{"id":24715,"date":"2023-07-13T15:26:34","date_gmt":"2023-07-13T13:26:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25772-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:26:35","modified_gmt":"2023-07-13T13:26:35","slug":"25772-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25772-01\/","title":{"rendered":"Neugestaltung des Klostergartens zu Zwecken der Umweltbildung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Trotz der erheblichen Bedeutung, die Bergmischw\u00e4lder f\u00fcr den Naturschutz in Mitteleuropa haben, existierten bislang keine \u00fcberregional g\u00fcltigen Schwellenwerte, die als Richtlinien f\u00fcr die Forstwirtschaft dienen k\u00f6nnten. In diese L\u00fccke st\u00f6\u00dft das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt kofinanzierte Projekt \u00d6kologische Schl\u00fcsselwerte in Bergmischw\u00e4ldern als Grundlage f\u00fcr eine \u00f6kologisch nachhaltige Forstwirtschaft.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenArbeitsschritte und angewandte Methoden<br \/>\nGrundlage der Analysen des DBU-Bergmischwald-Projektes sind rund 300 Probefl\u00e4chen, die entlang von vier Transekten arrangiert wurden. Der H\u00f6hengradient reicht von 655 m bis 1.420 m. Zwei der Transekten liegen im Altpark und zwei im Erweiterungsgebiet des Nationalparks. W\u00e4hrend die Forschungsfl\u00e4chen im Altpark der unbeeinflussten Entwicklung unterliegen, findet im Erweiterungsgebiet auf Teilen der untersuchten Fl\u00e4chen noch ein Borkenk\u00e4fermanagement statt.<\/p>\n<p>Alle Details der Aufnahmen an dieser Stelle darzustellen, w\u00fcrde den Rahmen sprengen. Eine umfassende Darstellung der im Projekt angewandten Methoden findet sich bei B\u00e4ssler et al. (2008) und in der Wissen-schaftlichen Reihe des Nationalparks Bayerischer Wald (Moning et al. 2009). Tabelle 1 fasst die wesentlichen Arbeitsabl\u00e4ufe zusammen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Projekt hat zwei Beitragsebenen. Auf der \u00fcbergeordneten Planungsebene liefert es Beitr\u00e4ge f\u00fcr Natur-schutzkonzepte in Bergmischw\u00e4ldern und hier in erster Linie auf der betrieblichen Ebene. Dies geschieht in Form von Schwellenwerten u. a. zu Bestandsalter, Totholzmengen und -dimensionen, Kronendachdeckung und H\u00f6hlenbaumdichten. Diese flie\u00dfen in ein Verfahren zur Klassifizierung der naturschutzfachlich wertvollen Bereiche auf Betriebsebene ein. Dabei wird auf Basis der Forstinventurdaten ein Interpolationsverfahren angewendet.<br \/>\nDie zweite Beitragsebene sind Empfehlungen f\u00fcr Ma\u00dfnahmen auf Bestandsebene. Hier vermittelt das Projekt wichtige Schl\u00fcssel- und Schwellenwerte und liefert Empfehlungen zur Umsetzung der Schwellenwerte und zwar in Form eines Fortbildungsmoduls und als anschauliche Zusammenfassung in gedruckter Form. Letztere stellt ein eigens erstellter Band der Wissenschaftlichen Reihe des Nationalparks Bayerischer Wald dar, der auch im Rahmen des Fortbildungsmoduls als Fortbildungsunterlage dient.<br \/>\nDieser Band fasst die wesentlichen Schl\u00fcsselstrukturen und Schwellenwerte auf der Landschaftsebene, auf der Bestandsebene und auf der Ebene der einzelnen Objekte (z.B. Einzelstamm) zusammen. Des Weiteren werden die aus dem Projekt gewonnenen R\u00fcckschl\u00fcsse in Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Forstwirtschaft umgesetzt. Darauf basierend wird skizziert, wie sich die Schwellenwerte in einem betrieblichen Naturschutz-konzept umsetzen lassen. Den Abschluss bildet eine Zusammenstellung von Indikatorarten, welche die Schl\u00fcsselstrukturen in Bergmischw\u00e4ldern in anschaulicher Weise repr\u00e4sentieren.<br \/>\nIm Rahmen des Projektes wurden zahlreiche Vortr\u00e4ge, Fortbildungen und ein Abschlusskolloquium gehalten. Diese Veranstaltungen konnten die Inhalte und Ergebnisse des Projektes einem weiten H\u00f6rerkreis aus Ex-perten und interessierten Laien zug\u00e4nglich machen. Dar\u00fcber hinaus entstanden zahlreiche Artikel f\u00fcr Wis-senschaftliche Zeitschriften, die in Tabelle 2 zusammengefasst sind.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend l\u00e4sst sich feststellen, dass sich das anvisierte Konzept vollends bew\u00e4hrt hat. Die im Antrag festgelegten Arbeitsschritte wurden im beantragten Zeitrahmen bew\u00e4ltigt. W\u00e4hrend der gesamten Projekt-laufzeit wurden keine \u00c4nderungen der Zielsetzung notwendig. Dies war nicht zuletzt durch die Mitarbeit zahl-reicher Experten m\u00f6glich. Auch die Kooperation mit dem BIOKLIM-Projekt, das im selben Sachgebiet inner-halb der Nationalparkverwaltung angesiedelt ist, hat sich sehr bew\u00e4hrt. Aus diesem Projekt konnte u. a. auf Klima-, Struktur- und Vegetationsdaten zur\u00fcckgegriffen werden, die bei der Analyse der im DBU-Projekt er-arbeiteten Daten von gro\u00dfer Bedeutung waren.<br \/>\nEs hat sich auch bew\u00e4hrt, die wesentlichen Auswertungsschritte schon vorab festzulegen. Nur so konnten die Ergebnisse in wissenschaftlichen Publikationen verbreitet werden. Gleichzeitig blieb durch die zeitnahe Umsetzung der Ergebnisse in wissenschaftliche Publikationen gen\u00fcgend Zeit, auch Fortbildungen, Vortr\u00e4ge und popul\u00e4rwissenschaftliche Publikationen zu erarbeiten.<br \/>\nNicht zuletzt war es auch durch die unb\u00fcrokratische Zusammenarbeit mit der DBU, namentlich Dr. Stock, m\u00f6glich, im Rahmen einer kostenneutralen Projektverl\u00e4ngerung ein Abschlusskolloquium zu organisieren und durchzuf\u00fchren. Dabei konnte ein weiter Expertenkreis erreicht werden. Neben den Publikationen d\u00fcrfte der Eingang der Ergebnisse in das Naturschutzkonzept der Bayerischen Staatsforsten einer der Haupterfolge des Projektes sein.<br \/>\nDas langfristig bedeutendste Ergebnis des Projektes sind die zahlreichen Schl\u00fcssel- und Schwellenwerte, die eine wichtige L\u00fccke f\u00fcr die forstliche Praxis schlie\u00dfen. Sie k\u00f6nnten dar\u00fcber hinaus auch Anwendung in der Landschaftsplanung im Rahmen der Ausgleichsplanung finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Trotz der erheblichen Bedeutung, die Bergmischw\u00e4lder f\u00fcr den Naturschutz in Mitteleuropa haben, existierten bislang keine \u00fcberregional g\u00fcltigen Schwellenwerte, die als Richtlinien f\u00fcr die Forstwirtschaft dienen k\u00f6nnten. In diese L\u00fccke st\u00f6\u00dft das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt kofinanzierte Projekt \u00d6kologische Schl\u00fcsselwerte in Bergmischw\u00e4ldern als Grundlage f\u00fcr eine \u00f6kologisch nachhaltige Forstwirtschaft. 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