u00fcr den Nutzer, schlagspezifische Informationen und zeitlich an die aktuellen Bedingungen angepasste Hinweise zur D\u00fcngeplanung und zum optimierten D\u00fcngereinsatz zu erhalten. Die Internetseite in ISIP muss dazu \u00fcbersichtlich strukturiert und verst\u00e4ndlich aufbereitet sein. Diese Anforderungen sind auch aus der Sicht von ISIP noch zu optimieren. Zuk\u00fcnftig ist eine Nutzung bzw. Erweiterung des Modells f\u00fcr weitere Anwendungsm\u00f6glichkeiten wie z.B. den Mais und\/oder Rapsanbau anzustreben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Verbundprojektes ist die f\u00fcr Niedersachsen fl\u00e4chendeckende Praxiseinf\u00fchrung einer schlagspe-zifischen Online-D\u00fcngeplanung \u00fcber ISIP (www.isip.de) durch die Landwirtschaftskammer Niedersach-sen. Den Praktikern sollen modellgest\u00fctzte D\u00fcngeempfehlungen auf einem Weg angeboten werden, der mit minimalem Zeit- und Datenaufwand ein umsetzbares Ergebnis im Hinblick auf eine an individuelle Bedingungen angepasste N-D\u00fcngung liefert. Wie die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2422,64,51,2423],"class_list":["post-24829","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-landnutzung","tag-niedersachsen","tag-ressourcenschonung","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"26236\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"","dbu_projektdatenbank_bsumme":"183.486,00","dbu_projektdatenbank_firma":"Landwirtschaftskammer Niedersachsen\nFachbereich 3.8 - Pflanzenbau, Saatgut","dbu_projektdatenbank_strasse":"Wunstorfer Landstr. 11","dbu_projektdatenbank_plz_str":"30453","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Hannover","dbu_projektdatenbank_p_von":"2008-06-01 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2011-05-31 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"2 Jahre und 12 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"0511\/3665-4295","dbu_projektdatenbank_inet":"www.lwk-hannover.de","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Niedersachsen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"123","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"DBU-Abschlussbericht-AZ-26236.pdf","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24829","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24829\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43094,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/24829\/revisions\/43094"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24829"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24829"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24829"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}