{"id":24706,"date":"2023-09-24T10:32:26","date_gmt":"2023-09-24T08:32:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/25751-01\/"},"modified":"2023-09-24T10:32:28","modified_gmt":"2023-09-24T08:32:28","slug":"25751-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/25751-01\/","title":{"rendered":"Interdisziplin\u00e4res Symposium: Historische Kulturlandschaften (UNESCO-Weltkulturerbe) im globalen, anthropogenen Klimawandel"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Symposiums war eine systemische Betrachtung von Kulturlandschaften, die die forma-len Kriterien als UNESCO-Weltkulturerbe erf\u00fcllen oder als UNESCO-Biosph\u00e4renreservate an-erkannt sind im Hinblick auf ihre m\u00f6glichen Ver\u00e4nderungen bzw. Beeintr\u00e4chtigungen im Zuge des globalen Klimawandels sowie bereits eingeleitete oder anzustrebende Ma\u00dfnahmen zu ih-rem Erhalt. Anhand von Beispielen aus Deutschland und L\u00e4ndern der Tropen und Subtropen wurden Kulturlandschaften aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, um auf diese Weise ei-nerseits neue Erkenntnisse f\u00fcr die mit Kulturlandschaften befassten Disziplinen und Experten, andererseits ein verst\u00e4rktes Bewusstsein hinsichtlich der Komplexit\u00e4t von Kulturlandschaften und ihrer Dynamik zu gewinnen. Zur Festlegung langfristiger Strategien zum Erhalt und Schutz von Kulturlandschaften wurden Szenarien gemeinsam von Experten des Klimawandels und der human\u00f6kologischen Systeme entwickelt und diskutiert. Als Grundlage hierf\u00fcr wurde eine Ver-netzung von Fachleuten unterschiedlicher Disziplinen zur L\u00f6sung anstehender Probleme im Umfeld von Kulturlandschaften in verschiedenen Regionen der Erde angestrebt und relevantes Wissen zusammengef\u00fchrt. Hierzu bot das Symposium eine hervorragende Plattform. Die Zu-sammenf\u00fchrung von Fachwissen verschiedener Disziplinen mit der Zielsetzung gemeinsamer Strategien wurde \u00fcber einen Tagungsband einer weiten \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden01.10.2008 bis 09.02.2009: Vorbereitung des Symposium (Einladungsmanagement, Rednerlisten,                               Buchungen, Reservierungen etc.)<br \/>\n10.2\/11.2.2009: Durchf\u00fchrung des Symposiums in Osnabr\u00fcck (ZUK)<br \/>\n12.02.2009 bis 08.10.2009: Aufbereitung der Ergebnisse in einem Tagungsband, erster Entwurf des                               Tagungsbandes mit allen Textbeitr\u00e4gen am 08.10.2009 an ZUK08.<br \/>\n10.2009 bis 15.12.2009: Abstimmung der Inhalte, Verzeichnisse, Abbildungen und Layout mit ZUK,                                             Endversion an ZUK<br \/>\n18.03.2010: Druckfreigabe erteilt<br \/>\n21.06.2010: Tagungsband erschienen<br \/>\n13.07.2010: Eingang Rechnung Tagungsband<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Auswirkungen des globalen Klimawandels werden die Entwicklung von Kulturlandschaften ma\u00dfgeblich steuern. In vielen Regionen der Erde werden Strategien zur Vermeidung und Minderung der Folgen erforderlich sein, um die landwirtschaftlichen Produktionsstandorte und damit die Ern\u00e4hrung der Bev\u00f6lkerung sicherzustellen. In besonders stark betroffenen Regionen gilt es dar\u00fcber hinaus, Katastrophen wie \u00dcberflutungen oder D\u00fcrren, zu verhindern oder zumindest einzud\u00e4mmen. Wenig beachtet wurde bisher die Tatsache, dass auch das durch die Landschaft repr\u00e4sentierte kulturelle Erbe gef\u00e4hrdet ist, wenn etwa traditionelle Landnutzungsformen aufgegeben werden m\u00fcssen.Das ITT, gef\u00f6rdert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und unterst\u00fctzt durch die Deutsche UNESCO-Kommission, widmete dieser Thematik ein Symposium, bei dem hochrangige Vertreter aus Wissenschaft, Politik und dem Management von Kulturlandschaften verschiedene Aspekte des klimatisch bedingten Kulturlandschaftswandels beleuchteten. An der konzeptionellen Gestaltung des Symposiums waren von Seiten des ITT Prof. Dr. Hartmut Gaese, Dr. Udo Nehren und Dipl.-Ing. Simone Sandholz beteiligt.Friedrich Gerstengarbe vom Potsdam-Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung (PIK) betonte, dass der Klimawandel bereits Realit\u00e4t ist und es nunmehr vornehmlich darum geht, die Auswirkungen einzud\u00e4mmen. Vor diesem Hintergrund erl\u00e4uterte Mechtild Roessler vom UNESCO-Welterbezentrum in Paris die Strategie der UNESCO im Umgang mit dem Klimawandel. In Fallbeispielen aus verschiedenen Regionen der Erde wurden vielf\u00e4ltige Aspekte der Thematik aufgezeigt. So gingen Susanne von der Heide (HimaAsia Foundation) und Wolfgang-Albert Fl\u00fcgel (Universit\u00e4t Jena) auf die Bedrohungen der Bewohner in Himalajat\u00e4ler ein, w\u00e4hrend sich J\u00fcrgen Heinrich (Universit\u00e4t Leipzig) den Kulturlandschaften Westafrikas und Wolfram Lange (FH K\u00f6ln, ITT) der urbanen Kulturlandschaft Rio de Janeiro widmeten. Vier Vortr\u00e4ge befassten sich mit deutschen Landschaften. Karsten Reise vom Alfred-Wegener-Institut Sylt zeigte Schutzma\u00dfnahmen und Anpassungsstrategien bei einem Meeresspiegelanstieg an der deutschen Nordseek\u00fcste auf, w\u00e4hrend Fritz Holzwarth (BMU) auf die UNESCO Kulturlandschaft Mitterheintal einging. Mit den Vortr\u00e4gen von Norbert Sch\u00f6ndeling (FH K\u00f6ln) und Holger Daetz (Stiftung F\u00fcrst-P\u00fcckler-Park Bad Muskau) wurde die Aufmerksamkeit auf kleinere Landschaftseinheiten gelenkt: dem Rand st\u00e4dtischer Ballungsr\u00e4ume bzw. dem F\u00fcrst-P\u00fcckler-Park Bad Muskau.In der abschlie\u00dfenden, von Wolf Arntz (Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven) geleiteten Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass sich die globale Erw\u00e4rmung in allen Klimazonen auswirkt, jedoch Kulturlandschaften und UNESCO-Kulturst\u00e4tten auf der S\u00fcdhemisph\u00e4re st\u00e4rker gef\u00e4hrdet sind als im Norden. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr liegen im schnellen Wachstum der Bev\u00f6lkerung, den schlechten sozialen Bedingungen, aber auch in schwierigeren Klimaverh\u00e4ltnissen und empfindlicheren \u00d6kosystemen. Hinsichtlich m\u00f6glicher Schutzma\u00dfnahmen war sich die Runde einig, dass erhebliche Anstrengungen gemacht werden &#8211; so geht ein Drittel der BMU-Mittel f\u00fcr Mitigation und Adaptation an den Klimawandel in L\u00e4nder des S\u00fcdens, u.a. in afrikanische Welterbest\u00e4tten &#8211; aber es m\u00fcsse noch mehr geschehen. So k\u00f6nnte z.B. die Tourismusindustrie als wichtigster Nutzer von Kulturlandschaften und -st\u00e4tten einen gr\u00f6\u00dferen Beitrag zu solchen Ma\u00dfnahmen leisten. Die Ergebnisse des Symposiums sind k\u00fcrzlich in einem Tagungsband erschienen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der Tagungsband Kulturlandschaften im globalen Klimawandel ist in der Reihe Initiativen zum Umweltschutz, Band 79, im Erich Schmidt Verlag erschienen. Die Bestellung ist \u00fcber den Verlag und \u00fcber das Internet m\u00f6glich. Pressetext zur Tagung sind u.a. auf den Webseiten der DBU, Deutsche UNESCO-Kommission und FH K\u00f6ln erschienen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Tagung wurde von Seiten des Publikums und der Referenten sehr positiv aufgenommen. Mit dem Tagungsband werden die Ergebnisse einer breiten \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht. Damit wird ein Ansto\u00df f\u00fcr weitere Forschungsaktivit\u00e4ten sowie eine Netzwerkbildung im Spannungsfeld Klimawandel und Kulturlandschaften gegeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Symposiums war eine systemische Betrachtung von Kulturlandschaften, die die forma-len Kriterien als UNESCO-Weltkulturerbe erf\u00fcllen oder als UNESCO-Biosph\u00e4renreservate an-erkannt sind im Hinblick auf ihre m\u00f6glichen Ver\u00e4nderungen bzw. Beeintr\u00e4chtigungen im Zuge des globalen Klimawandels sowie bereits eingeleitete oder anzustrebende Ma\u00dfnahmen zu ih-rem Erhalt. 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