{"id":24774,"date":"2023-09-24T10:32:29","date_gmt":"2023-09-24T08:32:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/26004-01\/"},"modified":"2023-09-24T10:32:29","modified_gmt":"2023-09-24T08:32:29","slug":"26004-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/26004-01\/","title":{"rendered":"Grenz\u00fcberschreitende Qualifizierungsma\u00dfnahmen:\nSchulung und Beratung zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Bergh\u00fctten und Berggasth\u00f6fen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Vorhabens bestand aus der exemplarischen Durchf\u00fchrung von Schulungen und Beratungen zur umweltgerechten Bewirtschaftung von Bergh\u00fctten und Berggasth\u00f6fen sowie aus einer Umweltkampagne zur Sensibilisierung von Bergtouristen f\u00fcr ein umweltfreundliches Verhalten in den H\u00fctten und auf den Bergen. Zielgruppe des Vorhabens waren Besitzer und Personal der H\u00fctten und Gasth\u00f6fe sowie die Bergtouristen selbst.<br \/>\nDie Teilnehmer der Schulungen waren Besch\u00e4ftigte in H\u00fctten und Berggastst\u00e4tten und deren Besitzer; sie kamen aus verschiedenen Regionen der Karpaten und des Balkans. Die Teilnehmer der Umweltkampagne waren aktive Bergsteiger, die seit l\u00e4ngerem in der Umweltarbeit t\u00e4tig waren. In der Umweltkampagne angesprochen wurden die jeweils anwesenden und vorbei kommenden Bergtouristen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Schulungsma\u00dfnahmen wurden auf der Basis des vom ISF M\u00fcnchen entwickelten Curriculums von Trainern aus Rum\u00e4nien und Deutschland mit langj\u00e4hriger Erfahrung in der Durchf\u00fchrung von Umweltschulungen und Qualifizierungsma\u00dfnahmen in der Tourismusentwicklung durchgef\u00fchrt. F\u00fcr ihre speziellen Aufgaben im Projekt wurden sie zuvor von Experten aus dem Alpenraum und einem Tourismusexperten im Rahmen von train-the-trainer-Ma\u00dfnahmen geschult.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Besch\u00e4ftigungseffekte durch die Qualifizierung in den Schulungen<br \/>\nMit den Ma\u00dfnahmen des Projekts BergUmwelt sollten die Voraussetzungen verbessert werden, die Karpatenregionen als bergtouristische Destination zu propagieren und so das gro\u00dfe Interesse in Westeuropa am Bergtourismus und insbesondere an Fernwanderwegen f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung der Karpatenregionen zu nutzen. So sollten wirtschaftliche Impulse gesetzt und die lokale Wertsch\u00f6pfung gest\u00e4rkt werden, um dem wirtschaftlichen Verfall und der Abwanderung der aktiven Bev\u00f6lkerung aus den Karpatenregionen entgegen zu wirken.<br \/>\nF\u00fcr die Schulungen in nachhaltiger Bewirtschaftung gibt es einen gro\u00dfen Bedarf. Zwar existieren in den Karpatenregionen durchaus einschl\u00e4gige schulische Ausbildungsma\u00dfnahmen f\u00fcr Besch\u00e4ftigte in H\u00fctten und Berggastst\u00e4tten; sie sind aber auf die traditionellen gastronomischen Themen begrenzt (Betriebswirtschaft, Warenkunde usw.). Die Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntnissen f\u00fcr einen nachhaltigen Bergtourismus, Ressourcen schonende Ver- und Entsorgung sowie Beratung und Betreuung der Bergtouristen fehlt weitgehend. Kenntnisse \u00fcber die Zusammenh\u00e4nge von Schadstoffemissionen und Umweltsch\u00e4den, von unsachgem\u00e4\u00dfer Entsorgung und Grundwasserverschmutzung sind wenig verbreitet und l\u00e4ngst noch nicht Allgemeingut &#8211; weder bei den Besitzern und Besch\u00e4ftigten von Bergh\u00fctten noch bei Beh\u00f6rden  und touristischen Organisationen, und auch nicht bei den Bergtouristen.<br \/>\nDer Qualifizierungsbedarf ist auch deshalb gro\u00df, weil es bisher nur in einzelnen Regionen der Karpaten eine umfassende Diskussion \u00fcber nachhaltige Entwicklung gibt. Dies zeigt sich schon daran, dass mit dem Begriff \u00d6kotourismus meist weniger ein umwelt- und ressourcenschonender Tourismus gemeint ist als Tourismus in l\u00e4ndlichen Gebieten. Es gibt zwar einzelne Gruppen, die im \u00f6kologischen Bereich au\u00dferordentlich aktiv sind, \u00f6kologische Zielsetzungen sind aber noch nicht so selbstverst\u00e4ndlich wie dies w\u00fcnschenswert w\u00e4re. <\/p>\n<p>\u00d6kologische Effekte durch die Umweltkampagne<br \/>\nDie Umweltkampagne in den Parangbergen verfolgte zwei Ziele. Zum einen wurden die Altlasten des Bergtourismus, der M\u00fcll aus Dosen, B\u00fcchsen, Flaschen und Batterien, beseitigt. Zum anderen wurden die Bergwanderer \u00fcber die Notwendigkeit eines umweltfreundlichen Verhaltens in den Bergen informiert.<br \/>\nDiese Aktion sollte dar\u00fcber hinaus andere Umweltgruppen motivieren, selbst \u00e4hnliche Aktionen durchzuf\u00fchren. Dazu wurde von unseren rum\u00e4nischen Partnern das Programm adopt a lake initiiert. Es sollte andere Umweltgruppen in den Karpaten anregen, die Patenschaft f\u00fcr ein besonders sensibles Gebiet, z.B. einen der vielen Karseen, zu \u00fcbernehmen. Im Rahmen dieser Patenschaft sollten sie den M\u00fcll aus 150 Jahren Bergtourismus ins Tal schaffen und neuen durch Sensibilisierung der Bergtouristen vermeiden helfen sowie die Betreuung der Bergwege \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zur Darstellung der Inhalte und Ziele des Projekts benutzten wir folgende Materialien:<br \/>\n\tFaltblatt mit Text und Bildern zu Zielen und Vorgehensweisen des Projekts sowie mit den notwendigen Kontaktinformationen (in deutscher, englischer und rum\u00e4nischer Sprache);<br \/>\n\tPoster mit einer plakativen Beschreibung und Illustration des Projekts;<br \/>\n\tProjektdarstellung auf der Homepage des ISF M\u00fcnchen;<br \/>\nW\u00e4hrend der Projektlaufzeit wurden zwei Pressemitteilungen versandt:<br \/>\n\tam 18.3.2009 anl\u00e4sslich der H\u00fcttenexkursion f\u00fcr die Trainer;<br \/>\n\tam 9.11.2009 anl\u00e4sslich der Auszeichnung des Projekts BergUmwelt als Projekt der UN-Dekade zur Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung<br \/>\nDas Projekt wurde u.a.bei folgenden Veranstaltungen vorgestellt:<br \/>\n\tam 27.2.2009 mit einer Posterpr\u00e4sentation und im Rahmen einer abendlichen Gespr\u00e4chsrunde auf der H\u00fcttenkonferenz in Benediktbeuern;<br \/>\n\tam 13.10.2009 im Alpenvereinshaus auf der Praterinsel in M\u00fcnchen im Rahmen eines Vortrags von Joachim Jaudas \u00fcber die Karpaten;<br \/>\n\tam 16.10.2009 auf dem Treffen der Tourismusminister der Karpatenl\u00e4nder in Bukarest;<br \/>\n\tam 17.10.2009 auf der Hauptversammlung des CEEWEB (Central and East European Working Group for the Enhancement of Biodiversity) in Budapest.<br \/>\nIn der Presse gab es folgende Berichte \u00fcber das Projekt:<br \/>\n\tam 25.3.2009 in der Allgemeinen Deutschen Zeitung (Bukarest);<br \/>\n\tin Panorama (Heft 3, 2009), der Mitgliederzeitschrift des Deutschen Alpenvereins (800.000 Mitglieder);<br \/>\n\tam 5. und 12.11.2009 in der Karpatenrundschau (Kronstadt, Rum\u00e4nien).<br \/>\nDas Vorhaben wurde vom Nationalkomitee der UN-Dekade Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung f\u00fcr seine innovative und breitenwirksame Umsetzung der Ziele der Dekade ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit dem Vorhaben wurden folgende Ziele erreicht:<br \/>\n\tTransfer der Erfahrungen in der nachhaltigen H\u00fcttenbewirtschaftung aus den Alpen in die Gebirgsregionen S\u00fcdosteuropas und des Balkans.<br \/>\n\tAusbildung von rum\u00e4nischen Trainern f\u00fcr die Qualifizierungsma\u00dfnahmen durch Experten aus dem Alpenraum.<br \/>\n\tExemplarische Durchf\u00fchrung von Schulungsma\u00dfnahmen mit Teilnehmern aus den Karpaten und weiteren Gebirgsregionen des Balkans mit dem Ziel einer dauerhaften Etablierung der Schulungen.<br \/>\n\tExemplarische Durchf\u00fchrung einer Umweltkampagne in einer Karpatenregion, verbunden mit der Sensibilisierung der Bergtouristen f\u00fcr umweltschonendes Verhalten und der Initiierung der Kampagne adopt a lake.<br \/>\n\tSicherung der Projektergebnisse sowie Fortf\u00fchrung der Schulungen und der Umweltkampagne durch die rum\u00e4nischen Projektpartner.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Vorhabens bestand aus der exemplarischen Durchf\u00fchrung von Schulungen und Beratungen zur umweltgerechten Bewirtschaftung von Bergh\u00fctten und Berggasth\u00f6fen sowie aus einer Umweltkampagne zur Sensibilisierung von Bergtouristen f\u00fcr ein umweltfreundliches Verhalten in den H\u00fctten und auf den Bergen. 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