{"id":24769,"date":"2023-07-13T15:26:43","date_gmt":"2023-07-13T13:26:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25984-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:26:43","modified_gmt":"2023-07-13T13:26:43","slug":"25984-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25984-01\/","title":{"rendered":"Lernen im Dschungel &#8211; die Bambusschule in Laos\nErstellung und Pr\u00e4sentation einer Ausstellung zum Thema Nachhaltigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Verein Die Bambusschule e.V. finanziert eng am \u00f6rtlichen Bedarf ausgerichtet den Bau von Grundschulen und Wohnheimen f\u00fcr Schulkinder aus besonders abgelegenen D\u00f6rfern in Laos. Besonderer Wert wird dabei auf die Verwendung von nachwachsenden Naturmaterialien gelegt: Es kommen hier re-gionale Harth\u00f6lzer und Bambus zum Einsatz. Den Schulen kommt eine richtungsweisende Funktion f\u00fcr den Umgang sowohl mit Freifl\u00e4chen als auch mit baulichem Bestand zu, da sie eine Nutzungsstrategie verk\u00f6rpern, die eine dauerhafte Fortf\u00fchrung der Schulprojekte gew\u00e4hrleistet. Die Ausstellung hat das Ziel, anhand der beispielhaften Demonstration des Schulprojektes in Laos auf wichtige Aspekte der Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen. Sie erf\u00fcllt damit im Bereich der Umweltbildung den Anspruch, dem Ausstellungsbesucher komplexe Umweltzusammenh\u00e4nge zu vermitteln. Das Bewusstsein hinsicht-lich der Zusammenh\u00e4nge zwischen Umweltschutz, nachhaltiger Nutzung von Ressourcen und dem Wert spezifischer Kulturg\u00fcter wird auf diesem Wege herausgebildet und vertieft. Der Besucher soll in die Lage versetzt werden, einen f\u00fcr ihn eher unbekannten, umweltfreundlichen Baustoff (Bambus) n\u00e4her kennen zu lernen und zu erfahren, welche M\u00f6glichkeiten der Verwendung und der Verarbeitung dieses Baustoffes bestehen. Ziel ist es, auf die Chancen und M\u00f6glichkeiten des Einsatzes regionaler Bau- und Rohstoffe generell, aber insbesondere auch im eigenen Lebensumfeld aufmerksam zu machen und den Besucher f\u00fcr einen angepassten, nachhaltigen Umgang mit nat\u00fcrlichen Ressourcen zu sensibilisieren. Die Ausstellung soll die Besucher mit eindrucksvollen Photos, filmischer Dokumentation und dem naturgetreuen Nachbau einer Bambusschule an die Zusammenh\u00e4nge von Lebensstil, kultureller Tradition,<br \/>\nBil-dung und Nachhaltigkeit heranf\u00fchren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie hier beschriebene Ausstellung wird am 23. August 2007 im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Foyer des Kreishauses Osnabr\u00fcck er\u00f6ffnet. Im Anschluss daran wird sie dort f\u00fcr drei Wochen zu den \u00d6ffnungszeiten der Kreisverwaltung der \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung stehen. Das Projekt ist als Wanderausstellung konzipiert, so dass nach  Ablauf dieser Zeit weitere Pr\u00e4sentationen vorwiegend in Schulen geplant sind. Eine effektive Kommunikation zu der hier spezifischen Umwelt- und Kulturthematik wird durch eine Kombination vielf\u00e4ltiger Medien erreicht.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Mit der Ausstellung sollte das Ziel verfolgt werden, anhand der beispielhaften Demonstration des Schulprojektes in Laos auf die Bedeutung von \u0082Nachhaltigkeit im Bereich der Entwicklungshilfe aufmerksam zu machen. Sie hat damit im Bereich der Umweltbildung den Anspruch erf\u00fcllt, dem Ausstellungsbesucher komplexe Umweltzusammenh\u00e4nge zu vermitteln. Das Bewusstsein hinsichtlich der Zusammenh\u00e4nge zwischen Umweltschutz, nachhaltiger Nutzung von Ressourcen und dem Wert spezifischer Kulturg\u00fcter konnte auf diesem Wege herausgebildet und vertieft werden. Dem Ausstellungsbesucher wurde verdeut-licht, wie mit verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenig Mitteln und unter Verwendung nachwachsender Naturmaterialien die Rahmenbedingungen  f\u00fcr Grundschulbildung realisiert werden k\u00f6nnen. Der Besucher wurde in die Lage versetzt, einen f\u00fcr ihn eher unbekannten, umweltfreundlichen Baustoff (Bambus) n\u00e4her kennen zu lernen und zu erfahren, welche M\u00f6glichkeiten der Verwendung und der Verarbeitung dieses Baustoffes bestehen. So konnte das Ziel erreicht werden, den Besucher mit diesem Beispiel auf die Chancen und M\u00f6glichkeiten des Einsatzes regionaler Bau- und Rohstoffe generell, aber insbesondere auch im eigenen Lebensumfeld aufmerksam zu machen und ihn f\u00fcr einen angepassten, nachhaltigen Umgang mit nat\u00fcrli-chen Ressourcen zu sensibilisieren.<\/p>\n<p>Die Auswahl der Vermittlungsmethoden hat sich als ausgesprochen angemessen erwiesen: Die 70 gro\u00dfformatigen Photos, die im gesamten Foyer des Landkreises platziert waren, er\u00f6ffneten dem Besucher ei-nen eindr\u00fccklichen Zugang zur allt\u00e4glichen Lebenswelt der laotischen Bergv\u00f6lker. Das begehbare Modell einer Bambusschule, das den Originalen vor Ort in Laos weitgehend entspricht, hatte in diesem Zusammenhang einen zentralen Stellenwert. Erstellt wurde das Modell von Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen der Belmer Integrationswerkstatt, die auf diesem Weg die Gelegenheit hatten, einen f\u00fcr sie fremden Bau-stoff (Bambus) bei der Verarbeitung kennen zu lernen. Der Bau des Schulmodells als ein naturgetreues Abbild laotischer Schulwirklichkeit hat bereits zu diesem Zeitpunkt des Projekts zur Reflexion der pers\u00f6nlichen Lernsituation beigetragen. In Gespr\u00e4chen mit Ausstellungsbesuchern war festzustellen, dass gerade der multimediale Ansatz \u00fcber das Modell, die Bilder und die filmische Pr\u00e4sentation zu einem besseren Verst\u00e4ndnis des Lebensalltags laotischer Kinder f\u00fchrte. Zahlreiche Exponate aus dem d\u00f6rflichen Lebensalltag (wie z. B. Schneidwerkzeuge, Aufbewahrungsbeh\u00e4ltnisse, Schmuck- und Kleidungsst\u00fccke), die nachtr\u00e4glich in das Ausstellungskonzept eingegliedert worden waren, f\u00fchrten zu einer gesteigerten Veranschaulichung. Mehrere Schulen haben ihr Interesse an der Ausstellung im Rahmen unterschiedlicher Verwendungen bekundet (Projektarbeit, Tag der offenen T\u00fcr, Sponsoring) &#8211; somit kann schon jetzt festgestellt werden, dass ein Hauptziel des Projekts erreicht wurde. Nicht zuletzt wegen der hervorragenden Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern Landkreis Osnabr\u00fcck und ganz besonders der Belmer Integrationswerkstatt e. V. konnte der Zeitplan ohne jede Abstriche eingehalten werden; der Kostenrahmen wurde sogar geringf\u00fcgig unterschritten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Auf die Ausstellung wurde zuvor in der lokalen Presse (NOZ) hingewiesen; der Kooperationspartner Landkreis Osnabr\u00fcck (hier das Kulturreferat) versandte dar\u00fcber hinaus ca. 400 Einladungen an einen ausgew\u00e4hlten Personenkreis. Dies f\u00fchrte dazu, dass die Er\u00f6ffnungsveranstaltung trotz des ung\u00fcnstigen Zeitpunkts (donnerstags 19.00 Uhr, Ferienzeit) mit ann\u00e4hernd 80 Personen au\u00dfergew\u00f6hnlich gut besucht war. Es d\u00fcrfte in diesem Zusammenhang nicht unerheblich gewesen sein, dass die Er\u00f6ffnungsrede von einem Vertreter des Bundesministeriums f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gehalten wurde, der auch ein pers\u00f6nliches Gru\u00dfwort der Bundesministerin Frau Wieczorek-Zeul (BMZ) \u00fcbermittelte. Das Ministerium betont darin ausdr\u00fccklich seine W\u00fcrdigung gerade dieser Art der privat organisierten Entwicklungshilfe. Es muss leider gesagt werden, dass dieser Sachverhalt von der anwesenden Lokalpresse (NOZ) nicht angemessen geschildert wurde, obwohl sie vom Verein mit umfassendem Bild- und Hintergrundmaterial versorgt worden war. Auf Grund der starken Nachfrage (haupts\u00e4chlich von Schulen) wurde die Ausstellungszeit &#8211; mit Hinweis in der Presse &#8211; noch bis zum 08.10.2007 verl\u00e4ngert. Im Lokalradio Osnabr\u00fcck wurde ein Interview mit dem Vorsitzenden des Vereins zu den Hintergr\u00fcnden der Projektarbeit gesendet. Von den bereitgestellten Brosch\u00fcren zur Vereinsarbeit wurden im Verlauf der Ausstellung ca. 700 Exemplare von Besuchern mitgenommen; das ausgelegte G\u00e4stebuch verzeichnet zahlreiche Eintr\u00e4ge durchweg positiven Inhalts.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Bereits jetzt kann die Ausstellung als Erfolg gewertet werden. Mittel- und langfristig bleibt abzuwarten, zu welchen Ergebnissen der weitere Einsatz in schulischen Zusammenh\u00e4ngen f\u00fchren wird. Dabei ist zu er-warten, dass sich das Merkmal der mit ihr verbundenen Methodenvielfalt als f\u00f6rderlich herausstellen wird: die Ausstellung kann nicht nur als Ganzes, sondern auch in Teilen eingesetzt werden. So ist die Verwendung des raumgreifenden Modells nicht zwingend n\u00f6tig, ebenso k\u00f6nnen auch nur thematisch begrenzt Photos und Exponate ausgeliehen werden. Der Ausstellungsort hat sich mit seiner Lage, den apparativen M\u00f6glichkeiten und vor allem dem hohen Publikumsdurchgang als sehr gut geeignet erwiesen; lediglich die Beleuchtungseinrichtungen erscheinen f\u00fcr diesen Zweck verbesserungsf\u00e4hig. F\u00fcr die Vereinsarbeit war die Ausstellung mit einem erheblichen \u00d6ffentlichkeitswert verbunden; ein Sachverhalt, der sich unmittelbar am Spendenaufkommen wie auch an Mitgliedsantr\u00e4gen ablesen l\u00e4sst. Dem Engagement und Renommee der DBU als F\u00f6rderinstitution kommt in diesem Zusammenhang eine ganz besondere Be-deutung bei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Verein Die Bambusschule e.V. finanziert eng am \u00f6rtlichen Bedarf ausgerichtet den Bau von Grundschulen und Wohnheimen f\u00fcr Schulkinder aus besonders abgelegenen D\u00f6rfern in Laos. Besonderer Wert wird dabei auf die Verwendung von nachwachsenden Naturmaterialien gelegt: Es kommen hier re-gionale Harth\u00f6lzer und Bambus zum Einsatz. 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