{"id":24766,"date":"2023-07-13T15:26:40","date_gmt":"2023-07-13T13:26:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25974-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:26:42","modified_gmt":"2023-07-13T13:26:42","slug":"25974-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25974-01\/","title":{"rendered":"Anwendung integraler Planungsmethoden mit der energetischen Zielsetzung des Passivhaus-Standards am Beispiel des Neubaus der Mehrzweckhalle \/ Sporthalle in Nordhastedt"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In Nordhastedt soll eine 2 Feld Sporthalle \/ Mehrzweckhalle neu erstellt werden. Das Ziel des Vorhabens  ist die Erarbeitung einer langfristig wirtschaftlichen L\u00f6sung f\u00fcr den Neubau der Halle mit geringster Umweltbelastung im Rahmen einer integral angelegten Planung.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Planungsprozess erfolgte von Beginn an disziplin\u00fcbergreifend und koordiniert in den Fachbereichen Architektur, Haustechnik und Bauphysik. Begleitend wurden Simulationsverfahren eingesetzt, um unterschiedliche L\u00f6sungsvarianten sachlich bewerten und Planungsentscheide treffen zu k\u00f6nnen. Die Berechnungen umfassten die Optimierung von transparenten Fl\u00e4chen zur besseren Ausnutzung von Tageslicht, eine Passivhaus-Bilanzierung zur Optimierung der Geb\u00e4udeh\u00fclle und Geb\u00e4udegeometrie in Bezug auf den Energiebedarf, eine dynamische Geb\u00e4udesimulationen zur Darstellung der komplexen physikalischen Vorg\u00e4nge des Geb\u00e4udegesamtsystems und W\u00e4rmebr\u00fcckenberechnungen.<br \/>\nVerschiedene Varianten wurden abschlie\u00dfend durch eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung miteinander verglichen und bewertet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Planungsverlaufes lassen sich wie folgt zusammenfassen:<br \/>\nGeb\u00e4udeh\u00fclle<br \/>\nIm Verlauf der Planung wurde die urspr\u00fcngliche Konzeption eines Satteldaches mit Nebenr\u00e4umen an der Nord- und Westseite zugunsten einer kompakten L\u00f6sung mit Pultdach und n\u00f6rdlich angelagerten Nebenr\u00e4umen weiter entwickelt. F\u00fcr die Bauteile gegen Erdreich wurde eine massive Bauweise und auf der Nordseite eine Tafelwand gew\u00e4hlt. Die W\u00e4rmebr\u00fccken konnten gleichzeitig in ihrer Anzahl und Wirkung stark minimiert werden. Im Ergebnis wird der Passivhaus-Standard erreicht.<br \/>\nBelichtung<br \/>\nDie Berechnungen der nat\u00fcrlichen Belichtung zeigen, dass die Wirtschaftlichkeit eines Oberlichtes zusammen mit einer Belichtung \u00fcber die Seitenw\u00e4nde nicht gegeben ist. Bei einer Preissteigerung von 4 % f\u00fcr Strom ist ein Verzicht auf Fenster (Dunkelhalle !) ebenfalls nicht wirtschaftlich.<br \/>\nGew\u00e4hlt wurden Lichtb\u00e4nder auf der Nord- und S\u00fcdseite (H\u00f6he 3 m bzw. 2 m). Der Tageslichtquotient betr\u00e4gt f\u00fcr die gew\u00e4hlte Variante > 3 % und f\u00fchrt zu einem spezifischen Strombedarf f\u00fcr Kunstlicht von 10,7 kWh\/m\u00b2a bzw. 16,6 MWh\/a.<br \/>\nL\u00fcftung<br \/>\nIm Planungsverlauf wurden verschiedene grunds\u00e4tzliche M\u00f6glichkeiten untersucht:<br \/>\n&#8211; weitgehend nat\u00fcrliche L\u00fcftung<br \/>\n&#8211; mechanische L\u00fcftung der Nebenr\u00e4ume, nat\u00fcrliche L\u00fcftung der Halle<br \/>\n&#8211; mechanische L\u00fcftung der Nebenr\u00e4ume und der Halle<br \/>\nAls Ergebnis des Planungsvorganges wurde eine mechanische Grundl\u00fcftung mit hocheffizienter W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung favorisiert. Die Zuluft wird in die Halle eingebracht und in den Feuchtr\u00e4ume abgesaugt. Dadurch konnte die Luftmenge auf 2.000 m\u00b3\/h begrenzt werden. F\u00fcr kurzzeitig sehr hohe Belegungen der Halle wird die nat\u00fcrliche L\u00fcftung eingesetzt. Aufgrund der dann stark ansteigenden internen Lasten kann die W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung hier ohnehin nur eingeschr\u00e4nkt genutzt werden.<br \/>\nEnergieversorgung<br \/>\nAus Sicht der Investitionskosten ist eine einfache Gastherme die g\u00fcnstigste Variante. Durch die Minimierung der Transmissionsw\u00e4rmeverluste sinkt die notwendige Leistung des EnEV-Standards von 60 kW auf 18 kW (Passivhaus-Standard). Dadurch entstehen Kosteneinsparungen durch den kleineren Gaskessel sowie durch kleinere Heizfl\u00e4chen. Aus Gr\u00fcnden der Umweltentlastung ist f\u00fcr die Realisierung der etwas teuere Variante Holzpelletfeuerung mit Solarthermie Unterst\u00fctzung gew\u00e4hlt worden.<br \/>\nGesamtbewertung<br \/>\nDurchgef\u00fchrt wurde eine dynamische Wirtschaftlichkeitsbetrachtung mit Sensitivit\u00e4tsanalyse sowie die Berechnung des gesamten Prim\u00e4renergiebedarfes und der CO2-\u00c4quivalentemission. Nach Auswertung einer Bewertungsmatrix f\u00fcr 7 Varianten wird der Passivhaus-Standard mit umweltfreundlicher Rest-W\u00e4rmeversorgung favorisiert. Eine Wirtschaftlichkeit ist gegen\u00fcber einer konventionellen Bauweise nachweisbar.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Geplant sind verschiedene \u00f6ffentliche Termine im Rahmen der Realisierungsphase (Grundsteinlegung, Richtfest, Einweihung). Weiterhin ist ein Flyer nach Auswertung erster Messergebnisse geplant. Die Fachtagung Geb\u00e4ude energetisch optimieren in Eckernf\u00f6rde wird genutzt, um das Projekt dem Fachpublikum bekannt zu machen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Rahmen einer integralen Planung wurde ein Geb\u00e4udekonzept unter energetischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten entwickelt. Besonderer Schwerpunkt der Optimierung war die Senkung des Strombedarfs. Mit sinkendem Bedarf an Heizenergie steigt die Bedeutung des Strombedarfs f\u00fcr Beleuchtung und Bel\u00fcftung aus \u00f6kologischer und aus \u00f6konomischer Sicht.<br \/>\nDer Baubeginn ist voraussichtlich im Sommer 2009, so dass eine Erfolgskontrolle erst noch erfolgen muss. Es ist geplant, die wesentlichen Energieverbraucher zu erfassen und die Werte f\u00fcr eine Optimierung und Kontrolle des Gesamtsystems zu nutzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In Nordhastedt soll eine 2 Feld Sporthalle \/ Mehrzweckhalle neu erstellt werden. Das Ziel des Vorhabens ist die Erarbeitung einer langfristig wirtschaftlichen L\u00f6sung f\u00fcr den Neubau der Halle mit geringster Umweltbelastung im Rahmen einer integral angelegten Planung. 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