{"id":24725,"date":"2023-09-30T10:32:29","date_gmt":"2023-09-30T08:32:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25798-01\/"},"modified":"2023-09-30T10:32:29","modified_gmt":"2023-09-30T08:32:29","slug":"25798-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25798-01\/","title":{"rendered":"Status quo und Entwicklungsoptionen ausgew\u00e4hlter Fl\u00e4chen des Nationalen Naturerbes"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Rahmen des bei der DBU beantragten Projekts sollen modellhaft f\u00fcr m\u00f6glichst viele der f\u00fcr die 25.000-Hektar-Liste in Frage kommenden Fl\u00e4chen der Status quo analysiert und Entwicklungsoptionen aufgezeigt werden. Die Analyse des Status quo soll sich nicht auf die naturschutzfachliche Charakterisierung der jeweiligen Fl\u00e4chen beschr\u00e4nken, sondern insbesondere umsetzungsorientierte Informationen zur aktuellen Situation vor Ort zusammenfassen. Es wird angestrebt &#8211; in Anlehnung an die durch die DBU im Rahmen der Verhandlungen zur \u00dcbernahme von BImA-Fl\u00e4chen erstellten Steckbriefe &#8211; die m\u00f6glichen Entwicklungsoptionen f\u00fcr die jeweilige Fl\u00e4che zu diskutieren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn Abstimmung mit der DBU wollen die in der DNR-Strategiegruppe vertretenen Naturschutzorganisationen bis zum Herbst 2007 modellhaft vier Steckbriefe erstellen.<\/p>\n<p>1)\tNaturschutzfachliches Profil der Fl\u00e4che \/ Entwicklungsziel<br \/>\n2)\tVorliegende Verordnungen und Planungen f\u00fcr die Fl\u00e4che<br \/>\n3)\tBisherige Akteure auf der Fl\u00e4che<br \/>\n4)\tVorliegende Erhebungen \/ Studien \/ Daten<br \/>\n5)\tKonfliktfelder<br \/>\n6)\tEntwicklungspotential der Fl\u00e4chen \/ naturschutzfachliche Handlungsoptionen<br \/>\n7)\tAdressen<\/p>\n<p>Die Ergebnisse sollen mit allen Beteiligten im Rahmen eines Abschlussworkshops diskutiert werden.<br \/>\nDie Projektleitung strebt an, nach Abschluss der Recherche jede Fl\u00e4che vor Ort zu besichtigen und mit wichtigen Akteuren ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Damit wird erreicht, dass mitunter subjektive Einsch\u00e4tzungen der Vor-Ort-Bearbeiter (z. B. zum Konfliktpotenzial) vereinheitlicht werden. F\u00fcr die Projektleitung wird ein Honorarvertrag \u00fcber die gesamte Projektlaufzeit abgeschlossen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die DNR-Strategiegruppe Naturschutzfl\u00e4chen hat mit finanzieller Unterst\u00fctzung der DBU eine Referenzliste f\u00fcr die zu sichernden 25.000 Hektar erstellt und diese mit ausf\u00fchrlichen Steckbriefen untermauert. Hierbei konnte insbesondere auf die Zuarbeit von lokalen und regionalen Naturschutzgruppen und  verb\u00e4nden zur\u00fcckgegriffen werden. F\u00fcr die meisten Fl\u00e4chen wurden m\u00f6gliche Empf\u00e4nger benannt. <\/p>\n<p>Die erstellte Referenzliste war wesentliche fachliche Grundlage f\u00fcr die erfolgreiche Lobbyarbeit der in der DNR-Strategiegruppe organisierten Naturschutzverb\u00e4nde und Stiftungen zur Sicherung des Nationalen Naturerbes. W\u00e4hrend der Projektlaufzeit konnte nicht nur die juristisch verbindliche Benennung der 100.000 Hektar national bedeutsamer Naturschutzfl\u00e4chen, sondern auch eine politische Entscheidung zur Sicherung der verbleibenden 25.000 Hektar erreicht werden. Das ist ein weiterer gro\u00dfer Erfolg f\u00fcr den Naturschutz in Deutschland.<\/p>\n<p>Bei den im Rahmen der 25.000-Hektar-Liste zu sichernden Fl\u00e4chen handelt es sich vor allem um Arrondierungsfl\u00e4chen zu bereits eigentumsrechtlich im Rahmen des Nationalen Naturerbes gesicherten Gebieten sowie um Fl\u00e4chen, auf denen erst vor kurzem die milit\u00e4rische Nutzung eingestellt wurde. Die recherchierten Fl\u00e4chen verteilen sich repr\u00e4sentativ auf alle Bundesl\u00e4nder und umfassen die verschiedensten Lebensr\u00e4umen &#8211; angefangen von maritimen Biotopen, \u00fcber wertvolle Offenlandfl\u00e4chen bis hin zu alten W\u00e4ldern. Das Bundesamt f\u00fcr Naturschutz hat im Fr\u00fchjahr 2010 eine eigene Liste vorgestellt. Diese ist bis auf wenige Ausnahmen identisch mit der Referenzliste der DNR-Strategiegruppen Naturschutzfl\u00e4chen &#8211; und best\u00e4tigt damit die Rechercheergebnisse des DBU-Projekts.<\/p>\n<p>Das im Projektantrag dargestellte Vorgehen musste leicht abge\u00e4ndert werden. Statt lediglich Steckbriefe f\u00fcr Fl\u00e4chen zu erstellen, die seitens des Bundesamts f\u00fcr Naturschutz in Absprache mit dem Bundesfinanz- und dem Bundesverteidigungsministerium bereits vor ausgew\u00e4hlt waren, musste die DNR-Strategiegruppe selbst eine umfassende Vorauswahl treffen. Es mussten deshalb f\u00fcr weitaus mehr potenzielle Naturschutzfl\u00e4chen entsprechende Recherchen durchgef\u00fchrt und Steckbriefe erstellt werden als im Projektantrag vorgesehen war. Der breitere Vorhaltewinkel bei der Recherche f\u00fchrte zu einer Reduktion der Tiefensch\u00e4rfe der einzelnen Steckbriefe. Auch musste auf die Vor-Ort-Besuch verzichtet werden.<\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten verlief jedoch trotz der etwas schwierigen Rahmenbedingungen sehr gut. Eine regelm\u00e4\u00dfige Abstimmung erfolgte mit der DBU Naturerbe GmbH, dem Bundesamt f\u00fcr Naturschutz, dem Bundesumweltministerium sowie der Bundesanstalt f\u00fcr Immobilienaufgaben. Lediglich der Kontakt zum Bundesministerium der Verteidigung erwies sich als etwas schwierig.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Recherche wurden auf mehreren Veranstaltungen vorgestellt &#8211; unter anderem auf einem gemeinsamen Treffen aller am Nationalen Naturerbe beteiligten Akteure im November 2009 in Berlin sowie bei einem Parlamentarischen Abend im Juli 2010 ebenfalls in Berlin. Au\u00dferdem wurde die Referenzliste Bundesumweltminister Norbert R\u00f6ttgen \u00fcberreicht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Trotz eines verz\u00f6gerten Starts und einer sich l\u00e4nger hinziehenden Projektbearbeitung konnte das Projekt Status quo und Entwicklungsoptionen ausgew\u00e4hlter Fl\u00e4chen des Nationalen Naturerbes erfolgreich durchgef\u00fchrt und abgeschlossen werden.<\/p>\n<p>Nach dem Ende der Projektf\u00f6rderung muss es nun gelingen, die benannten Fl\u00e4chen tats\u00e4chlich zu sichern. Gegenl\u00e4ufige Bestrebungen des Bundesfinanzministeriums bzw. der Bundesanstalt f\u00fcr Immobilienaufgaben gilt es abzuwehren. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen Szenarien entwickelt werden, wie zuk\u00fcnftig freiwerdende Milit\u00e4rfl\u00e4chen (wie aktuell die Kyritz-Ruppiner Heide) langfristig f\u00fcr den Naturschutz gesichert werden k\u00f6nnen. Die DNR-Strategiegruppe Naturschutzfl\u00e4chen wird sich deshalb auch nach dem Auslaufen der Projektfinanzierung weiter f\u00fcr die Sicherung des Nationalen Naturerbes einsetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Rahmen des bei der DBU beantragten Projekts sollen modellhaft f\u00fcr m\u00f6glichst viele der f\u00fcr die 25.000-Hektar-Liste in Frage kommenden Fl\u00e4chen der Status quo analysiert und Entwicklungsoptionen aufgezeigt werden. 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