{"id":24819,"date":"2025-09-09T10:32:06","date_gmt":"2025-09-09T08:32:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26197-01\/"},"modified":"2025-09-09T10:32:08","modified_gmt":"2025-09-09T08:32:08","slug":"26197-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26197-01\/","title":{"rendered":"Ideenwettbewerb f\u00fcr Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren: Virtuelles Wasser &#8211; wie gro\u00df ist unser Wasserrucksack?"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt Virtuelles Wasser &#8211; wie gro\u00df ist unser Wasserrucksack? verfolgt das Ziel, die \u00d6ffentlichkeit, insbesondere Kinder und Jugendliche, \u00fcber die Bedeutung des virtuellen Wassers &#8211; also des Wassers, das f\u00fcr die Herstellung von Produkten verwendet wird &#8211; zu informieren. Dabei geht es vor allem darum, den Zusammenhang zwischen unserem Lebensstil und der Nutzung der Wasserressourcen in anderen Teilen der Erde zu verdeutlichen und ein Bewusstsein f\u00fcr einen reflektierten Umgang mit der nat\u00fcrlichen, kostbaren Ressource Wasser zu schaffen. Wie viel Wasser steckt in den Produkten, die wir t\u00e4glich verwenden und konsumieren und wo kommen diese her? Wie sieht unser Wasserverbrauch tats\u00e4chlich aus, wenn man das virtuelle Wasser mit einbezieht? Diese Fragen werden im Projekt thematisiert. Bislang war wenig bekannt, dass wir in Deutschland pro Einwohner und Tag rund 4.000 Liter virtuelles Wasser nutzen &#8211; wesentlich mehr als die rund 130 Liter Trinkwasser pro Einwohner und Tag.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt startete im Fr\u00fchjahr 2008 mit einem Ideenwettbewerb f\u00fcr Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren. Die Teilnehmer waren aufgefordert, den zun\u00e4chst abstrakt erscheinenden Begriff Virtuelles Wasser zu visualisieren und M\u00f6glichkeiten aufzuzeigen, durch einen ver\u00e4nderten Lebensstil zu einer schonenderen Wassernutzung in anderen Regionen der Erde beizutragen. Gemeinsam mit bundesweit insgesamt zehn Umweltbildungseinrichtungen als regionale Kooperationspartner wurden im Zeitraum April bis Juni 2008 Workshops durchgef\u00fchrt, die sich an Lehrer und Umweltp\u00e4dagogen richten. Im Rahmen der Veranstaltungen wurde Grundlagenwissen zum Thema vermittelt und es wurden M\u00f6glichkeiten erarbeitet, virtuelles Wasser zum Gegenstand eines f\u00e4cher\u00fcbergreifenden Unterrichts zu machen. Die Ergebnisse der Workshops sind in ein Arbeitsheft f\u00fcr die Sekundarstufe eingeflossen, welches im Anschluss ausgearbeitet und herausgebracht wurde. Erg\u00e4nzend wurde eine Info-Brosch\u00fcre Virtuelles Wasser &#8211; versteckt im Einkaufskorb herausgebracht. Ein Internetauftritt zum Projekt (www.virtuelles-wasser.de) bietet Informationen zum Thema und zum Projekt und dient als Kommunikationsplattform.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das in der \u00d6ffentlichkeit noch weitestgehend neue Thema virtuelles Wasser stie\u00df in der \u00d6ffentlichkeit und in den Medien auf gro\u00dfe Resonanz. Insbesondere erstaunten die im Vergleich zur t\u00e4glichen Trink-wassernutzung weitaus gr\u00f6\u00dferen Wassermengen, die f\u00fcr die Produktion von Alltagsprodukten und hier insbesondere Lebensmitteln eingesetzt werden. Vielfach zitiert wurden daher die Angaben f\u00fcr den durchschnittlichen Wassereinsatz in typischen Alltagsprodukten. Die Frage nach der Bewertung des Wassereinsatzes und den Handlungsoptionen hinsichtlich der Ver\u00e4nderung es eigenen Lebensstils erfordert eine differenzierte und vertiefte Betrachtung der Zusammenh\u00e4nge. So ist der Einsatz von blauem Wasser f\u00fcr die Bew\u00e4sserung von Kulturen in ariden Regionen anders zu werten als der Einsatz von gr\u00fcnem Wasser aus Niederschlag in den gem\u00e4\u00dfigten Breiten. Handlungsoptionen k\u00f6nnen beispielsweise regionale Produkte &#8211; idealerweise aus \u00f6kologischem Anbau &#8211; oder eine verl\u00e4ngerte Nutzungsdauer von Gebrauchsg\u00fctern sein. Auch die Resonanz auf die Fortbildungen war durchweg positiv. Insbesondere wurde erkannt, dass das Konzept des virtuellen Wassers eine neue, umfassendere  Sichtweise auf den eigenen Umgang mit Wasser er\u00f6ffnet, die weit \u00fcber die t\u00e4gliche Trinkwassernutzung hinausgeht und viele Aspekte des eigenen Lebensstils sowie  globale Aspekte umfasst. Gleichzeitig eignet sich das Thema hervorragend f\u00fcr einen f\u00e4cher\u00fcbergreifenden Unterricht, da es zahlreiche F\u00e4cher ber\u00fchrt, wie z. B. in Biologie, Erdkunde, Politik, Wirtschaft, Fremdsprachen, Religion und Ethik. Die im Ideenwettbewerb eingereichten Beitr\u00e4ge reichten \u00fcber selbst konzipierte und gedrehte Videofilme, Animationen, Powerpoint-Pr\u00e4sentationen, Poster, Umfragen bis hin zu einem Lernspiel zum virtuellen Wasser. Inhaltlich setzten sich die Beitr\u00e4ge \u00fcberwiegend mit der f\u00fcr sie neuen und \u00fcberaschenden Erkenntnis auseinander, wie viel Wasser f\u00fcr die Herstellung von Alltagsprodukten genutzt wird. Thematisiert wurden aber auch der globale Wassertransfer \u00fcber den Handel mit Produkten und die Probleme und das Konfliktpotential  der Wassernutzung in wasserarmen Regionen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Mit dem Start des Projekts wurde ein Flyer produziert, in dem das Projekt kurz vorgestellt ist und der auf die Fortbildungen und den Ideenwettbewerb Ich sehe Wasser, was du nicht siehst! hinweist. Der Flyer wurde mehreren p\u00e4dagogischen Fachzeitschriften beigelegt und auf diesem Weg bundesweit verbreitet.  Ebenfalls wurde \u00fcber den VDG-Newsletter sowie \u00fcber Newsletter Dritter auf das Projekt hingewiesen. Auf mehreren Internetseiten insbesondere aus Bereichen der Umweltbildung wurden die Informationen aufgegriffen und auf die Fortbildungen und den Ideenwettbewerb aufmerksam gemacht. Auch Tageszeitungen und mehrere Zeitschriften ver\u00f6ffentlichten Hinweise auf das Projekt. Ein verst\u00e4rktes Medieninteresse war auch ab August 2008 zu beobachten, ausgel\u00f6st durch die Auszeichnung von Tony Allan, dem  Erfinder des virtuellen Wassers, mit dem Stockholm Water Prize. Die Internetpr\u00e4senz zum Projekt www.virtuelles-wasser.de dient als Informationsplattform und bietet beispielsweise Informationen \u00fcber das Projekt allgemein, die Fortbildungen und den Ideenwettbewerb sowie Informationen \u00fcber das Wasser in Produkten des Alltags und den Wasserfu\u00dfabdruck in verschiedenen L\u00e4ndern der Erde. Anmeldeformulare sowohl f\u00fcr die Fortbildungen als auch f\u00fcr den Wettbewerb standen hier ebenfalls zur Verf\u00fcgung. Aufgrund der Realisierung des Internetauftritts mit einem Content-Management-System konnten laufend aktuelle Informationen erg\u00e4nzt und Beitr\u00e4ge zum Wettbewerb auch von Projektteilnehmern selbst pr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt hat einen wichtigen Beitrag geleistet, den Begriff virtuelles Wasser in der \u00d6ffentlichkeit bekannt zu machen und ein entsprechendes Problembewusstsein zu entwickeln. Das Konzept des virtuellen Wassers er\u00f6ffnet eine neue, umfassendere Sichtweise auf den eigenen Umgang mit Wasser, die weit \u00fcber die t\u00e4gliche Trinkwassernutzung hinausgeht und viele Aspekte des eigenen Lebensstils sowie globale Aspekte umfasst. Dabei erfordert die Frage nach der Bewertung des Wassereinsatzes und den Handlungsoptionen hinsichtlich der Ver\u00e4nderung es eigenen Lebensstils eine differenzierte und vertiefte Betrachtung der Zusammenh\u00e4nge. Die herausgebrachten Printmedien bieten hierzu eine fundierte Informationsgrundlage. Das Projekt hat entscheidend dazu beigetragen, das virtuelle Wasser als wichtige Gr\u00f6\u00dfe und entscheidenden Aspekt in die \u00f6ffentliche Nachhaltigkeitsdiskussion einzubringen und das Thema in der Umweltbildung zu verankern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt Virtuelles Wasser &#8211; wie gro\u00df ist unser Wasserrucksack? verfolgt das Ziel, die \u00d6ffentlichkeit, insbesondere Kinder und Jugendliche, \u00fcber die Bedeutung des virtuellen Wassers &#8211; also des Wassers, das f\u00fcr die Herstellung von Produkten verwendet wird &#8211; zu informieren. 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