{"id":24787,"date":"2023-07-13T15:26:45","date_gmt":"2023-07-13T13:26:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26066-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:26:45","modified_gmt":"2023-07-13T13:26:45","slug":"26066-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26066-01\/","title":{"rendered":"Tagung: Colloquium: Smart regulation for global competition &#8211; is Europe\u00b4s competitive edge green?"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Vorhabens war es, den Fokus der (politik-)wissenschaftlichen Debatte auf umweltpolitische Regulierung und Governance zu lenken. Die Kernfrage dabei lautete, wie Strategien aussehen, welche die Mechanismen des Marktes f\u00fcr die Entwicklung und Verbreitung radikaler \u00d6koinnovationen nutzen, institutionelle Pfadabh\u00e4ngigkeiten aufbrechen und angemessene rechtliche Rahmenbedingungen f\u00fcr die Bereitstellung \u00f6ffentlicher G\u00fcter schaffen k\u00f6nnen und wie diese Strategien politisch umgesetzt werden k\u00f6nnen.<br \/>\nDas Symposium f\u00fchrte f\u00fchrende Experten in den Bereichen umweltpolitischer Governance, Verwaltungs- und Staatswissenschaften, Innovations- und Modernisierungstheorie und Umweltpolitikanalyse zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, erste Antworten zu formulieren und neue Anst\u00f6\u00dfe f\u00fcr die Forschung auf diesem Gebiet zu geben. Es fand aus Anlass von Martin J\u00e4nickes 70. Geburtstag statt, einem der prominentesten deutschen Experten f\u00fcr Umweltpolitik. Martin J\u00e4nicke hat die Diskussionen um die hier skizzierten Fragen und viele andere relevante umweltpolitische Diskussionen in den letzten 35 Jahren entscheidend mitgepr\u00e4gt<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Colloquium war als zweit\u00e4gige Veranstaltung konzipiert (Anreise am ersten Tag und eine gesellige Auftaktveranstaltung am ersten Abend). Veranstaltungsort war das Harnack Haus in Dahlem. Teilgenommen haben \u00fcber die zwei Tage ca. 50-70 Teilnehmer, unter ihnen f\u00fchrende Wissenschaftler aus Europa und einige ausgew\u00e4hlte Referenten aus den USA. Die Veranstaltung wurde in englischer Sprache durchgef\u00fchrt.<br \/>\nDas Colloquium wurde unterteilt in 4 unterschiedliche Panels:<br \/>\nJedes Panel bestand aus drei akademischen Beitr\u00e4gen zu jeweils 20 Minuten sowie 10 Minuten Diskussion. Dar\u00fcber hinaus wurde zu jedem Panel ein Referent eingeladen, der das Thema aus einer politisch-praktischen Perspektive kommentierte. Nach den Pr\u00e4sentationen fand eine 30min\u00fctige Diskussionsrunde zu dem jeweiligen Thema statt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Symposium begann mit einer Diskussionen umweltpolitischer Entwicklungslinien im regulativen Staat: Welche generelle Trends sind hier zu konstatieren, gerade auch im Hinblick auf Europas Zukunftsf\u00e4higkeit im Kontext globaler Umweltver\u00e4nderungen? Die Keynote-Sprecher betonten in diesem Zusammenhang vor allem die Bestimmungsfaktoren f\u00fcr den relativen Erfolg europ\u00e4ischer Umweltregulierung und hoben hervor, dass in Zeiten vermehrten Network-Governance die staatliche Regulierung weiterhin ein zentrale Antriebskraft f\u00fcr Umweltpolitik sein und im Rahmen polyzentrischer Governance fortgef\u00fchrt werden sollte.<br \/>\nDas anschlie\u00dfende Panel befasste sich mit dem Stand und den Aussichten von Umweltinnovationen und ihren M\u00e4rkten. Hier wurde insbesondere die staatliche F\u00e4higkeit zur Mobilisierung des Marktes im Sinne umweltfreundlicher Technologien thematisiert.<br \/>\nIm dritten Panel wurde \u00fcber entsprechenden Reform und Neuausrichtung korrespondierender Politiken und Institutionen im Sinne gr\u00fcner M\u00e4rkte diskutiert. Im Fokus dieser Debatte standen die Verbindungen zwischen Umweltpolitik und Wirtschaftspolitik sowie die Frage, wie wirtschaftliche Potentiale nutzbar gemacht werden k\u00f6nnen. Im Bezug auf potentielle Instrumente wurden gefordert, diese Diskussion auf Grundlage von Win-Win-Situationen, innovationsfreundliche Rahmenbedingungen und effektive Anreize zu f\u00fchren. F\u00fcr die sog. Post-modern regulation wurden folgenden Ziele genannt: stringente und durchsetzbare Performance-Standards, maximale Lernm\u00f6glichkeiten, kontinuierliche Verbesserungsf\u00f6rderung, Messung der Performance sowie die bilung von vertrauensf\u00f6rdernden Mechanismen.<br \/>\nDas Schlusspanel analysiert die europ\u00e4ischen Anstrengungen aus einer globalen Perspektive &#8211; in welcher Beziehung stehen sie zu den derzeitigen Entwicklungen in den wirtschaftlich aufstrebenden L\u00e4ndern wie China, Indien und Brasilien? Zwar z\u00e4hlen die USA, Japan und Europa zu den \u00f6konomischen Spitzenreiter und den gr\u00f6\u00dften energie- und rohstoffhungrigen L\u00e4ndern, doch holen andere L\u00e4nder immer weiter auf. Und das nicht nur im Bezug auf den Energie- und Ressourcenverbrauch, auch hinsichtlich eines gestiegenen Bewusstseins f\u00fcr die Entwicklung zuk\u00fcnftiger Umweltpolitik- und strategien. Demnach kann Europa momentan zwar eine Vorreiterrolle in der Umweltregulierung und F\u00f6rderung \u00f6kologischer Innovationen zugesprochen werden, doch auch andere L\u00e4nder entdecken diese Chance dort mitzukonkurrieren mehr und mehr f\u00fcr sich selber.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Bei der Tagung handelte es sich um ein Expertencolloquium, weshalb die Teilnehmer von uns direkt per E-Mail angeschrieben und eingeladen wurden. \u00dcber unser bestehendes Netzwerk verschickten wir etwa 300 Einladungen. Das zweit\u00e4gige Colloquium wurde von ca. 80 Teilnehmern besucht, die sich aktiv an den Diskussionen beteiligten. Des Weiteren wurde die Tagung auf der FFU-Website angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Projektkoordinatoren und Teilnehmer zogen eine au\u00dferordentlich positive Bilanz aus dem Colloquium. Die zweit\u00e4gige Veranstaltung war gef\u00fcllt mit inspirierenden Pr\u00e4sentationen und Diskussionen f\u00fchrender Wissenschaftler. Das Colloquiumskonzept wurde von den Teilnehmern sowie den Projektkoordinatoren als sehr bereichernd empfunden. Die Ideen und Konzepte, die auf dem Colloquium diskutiert wurden, sind in zahlreichen Publikationen und Projekten weiter entwickelt worden.<br \/>\nIn diesem Zusammenhang wurde vor allem die zahlreichen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Diskussionen nach den einzelnen Pr\u00e4sentationen wurden positive hervorgehoben, da dies eine tiefe Auseinandersetzung mit den jeweiligen Aspekten des Tagungsthemas zulie\u00df.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Vorhabens war es, den Fokus der (politik-)wissenschaftlichen Debatte auf umweltpolitische Regulierung und Governance zu lenken. 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