{"id":24792,"date":"2023-09-24T10:32:29","date_gmt":"2023-09-24T08:32:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26089-01\/"},"modified":"2023-09-24T10:32:30","modified_gmt":"2023-09-24T08:32:30","slug":"26089-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26089-01\/","title":{"rendered":"Ermittlung der Potenziale zur Energieeinsparung, Steigerung der Energieeffizienz und ressourcenschonenden Energieerzeugung in der deutschen Wasserwirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Projektes war es, anschaulich aufzuzeigen, welchen Beitrag die Wasserwirtschaft konkret zur Energieeinsparung, Erh\u00f6hung der Energieeffizienz und ressourcenschonenden und nachhaltigen Energieversorgung bereits leistet und wie die noch nicht genutzten Ressourcen aktiviert werden k\u00f6nnen.<br \/>\nZielgruppe f\u00fcr die Ergebnisse aus dem Vorhaben waren die Betreiber wasserwirtschaftlicher Anlagen, bei denen die wachsenden Probleme aber auch die neuen Chancen der Energieversorgung vielfach noch nicht erkannt wurden.<br \/>\nErwartet wurden Potenziale von im Mittel bis zu 25 % Reduktion des Energieverbrauchs auf Kl\u00e4ranlagen und damit ein erhebliches CO2-Minderungspotenzial, allein durch kurz- und mittelfristige Ma\u00dfnahmen. In der Beschreibung des konkreten Vorgehens wurde das erwartete Potenzial konkreter dargestellt.<br \/>\nDas Projekt sollte M\u00f6glichkeiten der Weiterentwicklung des Standes von Forschung und Technik darstellen, damit die energetischen Themen im Bereich Wasserwirtschaft einen festen Stellenwert erhalten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt sollte in drei Stufen durchgef\u00fchrt werden:<br \/>\nZun\u00e4chst erfolgte in Stufe 1 die Ermittlung des Status Quo Energie im wasserwirtschaftlichen Bereich schwerpunktm\u00e4\u00dfig durch eine Literaturauswertung.<br \/>\nIn Stufe 2 wurden durch eine Befragung von Betreibern abwassertechnischer Anlagen Wissensl\u00fccken geschlossen und beispielhafte Ma\u00dfnahmen erkundet.<br \/>\nIn Stufe 3 wurden durch eine Detailauswertung der Befragungsergebnisse konkrete Ans\u00e4tze zum ressourcenschonenden und nachhaltigen Umgang mit Energie erarbeitet, Beispiele mit Multiplikatoreffekt ermittelt und die Ergebnisse ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die deutsche Wasserwirtschaft leistet heute bereits einen Beitrag zur Energieversorgung in Deutschland, der sich durch Nachhaltigkeit und dauerhafte Versorgungssicherheit auszeichnet. Die Stromerzeugung wasserwirtschaftlicher Anlagen lag im Jahr 2006 bei insgesamt 23 TWh und entsprach damit etwa<br \/>\n3,6 % der Bruttostromerzeugung in Deutschland in 2006.<br \/>\nDas Stromerzeugungspotenzial aus Kl\u00e4rgas auf Kl\u00e4ranlagen kann deutlich erh\u00f6ht werden (im theoretischen Optimalfall Vervierfachung gegen\u00fcber dem Ist-Zustand). Nimmt man die ausgewiesenen Potenziale in den Bereich Co-Verg\u00e4rung und Solarenergie hinzu, l\u00e4sst sich die erzeugte Strommenge von heute 0,94 TWh auf langfristig 5,16 TWh verf\u00fcnffachen.<br \/>\nBei der Wasserkraft liegt das langfristig realisierbare Steigerungspotenzial bei ca. 35 %.<br \/>\nDie Nutzung aller in diesem Projekt aufgezeigten Potenziale erg\u00e4be zuk\u00fcnftig eine Stromerzeugung in wasserwirtschaftlichen Anlagen von ca. 33 TWh\/a.<br \/>\nNeben den notwendigen Ver\u00e4nderungen bei der Energieerzeugung ist die Energieverbrauchsreduzierung ein wichtiger Baustein zur langfristigen Sicherstellung eines ausgeglichenen Energiehaushaltes in Deutschland. Bei Kl\u00e4ranlagen, als einem der gr\u00f6\u00dften kommunalen Stromverbraucher zeigt die Studie auf, dass hier ein Einsparpotenzial von bis zu 25 % bezogen auf den heutigen Stand m\u00f6glich ist. Das Potenzial liegt also deutlich \u00fcber den Gesamtprognosen zur Energieverbrauchsreduzierung in Deutschland bis zum Jahr 2030 von 15 % gegen\u00fcber heute.<\/p>\n<p>Diskussion der Ergebnisse der dargestellten Beispielprojekte der Abwasserwirtschaft<br \/>\nDie Abwasserwirtschaft leistet bereits seit vielen Jahren einen Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung. Insbesondere beim Gro\u00dfverbraucher Kl\u00e4ranlage wurden aber auch bereits erhebliche Anstrengungen zur Reduzierung des Energieverbrauchs und zur Effizienzsteigerung geleistet.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass in Einzelf\u00e4llen bereits viele innovative M\u00f6glichkeiten zur Energieoptimierung genutzt werden. In 29 % der 60 Beispielprojekte wird der Energieverbrauch durch \u00c4nderung der Betriebsweise reduziert und in 19 % der Projekte durch den Einsatz neuer innovativer Verfahren. Diese M\u00f6glichkeiten m\u00fcssen nach Pr\u00fcfung des Einzelfalls auf vielen weiteren Anlagen genutzt werden, denn eine \u00dcbertragbarkeit der Projekte auf andere Anlagen ist weitestgehend m\u00f6glich. Meist ist die Anschaffung energiesparender Techniken mit einer ohnehin notwendigen Anschaffung verbunden.<br \/>\nInteressierte Betreiber k\u00f6nnen die Steckbriefe zur Information nutzen und bei Bedarf auch die angegebenen Ansprechpartner kontaktieren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die DWA hat regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Projektergebnisse berichtet:<br \/>\nDie Zwischen-Ergebnisse wurden u. a. auf der Essener Tagung 2008, der IFAT 2008 und den DWA-Energietagen 2008 pr\u00e4sentiert sowie auf der Wasser Berlin am 30. M\u00e4rz 2009 vorgestellt.<br \/>\nZwischenergebnisse wurden in der KA 6\/2008 publiziert und als Sonderdruck DWA-Themen Energiepotenziale der deutschen Wasserwirtschaft im September 2008 ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nDas Endergebnis wurde im April 2010 als Themenband ver\u00f6ffentlicht, gro\u00dfz\u00fcgig an die einschl\u00e4gigen Kreise verteilt und auf den DWA-Energietagen im April 2010 pr\u00e4sentiert und diskutiert.<br \/>\nDie Vorstellung der Ergebnisse auf weiteren Veranstaltungen war vorgesehen, wie auch im Rahmen der DWA-Bundestagung in Bonn im November 2010.<br \/>\nDie DWA-KG Energie diskutiert \u00fcber die weitere Verbreitung der Ergebnisse und m\u00f6gliche Folgeprojekte.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die systematische Zusammenstellung der Zahlen zur Energieoptimierung im Bereich Wasserkraft und Abwasseranlagen war sinnvoll und wird von der Fach\u00f6ffentlichkeit stark nachgefragt. Im Rahmen der Studienerstellung konnte festgestellt werden, dass einige Daten nicht abgesichert sind. Durch gezielte bundesweite Umfragen m\u00fcsste u. a. verifiziert werden, wie hoch die installierte Leistung von Wasserkraftanlagen < 1 MW tats\u00e4chlich ist, wie gro\u00df die bestehenden Faulbeh\u00e4lterkapazit\u00e4ten auf Kl\u00e4ranlagen tats\u00e4chlich sind und wie hoch die eingekaufte W\u00e4rmemenge bei Kl\u00e4ranlagen tats\u00e4chlich ist. Diese Aufgaben werden an die DWA weitergegeben.\nUnter den Beispielprojekten befinden sich rund zehn Projekte in Planung, Probebetrieb oder Forschungsphase. Einige der Betreiber haben Interesse signalisiert, in einem gemeinsamen Folgeprojekte auch die technische Realisierung zu bearbeiten.\nInsgesamt wurde dieses Forschungsprojekt bei den DWA-Mitgliedern sehr positiv aufgenommen und das Thema Energieoptimierung  und Wasserwirtschaft konnte sichtbar bei der DWA verankert werden.\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Projektes war es, anschaulich aufzuzeigen, welchen Beitrag die Wasserwirtschaft konkret zur Energieeinsparung, Erh\u00f6hung der Energieeffizienz und ressourcenschonenden und nachhaltigen Energieversorgung bereits leistet und wie die noch nicht genutzten Ressourcen aktiviert werden k\u00f6nnen. 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