{"id":24707,"date":"2023-07-14T10:34:39","date_gmt":"2023-07-14T08:34:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25663-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:34:41","modified_gmt":"2023-07-14T08:34:41","slug":"25663-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25663-01\/","title":{"rendered":"Veranstaltung: REACH die neue Chemikalienverordnung der EU"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung der neuen Chemikalienverordnung der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft, REACH, trat zum 1.6.2007 in Kraft. \u00dcber 90% der gewerblichen Unternehmen sind von dieser Verordnung direkt oder indirekt betroffen. Der Kreis der Verantwortlichen verf\u00fcgte nur \u00fcber ein sehr eingeschr\u00e4nktes Wissen. Viele Details wurden noch kurzfristig ge\u00e4ndert und \u00dcbergangsfristen wurden ebenfalls direkt nach der Umsetzung noch ge\u00e4ndert. In diesem Zusammenhang bestand ein hoher Aufkl\u00e4rungsbedarf, was REACH f\u00fcr unsere Gesellschaft bedeutet, inwieweit Unternehmen REACH unterliegen oder nicht und welcher Handlungsbedarf wirklich besteht. Die Informationsveranstaltung REACH die neue Chemikalienverordnung der EU sollte genau diese Wissensl\u00fccke schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden-\tWas bedeutet REACH f\u00fcr unsere Gesellschaft?<br \/>\n&#8211;\tWelche Anforderungen haben Unternehmen als In-Verkehrbringer oder Hersteller von Chemikalien zuk\u00fcnftig zu beachten?<br \/>\n&#8211;\tWas m\u00fcssen Unternehmen als Weiterverarbeiter oder Anwender ber\u00fccksichtigen?<br \/>\nUnter Ber\u00fccksichtigung dieser Fragestellungen hat die NWA in Zusammenarbeit mit der hhw Ingenieurgesellschaft und unter Mitwirkung von qualifizierten Experten den Inhalt der Informationsveranstaltung konzipiert.<br \/>\nAblauf der Veranstaltung:<br \/>\n14.00 Uhr Begr\u00fc\u00dfung: Dr. Hagen Gleisner; Begr\u00fc\u00dfung u. Moderation: Dr.-Ing. Frank Hamelmann, hhw<br \/>\n14.15 Uhr REACH- Umgestaltung der europ\u00e4ischen Chemikalienpolitik, Dr. Michael Braedt, Nieders\u00e4chsisches Umweltministerium, Hannover<br \/>\nDiskussion<br \/>\n15.00 Uhr Pflichten der nachgeschalteten Anwender und Kommunikation in der Lieferkette, Heike L\u00fcskow, \u00d6kopol &#8211; Institut f\u00fcr \u00d6kologie und Politik GmbH, Hamburg<br \/>\nDiskussion<br \/>\n15.45 Uhr REACH aus Sicht eines Herstellers und Anwenders, Karl-Wilhelm Kroesen, Elastogran, Lemf\u00f6rde<br \/>\nDiskussion, 16.30 Uhr Pause<br \/>\n17.00 Uhr REACH-Help-desks und weitere internetbasierte Unterst\u00fctzungssysteme f\u00fcr KMU, Dr. Uwe Licht-Klagge, Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Hannover, GAA Hannover<br \/>\nDiskussion<br \/>\n17.45 Uhr Nachhaltige Chemie &#8211; F\u00f6rderaktivit\u00e4ten der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Dr. Maximilian Hempel, DBU, Osnabr\u00fcck<br \/>\nDiskussion<br \/>\n18.15 Uhr Res\u00fcmee und Ausblick, Waldemar Bahr, Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, IG BCE, Hannover<br \/>\n18.45 Uhr Schlusswort: Dr. Gleisner, Dr. Hamelmann<br \/>\nab 19.00 Uhr Gemeinsames Abendessen mit Gelegenheit zu Gespr\u00e4chen mit den Referenten<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>An der Veranstaltung nahmen nach breit gef\u00e4cherten Werbema\u00dfnahmen Vertreter von ca. 70 Unternehmen bzw. Institutionen teil.  Die neue Chemikalienverordnung der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft REACH wurde in dieser Veranstaltung ausf\u00fchrlich dargestellt.<br \/>\nDas Wort REACH steht f\u00fcr Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals) und stellt die bisher gr\u00f6\u00dfte und umfassende Neustrukturierung der europ\u00e4ischen Chemikalienpolitik dar. Mit REACH sollen die Datendefizite zu den Eigenschaften nahezu aller chemischen Stoffe und zu ihren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt beseitigt werden. Bei der neuen Chemikalienagentur in Helsinki wird ein Datenpool f\u00fcr die zu registrierenden Stoffe und ihre Anwendungen geschaffen.<\/p>\n<p>K\u00fcnftig werden chemische Stoffe, die in einer Menge von \u00fcber 1 Tonne pro Jahr und Hersteller in Verkehr gebracht werden, in der Datenbank registriert.  Dieses betrifft ca. 30.000 Stoffe, f\u00fcr die ausf\u00fchrliche Angaben hinsichtlich Risiken gegen\u00fcber Mensch und Umwelt zu treffen sind. Besonders besorgniserregende Stoffe (ca. 1.500) werden einem beh\u00f6rdlichen Zulassungsverfahren unterstellt.<\/p>\n<p>Um den Unternehmen zu helfen, insbesondere den kleinen und mittelgro\u00dfen Unternehmen (KMU), die Anforderungen von REACH zu erf\u00fcllen, werden die EU-Mitgliedstaaten zus\u00e4tzlich zu den von der Chemikalienagentur in Helsinki bereitgestellten Leitlinien jeweils einzelstaatliche Auskunftsstellen einrichten, Diese REACH helpdesks sollen die Hersteller, Importeure, und nachgeschaltete Anwender und interessierte Verbraucher informieren. Unter der Seite http:\/\/www.reach-net.com k\u00f6nnen Verordnungstexte, Leitf\u00e4den, Expositionsszenarien sowie diverse Online-Werkzeuge herunter geladen werden. Hier findet sich auch ein umfangreiches Glossar. Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) stellt unter dem Link: http:\/\/reach.bdi.info Hilfen zur Verf\u00fcgung. Er soll die Unternehmen bei Detailfragen zur Vorbereitung auf das Inkrafttreten der REACH &#8211; Verordnung unterst\u00fctzen. Die Seite baut dabei ganz wesentlich auf die Beurteilung durch die BDI- Mitgliedsverb\u00e4nde und BDI-Landesverb\u00e4nde auf und wird Bestandteil des EU-weiten Netzwerkes sein. Zudem sind Links zu weiteren Informationen zu REACH und auch zum neuen GHS aufgef\u00fchrt (EG-Verordnung zur Neuordnung der Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen).<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Veranstaltung war mit ca. 70 Teilnehmern sehr erfolgreich. Um f\u00fcr die REACH-Veranstaltung zu werben, wurden ca. 4000 Einladungen mit Flyern per Post versandt. Au\u00dferdem wurde eine Direktmailing-Aktion an weitere ca. 3000 Empf\u00e4nger durchgef\u00fchrt. Um die Ergebnisse der Veranstaltung im Nachhinein zu publizieren, wurden Berichte an die lokale Presse und an den IdW (Informationsdienst der Wissenschaft) geschickt. \u00dcber die Ergebnisse wurden zudem im Newsletter der NWA berichtet, der an ca. 800 Interessenten versendet wurde. Auf der Internetseite der NWA, www.nwa-akademie.de, stehen seit der Veranstaltung alle Inhalte der Tagung zum kostenlosen Download zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die neue Chemikalienverordnung der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft REACH wurde in dieser Veranstaltung ausf\u00fchrlich dargestellt. Diese Verordnung umfasst \u00fcber 800 Seiten und einschlie\u00dflich der technischen Umsetzungsanweisungen (RIP = REACH Implementation Projects) rund ca. 6.000 Seiten. Allein diese Tatsache zeigt die gro\u00dfe Komplexit\u00e4t dieser Thematik, die von einzelnen Unternehmen, einzelnen Consultants oder Experten nicht bew\u00e4ltigt werden kann. Daher empfiehlt es sich, dass Unternehmen die Strukturen ihrer jeweiligen Verb\u00e4nde nutzen und auch neue Netzwerke entwickeln, um gemeinsam den Anforderungen der REACH-Verordnung gerecht zu werden. Empfehlenswert ist auch, dass die Unternehmen sich umfassend informieren, ihr eigenes Know-how entwickeln und m\u00f6glichst mehrere Mitarbeiter sich in dieser Materie qualifizieren lassen, um sich dadurch auch eine gewisse Unabh\u00e4ngigkeit in der Beurteilung der Lage zu erarbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Einf\u00fchrung der neuen Chemikalienverordnung der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft, REACH, trat zum 1.6.2007 in Kraft. \u00dcber 90% der gewerblichen Unternehmen sind von dieser Verordnung direkt oder indirekt betroffen. Der Kreis der Verantwortlichen verf\u00fcgte nur \u00fcber ein sehr eingeschr\u00e4nktes Wissen. 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